Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft

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Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ist ein gesetzlicher Sozialversicherungsträger in Österreich. Die SVA ist zuständig für die Kranken- und Pensionsversicherung der Selbständigen und ist der zweitgrößte Sozialversicherungsträger in Österreich. Die SVA ist dezentral organisiert, es gibt eine Hauptstelle in Wien und neun Landesstellen. Obmann der SVA ist Christoph Leitl.

Die gesetzlichen Grundlagen sind im Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) sowie im Freiberuflichen Sozialversicherungsgesetz (FSVG) geregelt. Zum versicherten Personenkreis gehören folgende Berufsgruppen:

  • Gewerbetreibende
  • Gesellschafter bestimmter gewerbeberechtigter Gesellschaften
  • Freiberufler
  • Neue Selbständige

In der Krankenversicherung versichert sind zusätzlich die Bezieher einer Pension. Angehörige der Versicherten wie Ehepartner, Lebensgefährten und Kinder sind in der Krankenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen ohne zusätzliche Beiträge mitversichert.

Die Verwaltungskosten der SVA machen derzeit rund 2,2 % des Gesamtaufwandes aus.

SVA-Gesundheitszentren[Bearbeiten]

Die SVA betreibt vier Gesundheitszentren, davon drei in Kooperation mit privaten Partnern.

  • Neurologisches Rehabilitationszentrum (NRZ) Rosenhügel in Wien, Partner: VAMED-Gruppe
  • Klinikum Malcherhof Baden, Partner: PremiQaMed-Gruppe
  • HerzReha-Zentrum in Bad Ischl, Partner: Homacon/Vinzenz-Gruppe
  • SVA-Gesundheitszentrum Wien

Versichertenstand[Bearbeiten]

  • Versicherte in der Krankenversicherung:
    • Aktive Erwerbstätige: 370.000
    • Pensionisten: 140.000
    • Mitversicherte Angehörige: 233.000
  • Versicherte in der Pensionsversicherung: 390.000
  • Pensionsbezieher insgesamt: 172.000

Aktualisiert: Juli 2013

SVA-Krankenversicherung[Bearbeiten]

Für Leistungen aus der Krankenversicherung tragen die Versicherungsnehmer einen Selbstbehalt von 20 %. Um diesen Selbstbehalt auf 10 % zu reduzieren, können die Versicherten seit Jänner 2012 freiwillig einen Gesundheits-Check absolvieren, der aus einer Vorsorgeuntersuchung inkl. EKG und Blutbild besteht. Für Frauen ist zusätzlich eine gynäkologische Untersuchung erforderlich. Grundsätzlich ist dafür freie Arztwahl vorgesehen. Die Untersuchung selbst kann direkt im Gesundheitszentrum Wien kostenlos in Anspruch genommen werden. Die SVA möchte dann in einem Arztgespräch besonders die fünf Punkte Blutdruck, Körpergewicht, Bewegung, Tabak, Alkohol ausgewertet wissen. Es soll vor allem in diesen fünf Bereichen zur Festlegung von individuellen Zielgrößen kommen. Es kann festgelegt werden, dass diese Zielgrößen verbessert oder konstant gehalten werden. Wie diese Zielgrößen festgelegt werden, ist nicht im Gesetzestext festgelegt, sondern wird bei jedem Patienten individuell angesetzt. Nach einem Zeitraum von circa sechs Monaten kommt es erneut zu einer Überprüfung. Wenn der Arzt bei diesem Audit [1] feststellt, dass Zielgrößen erreicht wurden, tritt die Reduktion auf 10 % Selbstbehalt in Kraft. Im Antragsformular ist auch vorgesehen, dass vom untersuchenden Arzt sensible Gesundheitsdaten nach dem österreichischen Datenschutzgesetz an die SVA weitergegeben werden dürfen. [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://esv-sva.sozvers.at/portal27/portal/svaportal/content/contentWindow?&contentid=10008.586601&action=b&cacheability=PAGE&version=1391214038
  2. http://esv-sva.sozvers.at/portal27/portal/svaportal/content/contentWindow?&contentid=10007.713943&action=2&viewmode=content

Weblinks[Bearbeiten]