South Park: Der Film – größer, länger, ungeschnitten

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Filmdaten
Deutscher Titel South Park: Der Film – größer, länger, ungeschnitten
Originaltitel South Park: Bigger, Longer & Uncut
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 78 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
JMK 12Vorlage:Infobox Film/Wartung/JMK ohne JMKID
Stab
Regie Trey Parker
Drehbuch Trey Parker
Matt Stone
Pam Brady
Produktion Trey Parker
Matt Stone
Musik James Hetfield / DVDA, Marc Shaiman
Schnitt John Venzon
Synchronisation

South Park: Der Film – größer, länger, ungeschnitten ist ein Kinofilm zu der Fernsehserie South Park und wurde von Trey Parker und Matt Stone geschrieben und produziert. Er wurde im Jahr 1999 veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Schlechte Stimmung macht sich in South Park breit, seit die Kinokomödie Feurige Ärsche (engl.: Asses of Fire) des kanadischen Komödiantenduos Terrance & Phillip die Moral der örtlichen Jugend unterminiert. Als Kenny dann versucht, seinen Furz anzuzünden, weil er es in dem Film gesehen hat, verbrennt er dabei und stirbt. Kurzerhand gründen sich die „Mütter gegen Kanada“ (engl.: „Mothers against Canada“, kurz „MAC“) und entführen die beiden Hauptübeltäter in ein Internierungslager. Daraufhin bombardieren die Kanadier die „Baldwin-Familie“, und schließlich erklären die Vereinigten Staaten Kanada den Krieg. Nun obliegt es den Kindern von South Park, die Menschheit vor der völligen Vernichtung zu bewahren. Sie schleichen sich in die Show ein, bei der Terrance und Phillip exekutiert werden sollen. Während der Show beginnt aber plötzlich ein Angriff der Kanadier, der in eine riesige Schlacht ausartet (in der Folge Terrance & Phillip: Hinter dem Furz erfährt man später, dass es 8 Millionen Todesopfer gegeben haben soll).

Als Kyles Mutter Terrance und Phillip mit einer Pistole umbringt und das Blut der beiden auf den Boden fließt, erscheinen der homosexuelle Satan und Saddam Hussein, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Die höllische Invasion kann nur von Eric Cartman gestoppt werden, dessen so genannter V-Chip (ein Chip, der ihm implantiert wurde und ihm einen elektrischen Schock gibt, wenn er flucht) durch einen Kurzschluss so beschädigt wird, dass es anderen einen Schock gibt, wenn er flucht. Als er dies merkt, geht er auf Saddam los, bis Satan durch den Einfluss von Kenny Saddam in die Hölle wirft, wo er von einem Felsen aufgespießt wird.

Aus Dankbarkeit, dass Kenny ihm geholfen und ihm geraten hat, Saddam zu verlassen, erfüllt Satan ihm einen beliebigen Wunsch. Am Ende wünscht Kenny sich, dass alles so wie vorher sei, vor dem Krieg. Doch das hieße auch, dass er wieder in die Hölle müsse. Dafür kommt Kenny jedoch in den Himmel, wo nur nackte weibliche Engel auf ihn warten.

Synchronisation[Bearbeiten]

Hauptdarsteller[Bearbeiten]

Rolle Originalsprecher Deutsche Synchronisation
Eric Cartman Trey Parker Jörg Stuttmann

Santiago Ziesmer (Gesang)

Kenny McCormick Matt Stone

Mike Judge

Sabine Bohlmann
Kyle Broflovski Matt Stone Jan Makino

Mario von Jascheroff (Gesang)

Stan Marsh Trey Parker Dominik Auer

Ralf Vornberger (Gesang)

Nebendarsteller[Bearbeiten]

Rolle Originalsprecher Deutsche Synchronisation
Armeegeneral Trey Parker
Baldwin Brüder Dave Foley Michel Guillaume
Bebe Stevens Jennifer Howell
Big Gay Al Rufus Beck
Bill Clinton Sigmar Solbach
Bill Gates Matt Stone
Bombenschützen Trey Parker
Brooke Shields Minnie Driver Elisabeth Günther
Chefkoch Isaac Hayes Donald Arthur
Conan O'Brien Brent Spiner Andreas Türck
Dr. Gouache George Clooney Elmar Wepper
Dr. Vosknocker Eric Idle Peter Fricke
Frau im Kino Deb Adair
Gerald Broflovski Matt Stone
Gregory Howard McGillin (Gesang) Philipp Moog

Cusch Jung (Gesang)

Herbert Garrison Trey Parker Michael Rüth
Ike Broflovski Jesse Howell

Anthony Cross-Thomas

Francesca Clifford

Sabine Bohlmann
Jimbo Kearn Matt Stone Arne Elsholtz
Kanadischer Botschafter Trey Parker Walter von Hauff
Kanadischer Kampfpilot Nick Rhodes
Kanadischer Minister Gudo Hoegel
Klitoris Mary Kay Bergman Lilo Wanders
Liane Cartman Mary Kay Bergman Agnes Hoffmann-Radic

Marina Köhler

Mann im Kino Bruce Howell
Maulwurf Jan Odle

Santiago Ziesmer (Gesang)

Mr. Mackey Trey Parker Rufus Beck
Mr. Zylinder Trey Parker Michael Rüth

Heinz Hoenig

Mrs. McCormick Michaela Amler

Marion Musiol (Gesang)

Ned Gerblansky Trey Parker
Obdachloser Guildo Horn
Phillip Niles Argyle Trey Parker Christian Tramitz

Dieter Winterle (Gesang)

Randy Marsh Trey Parker
Saddam Hussein Matt Stone Heiner Lauterbach

Bernd Kunzmann (Gesang)

Satan Trey Parker Heinz Hoenig

Friedemann Brenner (Gesang)

Sharon Marsh Mary Kay Bergman Maria Böhme

Heike Gentsch (Gesang)

Sheila Broflovski Mary Kay Bergman Katharina Lopinski

Denise Gorzelanny (Gesang)

Terrance Henry Stoot Matt Stone Rick Kavanian

Frank Schaff (Gesang)

Ticketverkäufer Matt Stone
Tom Trey Parker
US-Soldat #1 Stewart Copeland
US-Soldat #2 Stanley G. Sawicki
Wendy Testaburger Mary Kay Bergman Shandra Schadt
Winona Ryder Toddy E. Walters Jenny Elvers

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Trey Parker und Marc Shaiman wurden 2000 für den Oscar in der Kategorie Bester Song für Blame Canada nominiert.
  • Trey Parker und Matt Stone gewannen ebenfalls 2000 für den Song Uncle Fucka den MTV Movie Award in der Kategorie Bester musikalischer Moment
  • 2002 erhielt der Film einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde für die meisten Flüche in einem Animationsfilm (399 Flüche, inklusive 146 mal das Wort Fuck, 79 mal Shit und 59 mal Bitch, 128 beleidigenden Gesten und 221 Gewalthandlungen).

Einspielergebnisse[Bearbeiten]

Bei Produktionskosten von rund 21 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit ca. 83 Millionen Dollar ein [1]. Davon 52 Millionen Dollar allein in den USA.

Kritiken[Bearbeiten]

„Kinoversion der populären satirischen Fernseh-Zeichentrickreihe South Park, deren grobe Animation sich bewusst von der Perfektion der Mainstream-Cartoons absetzt. Ein von zahlreichen unterhaltsamen, bisweilen derben Späßen getragener Kommentar zur Dämonisierung der Unterhaltungsindustrie, durchsetzt von diversen Gesangsnummern; zum Ende selbst nicht frei von moralisierenden Ansätzen.“

Lexikon des Internationalen Films [2]

... Doch selbst die treuesten Fans werden überrascht sein, was für kranke Gags die geistigen Väter der Serie, Trey Parker und Matt Stone, sich für ihr Kinodebüt ausgedacht haben. In der Rahmenhandlung erklären die USA Kanada den Krieg, weil... na ja, weil Kanadier einfach niveaulose Scheißer sind. Selbst die Entschuldigung der kanadischen Regierung für den Akne-Rocker Bryan Adams kann den US-Erstschlag nicht verhindern. Kanada revanchiert sich, indem es so viele Hollywood-Stars wie möglich tötet. Doch es droht weitere Gefahr: Saddam Hussein, jüngst verstorben, hat sich Satan mit permanentem Analverkehr gefügig gemacht und will jetzt mit Hilfe der höllischen Heerscharen die Weltherrschaft übernehmen. Und dann ist da noch der kleine "South Park"-Junge, der verzweifelt die heilige Klitoris sucht...Na gut, der Film ist pervers. Aber, wow!, er ist auch sowas von arschkomisch! Fazit: Gags aus dem Giftschrank.“

Gernot Gricksch von Cinema [3]

Soundtrack[Bearbeiten]

  1. Mountain Town (Hinterwäldlernest)
  2. Uncle Fucka (Onkelficker)
  3. It's Easy, M'kay (Ganz einfach M'Kay)
  4. Little Boy (Kleiner Mann)
  5. Blame Canada (Schuld ist Kanada)
  6. Kyle's Mom's A Bitch (Kyles Mam ist 'ne Schlampe)
  7. What Would Brian Boitano Do? (Was würde Brian Boitano tun?)
  8. Up There (Dort Oben)
  9. La Resistance (La Resistance)
  10. Eyes Of A Child
  11. I Can Change (Ich kann mich ändern)
  12. I'm Super (Mir gehts Super)
  13. Mountain Town
  14. Good Love
  15. Shut Yo Face (Uncle Fucka)
  16. Riches To Rags (MMMKay)
  17. Kyle's Mom's A Big Fat Bitch
  18. What Would Brian Boitano Do? Pt. II
  19. I Swear It (I Can Change)
  20. Super
  21. O Canada

Trivia[Bearbeiten]

  • Die Entstehungszeit des Films betrug etwa ein Jahr.
  • Laut der Filmemacher sollte der Titel ursprünglich „All Hell breaks loose“ lauten. Da die „Hölle“ den Jugendschützern aber ein Dorn im Auge war, wurde der Titel in Bigger, Longer & Uncut geändert.
  • Vor dem UNO-Hauptgebäude ist neben Flaggen von Ländern auch noch eine Piratenflagge und eine Gay-Pride-Flagge, die aber nur in der 16-zu-9-Version zu sehen ist.
  • Der Song Little Boy you go to Hell! wurde von Metallica eingespielt.
  • Dr. Vosknocker wird von Monty-Python-Mitglied Eric Idle gesprochen.
  • Ursprünglich sollte auf der Porno-Website ein Mann Sex mit einem Pferd haben. Sex mit Tieren darzustellen wurde aber verboten. Außerdem ist der Mann im englischsprachigen Original ein Deutscher, in der deutschen Version jedoch ein Engländer.
  • Ein Soldat sagt „Yis some people gonna die?“, wie Jar Jar Binks aus Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung.
  • Cartmans Kampf ist eine Anspielung auf Animes wie Dragonball Z.
  • Im Film war erstmals Kennys komplettes Gesicht ohne Kapuze zu sehen und er redet mit der Stimme von Beavis-and-Butt-Head-Erfinder Mike Judge.
  • Der Endkampf ist eine Persiflage auf den Film Megiddo – Das Ende der Welt.
  • Im Kampf zwischen Kanada und den USA ist Jesus zu sehen, der bei der amerikanischen Armee mitmarschiert.
  • Laut Abspann wird die Figur des Saddam Hussein von Saddam Hussein selbst gesprochen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Box Office Mojo.com: [1], Einspielergebnisse South Park: Der Film.
  2. South Park: Der Film – größer, länger, ungeschnitten im Lexikon des Internationalen Films
  3. Cinema.de: Filmkritik

Weblinks[Bearbeiten]