Souveräner Malteserorden

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Flagge
Flagge des Malteserordens
Wappen
Wappen des Malteserordens

Wahlspruch:
Tuitio fidei et obsequium pauperum
(„Bezeugung des Glaubens und
Hilfe den Bedürftigen“)

Basisdaten
Amtssprache Italienisch[1]
Status souveränes Völkerrechtssubjekt
Sitz Palazzo di Malta in der
Via dei Condotti 68, Rom
Großmeister Fra’ Matthew Festing
Kardinalpatron Paolo Sardi
Großhospitalier Albrecht Freiherr von Boeselager
Großkanzler Jean-Pierre Mazery
Großkomtur Carlo d’Ippolito di Sant’Ippolito
Rezeptor Gian Luca Chiavari
Prälat Angelo Acerbi
Mitglieder 13.500 Ritter und Damen[2]
Währung 1 Scudo = 12 Tari = 240 Grani
Zeitzone UTC+1
Kfz-Kennzeichen S.M.O.M.
Hymne Ave Crux Alba
(Sei gegrüßt, weißes Kreuz)
Ordensbotschaft in Prag
Großmeister Fra′ Ludovico Chigi Albani della Rovere (1866–1951) auf einer Briefmarke des Ordens

Der Souveräne Malteserorden (mit vollem Titel: Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom heiligen Johannes von Jerusalem von Rhodos und von Malta - früher zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta)[3] ist eine katholische Ordensgemeinschaft, die im 11. Jahrhundert in Jerusalem gegründet und nach dem Ersten Kreuzzug zusätzlich zu einem geistlichen Ritterorden wurde. Neben der ursprünglicheren Bezeichnung Johanniterorden trat seit der Ansiedlung auf der Insel Malta um 1530 der heute gebräuchliche Name auf. Völkerrechtlich wird der Orden im Allgemeinen als ein souveränes, nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt betrachtet. Ziel des Ordens ist es, Alte, Behinderte, Flüchtlinge, an tödlichen Krankheiten Erkrankte und Leprakranke – unabhängig von Religion oder Herkunft – weltweit karitativ zu unterstützen.[4]

Der Souveräne Malteserorden genießt zwar die gleiche unmittelbare päpstliche Anerkennung wie die übrigen kirchlichen Ritterorden (Christusorden, Orden vom Goldenen Sporn, Piusorden, Gregoriusorden und Silvesterorden). Er unterscheidet sich von diesen jedoch dadurch, dass er mit dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem nicht für anderweitig erworbene Verdienste verliehen wird, sondern die ständigen Mitglieder einer karitativen Ordensgemeinschaft bezeichnet. Als Ritterorden steht er zusätzlich in einem besonderen Souveränitätsverhältnis zum Heiligen Stuhl.[5][6] Er hat seinen Ursprung nicht einer päpstlichen Stiftung zu verdanken, wohl aber seine Souveränität, welche zunächst (1113) kirchlich anerkannt war. Andererseits stellt aber er auch ein Institut gottgeweihten Lebens (Orden im kirchenrechtlichen Sinne) dar. Er ist also gleichzeitig ein Völkerrechtssubjekt, ein Ritterorden und ein kirchlicher Orden. Er entscheidet autonom nach seiner eigenen Verfassung und seinem Codex über die Aufnahme, die Aufgaben, den Rang und die Auszeichnung seiner Mitglieder und anderer, die sich um die Ordenswerke verdient machen. Immer noch stammen viele Mitglieder des Ordens in Europa aus ehemaligen Ritterfamilien, längst aber hat sich der Orden, in Anbetracht seiner Aufgaben und seiner Internationalität, für andere, nach den Ordensstatuten geeignete, Kandidaten geöffnet.

Gliederung des Ordens[Bearbeiten]

Fra’ Matthew Festing, derzeitiger Großmeister

Der Orden hat weltweit etwa 13.500 Mitglieder (Ritter und Damen). Die oberste Leitungsgewalt hat der auf Lebenszeit gewählte Großmeister inne, zurzeit Fra’ Matthew Festing (Fürst und Großmeister). 2009 wurde Erzbischof Paolo Sardi, Vatikandiplomat und Vizekämmerer der Römischen Kirche, durch Papst Benedikt XVI. zum Pro-Patron des Malteserordens ernannt.[7] Nach der Erhebung Sardis zum Kardinal wurde er am 30. November 2010 zum Patron des Ordens ernannt.[8]

Der Orden unterhält diplomatische Beziehungen mit 104 Staaten (darunter Österreich) und ständige Vertretungen in fünf weiteren Staaten (darunter Deutschland); eine eigene Währung (1 Scudo = 12 Tarì = 240 Grani, der Umrechnungskurs zur europäischen Währung ist 1 Scudo = 0,24 Euro; und 1 Tarì = 0,02 Euro) mit Münzprägung (als Souverän von Malta bis 1798, dann wieder ab 1961) und seit 1966 auch eigene Briefmarken (bilaterale Postverträge mit derzeit 56 Staaten). Der Malteserorden hat den Status eines ständigen Beobachters bei der UNO[9] und unterhält ständige Missionen an den UN-Standorten in New York, Genf, Rom, Wien und Paris.

Der Orden ist seit 1798 nicht mehr auf Malta beheimatet, unterhält aber seit 1966 volle diplomatische Beziehungen mit der Republik Malta. Gemäß einem Staatsvertrag vom Dezember 1998 zwischen dem Souveränen Malteser-Ritterorden und der Republik Malta wurde dem Orden die Festung St. Angelo, die bereits ab 1530 bis zum Umzug der Ordensregierung in die neuerbaute Stadt Valletta Sitz des Ordens auf der Insel war, für die Dauer von 99 Jahren zur alleinigen Nutzung überlassen. Seit 1976 ist der Orden auch wieder auf Rhodos vertreten.

In den Staaten, in denen der Orden kraft eigener Rechte oder internationaler Abkommen Aktivitäten entfaltet, besteht seine Struktur aus Großprioraten, Prioraten, Subprioraten und Nationalen Assoziationen.[3] Der Malteserorden ist in über 90 Ländern der Welt karitativ tätig. In vielen Ländern gibt es eigene Hilfsorganisationen, Tochterinstitutionen des Ordens, die bestimmte soziale Aufgaben übernehmen.

In Deutschland wurde 1953 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Caritasverband die Hilfsorganisation Malteser Hilfsdienst (heute einfach Malteser) gegründet. In Südafrika wurde 1992 unter Leitung des Benediktiners Gerhard Lagleder die nach dem Gründer des Hospitalordens, Bruder Gerhard Tonque, benannte Brotherhood of Blessed Gérard gegründet, die nach dem Vorbild der deutschen Malteser organisiert ist.

In Deutschland hat eine Gliederung (Ballei Brandenburg mit Sitz ursprünglich in Sonnenburg) schon seit 1382 einen weitgehend autonomen Status. Seit dem Übertritt des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg zur Lutherischen Lehre im Jahre 1538 ist dieser Zweig evangelisch. 1811 wurde der evangelische Zweig des Johanniterordens in seiner Form als Ritterorden zunächst aufgelöst und als preußischer Verdienstorden weitergeführt. Im Jahr 1852 wurde er in Kontinuität zur Balley durch die noch lebenden Ritter als evangelischer Zweig des Ritterordens fortgesetzt. Seit diesem Zeitpunkt hat er die Rechtsform eines altrechtlichen Vereins.

Der Malteserorden erkennt die in einer Allianz von 1961 unter gegenseitiger Anerkennung zusammengeschlossenen evangelischen Johanniterorden in Deutschland, den Niederlanden (Johanniter Orde in Nederland), Schweden (Johanniterorden i Sverige) und in Großbritannien (Venerable Order of Saint John) als Ritterorden des heiligen Johannes mit „gemeinsamer Geschichte und gemeinsamem Auftrag“, jedoch kirchenrechtlich von ihm getrennt, an. Der Johanniterorden sieht sich in der Tradition der Ballei Brandenburg des alten Ordens, ohne jedoch deren Nachfolge im Gesamtorden einnehmen zu wollen.

Die Zungen des Ordens[Bearbeiten]

Seit der Übersiedlung der Ordenszentrale nach Rhodos im 14. Jahrhundert war der Orden landsmannschaftlich in die sogenannten Zungen untergliedert. Zunächst bestanden sieben, später acht Zungen. Durch die Vorgänge während der Reformation wurden einzelne Zungen dann so ausgedünnt, dass ihre Zahl verringert werden musste. In der Französischen Revolution wurde 1792 der Besitz des Ordens in Frankreich eingezogen und die Zungen Provence, Auvergne und Frankreich gingen unter.

Die Stände des Ordens[Bearbeiten]

Die Ordensmitglieder sind in drei Stände gegliedert:[3]

Erster Stand[Bearbeiten]

Halskreuz des Ehren- und Devotionsritters

Den Ersten Stand bilden die Justizritter, auch Professen genannt, und die Profess-Konventualkapläne mit Ordensgelübden (Ordo Sancti Johannis Hierosolymitani).

Ritter und Kapläne des Ersten Standes legen die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ab und streben so nach evangelischer Vollkommenheit. Sie sind Religiosen mit allen Wirkungen des Kirchenrechtes und richten sich nach den sie betreffenden besonderen Vorschriften. Ihre kirchenrechtliche Stellung entspricht derjenigen der Mönche exempter Orden. Jedoch mit der in der Verfassung festgelegten Besonderheit, dass Professritter nicht in klösterlicher Gemeinschaft leben müssen.

Derzeit gibt es weltweit ca 60 Professritter (2013) sowie Aspiranten und Novizen, die sich auf die Ablegung der Gelübde vorbereiten.

Zweiter Stand[Bearbeiten]

Den Zweiten Stand bilden die Mitglieder in Obödienz, die gemäß Art. 9, § 2 der Verfassung die Promess (religiöses Versprechen) ablegen. Die Mitglieder des Zweiten Standes verpflichten sich kraft ihrer Promess, in Übereinstimmung mit den Pflichten ihres persönlichen Standes im Geiste des Ordens nach christlicher Vollkommenheit zu streben. Der Zweite Stand ist in drei Kategorien gegliedert:

  1. Ehren- und Devotions-Ritter und -Damen in Obödienz
  2. Gratial- und Devotions-Ritter und -Damen in Obödienz
  3. Magistral-Ritter und -Damen in Obödienz

Dritter Stand[Bearbeiten]

Den Dritten Stand bilden jene Ordensmitglieder, die weder Gelübde noch Promess abgelegt haben, aber gemäß den Normen der Kirche leben und bereit sind, sich für den Orden und die Kirche einzusetzen. Der Dritte Stand ist in sechs Kategorien gegliedert:

  1. Ehren- und Devotions-Ritter und -Damen
  2. Ehren-Konventualkapläne
  3. Gratial- und Devotions-Ritter und -Damen
  4. Magistralkapläne
  5. Magistral-Ritter und -Damen
  6. Devotions-Donaten und -Donatinnen

Den Ordensmitgliedern obliegt es, ihr Leben auf vorbildliche Weise entsprechend den Lehren und Vorschriften der Kirche zu führen und sich entsprechend den Weisungen des Codex den karitativen Werken des Ordens zu widmen.

Funktionen und Ämter[Bearbeiten]

Aus der Besonderheit der „gestuften Mitgliedschaft“ der drei Stände ergibt sich, dass bestimmte Funktionen und Ämter, wie die des Großmeisters und Großkomturs nur Professrittern mit ewigen Gelübden übertragen werden. Das Amt eines Priors wird einem Professritter mit ewigen oder zeitlichen Gelübden übertragen. Die Hohen Ämter und Würden der Ordensleitung sollen vornehmlich von Professrittern bekleidet werden. Dasselbe gilt für die Ämter der Kanzler, Schatzmeister und Hospitalier der Priorate, sowie der Regenten, Statthalter, Vikare und Prokuratoren. Werden jedoch aufgrund ihrer besonderen Eignung Obödienzritter gewählt, so bedarf deren Wahl der Bestätigung durch den Großmeister.

Der Orden in Deutschland[Bearbeiten]

Geschichte des Großpriorats Deutschland[Bearbeiten]

Nachdem bereits 1154 die erste Ordenskommende in Duisburg entstand, erfolgte um 1200 die Gründung des Großpriorats Deutschland. Durch päpstliche Verfügung gelangte der Orden zu Teilen in den deutschen Landbesitz des 1312 aufgelösten Templerordens. Das Großpriorat hatte seit 1428 seinen Sitz in der Herrschaft Heitersheim. Seit der Erhebung des Georg Schilling von Cannstatt (1490–1554), dem Großbailli und Großprior des Malteserordens, zum Reichsfürsten war der Großprior des Malteserordens seit 1548 nominell auch Reichsfürst. 1581 wurde die protestantische Ballei Brandenburg durch den Heimbacher Vergleich weitgehend unabhängig und nahm im Zuge der Reformation die evangelische Konfession an. Eine formelle Trennung der Ballei vom Orden wurde letztlich jedoch niemals durchgeführt. Die Ballei zahlte weiterhin Subsidien und zeigte die Erwählung von Herrenmeistern dem Orden an. Durch den Westfälischen Friedensschluss 1648 verlor der Orden fast alle seine Besitzungen im protestantischen Teil Deutschlands. Nach Auflösung und Aufhebung des Jesuitenordens im Jahr 1773 gründete Kurfürst Karl Theodor von Bayern mit Teilen von dessen Besitz zur Versorgung seines natürlichen Sohnes Karl August Friedrich Joseph von Bretzenheim 1780 eine bayerische-englische Zunge des Malteserordens.

Konnte der Orden im Reichsdeputationshauptschluss 1802 seine Besitzungen sogar noch erweitern, veranlassten die Rheinbund-Staaten 1806 die Auflösung des deutschen Großpriorats und die Enteignung des gesamten Ordensbesitzes in seinen Mitgliedsländern. Die im Großherzogtum Baden gelegene Herrschaft Heitersheim wurde zunächst mediatisiert, dann 1806 säkularisiert. Das Königreich Bayern nahm die Malteserbesitzungen 1806 zunächst unter seinen Schutz, doch wurden auch sie 1808 säkularisiert. In Preußen wurde durch Edikt vom 30. Oktober 1810 und Urkunde vom 23. Januar 1811 die protestantische Ballei Brandenburg und die zugehörigen Kommenden aufgehoben und ihre Besitzungen wurde im Zuge der Säkularisation eingezogen. Es entstand 1812 als Verdienstorden der Königlich Preußische St. Johanniterorden. 1852 wurde der Johanniterorden als evangelischer Zweig des Ordens in Preußen wieder begründet.

Wiedergründung des Malteserordens in Deutschland[Bearbeiten]

Ab 1857 war August von Haxthausen die treibende Kraft für die Wiedergründung des (katholischen) Malteserordens in Deutschland, der faktisch durch die Säkularisation untergegangen war und dessen Großmagisterium jahrzehntelang verwaist war. Formal wurde der Orden zu dieser Zeit von einem Luogotenente del magisterio (Statthalter des Großmagisteriums) in Rom geführt. Als Beauftragter des Heiligen Stuhls führte von Haxthausen jahrzehntelange, zähe Verhandlungen mit der Regierung von Preußen, die 1859 zur Gründung der Genossenschaft der Rheinisch-Westfälischen Malteser Devotionsritter und 1867 zur Gründung des Vereins Schlesischer Malteserritter als öffentlich-rechtliche Körperschaft führten.

Beide Assoziationen verrichteten Sanitätsdienst in Kriegszeiten; 1865 wurde das erste Ordenskrankenhaus, das St.-Franziskus-Hospital in Flensburg, gegründet. Während der Zeit des Nationalsozialismus waren dem Orden Aktivitäten in Deutschland nur eingeschränkt möglich; ab 1945 wurden die Einschränkungen wieder aufgehoben.

1993 schlossen sich die beiden Assoziationen des Ordens zur Deutschen Assoziation mit heute etwa 650 Mitgliedern zusammen.[10] Einer Assoziation gehören die Mitglieder der drei Stände an.[3] Präsident der deutschen Assoziation ist Erich Prinz von Lobkowicz.[11] Vizepräsident ist Peter Freiherr von Fürstenberg.

Werke des Ordens in Deutschland[Bearbeiten]

In Deutschland sind Werke des Ordens über 600mal vertreten. Hierzu gehören Einrichtungen der Altenhilfe, Krankenhäuser und Hospizarbeit, Erste-Hilfe-Ausbildung, Mitwirkung im Katastrophenschutz und Rettungsdienst, ambulante Pflege und Betreuung, verbandliche Jugendarbeit sowie Jugend- und Suchthilfe und Gesundheitsförderung.

Im Einzelnen sind dies:

  • der Malteser Hilfsdienst e.V. seit 1953 (als Untergliederung der Genossenschaft der Rheinisch-Westfälischen Malteser-Devotionsritter und dem Verein der Schlesischen Malteser-Ritter gegründet, seit 1955 e.V.)
darin
  • Malteser Schwesternschaft e.V. seit 1966 (Neugründung der 1933 verbotenen Schwesternschaft)
  • Malteser Deutschland gGmbH, hier bündelt der Malteserorden sozialunternehmerischen Aktivitäten in Deutschland, so die Trägerschaft von
  • 7 Krankenhäusern
  • 1 Fachklinik für Naturheilverfahren
  • 32 Einrichtungen der Altenhilfe
  • 11 Einrichtungen und Dienste der Hospizarbeit und Palliativmedizin
  • 9 ambulanten Pflegediensten
  • Malteser Werke gGmbH
Deutsches Subpriorat des Hl. Michael[Bearbeiten]

1961 entstand ein deutsches Subpriorat, dem nach der Verfassung des Ordens nur die Mitglieder des Ersten und Zweiten Standes angehören.[3]. Am 13. Juni 2004 wurde Johannes Freiherr Heereman zum Regenten gewählt.[12]

Lourdes-Krankendienst[Bearbeiten]

Die Deutsche Assoziation organisiert jährlich 15 Krankenzüge in den südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes. Da die Teilnahme von Kranken nur mit finanzieller Unterstützung möglich ist, wurde 2005 die Malteser Lourdes-Stiftung gegründet. In verschiedenen Regionen Deutschlands veranstaltet auch der Malteser Hilfsdienst Wallfahrten dorthin.

Gemeinschaft junger Malteser[Bearbeiten]

Als geistliche Gemeinschaft von jungen Menschen im Geiste des Malteserordens versteht sich die Gemeinschaft junger Malteser (GjM). Ihre Mitglieder organisieren Hilfsprojekte bei denen überwiegend der Dienst an Menschen mit Behinderung im Vordergrund steht, so zum Beispiel Einkehrtage und Feriencamps für behinderte Jugendliche im Ausland – besonders im Nahen Osten. Für ihr „Libanon-Projekt“ wurde die GjM mit dem Jugend-Preis des Westfälischen Friedens 2008 ausgezeichnet.

Der Orden in Österreich[Bearbeiten]

Großpriorat von Österreich[Bearbeiten]

Stich der Kommende Mailberg

Seit dem 12. Jahrhundert gibt es das Großpriorat von Österreich, in dem derzeit 392 Ordensmitglieder tätig sind. Auch einige slowakische und die liechtensteinischen Ordensmitglieder werden von Österreich aus betreut. Seit dem Tod des Fürstgroßpriors Wilhelm von und zu Liechtenstein im Jahr 2006 wird das Großpriorat zur Zeit von dem Hospitalier des Großpriorates, Norbert Graf Salburg-Falkenstein als Prokurator geleitet.[13] Dem Großpriorat gehören die Mitglieder der drei Stände an.[3]

Das Priorat führt auch die diplomatische Vertretung des Ordens in Österreich, die Botschaft des Souveränen Malteser Ritterordens (Wien 1, Johannesgasse 2), Botschafter ist Alessandro Quaroni, Gesandter Ottokarl Finsterwalder (Stand 2012).[14] Umgekehrt ist Österreichs Vertretung beim Orden an der Botschaft beim Heiligen Stuhl (Rom, Via Reno 9) akkreditiert, Botschafter ist Alfons Kloss (2012).[15]

Der Orden besitzt in Österreich noch acht inkorporierte Kirchen, eine Patronatskirche, eine Privatvolksschule[16] und mit der Kommende Mailberg (1146)[17] die älteste Besitzung des Ordens weltweit. Die Kommende finanziert sich zum großen Teil durch Einnahmen aus einem Waldbetrieb bei Ligist[18] und einem Tourismusbetrieb auf der Hebalm[18] in der Steiermark.

Werke des Ordens in Österreich[Bearbeiten]
  • AIDS-Dienst Malteser (ADM)[19]
  • Aktion St. Lukas
  • Altenwohnheim Haus Malta
  • Johannesgemeinschaft des Souveränen Malteser Ritter Ordens
  • Malteser Alten- und Krankendienst (MAKD) seit 1978
  • Malteser Betreuungsdienst (MBD)
  • Malteser Hospitaldienst Austria (MHDA); hat in Österreich die Rechtsperson eines kirchlichen Hilfswerkes
  • Rumänienhilfe des Großpriorates
  • Malteser Care-Ring[20]

Der Orden in der Schweiz[Bearbeiten]

Der Orden ist seit 1180 (Münchenbuchsee) auf dem heutigen Gebiet der Schweiz vertreten und besaß bis 1456 ca. 20 Kommenden. Zahlreiche Kommenden verlor der Orden durch die Glaubensspaltung, die restlichen durch die Säkularisationen anfangs des 19. Jahrhunderts, 1825 hob der Staat Freiburg die letzte Kommende in der Schweiz auf.

Schweizer Assoziation des Malteserordens[Bearbeiten]

Die Helvetische Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens besteht seit 1960 und unterteilt sich in die Delegationen[3] der deutsch-, der französisch- und der italienischsprachigen Schweiz. Präsident der helvetischen Assoziation ist Gilles de Weck.[21]

Werke des Ordens in der Schweiz[Bearbeiten]

Werk des Ordens in der Schweiz ist der Malteser Hospitaldienst Schweiz (MHDS).

Mitgliederstruktur[Bearbeiten]

Der Malteserorden ist heute in 6 Großpriorate, 6 Subpriorate und 47 Nationale Assoziationen gegliedert. Einem Subpriorat gehören nur die Mitglieder des Ersten und Zweiten Standes an.

Großpriorate
  • Großpriorat Rom
Großpriore
  • Großpriorat Lombardei und Venedig (Venedig) (gegründet 1839/41)
Großpriore
  • Giovanni Antonio Cappellari della Colomba (1839-1870)
  • Pietro Alvise Mocenigo (1870-1876)
  • Cesare Antonio Altan (1876-1884)
  • Guido Sommi Picenardi (1884-1915)
  • Antonino Casati (1915-1923)
  • Lorenzo Cusani Visconti Botta Adorno (1923-1925)
  • Carlo Torrigiani (1925-1931)
  • Luigi del Drago (1931-1937)
  • Alessandro da Porto (1937-1958)
  • Nicola Galleani d'Agliano (1958-1969)
  • Luigi Rolandi Ricci del Carretto (1969-1977)
  • Luigi Boschi (1977-1980)
  • Marco Celio Passi (1980-1984)
  • Gherardo Hercolani Fava Simonetti (1984-1994)
  • Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto (1994-1999)
  • Roggero Caccia Dominioni (1999-2009)
  • Silvio Goffredo Martelli (seit 2009)
  • Großpriorat Neapel und Sizilien (Neapel) (gegründet 1839)
Großpriore
  • Luigi Naselli di Gela (als Prokurator)
  • Großpriorat Böhmen (Prag)
  • Großpriorat Österreich
Großpriore
  • Großpriorat England (gegründet 1993)
Großpriore
  • Matthew Festing (1993-2008)
  • Fredrik Crichton-Stuart (2008-2011)
  • Ian Scott (seit 2011)
Subpriorate
  • Deutsches Subpriorat des Hl. Michael (Köln) (gegründet 1961)
  • Irisches Subpriorat Saint Oliver Plunkett (Dublin)
  • Subpriorat des Hl. Georg und des Hl. Jakobus (Madrid)
  • Subpriorat Notre Dame von Philermos (San Francisco)
  • Subpriorat Notre Dame von Lourdes (New York)
  • Subpriorat der Unbefleckten Empfängnis (Melbourne)

Malteser International[Bearbeiten]

Malteser International ist das weltweite humanitäre Hilfswerk des Ordens mit rund 200 Projekten in über 20 Ländern. Derzeit bündeln 19 nationale Assoziationen des Ordens hier ihre humanitäre Hilfe.

Corpo Militare dell'ACISMOM (Italien)[Bearbeiten]

Das Freiwillige Sonderhilfskorps Heer des Vereins der Italienischen Ritter des Souveränen Malteserordens[22] (abgekürzt Corpo EI-SMOM) ist ein freiwilliger, mit medizinischer und humanitärer Hilfe beauftragter Hilfsdienst des italienischen Heeres.

Sitz des Ordens (Großmagisterium)[Bearbeiten]

Kfz-Kennzeichen

Der Sitz des Malteserordens befindet sich seit 1834 in Rom (Palazzo di Malta in der Via dei Condotti 68 und Villa Malta auf dem Aventin an der Piazza dei Cavalieri di Malta 4) und hat seit 1869 exterritorialen Status.

Palazzo di Malta[Bearbeiten]

Der Magistralpalast des Malteserordens in Rom, auch Palazzo dell'Ordine di Malta genannt, wurde im 17. Jahrhundert aus Werkstein gebaut und ist mit Gesims versehen. Der Malteserorden bezog den Palast 1629, seit 1834 ist er das Regierungsgebäude des Malteserordens. Das Gebäude beherbergte bis 1834 die Botschaft des Malteserordens beim Heiligen Stuhl. Zwischen 1889 und 1894 wurde das Gebäude renoviert und umgebaut. Großteile der Regierung und Administration des Ordens befinden sich in dem Gebäude.

Im Innenhof befindet sich ein Pflaster mit einem großen Malteserkreuz.

Villa Malta[Bearbeiten]

An der Piazza dei Cavalieri di Malta 4 befindet sich die Magistralvilla und die Ordenskirche Santa Maria del Priorato, auch Santa Maria de Aventinae (deutsch: Sankt Maria auf dem Aventin) genannt. Die Magistralvilla, die eigentliche „Villa Malta“, hat mehrere Funktionen. Im Erdgeschoss befindet sich die Botschaft des Ordens bei der italienischen Republik und die Botschaft des Ordens beim Hl. Stuhl. Darüber befinden sich die Repräsentationsräume. Im zweiten Stock sind die Räume des Großpriorats von Rom sowie z. B. der Kapitelsaal, wo alle fünf Jahre das Generalkapitel zusammentritt und auch der Großmeister und die Ordensregierung gewählt werden.

Die Kirche erhielt ihren Namen Santa Maria in Aventinae dadurch, dass sie an der Stelle errichtet wurde, wo ein Bildnis der Mutter Gottes gefunden worden war. Odo von Cluny ließ sie im Jahr 936 dort errichten. Sie ist auch unter dem Namen S. Maria del Priorato bekannt. Neben Maria werden auch der Ordensheilige Johannes der Täufer und der Hl. Basilius in der Kirche verehrt. 1765 wurde sie nach Plänen von Giovanni Battista Piranesi erneuert. Es handelt sich um sein einziges realisiertes Kirchenprojekt.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung in Palästina[Bearbeiten]

Der Orden vom Spital des heiligen Johannes zu Jerusalem (als Johanniter oder Hospitaliter bezeichnet) wurde 1048 gegründet und 1113 vom Papst bestätigt. Er ging aus einem Pilgerspital hervor, das von Kaufleuten aus Amalfi bereits lange vor dem ersten Kreuzzug gestiftet worden und Johannes dem Täufer geweiht war, woraus sich der Name Johanniter ableitet. Als Ordensgründer gilt der Selige Gerhard Tonque (Seliger Gerhard, * ~1035 – 1040 in Saccala, Amalfi, † 1120 in Jerusalem). Er organisierte das große Pilgerhospital in Jerusalem neu und sorgte für wirksamen militärischen Schutz. In dem der Kirche angeschlossenen "Xenodochium" (Gästehaus, Fremdenherberge) praktizierte er religiöse Toleranz und nahm sowohl jüdische wie moslemische Kranke und Hilfsbedürftige auf. Auf ihn geht zurück, dass die Aufgenommenen als "die Herren Kranken" behandelt wurden, denen die Bruderschaft wie Diener ihren weltlichen Herren aufzuwarten hatten. Schon vor dem ersten Kreuzzug gründete er eine Ordensgemeinschaft, die er nach den Regeln des Hl. Augustinus selbst leitete. Während der Belagerung von Jerusalem 1099 waren alle Einwohner der Stadt gezwungen worden, die Stadtmauern zu verteidigen. Es wird überliefert, dass der Sel. Gerhard statt Steine kleine Brotlaibe zu den hungrigen Belagerern runter warf. Nach der Einnahme der Stadt diente Gerhard den Massen an Verwundeten, Kranken und Sterbenden. Viele der Kreuzritter legten das Schwert ab, um seinem Vorbild zu folgen. Zur Gründungszeit des Ordens konnte das Spital in Jerusalem bereits um die 2000 Pilger aufnehmen.

Zunächst trugen die Johanniter eine einfache schwarze Mönchskutte. Als der ursprüngliche Hospitaldienst immer mehr durch den bewaffneten Schutz von Pilgern und den Kampf in Kreuzzugsgebieten ergänzt wurde, trugen sie ab dem 13. Jahrhundert zunächst einen schwarzen Übermantel mit einem weißen Kreuz darauf, das in acht Spitzen endete. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde es üblich, dass die Ordensritter in Kriegszeiten einen roten Mantel mit weißem Kreuz trugen. Die Form des Kreuzes ist inzwischen als Malteserkreuz bekannt. Imposante Zeugnisse der Geschichte des Hospitaliterordens im Heiligen Land sind die im 12. Jahrhundert errichtete Burg Belvoir und die 1142 übernommene Burg Krak des Chevaliers. Neben den Adeligen Ordensrittern dienten auch eine große Zahl Nichtadelige dem Orden. Diese sogenannten Sergeantenbrüder unterlagen nicht voll den Ordensgelübden und Zugangsvoraussetzungen und wurden auch in Uniform und Ausrüstung unterschieden; so trugen sie z. B. in der Frühzeit braune statt schwarze Mäntel.

Umzug nach Zypern, Rhodos bzw. Malta[Bearbeiten]

Malta, Valletta, St. John's Co-Cathedral: Detail der Grabplatte eines Ordensritters

Nach der Vertreibung aus Palästina 1291 wurde der Sitz des Ordens von Jerusalem nach Zypern, 1310 nach Rhodos und nach der Eroberung der Insel durch die Osmanen (1522) und mehreren Jahren mit vorübergehendem Ordensdomizil in Candia, Messina, Viterbo und Nizza (1527–1529) schließlich 1530 nach Malta verlegt. Seitdem bürgerte sich die Bezeichnung „Malteserorden“ für den Johanniterorden ein. In dieser Zeit veranstaltete der Orden regelmäßig den „Corso“, eine Jagd auf muslimische Schiffe im Mittelmeer. Die bei diesen Raubzügen gefangengenommenen Muslime wurden versklavt. Malta war einer der größten christlichen Sklavenmärkte der Frühen Neuzeit.[23]

Vertreibung von Malta und Umzug nach Rom[Bearbeiten]

Von Napoleon wurde der Orden am 12. Juni 1798 aus Malta vertrieben. Um ein Blutbad zu vermeiden (die Malteserritter durften nach ihren eigenen Regeln gegen andere Christen das „Schwert nicht erheben“) und da der Großteil der Ordensritter selbst Franzosen waren, übergab der damalige Großmeister Ferdinand von Hompesch zu Bolheim die Insel ohne Gegenwehr an Napoleon und legte wenig später sein Amt nieder. Die französischen Truppen plünderten die Kirchen und Klöster. Die Malteserritter verließen die Insel und emigrierten größtenteils nach Russland, wo sie am 16. Dezember 1798 Zar Paul I., der ihnen große Ländereien überließ, zum neuen Großmeister wählten. Mit seinem Tod im Frühjahr 1801 übertrug der Orden das Recht zur Ernennung des Großmeisters auf den Papst.

Die am 27. März 1802 im Frieden von Amiens von England zugesicherte Rückgabe von Malta an den Orden wurde nicht eingehalten.

Am 9. Februar 1803 ernannte Papst Pius VII. den Sizilianer Giovanni Battista Tommasi zum Großmeister mit Sitz in Catania. Nach seinem Tod am 13. Juni 1805 erfolgte für 75 Jahre keine weitere Großmeisterwahl oder -ernennung, sondern wurde der Orden durch einen Luogotenente del magisterio (Statthalter des Großmagisteriums) geführt.

In großen Teilen Deutschlands, Spaniens, Italiens und Russlands wurde in den Jahren 1805 bis 1811 der gesamte Ordensbesitz eingezogen. Das Großpriorat in Böhmen-Österreich blieb jedoch bestehen, was den Fortbestand des Ordens in dieser schwierigen Zeit sicherte.

Der Wiener Kongress bestätigte 1815 den Verbleib Maltas bei England. Der Vertrag von Verona von 1822 sichert den Fortbestand des Ordens als souveräner Staat. 1826 verlegte der Orden seinen Sitz nach Ferrara im Kirchenstaat und 1834 schließlich nach Rom.

Auf Drängen des österreichischen Kaisers Ferdinand I. wurden dem Malteserorden mehrere seiner Besitzungen in Italien zurückgegeben und 1839/41 die Großpriorate Lombardo-Venetien und Sizilien wiederhergestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Malteserorden – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Malteserorden

Literatur[Bearbeiten]

In Florenz
  • Statut: Carta costituzionale del Sovrano Militare Ordine Ospedaliero di San Giovanni di Gerusalemme detto di Rodi detto di Malta. [1961]
    • Anhänge:
The 1966 Code. Regolamento per i membri della terza classe approvati dal Capitolo Generale Speciale 27-28 ottobre 1969.
Regolamenti e commenti approvati dal Capitolo Generale Speciale 27-28 ottobre 1969.
  • John Azzopardi, Mario Buhagiar: The Order's Early Legacy in Malta : The Sovereign Military Hospitaller Order of St. John of Jerusalem of Rhodes and of Malta by Knights of Malta. Said International, Valletta/Malta 1989, ISBN 1-871684-30-7
  • Alain Demurger: Chevaliers du Christ, les ordres religieux-militaires au Moyen Age, Seuil 2002, ISBN 2-02-049888-X.
  • Bertrand Galimard Flavigny : Histoire de l'ordre de Malte, Perrin, Paris 2006, ISBN 2-262-02115-5.
  • Ernle Bradford: Johanniter und Malteser. Die Geschichte des Ritterordens. 3. Auflage. Universitas, München 1996, ISBN 3-8004-1047-8.
  • Thomas Freller: The Epitome of Europe. Das Bild Maltas und des Ordenstaats der Johanniter in der Reiseliteratur der Frühen Neuzeit. Peter Lang, Frankfurt/Main 2002, ISBN 3-631-38618-4
  • Arthur C. Breycha-Vauthier: Betrachtungen zur Erneuerung des Malteser-Ordens. In: Völkerrecht und rechtliches Weltbild. Springer, Wien 1960, S. 77–85
  • Jürgen Sarnowsky: Macht und Herrschaft im Johanniterorden des 15. Jahrhunderts. Verfassung und Verwaltung der Johanniter auf Rhodos (1421–1522). (Vita regularis, Bd. 14). Münster 2001, ISBN 3-8258-5481-7.
  • Adam Wienand (Hrsg.): Der Johanniter-Orden, der Malteser-Orden. Der ritterliche Orden des hl. Johannes vom Spital zu Jerusalem, seine Geschichte, seine Aufgaben. 3. Auflage. Köln 1988, ISBN 3-87909-163-3.
  • Georg Bernhard Hafkemeyer: Der Rechtsstatus des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens als Völkerrechtssubjekt ohne Gebietshoheit. Hamburg 1955.
  • Robert Prantner: Malteserorden und Völkergemeinschaft. Duncker und Humblot, Berlin 1974, ISBN 3-428-03253-5.
  • Jörg-Dieter Brandes: Korsaren Christi. Johanniter und Malteser – die Herren des Mittelmeers. Thorbecke, Sigmaringen 2000, ISBN 3-7995-0091-X.
  • Michael Autengruber, Klaus H. Feder: Bayern und Malta. Das Grosspriorat Bayern der Bayerischen Zunge des Souveränen Malteser Ritterordens und seine Insignien (1782–1808). Phaleristischer Verlag, Konstanz 2002, ISBN 3-936529-00-0.
  • Robert L. Daubner: Die Marine des Johanniter-Malteser-Ordens – 500 Jahre Seekrieg zur Verteidigung Europas, Graz 1989
  • Claude Petiet: L'Ordre de Malte face aux Turcs: politique et stratégie en Méditerranée au XVIe siècle, Éd. Hérault, Paris 1997.
  • Claude Petiet: Le Roi et le Grand Maître. L'Ordre de Malte et la France au XVIIe siècle, Éd. Paris Méditerranée, Paris 2002, ISBN 2-84272-147-0.
  • Ernst Staehle: Die Hospitaliter im Königreich Jerusalem - Ihre kulturelle Revolution und Verteidigung des Erbes im Königreich Jerusalem, (Geschichte der Johanniter und Malteser, Band 1) A - Gnas: Weishaupt - Verlag, 1. Aufl. 2002
  • Ernst Staehle: Die Johanniter von Rhodos - Kämpfer gegen den Islamischen Terrorismus - (Geschichte der Johanniter und Malteser, Band 2) A - Gnas: Weishaupt - Verlag, 1. Aufl. 2002
  • Ernst Staehle: Die Malteserritter - Schild der Christenheit im Mittelmeer - (Geschichte der Johanniter und Malteser, Band 3) A - Gnas: Weishaupt - Verlag, 1. Aufl. 2002
  • Romina Spina, Rom: Ritter und Damen im Einsatz für die Gemeinschaft - Auf Sendung - Mission im Wandel - Der Souveräne Malteserorden zwischen Traditionalismus und Modernisierung. In: Neue Zürcher Zeitung (NZZ), Zürich 2013, Internationale Ausgabe, Nr. 122 vom 30. Mai 2013, S. 7 (International)
  • Ernst Staehle: Die Johanniter und Malteser der deutschen und bayerischen Zunge : international und überregional (Geschichte der Johanniter und Malteser, Band 4 A- Gnas
  • Ernst Staehle: Johanniter und Templer - Geschichte, Geheimnisse und Gegenwart - A - Gnas: Weishaupt Verlag, 2. Aufl.
  • Claude Petiet: Ces messieurs de la Religion. L'Ordre de Malte au XVIIIe siècle ou le crépuscule d'une épopée, Éd. France Empire, Paris 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Souveräner Malteserorden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach Artikel 7 der Ordensverfassung ist die Amtssprache Italienisch
  2. Ritter und Damen
  3. a b c d e f g Verfassung und Codex des Ordens (PDF, 1,25 MB). Abgerufen am 9. Dezember 2010.
  4. Der Souveräne Malteserorden – Offizielle Website
  5. Vatikan warnt vor nicht-anerkannten Ritterorden, Katholische Internationale Presseagentur kipa/apic, 16. Oktober 2012
  6. Precisazione della Segreteria di Stato in merito agli Ordini Equestri, news.va – The Vatican Today, 16. Oktober 2012
  7. Malteserorden erhält neuen Patron. Radio Vatikan, 7. Juni 2009
  8. Vatican Information Service, No. 11.30.2010 – Twentieth Year – Num. 213
  9. Der Malteserorden wird von der UNO gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz als Entität, nicht jedoch als Staat bezeichnet. Siehe Permanent Observers: Other entities having received a standing invitation to participate as observers … (ganz unten). Abgerufen am 9. Dezember 2010.
  10. Deutsche Assoziation
  11. Who is who der Malteser.de
  12. Wahl zum Regenten
  13. Struktur und Organisation des Großpriorates von Österreich. Abgerufen am 9. Dezember 2010.
  14. Suche → Malteser Ritterorden, bmeia.gv.at, Ausländische Vertretungen in Österreich
  15. Suche → Malteser Ritterorden, bmeia.gv.at, Österreichische Vertretungsbehörden
  16. Die Kirchen und die Privatvolksschule des Großpriorates von Österreich. Abgerufen am 9. Dezember 2010.
  17. Die Kommende Mailberg. Abgerufen am 9. Dezember 2010.
  18. a b Die Wirtschaftsbetriebe des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens. Abgerufen am 9. Dezember 2010.
  19. AIDS-Dienst Malteser
  20. Malteser Care-Ring
  21. Schweizer Organisation. Abgerufen am 9. Dezember 2010.
  22. Auf italienisch Corpo speciale volontario ausiliario dell'Esercito dell'Associazione dei cavalieri italiani del sovrano militare ordine di Malta (ACISMOM).
  23. Hauke Friedrichs: Auf Menschenjagd im Mittelmeer. In: Die Zeit vom 16. Mai 2012, S. 20