SpVgg Erkenschwick

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
SpVgg Erkenschwick
Logo der SpVgg Erkenschwick
Voller Name Spielvereinigung 1916
Erkenschwick e. V.
Ort Oer-Erkenschwick, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 9. Juni 1916
Vereinsfarben schwarz-rot
Stadion Stimbergstadion
Plätze 14.380
Vorstand Hermann Silvers
Trainer Magnus Niemöller
Homepage spvgg-erkenschwick.de
Liga Oberliga Westfalen
2013/14 3. Platz
Heim
Auswärts

Die Spielvereinigung Erkenschwick ist ein Fußballverein aus der Stadt Oer-Erkenschwick in Nordrhein-Westfalen, der Mitte des 20. Jahrhunderts ein Jahrzehnt lang erstklassig spielte. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Rot. Im Jahr 2012 gelang der Aufstieg in die fünftklassige Oberliga Westfalen. Die Mitgliederzahl liegt bei ca. 610.[1]

Über Jahrzehnte bildete der Verein eine geradezu symbiotische Verbindung mit der Zeche Ewald Fortsetzung. Gekennzeichnet wurde dieses Bild sehr gut durch einen Ausspruch von Horst Wohlers, 1974 Libero des FC St. Pauli: „Von Erkenschwick wissen wir nur, daß es dort nur eine Zeche und einen Fußballplatz gibt.“[2]

Die A-Jugend des Vereins schaffte 2006 und 2010 den Sprung in die U-19-Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühe Jahre (1916 bis 1943)[Bearbeiten]

Die Erkenschwicker Mannschaft 1916

Gegründet wurde der Verein am 9. Juni 1916 als Sportverein Erkenschwick, gehörte allerdings während des Ersten Weltkriegs noch keiner offiziellen Liga an. 1918 in Sportfreunde Erkenschwick umbenannt, spielten die Fußballer nun offiziell im Emscher-Lippe-Spielverband; die erste Begegnung gegen Teutonia Datteln ging 0:8 verloren. 1921 schloss sich die Fußballabteilung dem TV 1909 Erkenschwick, dem Vorgänger der heutigen TuS 09 Erkenschwick, an. Nur ein Jahr später wurden die Fußballer von dem Turn- und Leichtathletikverein wieder ausgegliedert – es war die Zeit der Reinlichen Scheidung der Ballsportler von den Turnern – und schlossen sich mit Blau-Weiß Oer zusammen; ab diesem Zeitpunkt firmierte diese Fusion unter dem heutigen Vereinsnamen Spielvereinigung 1916 Erkenschwick.

Von 1923 bis 1925 wurde das Ruhrgebiet und auch die Zeche Ewald-Fortsetzung von den Franzosen besetzt. Der Fußballsport ging allerdings weiter. Dem Aufstieg in die B-Klasse folgte 1924 der Durchmarsch in die A-Klasse.

1936 gelang mit der Meisterschaft in der A-Klasse der Aufstieg in die Bezirksklasse. Bisher war die SpVgg. Erkenschwick dem aufgrund schlechter Verkehrsverbindungen ungeliebten Bezirk Münster zugeordnet. 1939 gelang es durch einen freiwilligen Abstieg, die Verbandsoberen davon zu überzeugen, dass man im Bezirk Gelsenkirchen besser aufgehoben sei.[3]

1941 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse Gelsenkirchen. 1942/43 wurde mit der SpVgg. eine neue Bezirksklassenstaffel Recklinghausen gebildet.[4]

Die „große Zeit“ (1943 bis 1962)[Bearbeiten]

Vereinswappen 1916–1954
Die legendäre Elf der „Himmelsstürmer“ 1947: Betreuer Koblar, Geschäftsführer Ziolkowski, Matejka, Sperl, Rachuba, Silvers, Berger, Ludorf, Silken, Lienhard, Vorsitzender Beckmann, Trainer Thelen, untere Reihe: Smigielski, Cichutek, Heinemann

Weit über das nördliche Ruhrgebiet hinaus bekannt wurde die SpVgg ab 1943, als sie unter dem Schalker Spieler Ernst Kuzorra, der sie zwischen 1942 und 1946 trainierte, den Aufstieg in die Gauliga Westfalen schaffte. Zwar beeinträchtigte der Zweite Weltkrieg den Spielbetrieb auch bei der SpVgg; aber andererseits profitierte der Verein davon, dass seine Spieler als Bergleute auf der Zeche Ewald arbeiteten. Da der Bergbau während des Krieges eine hohe wehrwirtschaftliche Bedeutung besaß, galten die Spieler als unabkömmlich[5] und wurden von einem Fronteinsatz verschont. In der Saison 1943/44 belegte die SpVgg den vierten Platz. Das Spieljahr 1944/45 konnte nicht zu Ende gespielt werden. Am 15. Januar 1945 erfolgten schwere Bombenangriffe auf die Zeche. Bereits am 5. August 1945 nahm der Verein unter dem neuen Vorsitzenden Hans Beckmann mit einer Ausnahmegenehmigung der Militärverwaltung den Spielbetrieb wieder auf. Es folgten 25 Freundschaftsspiele mit insgesamt über 100.000 Zuschauern. Das erste Spiel fand am 5. August 1945 gegen den FC Schalke 04 (1:1, 15.000 Zuschauer) statt, weitere u.a. am 12. September 1945 gegen eine englische Militärauswahl (6:3, 10.000 Zuschauer) und am 14. Oktober 1945 gegen Borussia Dortmund (8:1, 3.500 Zuschauer).

Die Himmelsstürmer[Bearbeiten]

Nach Kriegsende wurde die SpVgg in die zweigleisige Landesliga Westfalen aufgenommen, wo die Mannschaft Meister der Staffel 2 wurde. Ein Endspiel um die Westfalenmeisterschaft gegen den Sieger der Parallelstaffel Schalke 04 wurde von der britischen Militärregierung verboten. In der Saison 1946/47 wurde die Spvgg. Vizemeister. 1947 wurde Erkenschwick durch einen 5:0-Sieg bei Alemannia Aachen erster Tabellenführer der neu gegründeten Oberliga West und gewann am 4. Oktober 1947 vor 25.000 Zuschauern auch in der Glückauf-Kampfbahn mit 2:1 – damit brachten die Schwarz-Roten dem FC Schalke 04, bei denen auch Erkenschwicks ehemaliger Trainer Ernst Kuzorra mitspielte, die erste Heimniederlage nach Kriegsende bei. Die Mannschaft dieser Ära wurde „Die Himmelsstürmer“ genannt. Dieser Name soll auf einen Polizisten zurückgehen, der die Mannschaft auf der Heimfahrt mit dem Zug vom Auftaktsieg in Aachen ansprach: „Ihr seid die Erkenschwicker? Ich habe euch in Aachen spielen sehen – Jungens, euch gehört der Himmel!“.[6] Am Ende der ersten Oberliga-Saison stand die Spvgg. auf dem siebten Platz.

Die Saison 1948/49 beendeten die „Himmelsstürmer“ als Neunte. Jule Ludorf wurde Vierter der Torschützenliste, Siggi Rachuba gar Dritter. Letzterer wechselte nach der Saison zu Preußen Münster in deren sog. „100.000 Mark-Sturm“. Ab dem 15. November 1949 hatte die Spvgg. eine Damen-Handballmannschaft, die geschlossen vom TUS 09 übertrat.[7]

Zu Beginn der Saison 1950/51 stand die Mannschaft zwölf Spieltage lang ungeschlagen an der Oberliga-Spitze, dann kam der Einbruch. Die Saison wurde auf Platz sieben beendet.

Zu einem besonderen Zwischenfall kam es am 18. Februar 1951 beim 1:1 gegen den FC Schalke 04 vor 15.000 Zuschauern. Nachdem der Schalker Paul Matzkowski dem Erkenschwicker „Kalli“ Matejka den nassen, schweren Lederball in den Rücken geschossen hatte, kam es zu einer Spielunterbrechung, da Matejkas Ehefrau den „Übeltäter“ auf dem Spielfeld mit dem Regenschirm attackierte. Das Spiel wurde nach weiteren Tumulten fortgesetzt.[8] Die Saison beendeten die Erkenschwicker auf dem elften Platz. Die Spvgg. übernahm 1951 die Herren-Handballabteilung des TUS 09.

Das „Petroleum-Spiel“[Bearbeiten]

Am 27. Januar 1952 kam es an der Essener Hafenstraße zu einem denkwürdigen Spiel. Die abstiegsbedrohten Erkenschwicker traten bei Rot-Weiss Essen an; der Mannschaft um „Boss“ Helmut Rahn sollte in dieser Saison die Oberliga-Meisterschaft gelingen. Auf schneebedecktem Boden kamen die Essener mit ihrem normalen Schuhwerk nicht zurecht. Die Spieler des ESV hatten sich Lederstollen gebastelt, die sie regelmäßig in einer Wanne mit Petroleum tränkten. Diesen Trick kannten die Bergleute von unter Tage. Das sensationelle Halbzeitergebnis lautetet 0:5 für die Schwarz-Roten! Nach einem Halbzeitdonnerwetter und einem Schuhwechsel konnten die Essener das Endergebnis mit 4:6 etwas erträglicher gestalten.[9] Die Saison 1951/52 endete für die SpVgg. in der Relegationsrunde, nachdem die reguläre Spielrunde auf Platz 14 beendet wurde. Letztendlich wurde der Klassenerhalt gesichert.

Die Handballerinnen werden zum zweiten Mal in Folge ungeschlagen Industriebezirksmeister.

Der erste Abstieg[Bearbeiten]

Vereinswappen 1955–1970

Am 2. März 1953 erhielt Oer-Erkenschwick die Stadtrechte, für die Spvgg. erfolgte in diesem Jahr jedoch der erste Abstieg als abgeschlagener Tabellenletzter. Ein Stern ging in diesem Jahr am Stimberg auf. Horst Szymaniak wurde als Jugendlicher bereits in der ersten Mannschaft eingesetzt. 1955 verließ er den Stimberg, er bestritt in seiner Laufbahn 43 Länderspiele und nahm an drei Weltmeisterschaften teil.

Die folgenden drei Spielzeiten enden im Mittelfeld der 2. Liga West. 1957 löste sich die komplette Handballabteilung auf. Am Ende der Saison 1956/57 stieg die Mannschaft in die drittklassige Verbandsliga ab. Im Folgejahr gelang jedoch mit der Meisterschaft vor Arminia Bielefeld der Wiederaufstieg.

Es folgten drei Jahre im Mittelfeld der 2. Liga West, ehe 1962 Platz 16 zu einem erneuten Abstieg in die Verbandsliga führte.

Zwischen Amateurlager und 2. Bundesliga (1962 bis 1981)[Bearbeiten]

Spruchband der Erkenschwicker Anhänger 1969
Das Entscheidungsspiel in der Roten Erde

1964 konnte der Abstieg in die Landesliga als Tabellendreizehnter nur knapp verhindert werden. Im Jahre 1965 wurde die SpVgg Gruppensieger in der Verbandsliga. Die Entscheidungsspiele um den Aufstieg in die Regionalliga West gegen den VfL Bochum endeten 1:4 und 3:2. Am 16. Mai 1965 kam es vor 14.000 Zuschauern in der Recklinghausener Viktoria-Kampfbahn zum Entscheidungsspiel. Nachdem das Spiel nach Verlängerung unentschieden endete, wurden die Bochumer durch Münzwurf Westfalenmeister. Eine Legende besagt, dass die Bochumer schon zu jubeln begannen, bevor die Münze auf dem Boden ankam.[10] Bei der Deutschen Amateurmeisterschaft scheiterten die Erkenschwicker im Halbfinale am SV Wiesbaden. Im Jahr des 50. Vereinsjubiläums erreicht die Mannschaft 1966 unter Trainer Kalli Matejka den zweiten Platz in der Verbandsliga. In den folgenden Entscheidungsspielen gegen Viktoria Wuppertal und die SG Düren 99 wurde der Verein Westdeutscher Meister.

Gegen die Bayern[Bearbeiten]

Die Saison 1966/67 beendete die Mannschaft als Meister der Verbandsliga. In der Aufstiegsrunde gelang jedoch erneut kein Sieg. Durch das Erreichen des Achtelfinales im DFB-Pokal 1966/67 war die Spielvereinigung der erste Amateurverein in der Runde der letzten 16 nach dem Zweiten Weltkrieg. Am 4. Februar 1967 siegte der FC Bayern München vor 23.800 Zuschauern am Stimberg mit 3:1. Zwei Tore steuerte Gerd Müller bei, im Team von Trainer Zlatko Čajkovski spielten außerdem u. a. Sepp Maier, Georg Schwarzenbeck und Franz Beckenbauer. Auch am Ende der folgenden Saison 1967/68 verpasste die Mannschaft nach der Meisterschaft in der Verbandsliga in der Aufstiegsrunde die mögliche Rückkehr in die Zweitklassigkeit.

Am 12. Juli 1969 stand die SpVgg Erkenschwick im Endspiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft in Krefeld, verlor dies allerdings mit 1:2 gegen den SC Jülich. An diesem Tag richtete die Deutsche Bundesbahn einen Sonderzug über die Gleise der Zeche Ewald Fortsetzung für die Erkenschwicker Fans ein. So kam die Stadt für einen Tag in den Besitz eines Bahnhofs mit Anschluss an das Bundesbahnnetz. Am 20. Juli 1969 folgte ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Regionalliga West im Stadion Rote Erde in Dortmund, das mit 2:1 nach Verlängerung gegen den SSV Hagen gewonnen wurde. Die Eintrittskarten reichten an diesem Tag nicht aus, die Schätzungen der Zuschauerzahl schwankten zwischen 22.000 und sogar 30.000.

Der Torfall von Herne[Bearbeiten]

In der Regionalliga erreichten die Erkenschwicker Mittelfeldpositionen, wobei in der Saison 1971/72 mit Platz sechs die beste Platzierung erreicht wurde. Die Erkenschwicker entwickelten in dieser Zeit eine große Heimstärke und ausgeprägte Auswärtsschwäche. Im Januar 1972 versuchte Torwart Dieter Breuer beim Auswärtsspiel bei Westfalia Herne dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Mit einem gezielten Griff an den damals noch viereckigen Torbalken brachte er das Tor zum Einsturz, um einen Spielabbruch und damit die Punkte am grünen Tisch zu erreichen. Die Herner konnten jedoch ein Ersatztor aufbauen und nach einer halben Stunde Unterbrechung ging es weiter. Ironie der Geschichte: durch einen Treffer von Uwe Kolitsch gewannen die „Schwicker“ das Spiel auch regulär mit 1:0.

1972/73 verloren sie im Stimbergstadion nur ein Spiel und waren mit 30:4 Punkten und 56:20 Toren die heimstärkste Elf unter allen bundesdeutschen Regionalligisten. Auswärts holten sie jedoch nur sechs Punkte. Selbst eine 3:1-Führung bis zur 82. Minute bei Bayer Uerdingen reichte nicht zum Punktgewinn. Manfred Burgsmüller erzielte in den letzten acht Spielminuten noch drei Treffer für die Krefelder.[11]

Zwei Jahre später qualifizierte sich die SpVgg für die neu geschaffene 2. Bundesliga Nord. Hier konnte sich die Mannschaft zunächst als Tabellensechzehnter halten. Das Stimbergstadion wurde ausgebaut. 17.400 Steh- und 1.100 überdachte Sitzplätze betrug das Fassungsvermögen. 1976 stieg die Mannschaft jedoch als 18. in die Verbandsliga ab.

Zwei Jahre später qualifizierten sich die Erkenschwicker für die neu geschaffene Oberliga Westfalen. Hans-Jürgen Wittkamp wechselte zur Saison 1978/79 von Borussia Mönchengladbach an den Stimberg und lenkte die Mannschaft fortan als Libero. In seiner ersten Saison wurde die Meisterschaft erst am letzten Spieltag durch ein 0:1 bei der SpVg Beckum verspielt. Im Folgejahr 1980 wurde jedoch der Titelgewinn erreicht. Sönke Wortmann machte in diesem Jahr sein letztes Spiel als Lizenzspieler. Da zur Saison 1981/82 die eingleisige 2. Bundesliga eingeführt wurde, wurde vom DFB ein Platzziffern-System erstellt, um die zukünftigen Zweitligisten zu ermitteln. Die SpVgg benötigte hiernach mindestens den vierten Rang in der Abschlusstabelle zum Klassenerhalt, der deutlich verfehlt wurde.

Nach dem Niedergang des Bergbaus (1981 bis 2008)[Bearbeiten]

Meisterschaft und Aufstiegsrunde[Bearbeiten]

Eintrittskarte Preußen Münster – ESV 1987/88
Eintrittskarte Rot-Weiss Essen – ESV 1995/96
Eintrittskarte ESV – Schalke 04 1998

Mitte der 1980er Jahre begann mit der Schließung der Kokerei der Zeche Ewald Fortsetzung der umfangreiche Abbau von Arbeitsplätzen in der Stimbergstadt, was insgesamt auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Spielvereinigung beeinträchtigte.

In die Oberliga Spielzeit 1986/87 startete die Mannschaft furios. Im Dezember 1986 strich Trainer Hans-Jürgen Wittkamp seinen Libero Peter Dewitz aus der Startelf. Aus verletztem Stolz weigerte sich dieser, auf der Ersatzbank Platz zu nehmen. Der Streit eskalierte und Wittkamp forderte die Suspendierung des Spielers[12]. Da der Verein dem nicht nachkommen wollte, erklärte der entnervte Trainer prompt seinen Rücktritt. Die Spielvereinigung war zu diesem Zeitpunkt unangefochtener Tabellenführer. Zwei Tage später unterlag die Mannschaft im Spitzenspiel bei Preußen Münster vor 12.000 Zuschauern mit 0:2. Zur Rückrunde verpflichtete der Verein Dieter Tartemann als Trainer. Das Team erreichte souverän die Westfalenmeisterschaft. Durch einen 2:1-Auswärtssieg im Endspiel des Westfalenpokals ebenfalls bei Preußen Münster gewann die Mannschaft das „Double“ und zog in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein.

In der folgenden Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga reichte es jedoch nur zu einem wertlosen vierten Platz. Einen Höhepunkt der Vereinsgeschichte stellt jedoch der 2:1-Heimsieg gegen Hertha BSC vor 5.000 Zuschauern dar. Deren Trainer Jürgen Sundermann wurde vor der Aufstiegsrunde mit den Worten zitiert: „Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht von einem Dorfclub überraschen lassen!“[12] Auch Hertha BSC verpasste den Aufstieg.

Regionalliga und finanzielle Probleme[Bearbeiten]

Es folgten weitere Jahre im Mittelfeld der Oberliga Westfalen. Nach der Saison 1993/94 belegte die SpVgg unter Trainer Hermann Erlhoff den vierten Platz. Damit gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der neu erschaffenen Regionalliga West/Südwest. Zu diesem Zeitpunkt war der Verein schuldenfrei. Der Etat verdoppelte sich von 700.000 DM auf ca. 1,38 Mio DM[13]. Die Saison endete mit dem 11. Platz im Mittelfeld der Tabelle. Nach schlechtem Start in die Saison 1995/96 wurde Trainer Erlhoff durch Klaus Berge ersetzt. Auch die zweite Saison in der Regionalliga endete auf dem 11. Platz. Nach nur vier Punkten aus 10 Spielen zu Beginn der Saison 1996/97 endete die Ära Berge allerdings schnell und mit Dieter Tartemann kehrte ein ehemaliger Erfolgstrainer zum bereits vierten Mal (!) auf die Erkenschwicker Trainerbank zurück. Zwar konnte die Mannschaft den drohenden Abstieg mit Platz 13 vermeiden, der Zuschauerschwund und die drohende Unterfinanzierung zeichneten sich aber schon ab. Am 18. September 1997 erklärt der Präsident Heinz Feld seinen sofortigen Rücktritt und gab einen Schuldenstand von 300.000 DM bekannt[14]. Der Ehrenvorsitzende Anton Stark übernahm kommissarisch das Amt des Präsidenten und setzte einen rigiden Sparkurs durch. Die Leistungsträger und der Trainer verließen in der Winterpause den Verein. Durch ein Gastspiel des frischgebackenen UEFA-Pokalsiegers FC Schalke 04 vor 6.000 Zuschauern wurde der Spielbetrieb zunächst gesichert[15]. Der Co-Trainer und ehemalige Spieler Heinz Niggemeier übernahm die Verantwortung als Trainer. Überraschenderweise schaffte die Mannschaft mit Platz 15 den Klassenerhalt. Am 26. August 1998 gastierte auch Borussia Dortmund zur Rettung des klammen Vereins vor 6.000 Zuschauern am Stimberg. Die Qualität der Mannschaft erreichte jedoch nicht mehr Regionalliganiveau und nach nur 15 Punkten aus 32 Spielen folgte der Abstieg in die Oberliga Westfalen. Die Mannschaft erwies sich auch in der Saison 1999/2000 für die Oberliga als zu schwach. Sowohl Niggemeier, als auch sein Nachfolger Peter Dewitz warfen das Handtuch. Am Ende stand der zweite Abstieg hintereinander und damit erstmals die Fünftklassigkeit.

Der erste Neuanfang[Bearbeiten]

Eintrittskarte ESV – BVB 2008

Mit Trainer Peter Anders und vielen jungen Spielern gelang in der Verbandsliga ein überraschender Neuanfang. Nach Platz 2 in der Abschlusstabelle scheiterte der ESV in einem Entscheidungsspiel um den Aufstieg am Hövelhofer SV mit 0:1. Sechs Spieltage vor Ende der Saison 2001/02 wurde Trainer Anders beurlaubt, da der Aufstieg außer Reichweite kam. Michael Pannenbecker, zuvor Trainer der zweiten Mannschaft, übernahm nun die Leitung der SpVgg. Unter ihm gelang zwar noch der höchste Sieg der Vereinsgeschichte beim 14:1 gegen den VSV Wenden, es reichte in der Abschlusstabelle jedoch lediglich zu Platz 5. Erst im Jahre 2004 gelang die Rückkehr in die Oberliga Westfalen. Im Aufstiegsjahr betrug der Etat des Gesamtvereins 250.000 Euro. Nachdem in der Saison 2004/05 mit einem 12. Platz der Klassenerhalt souverän gesichert wurde, wurde es in der Folgesaison kurios. Mit hohen Ambitionen in die Saison 2005/06 gestartet, durften insgesamt vier (!) Trainer (Michael Pannenbecker, Ingo Anderbrügge, Ralf Fischer und Manfred Wölpper) ihr Glück versuchen. Heraus kam lediglich der Klassenerhalt. Die A-Jugend sicherte sich jedoch die Meisterschaft in der Westfalenliga und spielte in der Folgesaison 2006/07 in der U-19-Bundesliga.

Auch im folgenden Jubiläumsjahr – der Verein wurde 90 – reichte es nur zum 12. Platz. In der Saison 2007/08 wurde mit namhaften Verstärkungen, darunter der ehemalige Fußballprofi Francis Bugri, die Qualifikation für die neue NRW-Liga angestrebt. Die Saison wurde von finanziellen Problemen überschattet. Nach Ausbleiben von mehreren Monatsgehältern verließen einige Leistungsträger ebenso wie der Trainer in der Winterpause die Schwarz-Roten. Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 750.000 Euro lasteten auf dem Verein[16]. Trotz eines Benefizspiels gegen Borussia Dortmund am 8. April 2008 vor 3.500 Zuschauern[17] musste der Verein am 10. Juni 2008 Insolvenz anmelden.

Neuanfang nach dem finanziellen Kollaps (seit 2008)[Bearbeiten]

NRW-Liga und Insolvenz[Bearbeiten]

Aktuelle Eintrittskarte ESV
Mittlerweile erfolgreichster Erkenschwicker Torjäger aller Zeiten: Stefan Oerterer

Durch den sportlichen Abstieg und die Neuschaffung der 3. Liga spielte die SpVgg Erkenschwick erstmals nur noch sechstklassig. Der Ehrenvorsitzende Anton Stark übernahm noch einmal den Vorsitz kommissarisch und führte den Verein durch das Insolvenzplanverfahren. In die Westfalenliga-Saison 2008/09 ging der Verein unter dem neuen Trainer Jürgen Klahs mit einem Mini-Etat von 70.000 Euro. Nach neun Spielen auf dem letzten Platz liegend erfolgte die Trennung vom Übungsleiter. Mit Jürgen Wielert übernahm ein Ex-Profi die Verantwortung an der Außenlinie. Platz 12 bedeutete am Saisonende den Klassenerhalt. Nach der Umgruppierung in die Westfalenliga 2 im Jahre 2010 wurde der Aufstieg in die fünftklassige NRW-Liga mit der fast identischen Mannschaft als souveräner Meister erreicht. Aus dem Insolvenzplanverfahren ging der Verein schuldenfrei hervor. Auch die A-Jugend des Klubs schaffte erneut einen Aufstieg und spielte 2010/11 wieder in der U-19-Bundesliga.

Aufgrund nach wie vor bestehender „unzureichender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit“ wurde dem Verein im Juni 2010 zunächst die Lizenz für die NRW-Liga verweigert.[18] Am 9. Juli 2010 erteilte der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband in einem Einspruchsverfahren doch noch die Lizenz für die fünfthöchste Spielklasse. Als im Herbst drei wichtige Spiele gegen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf nacheinander verloren werden, übernahm am 23. November der Sportliche Leiter Stefan Blank zusätzlich das Traineramt. Im Verlauf der NRW-Liga-Saison 2010/11 gab der Verein bekannt, für die kommende Saison auf einen Startplatz in dieser Spielklasse verzichten zu wollen. Am Saisonende waren die Erkenschwicker als Tabellenvorletzter auch sportlich abgestiegen, so dass sie ab der Saison 2011/12 wieder in der Westfalenliga antraten.

Oberliga Westfalen und Konsolidierung[Bearbeiten]

Nach dem Abstieg wurde in der Westfalenliga mit einer jungen Mannschaft erneut ein Neuanfang gestartet. Trainer wurde der vormalige A-Jugendtrainer Magnus Niemöller. Nach einer erfolgreichen Spielzeit 2011/12 gelang mit dem Erreichen des zweiten Tabellenplatzes der Aufstieg in die nunmehr fünftklassige Oberliga Westfalen. Nach einer erfolgreichen Hinserie 2012 belegte die Spvgg. einen guten vierten Platz[19]. Am 21. Januar 2013 gab der Verein jedoch bekannt, aus finanziellen Gründen keine Regionalliga-Lizenz für die kommende Saison zu beantragen[20]. Am Saisonende stand der ESV auf dem 5. Platz.

Am 8. September 2013 erzielte Stefan Oerterer in seinem 137. Meisterschaftsspiel für die Spvgg. beim 3:0 gegen den TuS Ennepetal sein 100. Tor und wurde damit zum erfolgreichsten Torschützen der Vereinsgeschichte[21].

Eine starke Hinserie führte die Spvgg. auf den 2. Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die Regionalliga berechtigt hätte. Nach einem 1:0-Heimsieg im Spitzenspiel gegen den SV Rödinghausen gab der Vorstand am 17. März 2014 jedoch erneut bekannt, dass die finanziellen Hürden für einen Regionalliga-Aufstieg noch zu hoch seien[22]. Aufgrund zweier turbulent verlaufener Auswärtsspiele ging die Saison 2013/2014 in die Oberligageschichte ein. Beim FC Gütersloh 2000 konnte die Mannschaft mit 5:8 gewinnen, das Spiel beim FC Eintracht Rheine endete 5:5 unentschieden. In beiden Spielen musste das Team zunächst einen 0:3-Rückstand hinnehmen[23]. Die Mannschaft wurde erst am letzten Spieltag auf den dritten Platz verdrängt. Der Start in die Saison 2014/15 verlief eher durchwachsen, da insbesondere der Verlust von Spielmacher Sebastian Westerhoff an den TSV Marl-Hüls durch die jungen Neuzugänge nicht unmittelbar kompensiert werden konnte. Die Mannschaft fand sich im Laufe der Hinrunde jedoch und überwinterte auf Platz 5.

Statistik[Bearbeiten]

In der Ewigen Tabelle der Oberliga West 1947–63 belegt die SpVgg mit 143 Punkten den 21. Rang.

In der Ewigen Tabelle der Oberliga Westfalen belegt die SpVgg mit 1059 Punkten aus 718 Spielen den 2. Rang.

In der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga nimmt die SpVgg mit 106 Punkten aus 118 Spielen den 86. Rang ein.

DFB-Pokal[Bearbeiten]

Spiele der Hauptrunde:

DFB-Pokal 1954/55: Bremerhaven 93 – Spvgg. Erkenschwick 5:1 (2:0), 2.000 Zuschauer

DFB-Pokal 1966/67: Spvgg. Erkenschwick – Stuttgarter Kickers 1:0 (0:0), 7.000 Zuschauer

Spvgg. Erkenschwick – FC Bayern München 1:3 (0:0), 23.800 Zuschauer

DFB-Pokal 1974/75: Alemannia Aachen – Spvgg. Erkenschwick 1:0 (0:0)

DFB-Pokal 1976/77: FC 08 Homburg – Spvgg. Erkenschwick 2:1

DFB-Pokal 1979/80: BV 08 Lüttringhausen – Spvgg. Erkenschwick 3:2

DFB-Pokal 1980/81: SV Arminia Hannover – Spvgg. Erkenschwick 2:1 (1:0)

DFB-Pokal 1981/82: Spvgg. Erkenschwick – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (0:2), 5.000 Zuschauer

DFB-Pokal 1987/88: Concordia Hamburg – Spvgg. Erkenschwick 3:0 n. V. (0:0)

DFB-Pokal 1993/94: Spvgg. Erkenschwick – Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:0), 15.000 Zuschauer

Erfolge[Bearbeiten]

Spielstätte[Bearbeiten]

Stimbergstadion Haupttribüne 2012

Bis 1934 spielte der Verein auf dem Sportplatz an der Lusenheide.

Von 1929 bis 1934 wurde auf dem Gelände der Zeche Ewald Fortsetzung das heutige Stadion errichtet. Es hieß während der NS-Zeit Hindenburg-Stadion und seither Stimbergstadion.

Das Stimbergstadion fasste zu früheren Zeiten bis zu 25.000 Zuschauer. Nach offiziellen Angaben des DFB, der das Stadion wegen des Meisterschaftsendspiels der A-Junioren in der Saison 2011/2012 besichtigte, beträgt das derzeitige Fassungsvermögen 14.380 Zuschauer.[24]

Die Haupttribüne ist komplett überdacht und bietet u.a. 880 Sitzplätze. Der Rest des Stadions besteht komplett aus Stehplätzen. Gästefans nehmen je nach Wetter und Sicherheitsvorschriften entweder auf der Gegentribüne oder auf der linken Seite der Haupttribüne Platz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Stand: 14. November 2014

Kader Saison 2014/15[Bearbeiten]

Kader der Saison 2014/15
Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Marcel Müller DeutschlandDeutschland
23 Tim Oberwahrenbrock DeutschlandDeutschland
12 Lukas Walter DeutschlandDeutschland
04 Stefan Nachtigall DeutschlandDeutschland
05 Davide Basile DeutschlandDeutschland
06 Kevin Kokot DeutschlandDeutschland
22 Tim Forsmann DeutschlandDeutschland
03 Christoph Kasak DeutschlandDeutschlandPolenPolen
17 David Sawatzki DeutschlandDeutschland
07 Janos Bluhm DeutschlandDeutschland
08 Tim Kilian DeutschlandDeutschland
13 Nils Eisen (C)Kapitän der Mannschaft DeutschlandDeutschland
10 Deniz Batman DeutschlandDeutschlandTurkeiTürkei
20 Philipp Rosenkranz DeutschlandDeutschland
26 Daniel Feldkamp DeutschlandDeutschland
21 Lukas Opiola DeutschlandDeutschland
11 Julian Sammerl DeutschlandDeutschland
19 Alexander Robers DeutschlandDeutschland
16 Dirk Junge DeutschlandDeutschland
15 Umut Ceribas DeutschlandDeutschlandTurkeiTürkei
02 Matthias Szatka DeutschlandDeutschland
09 Christopher Weißfloh DeutschlandDeutschland
14 Stefan Oerterer DeutschlandDeutschland

Trainerteam der Saison 2014/15[Bearbeiten]

Funktion Name Im Amt seit
Chef-Trainer Magnus Niemöller 1. Juli 2011
Co-Trainer Stefan Mroß 1. Juli 2014
Torwarttrainer Christian Kelm 1. Juli 2013
Physiotherapeut Günter Reinhardt 1. Juli 1966
Zeugwart Ewald Krajewski

Zu- und Abgänge zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Zugänge [25] Abgänge
Daniel Feldkamp ( VfL Bochum U 23)
Christoph Kasak (SG Wattenscheid 09)
Lukas Opiola (TSG Sprockhövel)
Julian Sammerl (Preußen Münster U 19)
Alexander Robers (SG Borken U 19)
Tim Oberwahrenbrock (eigene U 23)
Matthias Szatka (eigene U 23)
Dirk Junge (eigene U 23)
Lukas Walter (eigene U 19)
Umut Ceribas (eigene U 19)
Sebastian Westerhoff (TSV Marl-Hüls)
Maurice Kühn (TSV Marl-Hüls)
Timo Ostdorf (SC Hassel)
Florian Fricke (SC Hassel)
Christopher Ditterle (SpVgg Herten)
Steven Mursch (Mengede 08/20)

Ehemalige Trainer[Bearbeiten]

  • 1942–1946 Ernst Kuzorra
  • 1946–1947 Fritz Thelen
  • 1948–1949 Ernst Kuzorra
  • 1949–1952 Willy Jürissen
  • 1952–1953 Fritz Silken
  • 1953–1954 Julius Ludorf
  • 1954–1955 Theo Otto
  • 1955–1957 Paul Schneider
  • 1957–1958 Theo Schenk
  • 1958–1960 Fritz Silken
  • 1960–1961 Eugen Gall
  • 1961–1962 Theo Schenk
  • 1962–1963 Otto Schweisfurth
  • 1963–1964 Gerd Daniel
  • 1964–1968 Karl-Heinz Matejka
  • 1968–1969 Rudi Schulz
  • 1969 – 02/1971 Willi Nagerski
  • 1971 – 10/1973 Heinz Sewina
  • 10/1973 – 06/1974 Fritz Langner
  • 07/1974 – 11/1974 Heinz Murach
  • 11/1974 – 06/1975 Fritz Langner
  • 1975–1976 Hans-Wilhelm Lossmann / Heinz Sewina
  • 1976–1977 Karlheinz Mozin / Theo Gründken
  • 1977 – 04/1980 Detlev Brüggemann
  • 04/1980 – 07/1981 Klaus Quinkert
  • 1981 – 04/1983 Manfred Balcerzak
  • 04/1983 – 06/1984 Dieter Tartemann
  • 07/1984 – 09/1984 Friedhelm Schulte
  • 09/1984 – 12/1986 Hans-Jürgen Wittkamp
  • 01/1987 – 03/1988 Dieter Tartemann
  • 03/1988 – 12/1988 Werner Gmeiner
  • 01/1989 – 05/1989 Ernst Mareczek
  • 05/1989 – 06/1990 Pedro Milasincic
  • 07/1990 – 06/1991 Dieter Tartemann
  • 07/1991 – 06/1992 Toni Burghardt
  • 07/1992 – 06/1993 Bernd Büdenbender
  • 07/1993 – 09/1995 Hermann Erlhoff
  • 09/1995 – 10/1996 Klaus Berge
  • 10/1996 – 03/1998 Dieter Tartemann
  • 03/1998 – 08/1999 Heinz Niggemeier
  • 08/1999 – 03/2000 Peter Dewitz
  • 07/2000 – 04/2002 Peter Anders
  • 04/2002 – 10/2005 Michael Pannenbecker
  • 10/2005 – 01/2006 Ingo Anderbrügge
  • 04/2006 – 03/2008 Manfred Wölpper
  • 10/2008 – 11/2010 Jürgen Wielert
  • 11/2010 – 03/2011 Stefan Blank

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Sönke Wortmann 2008 im Stimbergstadion anlässlich eines Prominentenspiels
  • Adam Bodzek, als Jugendlicher bei der SpVgg, aktuell Profi bei Fortuna Düsseldorf
  • Dieter Götz, Torschützenkönig im Meisterschaftsjahr 1987, wechselte als Profi zum FC Schalke 04
  • Gisbert Horsthemke, machte zwischen 1975 und 1988 über 500 Spiele für die SpVgg
  • Klaus-Peter Kerkemeier, erfolgreicher Spieler in der Ober- und 2. Bundesliga 1977–1981
  • Georg Koch, war in der Saison 1991/92, als damals 19-Jähriger, Torwart am Stimberg
  • Julius Ludorf, dreimal unter den besten Torschützen der Oberliga West, mehrfacher Westfalen- und Westdeutschland-Auswahlspieler
  • Malte Metzelder, kam aus der Jugend der Spvgg.
  • Uwe Neuhaus, spielte am Stimberg und wurde anschließend Spieler und Trainer bei der SG Wattenscheid 09, Borussia Dortmund und 1. FC Union Berlin
  • Siegfried Rachuba, ein Stürmer, der für Erkenschwick dreimal unter den zehn besten Ligatorjägern stand, wechselte 1949 zu Preußen Münster in deren „100.000-Mark-Sturm“
  • Horst Szymaniak, genannt „Schimmi“, wurde nach seiner Erkenschwicker Zeit Nationalspieler und Weltmeisterschaftsteilnehmer 1958 und 1962
  • Dieter Walter, spielte ausschließlich für die Spvgg und von 1968 bis 1980 durchgehend in der ersten Mannschaft
  • Sönke Wortmann, heute bekannt als Filmregisseur, spielte im Aufstiegsjahr 1979/80 für Erkenschwick in der Oberliga und erzielte das entscheidende Tor zum Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • Thomas Zetzmann, Ex-Profi, spielte 1993–1998 am Stimberg; mittlerweile Physiotherapeut bei Borussia Dortmund

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-332-5
  • Hardy Grüne: Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga. 1890–1963. Agon, Kassel 1996, ISBN 3-928562-85-1
  • Hardy Grüne: Bundesliga & Co. 1963 bis heute. Agon, Kassel 1997, ISBN 3-89609-113-1
  • Hardy Grüne: Enzyklopädie der europäischen Fußballvereine. Die Erstligamannschaften Europas seit 1885. Agon, Kassel 2000, ISBN 3-89784-163-0
  • Hartmut Hering (Hrsg.): Im Land der tausend Derbys. Die Fußball-Geschichte des Ruhrgebiets. Die Werkstatt, Göttingen 2002, ISBN 3-89533-372-7
  • Eberhard Scholz: Der Klub. Der Pütt. Die Stadt In: Hermann Beckfeld (Hrsg.): … der Boss spielt im Himmel weiter. Fußball-Geschichten aus dem Ruhrgebiet. Henselowsky Boschmann, Bottrop 2006 ISBN 3-922750-62-1
  • Stephan Tönnies: Weißt du noch? Wilde Fußballjahre in der Oberliga West. Herkules, Kassel 2012, ISBN 978-3-941499-67-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spvgg Erkenschwick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Stimbergstadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stimberg-Stadion. In: stadionsuche.de. Abgerufen am 13. Juni 2012.
  2.  Versch., Spvgg. Erkenschwick (Hrsg.): Wenn der Kalli mit dem Jule – Kleine Stadt – große Sportgeschichte. Recklinghausen 1991. S. 61.
  3.  Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988. S. 47.
  4.  Versch., Spvgg. Erkenschwick (Hrsg.): Wenn der Kalli mit dem Jule – Kleine Stadt – große Sportgeschichte. Recklinghausen 1991. S. 76.
  5.  Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988. S. 45.
  6.  Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988. S. 18.
  7.  Versch., Spvgg. Erkenschwick (Hrsg.): Wenn der Kalli mit dem Jule – Kleine Stadt – große Sportgeschichte. Recklinghausen 1991. S. 78.
  8.  Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988. S. 50.
  9.  Hans Dieter Baroth: Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963. Klartext, Essen 1988. S. 113
  10.  Hardy Grüne: Bundesliga & Co. 1963 bis 1997. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs, Band 2. Agon Sportverlag, Kassel 1997, ISBN 3-89609-113-1, S. 17.
  11.  Versch., Spvgg. Erkenschwick (Hrsg.): Wenn der Kalli mit dem Jule – Kleine Stadt – große Sportgeschichte. Recklinghausen 1991. S. 37.
  12. a b Saison 1986/87. Abgerufen am 12. Oktober 2012.
  13. Stimberg-Echo Nr.14/2008
  14. Stimberg-Echo Nr.4/2012
  15. Saison 1997/98. Abgerufen am 30. November 2012.
  16. Nah am Abgrund. In: derwesten.de. 25. April 2008, abgerufen am 25. April 2008.
  17. „Hätte mir bei einem Treffer einen schönen Abend gemacht“. In: RevierSport. 11. April 2008, abgerufen am 26. Februar 2013.
  18. Erkenschwick ohne Lizenz, Hüls hofft. In: derwesten.de. 4. Juni 2010, abgerufen am 5. Juni 2010.
  19. Oberliga Westfalen Saison 2012/13. In: fussball.de. Abgerufen am 7. Februar 2013.
  20. Elmar Redemann: Kein Antrag auf Regionalliga-Lizenz. In: RevierSport. 13. Januar 2013, abgerufen am 7. Februar 2013..
  21. „Ö“ mit dem 100. Meisterschaftstor. 8. September 2013, abgerufen am 9. September 2013.
  22. Regionalligaabsage. 17. März 2014, abgerufen am 19. März 2014.
  23. 5:5 – Svgg. Erkenschwick und Eintracht Rheine liefern Tor-Spektakel. 7. April 2014, abgerufen am 7. April 2014.
  24. Olaf Nehls: Erst VfL Wolfsburg, dann Bayern München? In: Stimberg-Zeitung. 21. Mai 2012, abgerufen am 21. Mai 2012.
  25. Spvgg. Erkenschwick: Kollektiv mit Qualität und Kontinuität. 1. Juli 2014, abgerufen am 1. Juli 2014.