Souleymane Sané

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Souleymane Sané
Spielerinformationen
Geburtstag 26. Februar 1961
Geburtsort DakarSenegal
Größe 173 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
1964–

FC Blangnac
FC Toulouse
FC Vitry-sur-Seine
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
0000–1981
1981–1982
1982–1985
1983–1984
1985–1988
1988–1990
1990–1994
1994–1995
1995–1997
1997–1999
1999
2000–2001
2002–2008
0
0
2009–2010
CA Vitry
ES Vitry-Châtillon
FV Donaueschingen
Blagnac FC (Leihe)
SC Freiburg
1. FC Nürnberg
SG Wattenscheid 09
FC Tirol Innsbruck
FC Lausanne-Sport
SG Wattenscheid 09
LASK Linz
FC Schaffhausen
Rot-Weiß Leithe
Wattenscheid 08
Schwarz-Weiß Südfeldmark
DJK Wattenscheid (Spielertrainer)
0
0
0
0
106 (56)
57 (12)
117 (39)
48 (23)
57 (27)
45 0(9)
10 0(0)
0
0
0
0
Nationalmannschaft
Senegal 55 0(?)
Stationen als Trainer
2008–2011
2009–2010
Sansibar
DJK Wattenscheid (Spielertrainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Souleymane „Samy“ Sané (* 26. Februar 1961 in Dakar, Senegal) ist ein ehemaliger senegalesisch-französischer Fußballspieler.

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Sané wurde im Senegal als Sohn eines senegalesischen Diplomaten geboren und kam mit drei Jahren mit seinen Eltern nach Frankreich. Er begann beim FC Blangnac mit dem Fußballspiel. Nachdem er bei der ES Vitry-Châtillon aktiv war, kam er im Jahre 1982 aufgrund seines Militärdienstes bei der französischen Armee nach Deutschland, wo er zunächst in Villingen, dann in Donaueschingen stationiert war. Dort wurde er im selben Jahr auch beim damaligen Viertligisten FV Donaueschingen aufgenommen und ging von dort auf Leihbasis von 1983 bis 1984 zurück nach Frankreich zum Blagnac FC, um danach im Jahre 1985 zum SC Freiburg in die zweite Bundesliga zu wechseln. Dort wurde er in der Saison 1987/88 als erster Ausländer Torschützenkönig. Anschließend wechselte er zum 1. FC Nürnberg, für den er 1988 in der Fußball-Bundesliga debütierte. Zudem spielte er in der Saison 1988/89 zweimal im UEFA-Cup für Nürnberg und traf dabei beim 2:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen den AS Rom.

Für Aufsehen sorgte Sane am 7. Spieltag der Saison 1988/89, als er im Heimspiel gegen den Karlsruher SC dessen Torhüter Alexander Famulla vorsätzlich grob foulte. Nachdem Famulla den Ball schon sicher unter sich begraben hatte, sprang Sané mit gestrecktem Fuß auf den Kopf des Torhüters, dessen Ohr dabei fast komplett abgetrennt wurde, und mit über 20 Stichen wieder angenäht werden musste. 1990 ging Sané zum Aufsteiger SG Wattenscheid 09. Mit 39 Treffern ist er Rekordtorschütze Wattenscheids in der 1. Bundesliga. Im DFB-Pokal-Spiel gegen den Hamburger SV wurde er im Achtelfinale in der Saison 1990/91 von HSV-Fans unter anderem mit Bananen beworfen und mit „Neger raus!“-Rufen sowie Affen imitierenden Lauten beschimpft. Er schoß in der 87. Minute das Siegtor zum 2:1 für Wattenscheid. Später im Interview sagte er dann: „Nix Neger raus, HSV ist raus!“.

Nach dem Abstieg der Wattenscheider 1994 ging Sané nach Österreich zum FC Tirol Innsbruck, wo er auf Anhieb Torschützenkönig der Liga wurde. Später wechselte er noch in die Schweiz (Lausanne, FC Schaffhausen).[1] Von dort aus kehrte er noch einmal zur SG 09 in die 2. Bundesliga zurück. Danach spielte er noch für den LASK Linz in der österreichischen Bundesliga, bei Rot-Weiß Leithe, mit der er von der Kreisliga A bis in die Landesliga aufstieg und bei Wattenscheid 08. Später spielte er auch noch für den Landesliga-Verein Schwarz-Weiß Südfeldmark in Wattenscheid.

Im Juni 2008 wurde Sané Europa-Trainer von Sansibar. Sein Vertrag lief bis 2011 und umfasste ausschließlich die Betreuung des Teams bei Europaaufenthalten.[2] Daneben übernahm er im Sommer 2009 als Spielertrainer das Training des DJK Wattenscheid in der westfälischen Kreisliga-Staffel B1.[2] Dieses Engagement lief bis Saisonende 2010.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Sané spielte 55 Mal für die senegalesische Fußballnationalmannschaft.

Nach der Karriere als Profifußballer[Bearbeiten]

Sané hatte zunächst in der Spielervermittlungsfirma seines eigenen Beraters gearbeitet und arbeitet inzwischen für die Agentur T21x, die von Jürgen Milewski und Jens Jeremies betrieben wird.

Außerdem ist Sané unregelmäßig Mitspieler in den Traditionsmannschaften von Wattenscheid 09 und Schalke 04. Er ist verheiratet mit Regina Weber und lebt mit Frau und drei Kindern in Wattenscheid. Alle drei Söhne – Kim, Leroy und Sidi – spielen für Jugendmannschaften des FC Schalke 04.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Souleyman Sané - Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 13. Februar 2014. Abgerufen am 19. Februar 2014.
  2. a b Maike Schulz: „Der Samy ist da!“ 11Freunde, 26. August 2009, abgerufen am 30. Oktober 2012.
  3. Bericht über Sané auf derwesten.de