SpVgg Bayern Hof

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50.31433055555611.931330555556Koordinaten: 50° 18′ 52″ N, 11° 55′ 53″ O

Bayern Hof
Vereinslogo
Voller Name Spielvereinigung
Bayern Hof e.V.
Ort Hof
Gegründet 1. Juli 2005
Vereinsfarben schwarz-gelb
Stadion Stadion Grüne Au
Plätze 8.100
Vorstand Reiner Denzler
Trainer Michael Voigt (interim)
Homepage www.bayern-hof.de
Liga Regionalliga Bayern
2012/13 17. Platz
Heim
Auswärts

Die SpVgg Bayern Hof (offiziell: Spielvereinigung Bayern Hof e.V.) ist ein Sportverein aus Hof an der Saale, der am 1. Juli 2005 durch die Fusion des FC Bayern Hof und der SpVgg Hof entstanden ist. Hauptsportart ist Fußball. Die erste Mannschaft spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2012 in der viertklassigen Regionalliga Bayern. Daneben gibt es eine Box- und eine Sängerabteilung (vom FC Bayern), sowie Abteilungen für Leichtathletik und Damengymnastik (von der SpVgg).

Geschichte[Bearbeiten]

FC Bayern Hof[Bearbeiten]

altes Logo FC Bayern Hof
Hauptartikel: FC Bayern Hof

Der FC Bayern Hof wurde am 1. Juni 1910 unter dem Namen Ballspielclub Hof gegründet und hieß ab 1911 Britannia Hof. 1913 schlossen sich der FC Roland Hof und der FC Phönix Hof der Britannia an. Als Großbritannien 1914 zum Kriegsgegner Deutschlands wurde, änderte man den Namen in FC Bayern Hof. Gerade jener nur so kurze Zeit gültige Vereinsname wird seit einigen Jahren von den reiselustigen und recht zahlreichen Fans wieder aufgegriffen, die ihre Mannschaft auch mit „Britannia“-Rufen anfeuern. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte Bayern Hof bald zu den erfolgreichsten Fußballteams in Nordbayern. Die so genannte Panzer-Elf (nach ihrem Torjäger Karl Panzer) stieg 1927 in die damals höchste Spielklasse auf und konnte unter anderem in der Saison 1929/30 beide Punktspiele gegen den 1. FC Nürnberg gewinnen.

Der erneute Sprung in die damals erstklassige Oberliga Süd gelang 1959. Diese Klasse konnte bis zur Einführung der Bundesliga 1963 gehalten werden, als beste Platzierung erreichte Bayern Hof in der Saison 1961/62 den sechsten Platz. Der größte Erfolg war der 5:0-Auswärtssieg beim FC Bayern München an der Grünwalder Straße 1961/62. Da nur fünf Mannschaften aus dem Süden für die Bundesliga berücksichtigt wurden, war der FC Bayern Hof ab 1963 in der damals zweithöchsten Spielklasse, der Regionalliga Süd zu Hause. Dort konnte man unter Trainer Heinz Elzner den Meistertitel 1968 erringen und nahm in diesem Jahr, wie auch nach den zweiten Plätzen 1967 und 1972 an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga teil.

Beim in der Saison 1972/73 ausgetragenen DFB-Ligapokal gelangen zwei Siege gegen den FC Bayern München und ein Sieg gegen den TSV 1860 München, durch die der Einzug ins Viertelfinale des Wettbewerbes gelang. Das Spiel 1969 zwischen Hapoel Nahariya und dem FC Bayern Hof war das erste Spiel zwischen Mannschaften aus Deutschland und Israel. Schiedsrichter der Partie war Abraham Klein, der auch bei drei Weltmeisterschaften zum Einsatz kam. Zunächst für die 1974 ins Leben gerufene Zweite Bundesliga Süd qualifiziert, stieg die Mannschaft nach der Saison 1977/78 in die Bayernliga ab. 1980 folgte gar der Absturz in die Landesliga Nordbayern. In den folgenden Jahren fristete der FC Bayern ein Dasein als „Fahrstuhlmannschaft“. Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre hat sich Bayern Hof – von einem Landesliga-Intermezzo 2004 bis 2006 abgesehen – wieder in der Bayernliga etabliert.

SpVgg Hof[Bearbeiten]

Hauptartikel: SpVgg Hof
altes Logo SpVgg Hof

Die SpVgg Hof (im Volksmund Spotzer genannt) war bei ihrer Gründung als Fußballabteilung des Turnvereins Hof im Jahr 1893 die erste vereinsmäßig organisierte Fußballmannschaft in Oberfranken. Ab 1924 existierte sie als eigenständiger Verein, der ab 1926 auch eine Leichtathletikabteilung, sowie in jüngerer Zeit eine für Damengymnastik umfasste. Die Handballabteilung wurde 1990 aufgelöst.

Die Fußballer konnten zweimal, 1921 und 1929, den Aufstieg in die jeweils höchste Spielklasse erreichen, sich dort jedoch nie lange halten. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der größte Erfolg die Qualifikation zur Bayernliga 1966, der allerdings ebenfalls der direkte Wiederabstieg folgte.

SpVgg Bayern Hof[Bearbeiten]

Gleich in der ersten Saison nach der Fusion gelang im Jahre 2006 der Wiederaufstieg in die Bayernliga. Zwei Jahre später sicherte sich die Mannschaft durch einen 2:0-Sieg am letzten Spieltag gegen den FC Kempten den Klassenerhalt. Im Jahre 2011 wurde der Mannschaft wegen „eines besonders schweren Falles der Verletzung der Platzordnung“ zwei Punkte abgezogen. Dieser Punktabzug wurde dann aber vom Verbandssportgericht zurückgenommen. Durch einen 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen die punktgleiche SpVgg Bayreuth vermieden die Hofer den Abstieg und retteten sich in die Bayernligarelegation. Dort konnte nach einem 1:0 gegen die zweite Mannschaft des SSV Jahn Regensburg der Klassenerhalt sichergestellt werden.

Ein Jahr später wurde die SpVgg Bayern Vizemeister hinter dem TSV 1860 Rosenheim und stieg damit in die neu geschaffene Regionalliga Bayern auf. Großen Anteil am Erfolg hatte Torjäger Cem Ekinci, der mit 21 Toren Torschützenkönig der Bayernliga wurde. In der Regionalliga-Saison 2012/13 gelang den Hofern der Klassenerhalt erst in der Relegation gegen den TSV Großbardorf.

Spielstätten[Bearbeiten]

Das Stadion Grüne Au, am Ostrand Hofs im Viertel Fabrikvorstadt gelegen, entstand auf einem Gelände, das der FC Bayern Hof 1913 pachtete und 1930 käuflich erwarb. Seit 1980 ist es Eigentum der Stadt Hof. Es handelt sich um ein reines Fußballstadion ohne Laufbahn, das Spielfeld ist auf drei Seiten von Erdwällen mit Stehrängen umgeben, in der Mitte der Hauptgeraden unterbrochen durch das Gebäude mit Umkleideräumen, Geschäftsstelle und weiteren Räumlichkeiten. Daran schließt sich die so genannte Neue Tribüne mit 800 überdachten Sitzplätzen an, welche die Stehplätze überragt. An der Gegengeraden befindet sich eine ebenfalls überdachte Holztribüne mit 1335 Plätzen auf Sitzbänken. Der offizielle Zuschauerrekord datiert vom 22. Mai 1968 beim Bundesliga-Aufstiegsrundenspiel gegen Rot-Weiss Essen mit 19.100 Besuchern. In der Saison 2007/08 lag der Zuschauerschnitt in der viertklassigen Bayernliga bei 1144.

Die ursprüngliche Spielstätte der SpVgg Hof lag im Bereich der heutigen Jahn- und Fröbelstraße, musste jedoch in den 30er-Jahren dem Ausbau der Jahnstraße als neue Ausfallstraße der Stadt nach Westen weichen. 1933 wurde das neue Sportgelände an der Ossecker Straße eingeweiht. Es ist seit 1982 als Hans-Peters-Stadion im Eigentum der Stadt Hof und bietet alle notwendigen Anlagen für Leichtathletikveranstaltungen sowie eine überdachte Tribüne. Außerdem finden hier in der Regel die Spiele der Reserve- und Jugendmannschaften der SpVgg Bayern Hof statt.

Fanfreundschaften[Bearbeiten]

Die Fans der SpVgg Bayern Hof pflegen eine langjährige Fanfreundschaft mit den Anhängern des FC Eintracht Bamberg und auch mit dem Anhang des ca. 40 km entfernten VFC Plauen in Sachsen. Eine langjährige Rivalität besteht zu den Fans der SpVgg Oberfranken Bayreuth („Good Night Bareid“).

Weblinks[Bearbeiten]