Southwest-Airlines-Flug 1248

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Southwest-Airlines-Flug 1248
Southwest Airlines Flight 1248 -1.jpg

Die beschädigte Boeing 737 hinter der Landebahn

Unfall-Zusammenfassung
Unfallart Überrollen der Landebahn
Ort Flughafen Chicago-Midway
Datum 8. Dezember 2005
Todesopfer 1 (am Boden)
Verletzte 14 (3 am Boden)
Überlebende 103 (alle im Flugzeug)
Luftfahrzeug
Luftfahrzeugtyp Boeing 737-7H4
Betreiber Southwest Airlines
Kennzeichen N471WN
Passagiere 98
Besatzung 5
Liste von Katastrophen der Luftfahrt

Southwest-Airlines-Flug 1248 war ein Flug der amerikanischen Fluggesellschaft Southwest Airlines mit einer Boeing 737-7H4, die morgens am 8. Dezember 2005 aus Baltimore kommend die Landebahn 13C am Flughafen Chicago-Midway nahm, bei der Landung über das Ende der Landebahn hinausschoss und auf einer Straße zum Stehen kam. Dort begrub die Maschine Autos unter sich, wobei ein sechs Jahre alter Junge, Joshua Woods, starb. Seine restliche Familie wurde leicht bis schwer verletzt.

Ablauf[Bearbeiten]

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Am Donnerstag, den 8. Dezember 2005, startete die Maschine, eine Boeing 737-700 der Southwest Airlines, zum Flug 1248 von Baltimore nach Chicago. Dort gab es zwar einen Schneesturm, dennoch sprach man von „akzeptablen Bedingungen“. Die Sicht lag zeitweise bei unter einer Meile und am Flughafen lag bis zu 8 cm Schnee. Trotzdem entschieden sich die Piloten zur Landung. Der Flughafen meldete Wind aus Ost und Ost-Südost bei etwa 20 km/h. Der Anflug auf Landebahn 13C war der direkteste, ein anderer auf die 31C verringerte allerdings die Gefahr des Durchstartens, weil es dort immer noch gut möglich war, die Landebahn zu erkennen. Auf dieser Landebahn kam es allerdings öfter zu gefährlichen Rückenwinden.

Die Crew war sich unsicher – eine Landung auf einem anderen Flughafen in Chicago hätte sicherer sein können, oder man hätte auf besseres Wetter warten können. Nicht zuletzt aufgrund des enorm hohen Kostendrucks der Fluggesellschaft entschied man sich aber – wie vorher geplant – für Landebahn 13C. Dort setzte die Maschine an der Markierung auf, sodass noch etwa 1400 Meter der 1988 Meter langen Bahn zum Abbremsen übrig blieben. Wegen der Winde jedoch schoss die Maschine über die Landebahn hinaus, durchbrach die Flughafenabsperrungen und kam auf einer Straße zum Stehen. Dabei riss ein Triebwerk ab und das Bugfahrwerk brach ein. Die Maschine begrub mindestens drei Autos unter sich, in einem befand sich eine fünfköpfige Familie, deren sechsjähriger Sohn starb. Die Passagiere des Flugzeuges konnten sich über Notrutschen retten und nach kurzer Zeit erschien auch die Feuerwehr, die das Flugzeug mit Löschschaum besprühte.

Ermittlungen[Bearbeiten]

Direkt nach dem Unfall nahm das NTSB die Untersuchungen auf. Sie stellte fest, dass die Piloten unzureichend geschult worden waren, was die Verwendung des automatischen Bremssystems anging. Diese ließ Southwest erst seit kürzerer Zeit tatsächlich benutzen. Die Verwendung dieses Systems hätte den Unfall verhindern können, denn ohne diese Bremsen hätte die Maschine (wegen des Wetters) etwa 1600 Meter gebraucht, um sicher zum Stehen zu kommen. Der Umkehrschub wurde erst 18 Sekunden nach dem Aufsetzen aktiviert.

Folgen[Bearbeiten]

Das NTSB stellte ein neues Gesetz auf, das fordert, dass der Bereich vor und hinter einer neu gebauten Landebahn frei sein muss, eine sogenannte „Runway Safety Area“, zu Deutsch “Landebahn-Sicherheitszone”. Damit ist es weniger gefährlich, wenn ein Flugzeug über die Landebahn hinausschießt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]