Sowjetisches Ehrenmal (Schönholzer Heide)

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Eingang im Frühjahr 2009

Das Sowjetische Ehrenmal in der Schönholzer Heide in Berlin-Pankow wurde von Mai 1947 bis November 1949 errichtet und hat eine Fläche von 27.500 m². Die Schönholzer Heide, im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel, war während des Zweiten Weltkriegs Standort eines großen Zwangsarbeiterlagers. Nach dem Krieg entstand hier im nordwestlichen Teil des Parks zusammen mit den Ehrenmalen im Tiergarten und im Treptower Park das dritte sowjetische Ehrenmal in Berlin.

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten]

Relief von dem Hauptportal
Briefmarke der DDR, 1977

Eine sowjetische Architektengruppe, bestehend aus Konstantin A. Solowjew, M. Belarnzew, W. D. Koroljew und dem Bildhauer Iwan G. Perschudtschew, entwarf den Soldatenfriedhof, auf welchem 13.200 der etwa 80.000 bei der Schlacht um Berlin im März/April 1945 gefallenen Soldaten der Roten Armee beigesetzt wurden. Auf einer Mauer rund um das Ehrenmal sind auf 100 Bronzetafeln die Namen, Dienstgrade und Geburtsjahre von einem Fünftel der Opfer, die identifiziert werden konnten, angebracht.

Beidseits entlang der Hauptachse, an deren Ende sich ein 33,5 m hoher Obelisk aus Syenit erhebt, liegen acht Grabkammern, in denen jeweils 1182 Soldaten bestattet wurden. Unter der Ehrenhalle des Obelisken befindet sich eine Gruft, in der zwei sowjetische Oberste bestattet wurden. An sowjetische Opfer der Konzentrationslager erinnert ein Gedenkstein hinter dem Obelisken.

Vor dem Obelisken befindet sich das Hauptdenkmal, eine Statue der russischen „Mutter Heimat“. Am Sockel des Obelisken, der aus schwarzen Porphyrquadern gefertigt ist, sind 42 Bronzetafeln mit Namen von gefallenen Offizieren angebracht.

Anfang 2011 begann eine Instandsetzung des Ehrenmals. Die Fertigstellung war ursprünglich für 2012 vorgesehen bei Kosten von 9,88 Millionen Euro.[1] Nach Abschluss der Arbeiten ist das Ehrenmal seit August 2013 wieder öffentlich zugänglich. Für die Grundsanierung der Bauwerke und der Außenanlagen wurden rund 10,35 Millionen Euro aufgewendet.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sowjetisches Ehrenmal (Schönholzer Heide) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sowjetisches Ehrenmal Schönholz. adb – büro für architektur, denkmalpflege und bauforschung. ewerien und obermann GbR, archiviert vom Original am 1. Mai 2011, abgerufen am 15. April 2011.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatSowjetisches Ehrenmal und Soldatenfriedhof Schönholz wurde saniert. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 14. August 2013, abgerufen am 21. August 2013.

52.58166666666713.3725Koordinaten: 52° 34′ 54″ N, 13° 22′ 21″ O