SoundCloud

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
SoundCloud
Logo
Rechtsform Limited
Gründung August 2007
Sitz Berlin

Leitung

  • Alexander Ljung (Gründer & Geschäftsführer)
  • Eric Wahlforss (Gründer & Technischer Leiter)
  • Dave Haynes (Business Development)
  • Jamie Kantrowitz (Vorstandsdirektorin)
  • David Noël (Marketing)
Branche Musik
Produkte Online-Audioplattform
Website soundcloud.com

SoundCloud ist eine Online-Plattform zum Austausch und zur Distribution von Audiodateien. Sie dient als Kooperations- und Werbeplattfom für Musiker.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Nach ersten Anfängen in Stockholm starteten der Sound-Designer Alexander Ljung und der Musiker Eric Wahlforss alias Forss[2] das SoundCloud-Projekt im August 2007 in Berlin.[3] Es sollte Musikern einen Austausch von Aufnahmen ermöglichen. Bald entwickelte sich Soundcloud zu einer Plattform, mit der die angebotene Musik interessierten Internetnutzern weltweit ohne Log-in zur Verfügung steht.

Schon nach ein paar Monaten begann SoundCloud mit Myspace zu konkurrieren, da es den Künstlern eine schnellere Kommunikation mit den Fans erlaubte.[4]

2009 sagte der Mitgründer Alexaner Ljung in einem Interview mit Wired:

“We both came from backgrounds connected to music, and it was just really, really annoying for us to collaborate with people on music — I mean simple collaboration, just sending tracks to other people in a private setting, getting some feedback from them, and having a conversation about that piece of music. In the same way that we’d be using Flickr for our photos, and Vimeo for our videos, we didn’t have that kind of platform for our music.”

„Wir kommen beide aus mit Musik in Verbindung stehenden Hintergründen und die Musikzusammenarbeit mit anderen Leuten war einfach sehr, sehr nervig für uns - ich meine eine einfache Zusammenarbeit, einfach Stücke an Leute in einem privaten Umfeld schicken zu können, Feedback von ihnen zu bekommen, und ein Gespräch über dieses Musikstück zu führen. In der gleichen Weise wie wir Flickr für unsere Fotos und Vimeo für unsere Videos nutzen, hatten wir keine Plattform dieser Art für unsere Musik.“

Alexander Ljung[4]

Im April 2009 investierte Doughty Hanson Technology Ventures 2,5 Millionen € in SoundCloud.[1] Im Mai 2010 gab SoundCloud an, eine Million Benutzer zu haben.[1] Seit Februar 2011 sollen es 3 Millionen Nutzer sein.[5] Im Januar 2012 erhielt Soundcloud eine weitere Finanzierung in Höhe von 50 Millionen Euro von den kalifornischen Investmentfirmen Kleiner Perkins Caufield & Byers und GGV Capital.[6] Im Gegenzug räumte das Startup der Finanzanalystin Mary Meeker einen Beobachterposten im Soundcloud-Vorstand ein.[7] Im August 2012 wurde SoundCloud in Berlin vom Weltwirtschaftsforum zu den Technology Pioneers 2013 gewählt.[8] Im April 2013 wurden Alexander Ljung und Eric Wahlforss von Soundcloud in Amsterdam mit dem „Europioneer Award“ als Unternehmer des Jahres von der Europäischen Kommission ausgezeichnet.[9] Mittlerweile gilt Soundcloud als wichtigster Knotenpunkt für den musikalischen Austausch im Netz.[10]

Funktionen [Bearbeiten]

Mit SoundCloud können Musiker ihre Stücke nicht nur zum Download anbieten, sondern auch in Blogs und Websites einbetten und über soziale Netzwerke privat oder öffentlich teilen. Im Gegensatz dazu erlaubt Myspace nur das Anhören auf der Webseite selbst.[4] Die Audio-Dateien werden bei Soundcloud grafisch in Waveform angezeigt. Auf einer Kommentarleiste können Nutzer ihre eigenen Tracks oder die anderer Nutzer kommentieren.

Mit sogenannten Widgets und Apps wird es Nutzern besonders einfach gemacht, die Musik auf ihren Webseiten anzuzeigen.[1] Neue Tracks können zum Beispiel automatisch per Twitter veröffentlicht werden (falls ein Twitter-Account besteht).[4] Über eine API können mittels anderer Programme oder auch Smartphones Musikdateien hoch- und heruntergeladen werden. Die API wurde bereits in mehrere Programme integriert, so auch in die Pro-Version von PreSonus Studio One DAW.[11]

Es gibt eine Reihe von Web-Playern, die auf das Angebot von Soundcloud zugreifen.[12][13] Es wird keine maximale Dateigröße vorgeschrieben; mit dem kostenlosen Basisangebot ist es möglich, bis zu zwei Stunden Musik hochzuladen.

Kooperationen [Bearbeiten]

SoundCloud ist Mitglied des Kooperationsnetzwerkes der Berliner Musikwirtschaft Berlin Music Commission.[14]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b c d Mike Butcher: Now a million on SoundCloud – This startup is scaling globally. TechCrunch, 18. Mai 2010, abgerufen am 13. Dezember 2010 (englisch).
  2. Forss bei Sonar Kollektiv, abgerufen am 5. September 2012
  3. Interview mit Gründer Eric Wahlforss (Forss) in: Proud Magazine 02/2011.
  4. a b c d Eliot Van Buskirk: SoundCloud Threatens MySpace as Music Destination for Twitter Era. Wired, 6. Juli 2009, abgerufen am 13. Dezember 2010 (englisch).
  5. neumusik.com - SoundCloud verkündet 3 Millionen Mitglieder. Abgerufen am 15. Februar 2011 (deutsch).
  6. Große Kapitalspritze für deutsches Startup SoundCloud
  7. Soundcloud bekommt neue Millionen in: Der Spiegel vom 3. Januar 2012
  8. SoundCloud ist „Technology Pioneer 2013“. Pressemitteilung des Berliner Senats vom 29. August 2012
  9. SoundCloud und SwiftKey gewinnen Preis als europäische Web-Unternehmer des Jahres Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 24. April 2013
  10. Elektro global. Bastards mit fetten Bässen in: Der Spiegel vom 12. Januar 2012
  11. Musikmesse 2010: PreSonus launches major enhancements to Studio One. MusicRadar, 22. März 2010, abgerufen am 13. Dezember 2010 (englisch).
  12. mycloudplayers.com
  13. thecloudplayer setzt für vollen Funktionsumfang ein Google-Konto voraus
  14. Website der Berlin Music Commission – SoundCloud. Abgerufen am 15. Februar 2011 (deutsch).

Weblinks [Bearbeiten]