SpVg Brakel

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SpVg Brakel
Logo des SpVg 20 Brakel
Voller Name SpVg 1920 Brakel
Gegründet 1920
Vereinsfarben rot-schwarz
Stadion Brakeler Thermo-Glas-Stadion
Plätze n.b.
Homepage spvg20brakel.de
Liga Bezirksliga Westfalen 3
2013/14 4. Platz
Heim
Auswärts

Die SpVg Brakel (offiziell: Spielvereinigung 1920 Brakel e.V.) ist ein Fußballverein aus Brakel im Kreis Höxter. Die erste Herrenmannschaft spielt nach dem Abstieg im Jahre 2012 in der achtklassigen Bezirksliga. Zwischen 1992 und 1998 spielten die Brakeler in der Oberliga Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Der Verein wurde im Jahre 1920 als Spiel- und Sportverein Brakel gegründet und nahm neun Jahre später seinen heutigen Namen an.[1] 1949 gelang den Brakelern der Aufstieg in die Bezirksklasse. Nach einer Vizemeisterschaft im Jahre 1952 hinter TuRa Elsen gelang zwei Jahre später der Aufstieg in die seinerzeit drittklassige Landesliga, die damals die höchste Amateurliga Westfalens war. Gleich in der Aufstiegssaison sorgte die Mannschaft mit einem 3:1-Sieg über Arminia Bielefeld für Furore, musste aber auch eine 0:9-Niederlage beim SV Brackwede einstecken.[2]

Im Jahre 1956 wurde die neu geschaffene Verbandsliga um Längen verpasst. Trotz des letzten Tabellenplatzes blieb die SpVg Landesligist, ehe die Mannschaft in der folgenden Spielzeit in die Bezirksklasse absteigen musste. 1959 wurde als Vizemeister hinter SuS Lage der Wiederaufstieg verpasst. In den folgenden Jahren rutschte der Verein bis in die Kreisliga hinab. Erst in den 1980er Jahren kam es zu einer sportlichen Renaissance, als die SpVg zwischen 1983 und 1986 von der Kreis- in die Verbandsliga aufstieg. Insbesondere zu Landesligazeiten sorgten die Derbys gegen den TuS Bad Driburg für Aufsehen. Höhepunkt war die Saison 1985/86, als beide Mannschaften um den Aufstieg in die Verbandsliga kämpften. Beim direkten Aufeinandertreffen beider Clubs in Bad Driburg gewann die SpVg vor 3.500 Zuschauern mit 3:2 durch zwei Tore von Claus-Dieter Wollitz.[3]

Verbandsliga und Oberliga (1986 bis 1998)[Bearbeiten]

Auch in der Verbandsliga wurden die Brakeler schnell zur Spitzenmannschaft und erreichten in der Saison 1988/89 den vierten Tabellenplatz. Nachdem die Mannschaft 1991 den vierten Platz wiederholen konnte wurde die SpVg ein Jahr später Vizemeister der Nordstaffel hinter den Amateuren des FC Schalke 04. Geplant war eine Relegationsrunde mit dem Vizemeister der Südstaffel, den Amateuren der SG Wattenscheid 09 sowie dem Oberligavorletzten Rot-Weiß Lüdenscheid. Zwischenzeitlich hatte der Oberligist ASC Schöppingen die Eingliederung in die Bezirksliga beantragt, wurde jedoch vom Verband in die Kreisliga A versetzt.

Die Schöppinger protestierten und bekamen Recht. Um weiteren Protesten vorzubeugen sagte der Verband die Relegationsrunde ab und erklärte Brakel und Wattenscheid zu Aufsteigern in die damals drittklassige Oberliga.[4] In der seinerzeit höchsten deutschen Amateurliga trafen die Brakeler auf renommierte Gegner wie Arminia Bielefeld, Preußen Münster oder dem TuS Paderborn-Neuhaus. Die SpVg konnte sich sportlich etablieren, verpasste aber 1994 die wieder eingeführte Regionalliga. Sportlicher Höhepunkt war die Saison 1994/95, als die Brakeler Sechster wurden.

Trotz des Erfolges litt der Verein unter niedrigen Zuschauerzahlen, die selten 500 überstiegen. In den späteren Jahren fiel es dem Verein immer schwerer, sportlich in der Oberliga mithalten zu können und kämpfte gegen den Abstieg. Die Saison 1995/96 brachte mit einem 6:0 über den SV Rotthausen den höchsten Sieg der Brakeler Oberligageschichte, aber auch eine 0:8-Niederlage gegen Rot-Weiß Lüdenscheid. Zwei Jahre später stiegen die Brakeler als Tabellenletzter aus der Oberliga ab und verloren im Saisonverlauf unter anderem 0:8 bei den Amateuren von Schalke 04.

Gegenwart (seit 1998)[Bearbeiten]

Zurück in der Verbandsliga wurde die SpVg Drittletzter und wäre damit sportlich in die Landesliga durchgereicht worden. Erst nachdem Preußen Lengerich durch eine nachträgliche Spielwertung neben dem SC Herford in die Oberliga aufsteigen durfte verblieben die Brakeler in der Verbandsliga. In den folgenden Jahre kämpfte die Mannschaft gegen den Abstieg, der im Jahre 2002 als Tabellenletzter erfolgte. Ein Jahr später wurde die Mannschaft in die Bezirksliga durchgereicht. Mit einer neu formierten Mannschaft gelang der SpVg unter Trainer Jürgen Prüfer der direkte Wiederaufstieg.

Unter Prüfers Nachfolger Werner Koch gelang der Durchmarsch in die Verbandsliga. Mit einem Punkt Vorsprung auf den BV Bad Lippspringe sicherten sich die Brakeler die Meisterschaft in der Landesligastaffel 5. Mit einer jungen Mannschaft mit Spielern aus der Region erreichte die SpVg in der Aufstiegssaison 2006/07 den siebten Platz. Zwei Jahre später folgte mit einem kleinen Kader der erneute Abstieg in die Landesliga. Nach drei Jahren im Mittelfeld der Landesliga musste die Mannschaft im Jahre 2012 in die Bezirksliga absteigen, da der 13. Tabellenplatz aufgrund einer Ligareform nicht zum Klassenerhalt reichte. In der Bezirksliga gehört der Verein seitdem zur erweiterten Spitzengruppe.

Die zweite Mannschaft spielte von 2009 bis 2012 in der Kreisliga A Höxter. Darüber hinaus besitzt der Verein noch eine Frauenmannschaft sowie eine Jugendabteilung. Im Januar 2008 wurde die Abteilung Reha-Sport in der SpVg 20 Brakel gegründet. In dieser Abteilung wird seit April 2008 Rehabilitationssport nach dem § 44 SGB IX angeboten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

Die Spielvereinigung 20 Brakel trägt ihre Heimspiele im Sportzentrum Pahenwinkel am nördlichen Stadtrand von Brakel aus. In der Anlage befinden sich ein Fußballfeld mit Naturrasen und Leichtathletikanlage ("Kampfbahn Typ C"), ein Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage sowie ein Kleinspielfeld (Bolzplatz). Der Hauptplatz im Sportzentrum Pahenwinkel wo in der Regel die Spiele der 1. Mannschaft ausgetragen werden, heißt seit Mitte Mai 2010 für fünf Jahre Brakeler Thermo-Glas-Stadion.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Hardy Grüne, Christian Karn: Das große Buch der deutschen Fußballvereine. AGON-Sportverlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-89784-362-2, S. 82.
  2.  Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1952 - 1958. Hövelhof 2012, S. 109.
  3. Uwe Müller: Der Klassiker aus den 80ern. Neue Westfälische, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  4.  Carsten Töller (Hrsg.): Fußball in Deutschland seit 1945. Eigenverlag, Mettmann 2009, S. 261.
  5. Wolfgang Kiene: Sportplatzname ist verkauft. Neue Westfälische, abgerufen am 25. Oktober 2013.

51.717459.17922Koordinaten: 51° 43′ 3″ N, 9° 10′ 45″ O