South-African-Airways-Flug 228

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

-22.45028055555617.524030555556Koordinaten: 22° 27′ 1″ S, 17° 31′ 27″ O

Vorlage:Infobox Flugunfall/Wartung/Bild fehlt
Flugzeugabsturz bei Windhoek
Unfall-Zusammenfassung
Unfallart CFIT nach dem Start
Ort 5 km östlich des J.G. Strijdom International Airport
Datum 20. April 1968
Todesopfer 123
Verletzte 5
Überlebende 5
Luftfahrzeug
Luftfahrzeugtyp Boeing 707-344C
Betreiber South African Airways
Kennzeichen ZS-EUW
Name Pretoria
Abflughafen J.G. Strijdom International Airport, Südwest-Afrika
Zielflughafen Luanda-4 de Fevereiro Airport, Angola
Passagiere 116
Besatzung 12
Liste von Katastrophen der Luftfahrt
Unfallort (Namibia)
Unfallort
Unfallort
Namibia

Der South-African-Airways-Flug 228 war ein Flug der South African Airways mit einer Boeing 707 vom Jan Smuts International Airport (heute O R Tambo International Airport) in Johannesburg zum London Heathrow Airport mit geplanten Zwischenlandungen bei Windhoek, Luanda, Las Palmas und Frankfurt.

Am 20. April 1968 stürzte er kurz nach dem Start fünf Kilometer östlich des „J.G. Strijdom International Airport“, dem heutigen Hosea Kutako International Airport, 45 Kilometer östlich der namibischen Hauptstadt Windhoek, ab. Bei dem Flugunfall kamen 123 Menschen ums Leben, fünf Personen konnten verletzt gerettet werden.[1][2]

Unfallverlauf[Bearbeiten]

Um 20:49 Uhr Ortszeit (South Africa Standard Time) hob die fabrikneue Maschine des Modells Boeing 707-344C, mit lediglich 238 Gesamtflugstunden von der Startbahn 08 des Flughafens nahe Windhoek ab. Die Nacht war mond- und wolkenlos und es herrschte Windstille.[2] Nach Einfahren der Landeklappen und Reduzierung des Triebwerksschubs auf Steigleistung in einer Höhe von etwa 200 m ging die Maschine in einen – wahrscheinlich unbemerkten – Sinkflug über und schlug etwa fünf Kilometer östlich des Flughafens auf, knapp 30 Sekunden nach dem Start.[1]

Unfallursache[Bearbeiten]

Aufgrund der Tatsache, dass die Unfallmaschine weder über einen Flugschreiber noch über einen Stimmenrekorder verfügte, gestaltete sich die Ursachenforschung für den Flugunfall schwierig.[3] Obwohl Flugschreiber am 1. Januar des Unfalljahres zur Pflicht geworden waren, waren zu der Zeit zahlreiche der Maschinen der South African Airways aufgrund von Lieferengpässen nicht damit ausgestattet.[2]

Der Pilot-in-Command Smith verfügte auf der Boeing 707 über eine Flugerfahrung von 4608 Flugstunden, hatte jedoch bis zum Unfall nur eine Flugstunde auf dem Modell 344C absolviert.[4] Die offizielle Unfalluntersuchung hat ergeben, dass alle vier Triebwerke der Maschine funktionierten. Die Unfallursache lag offensichtlich an menschlichen Fehlern, da der Flugkapitän sowie der Erster Offizier „keine sichere Fluggeschwindigkeit und Höhe sowie keinen geeigneten Steigflug sicher stellten, da sie während der Startphase die Fluginstrumente nicht ausreichend beobachteten“.[5] Der dritten Person im Cockpit wurde ausdrücklich kein Verschulden angelastet.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Accident description. Aviation Safety Network abgerufen am 9. Mai 2013
  2. a b c Report by the Board of Inquiry into the Accident to South African Airways Boeing 707-344C Aircraft ZS-EUW at Windhoek on 20 April. Civil Aviation Association, Pretoria November 1968 (PDF; 14,6 MB)
  3. A newspaper history of South Africa. Vic Alhadeff, Ausgabe 1984, S. 112, ISBN 1-86806-008-X
  4. Aerospace Medicine, Ausgabe 44, Issue 5-8, S. 683
  5. a b Disaster in the Air. Edgar A. Haine, Associated University Presses 2000, ISBN 0-8453-4777-2