SpVgg Unterhaching

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SpVgg Unterhaching
Vereinswappen der SpVgg Unterhaching
Voller Name Spielvereinigung Unterhaching e. V.
Ort Unterhaching, Bayern
Gegründet 1. Januar 1925
Vereinsfarben rot-blau
Stadion Alpenbauer Sportpark
Plätze 15.053
Präsident Manfred Schwabl
Trainer Christian Ziege
Homepage www.spvggunterhaching.de
Liga 3. Liga
2013/14 17. Platz
Heim
Auswärts
Altes Vereinswappen

Die Spielvereinigung Unterhaching ist ein Sportverein aus der Gemeinde Unterhaching im Landkreis München. Ihre Heimspiele trägt die Spielvereinigung Unterhaching im Alpenbauer Sportpark aus.

Geschichte[Bearbeiten]

Sportpark Unterhaching, von Norden
Sportpark Unterhaching, von Süden
Sportpark Unterhaching, Nord- und Osttribüne gesehen vom Südeingang

Die ersten Jahre (1925–1944)[Bearbeiten]

Der Verein bildete zunächst die Fußballabteilung im TSV Hachinger Tal. Am 1. Januar 1925 spaltete sich diese Abteilung ab und gründete unter dem Namen SpVgg Unterhaching einen eigenständigen Verein. Im Jahr 1929 stellte die Gemeinde dem Verein den Fußballplatz an der Jahnstraße zur Nutzung bereit. Daraufhin waren erste sportliche Erfolge zu verzeichnen. Innerhalb von 13 Monaten ohne Niederlage, stieg man 1931 zunächst in die B-Klasse, dann in die A-Klasse auf. Die Euphorie innerhalb des Vereins wurde jedoch kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 jäh gebremst. Aufgrund von „politischer Unzuverlässigkeit einiger Mitglieder“ wurde die Spielvereinigung 1934 schließlich aufgelöst. Kurz darauf wurde der Verein allerdings unter Leitung des Ökonomierats Erich Weise weitergeführt. Bis zu Kriegsbeginn folgten ihm als Vorstände die Herren U. Klinger (1935–1937), Anton Fischer (1937–1939) und Josef Haberl (1939).

Turbulente Jahre (1945–1975)[Bearbeiten]

Wenige Monate nach Kriegsende, im Oktober 1945, wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Neuer Vorstandsvorsitzender war Anton Huber. Die ersten beiden Spiele endeten 4:1 und 1:5, Gegner war jeweils der FC Perlach. In der ersten regulären Spielsaison startete die SpVgg Unterhaching in der B-Klasse. Geld war in den Nachkriegsjahren knapp bemessen und so erfolgte die Anreise zu Auswärtsspielen häufig mit dem Fahrrad, als Entlohnung gab es zumeist Nahrungsmittel.

In den darauffolgenden 20 Jahren entwickelte sich die SpVgg zu einem wahren „Fahrstuhlclub“ zwischen A- und B-Klasse. In der Saison 1959/60 wurde erstmals der Aufstieg in die heutige Kreisliga perfekt gemacht, mit 12 Punkten Vorsprung setzte man sich deutlich von den anderen Mannschaften ab. Vier Jahre später erfolgte dann der Abstieg in die B-Klasse, da sich die Konkurrenten gegen den Abstieg aus Dorfen und Grünwald am letzten Spieltag der Saison auf ein Unentschieden einigten. Bereits 1966 konnte dann der Wiederaufstieg gefeiert werden, ehe zwei Jahre später der erneute Abstieg, nach einer 0:2-Niederlage gegen den TSV Ottobrunn aus der Nachbargemeinde Ottobrunn, folgte. Das Saisonfinale der B-Klasse 1968/69 war von besonderer Brisanz geprägt, glaubten sich die Hachinger nach einem gewonnenen Heimspiel bereits sicher in der A-Klasse, wurde die Freudenstimmung jäh gestört. Das Sportgericht entschied, dass das zunächst 7:0 gewertete Spiel der Spielvereinigung gegen den TSV Ost aus München-Haidhausen nachgeholt werden müsse. Da die Hachinger das Spiel nach 0:1-Pausenrückstand doch noch 3:1 gewannen, konnte letztlich doch der Aufstieg gefeiert werden. Der nächste Abstieg ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Am 27. Juni 1973 wurde der Unterhachinger Bürgermeister Engelbert Kupka neuer Präsident der Spielvereinigung. Der Wiederaufstieg wurde daraufhin für die Jubiläumssaison (50 Jahre SpVgg Unterhaching) im Jahre 1975 angepeilt. Nachdem man den Kontakt zur Spitze allerdings rasch verlor, blieben die einzigen Höhepunkte die Besuche der Profivereine des TSV 1860 München und des FC Bayern München in der Jubiläumswoche.

Von der Bezirksliga in die Bundesliga (1976–2001)[Bearbeiten]

1981 stiegen die Hachinger erstmals in die Amateur-Oberliga auf, bereits 1983 nahmen sie erstmals an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga teil. 1989 gelang im dritten Anlauf der Aufstieg, allerdings war die 2. Liga für die Hachinger zu stark: Sie stiegen als Tabellenletzter direkt ab, ebenso wie nach dem zweiten Aufstieg im Sommer 1992. Erfolgreicher waren die Hachinger auch diesmal erst im dritten Versuch: 1995 stiegen sie erneut auf, im ersten Jahr wurden sie Vierter, 1999 stieg der Verein in die Bundesliga auf, wo er sich zwei Jahre halten konnte.

Für die erste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte verstärkte sich die SpVgg u. a. mit dem erfahrenen ehemaligen deutschen Nationalspieler Ludwig Kögl sowie mit Oliver Straube (Hamburger SV) und Danny Schwarz (Karlsruher SC). Zudem kehrte Dennis Grassow, der bereits in der 2. Bundesliga für die Hachinger aufgelaufen war, zurück. Später stieß noch André Breitenreiter vom VfL Wolfsburg hinzu, der mit 15 Toren bis heute Bundesliga-Rekordtorschütze des Vereins ist. Nach dem ersten Spieltag lag die von den meisten Experten als Abstiegskandidat eingestufte SpVgg nach einer 0:3-Niederlage bei Eintracht Frankfurt am Tabellenende, doch schon am zweiten Spieltag konnte gegen den MSV Duisburg der erste Sieg (2:0) gefeiert werden. Im Laufe der Saison besiegten die Münchner Vorstädter etablierte Bundesligamannschaften wie Borussia Dortmund und den VfB Stuttgart (jeweils zweimal) und den FC Schalke 04 und konnte bereits am 32. Spieltag den Klassenerhalt feiern.

Für bundesweites Aufsehen sorgte der Verein vor allem am letzten Spieltag der Saison 1999/2000, als er Bayer 04 Leverkusen mit 2:0 schlug und damit dem FC Bayern München zur Meisterschaft verhalf. Die Tore im ausverkauften Stadion am Sportpark erzielten Leverkusens Michael Ballack per Eigentor und Markus Oberleitner. Die DFB-Vertreter waren mit der Meisterschale in den Sportpark gereist, um diese nach dem Spiel an die Mannschaft des Bayer 04 Leverkusen zu übergeben. Der - von nur wenigen als möglich angesehene - Sieg des Aufsteigers verhinderte dieses, und so wurde im nur wenige Kilometer entfernten Münchner Olympiastadion nur eine Kopie der Meisterschale an den neuen Deutschen Meister übergeben. Haching beendete seine erste Spielzeit in der höchsten deutschen Fußballliga schließlich auf dem 10. Tabellenplatz vor Dortmund und Schalke.

Vor der zweiten Bundesliga-Spielzeit der SpVgg verließ aus der Stammelf der Vorsaison lediglich Jochen Seitz (zum VfB Stuttgart) den Verein. Als Neuzugänge wurden im Saisonverlauf u. a. die bundesliga-erfahrenen Defensivspieler Dietmar Hirsch und Hendrik Herzog, der slowenische Nationalspieler Dzoni Novak sowie der polnische Offensivspieler Miroslaw Spizak verpflichtet. Für eine vereinsinterne Rekordablösesumme von 1,5 Millionen DM kam zudem der Australier David Zdrilic (vom Absteiger SSV Ulm 1846), der jedoch enttäuschte und nur ein Tor in 16 Erstliga-Partien für die Hachinger erzielte. Die Saison 2000/01 verbrachte die SpVgg fast ausschließlich im Tabellenkeller und kassierte mit einem 1:6 beim VfL Wolfsburg die höchste Niederlage ihrer kurzen Bundesligageschichte. Nach einem 3:5 am letzten Spieltag beim FC Schalke 04 musste man schließlich mit 35 Punkten als Tabellensechzehnter in die 2. Bundesliga absteigen. Höhepunkte der zweiten und bisher letzten Erstliga-Spielzeit der Münchner Vorstädter waren die beiden Heimsiege gegen die Lokalrivalen FC Bayern München (1:0) und TSV München 1860 (3:2) sowie das 5:2 gegen Hertha BSC, das den höchsten Erstliga-Sieg der SpVgg bedeutete. Außerdem konnte Unterhaching 2001 den letztmals ausgetragenen DFB-Hallen-Pokal gewinnen.

Fall in die Regionalliga und Rückkehr in die zweite Liga (2002 bis 2007)[Bearbeiten]

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Sommer 2001 pendelte der Club zwischen der (damals) drittklassigen Regionalliga Süd und der 2. Bundesliga. Im ersten Jahr nach dem Abenteuer Bundesliga schaffte man es nicht in der zweiten Liga Fuß zu fassen und wurde direkt in die Regionalliga durchgereicht, was zuvor u. a. Fortuna Düsseldorf und dem Vorjahres-Absteiger SSV Ulm 1846 widerfahren war. Obwohl die Stammelf aus der Bundesliga weitgehend zusammenblieb, verbrachte die SpVgg fast die gesamte Saison in der unteren Tabellenhälfte. Nach dem 5. Spieltag, als der Verein auf dem 13. Platz lag, wurde der langjährige Trainer Lorenz-Günther Köstner entlassen und durch Rainer Adrion ersetzt, der Haching bereits in den 1990er Jahren trainiert hatte. Unter Adrion gelang zunächst ein kurzzeitiger Aufschwung, jedoch rutschten die Vorstädter immer mehr in Richtung der Abstiegsplätze ab. Für die letzten fünf Saisonspiele übernahm Schatzmeister Anton Schrobenhauser die Aufgaben des Trainers, konnte aber den Abstieg als 15. nicht mehr verhindern. In der Spielzeit 2001/02 gelang Haching mit einem 8:0 gegen den späteren Mit-Absteiger 1. FC Saarbrücken der höchste Sieg des Vereins im Profifußball.

In der drittklassigen Regionalliga Süd konnte man sich allerdings schnell an der Tabellenspitze festsetzen und stieg letztlich souverän als Tabellenerster gemeinsam mit dem bayerischen Rivalen SSV Jahn Regensburg wieder in die 2. Bundesliga auf. Zu den Leistungsträgern der Saison 2002/03 gehörten Torhüter Philipp Heerwagen, der aus der eigenen Jugend kam und den Sprung in die Stammelf schaffte, Kapitän Matthias Zimmermann, der mit 12 Treffern seine nach Toren beste Saison für die SpVgg spielte, sowie der Spanier Francisco Copado, der mit 24 Toren Torschützenkönig der Regionalliga Süd wurde. Neben dem Aufstieg feierten die Hachinger auch im DFB-Pokal Erfolge und erreichte zum bisher einzigen Mal das Viertelfinale. Nach Siegen gegen die Zweitligisten 1. FSV Mainz 05 (5:3 n. E.) und 1. FC Union Berlin (1:0) wurde auch Bundesligist Hansa Rostock (3:2) bezwungen, bevor man gegen Bayer 04 Leverkusen im Elfmeterschießen ausschied. Trainer in dieser Spielzeit war der ehemalige Bundesliga-Profi Wolfgang Frank.

Die Neuzugänge für die Zweitliga-Spielzeit 2003/04 kamen größtenteils aus der Regionalliga, wie Norman Loose (Rot-Weiß Erfurt), Mark Römer (SC Pfullendorf), Elton da Costa (SV Darmstadt 98) oder Bruno Custos (Sportfreunde Siegen). Als Aufsteiger startete Haching hervorragend in die Saison, gewann seine ersten vier Spiele allesamt und stand bis einschließlich des 7. Spieltags auf einem Aufstiegsplatz zur 1. Bundesliga. Danach rutschte man allerdings immer weiter in der Tabelle nach unten und geriet in der Rückrunde in Abstiegsgefahr. Nach dem 26. Spieltag wurde Trainer Frank entlassen und durch Vereins-Urgestein Heribert Deutinger ersetzt. Unter Deutinger konnte schließlich der Klassenerhalt am letzten Spieltag durch 3:3 beim FC Erzgebirge Aue gesichert und die Saison auf dem 13. Platz beendet werden. Großen Anteil daran hatte Stürmer Francisco Copado, der mit 18 Toren - wie schon im Vorjahr - Torschützenkönig der Liga wurde (gemeinsam mit Marek Mintal vom 1. FC Nürnberg). Im DFB-Pokal erreichten die Hachinger durch einen 6:2-Kantersieg gegen den Ligarivalen Rot-Weiß Oberhausen souverän die 2. Runde, wo man schließlich gegen den Hamburger SV mit 2:4 ausschied.

Für die folgende Saison übernahm Weltmeister Andreas Brehme das Traineramt der SpVgg. Als neue Spieler kamen u. a. Carsten Sträßer (SSV Jahn Regensburg), Silvio Adzic (VfB Lübeck), Thomas Sobotzik (Union Berlin) und Marcel Schied (VfL Osnabrück) - kurioserweise allesamt von in der Vorsaison abgestiegenen Vereinen - während aus der Stammelf lediglich Jan Seifert den Verein verließ. Am ersten Spieltag der Saison 2004/05 war Haching zu Gast beim gerade aus der 1. Bundesliga abgestiegenen Lokalrivalen TSV 1860 und holte im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße ein 2:2. Nachdem man u. a. mit einigen überzeugenden Heimerfolgen (4:1 gegen Aue, 4:0 gegen Erfurt sowie 2:0 gegen den späteren Aufsteiger aus Frankfurt) recht gut in die Saison gestartet war, rutschten die Vorstädter wiederum ab und belegten nach dem 16. Spieltag den vorletzten Tabellenplatz. Nach einem kurzen Aufschwung wurde Trainer Brehme im April entlassen und abermals durch Heribert Deutinger ersetzt, der die Mannschaft mit vier Siegen aus sechs Spielen letztlich souverän zum Klassenerhalt führte. Allerdings profierte der Verein auch davon, dass eine 0:2-Niederlage bei Rot-Weiß Erfurt in einen 2:0-Sieg umgewandelt wurde, da der Erfurter Spieler Senad Tiganj des Dopings überführt wurde. Zu den Highlights der Saison zählte neben den beiden Derbies gegen die Löwen auch das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal, das Haching im Dortmunder Westfalenstadion gegen den BVB mit 1:3 verlor.

Vor der nächsten Zweitliga-Saison stand der SpVgg ein relativ großer Umbruch bevor. Neben Francisco Copado, der in den drei vergangenen Spielzeiten jeweils der mit Abstand beste Torschütze der Mannschaft gewesen war, und nun zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt wechselte, verließen u.a. auch Stammspieler wie Barbaros Barut, Marcel Schied, Goran Sukalo und Charles Akonnor sowie langjährige Hachinger wie Matthias Zimmermann und Matthias Lust den Verein. Als neue Spieler kamen u.a. die erfahrenen Stürmer Babacar N'Diaye (LR Ahlen) und Marijo Maric (Eintracht Trier), Verteidiger Stefan Frühbeis vom TSV 1860 sowie jüngere Spieler wie Stefan Buck, Paul Thomik (beide FC Bayern II) und Christoph Teinert (Leihe vom 1. FSV Mainz 05) hinzu. Trainer der ersten Mannschaft blieb weiterhin Heribert Deutinger. Nach einem 3:0-Erfolg gegen den Aufsteiger SC Paderborn 07 zu Saisonbeginn blieb die neuformierte SpVgg bis einschließlich des 9. Spieltags sieglos und rutschte auf einen Abstiegsplatz ab. Danach sorgte die Mannschaft allerdings mit fünf Siegen in Serie - darunter ein 4:1 im heimischen Sportpark gegen die SpVgg Greuther Fürth sowie ein 4:1-Auswärtssieg in der Allianz Arena bei den Münchner Löwen - für Aufsehen und fand sich schließlich nach 24 Spielen mit 37 Punkten im gesicherten Tabellenmittelfeld wieder. Eine längere Serie von sieglosen Spielen sorgte jedoch dafür, dass die Mannschaft bis Saisonende abermals in akute Abstiegsgefahr geriet und der Klassenverbleib schließlich erst am letzten Spieltag durch ein torloses Remis gegen den bereits als Aufsteiger feststehenden VfL Bochum gesichert werden konnte. Zu den Leistungsträgern in der umgebauten Hachinger Elf der Spielzeit 2005/06 zählten Stürmer Robert Lechleiter, der im Saisonverlauf sieben Tore vorbereitete, Innenverteidiger Stefan Buck, der sechs Tore erzielte, Christoph Teinert (mit acht Toren bester Torjäger der Hachinger) sowie Necat Aygün, der als Abwehrspieler in der Hinrunde fünfmal traf (u. a. doppelt beim 4:1-Erfolg gegen den Lokalrivalen 1860) und in der Winterpause vom Bundesligisten MSV Duisburg verpflichtet wurde.

In die folgende Spielzeit 2006/07 startete die Mannschaft von Heribert Deutinger ohne gravierende Abgänge, dazu konnten mit dem ehemaligen tschechischen Nationalspieler Michael Kolomaznik vom TSV 1860, dem Schweizer Frédéric Page SpVgg Greuther Fürth sowie Rückkehrer Miroslaw Spizak drei erfahrene Neuzugänge verpflichtet werden. Dennoch missriet der Start in die vierte Zweitliga-Saison in Folge und das einst heimstarke Haching konnte erst am 7. Spieltag (2:0 bei Carl Zeiss Jena) den ersten Saisonsieg und erst am 12. Spieltag (2:1 gegen Rot-Weiss Essen) den ersten Erfolg im Sportpark feiern. Die Mannschaft stand praktisch die gesamte Spielzeit über in der Abstiegszone; einer der wenigen Ausreißer nach oben bedeutete der elfte Tabellenplatz am 15. Spieltag infolge eines 5:1-Heimsieges gegen die Münchner Löwen. In der Rückrunde wurde Trainer Deutinger nach einer 0:3-Heimniederlage gegen den SC Paderborn 07 entlassen und durch den ehemaligen 1860-Erfolgstrainer Werner Lorant ersetzt. Unter Lorant bestand bis zuletzt die Hoffnung auf den erneuten Klassenerhalt - so ging die SpVgg nach einem 2:1-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth als 14. in den letzten Spieltag, musste jedoch nach einer 1:3-Niederlage bei Hansa Rostock als Drittletzter aus der 2. Bundesliga, in die man bis heute nicht zurückgekehrt ist, absteigen. In der Abstiegssaison erreichte die SpVgg durch Siege gegen die Amateurvereine SSVg Velbert und FK Pirmasens zum bisher letzten Mal das Achtelfinale des DFB-Pokals, in dem man beim späteren Titelträger 1. FC Nürnberg nach Elfmeterschießen ausschied.

Etablierung in der Drittklassigkeit und finanzielle Turbulenzen (2007 bis 2011)[Bearbeiten]

Die Saison 2007/08 beendete man als Tabellensechster der Regionalliga Süd und qualifizierte sich somit für die neu geschaffene 3. Liga. Dort verpasste man in der Premierensaison 2008/09 unter Trainer [[Ralph Hasenhüttl|Ralph Hasenhüttl] den Aufstieg wegen eines unglücklichen 3:4 am vorletzten Spieltag bei Carl Zeiß Jena nur knapp als Tabellenvierter; in der Spielzeit 2009/10 wurde man nach guter Hinrunde und unerwartetem Abstiegskampf in der Rückrunde am Ende Elfter.

Am 20. Oktober 2010 wurde bekannt, dass der Verein kurz vor der Insolvenz steht. Um diese abzuwenden, musste der Club bis zum 31. Oktober 2010 rund zwei Millionen Euro auftreiben. Der ohnehin finanziell angeschlagene Verein geriet in diese Notlage durch das Ausbleiben vertraglich zugesicherter Spenden in Höhe von fünf Millionen Euro durch den dubiosen Sponsor Franco Levis.[1][2] Zwei Tage vor Fristende ließ Präsident Engelbert Kupka in einer Pressemitteilung bekanntgeben, dass die Lücke im Etat geschlossen werden konnte und die Insolvenz damit vorerst abgewendet sei.[3]

Auf der Jahreshauptversammlung am 17. Dezember 2010 kündigte Kupka an, zum Saisonende das Präsidentenamt niederlegen zu wollen. Kupka sagte in seiner Rede, die laufende Saison zähle zu den turbulentesten, schwierigsten und negativsten, seitdem er im Verein sei. Bis zum Saisonende sei er noch bereit sein Amt fortzuführen, dann müsse eine neue Führungsmannschaft gefunden werden. Er sei ausschließlich deshalb noch nicht zurückgetreten, um den Verein zu sichern und in den nächsten Wochen die Grundlage für die Lizenzierung zu schaffen.[4]

Die Saison 2010/11 beendete die SpVgg, nachdem der Klassenerhalt relativ früh gesichert war, auf einem enttäuschenden 14. Platz. Zum Ende der Spielzeit lief auch der Vertrag mit Hauptsponsor Generali Versicherungen aus, der jährlich ca. eine Mio. Euro zur Verfügung stellte. Am 1. Juni 2011 konnte der Verein trotzdem bekannt geben, dass die Lizenz für die 3. Liga vom DFB erteilt wurde.[5] Ein neuer Hauptsponsor konnte bis dato allerdings nicht gefunden werden. Als erste Konsequenz daraus musste Trainer Klaus Augenthaler den Verein verlassen, obwohl er am 30. Mai noch seine Bereitschaft zur Weiterführung des Amtes signalisiert hatte. Auch die Verträge von Assistenztrainer Matthias Lust sowie von Torwarttrainer Rainer Berg wurden nicht verlängert. Am 3. Juni erklärte auch Vize-Präsident Peter Grosser seinen Rücktritt. Des Weiteren wurde bekannt, dass der Verein aufgrund der finanziell angespannten Lage mit einem um die Hälfte reduzierten Etat von 1,3 Millionen Euro in die neue Saison starten werde.[6][7][8]

Neupositionierung als "Ausbildungsverein" in der 3. Liga (2011 bis heute)[Bearbeiten]

Am 16. Juni 2011 teilte der Verein mit, dass Heiko Herrlich als Cheftrainer der SpVgg verpflichtet wurde.[9] Herrlich übernahm ein stark verjüngtes Team, in dem sich vor allem unbekannte Spieler fanden. Leistungsträger wie Ex-Bundesligatorhüter Darius Kampa verließen Unterhaching. Zu Stützen entwickelten sich beispielsweise der von einem US-College nach Deutschland zurückgekehrte Yannic Thiel, der vom FC Ismaning gewechselte Nachwuchsstürmer Florian Niederlechner oder Mittelfeldspieler Roland Sternisko von der zweiten Mannschaften der Münchner Löwen.

Am 19. Juli 2011 gab der Verein die Trennung von Manager Markus Grünberger bekannt, der erst am 5. April 2011 vorgestellt worden war.[10] Am 25. Juli 2011 wurde Florian Rensch als Teammanager des Vereins eingestellt.[11] Nur wenige Tage später schaffte die Mannschaft eine kleine Überraschung, als sie den Erstligisten SC Freiburg am 31. Juli mit 3:2 in der ersten Runde des DFB-Pokals bezwang.[12] Haching schied in der 2. Runde gegen den VfL Bochum aus. Zum Ende der Saison erreichte das Team - eher überraschend - einen Platz im unteren Tabellenmittelfeld.

Am 28. Juni 2012 stellte Engelbert Kupka nach 39 Jahren Amtszeit und damit der längsten eines Präsidenten im deutschen Profifußball sein Amt im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde der Ex-Bundesligaprofi Manfred Schwabl [13].

Unter Schwabl wurde der aus der Not geborene Stil mit jungen Spielern zur offiziellen Marschroute erhoben. Zur Saison 2012/13 übernahmen Co-Trainer Manuel Baum (als Teamchef) sowie Claus Schromm das Traineramt[14]. Erneut landete die SpVgg Unterhaching nach unerwartet starkem Saisonbeginn schließlich auf einem respektablen Platz im unteren Mittelfeld der 3. Liga. Erst im Sommer 2013 konnte nach zwei Jahren ohne Trikotwerbung im Bonbon-Fabrikanten Alpenbauer auch ein neuer Hauptsponsor präsentiert werden[15].

Zur Winterpause 2013/14 verließ Schromm das Trainergespann, um zunächst als Sportdirektor zu fungieren[16] und später das neue Nachwuchsleistungszentrum des Vereins zu leiten. Daraufhin geriet die Mannschaft in eine Niederlagenserie, die im März 2014 in der Entlassung Baums kulminierte. Sein Nachfolger wurde Ex-Nationalspieler Christian Ziege[17]. Erst durch einige überraschende Siege in den letzten Spieltagen (unter anderem gegen etablierte Teams wie den MSV Duisburg und den VfL Osnabrück) konnte der Klassenerhalt als 17. gesichert werden. Der finanzielle Druck blieb dem Club aber erhalten: So mussten einige verdiente Mitarbeiter im Hintergrund den Verein verlassen[18].

Zur Saison 2014/15 verließen erneut einige Leistungsträger wie Mittelfeldtalent Janik Haberer (zum Bundesligisten TSG Hoffenheim) und Kapitän Maximilian Welzmüller (zum Zweitligisten VfR Aalen) den Verein. In Stürmer Pascal Köpke, Verteidiger Thomas Hagn und Torwart Michael Zetterer stiegen aber auch drei junge Spieler zu U20-Nationalspielern auf und festigten den Ruf des Vereins als Talentschmiede[19]. Zum Ende der Hinrunde fand sich Haching erneut im unteren Tabellendrittel - aber oberhalb der Abstiegsränge - wieder.

Trainer[Bearbeiten]

Vom 1. Juli 2004 bis 11. April 2005 war Weltmeister Andreas Brehme Teamchef der SpVgg Unterhaching, nach seinem Rücktritt leitete der ehemalige Co-Trainer Heribert „Harry“ Deutinger zusammen mit Torwarttrainer Rainer Berg das Training. Da er aber keine Trainerlizenz besaß, wurde der Österreicher Ralph Hasenhüttl als neuer Co-Trainer verpflichtet. Im Sommer 2006 bestand Deutinger in Hennef schließlich die notwendigen Prüfungen für die Trainerlizenz. Im März 2007 trennte sich der Verein nach einer 0:3-Niederlage von Deutinger, der über 20 Jahre im Verein tätig war. Als Nachfolger wurde wenige Tage später Werner Lorant vorgestellt. Nach Lorants Rücktritt wurde am 15. Oktober 2007 Ralph Hasenhüttl zum Cheftrainer ernannt. Im Februar 2010 wurde dieser allerdings auf Grund des mangelnden sportlichen Erfolgs in der laufenden Saison beurlaubt. Seine Nachfolge trat vorübergehend der ehemalige Co-Trainer Matthias Lust an, ehe Klaus Augenthaler als neuer Trainer verpflichtet wurde.

Der erfolgreichste Trainer in der Hachinger Vereinsgeschichte ist Lorenz-Günther Köstner, der den Verein 1999 in die Bundesliga und dort in der ersten Saison auf den zehnten Platz führte.

Übersicht der Trainer seit 1977:

Wichtige ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Manfred Bender DeutschlandDeutschland
Bender spielte zu Beginn seiner Karriere von 1985 bis 1989 in Unterhaching. Er war Mitglied des Haching-Teams, das 1989 erstmals in die 2. Bundesliga aufstieg.
André Breitenreiter DeutschlandDeutschland

Breitenreiter kam während der Saison 1999/2000 vom VfL Wolfsburg nach Unterhaching und wurde am 13. Spieltag das erste Mal eingewechselt. Am 14. Spieltag erzielte er seinen ersten Treffer (2:0, Foulelfmeter gegen Bielefeld). Breitenreiter spielte sich in die Herzen der Fans. Er ist bis heute der einzige Spieler der den Beinamen "Fussballgott" in Unterhaching trug. Breitenreiter ist mit 15 Toren Rekordtorschütze der Spielvereinigung in der Bundesliga. Nach dem Abstieg in die Regionalliga 2002 verließ er den Verein.

Ralf Bucher DeutschlandDeutschland
Bucher war das Hachinger „Urgestein“; die SpVgg war von 1989 bis 2009 seine einzige Station als Profi-Fußballer. Die Hachinger Fans nannten ihn liebevoll „Bucherinho“. Ralf Bucher beendete nach der Saison 2008/09 als letzter Spieler aus der Bundesliga-Mannschaft der SpVgg seine aktive Spielerkarriere. Nach dem Ende seiner Laufbahn war er Marketingleiter, Manager und Co-Trainer in Unterhaching.
Stefan Buck DeutschlandDeutschland
Buck kam von den Amateuren des FC Bayern München und spielte von 2005 bis 2007 für Haching. Dabei erzielte er, obwohl meist als Abwehrspieler eingesetzt, in 54 Spielen 11 Tore. In seiner zweiten Saison fungierte Buck als Kapitän der Mannschaft. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga wechselte er zum damaligen Erstligisten Karlsruher SC.
Francisco Copado SpanienSpanien
Copado spielte von 2000 bis 2005 sowie 2009 für Haching. Dabei kam er 123 Mal zum Einsatz und erzielte 61 Tore. Er war mit seinen Toren maßgeblich daran beteiligt, dass Haching wieder in die 2. Bundesliga aufstieg und dort auch den Klassenerhalt schaffte. Im Dress der SpVgg wurde er in der Saison 2003/04 Torschützenkönig der 2. Bundesliga. Von März 2010 bis zum Frühjahr 2011 war er sportlicher Leiter in Unterhaching.
Alfonso Garcia SpanienSpanien
„Fonsi“ Garcia war von 1992 bis 2001 bei Unterhaching unter Vertrag. In den 90er Jahren war er in der 2. Bundesliga ein Schlüsselspieler im Hachinger Team. In der Bundesliga konnte er seinen Stammplatz nicht behaupten und kam nur noch sporadisch zum Einsatz. Insgesamt machte er 157 Spiele mit 22 Treffern für Unterhaching.
Dennis Grassow DeutschlandDeutschland
Grassow kam 1999 erneut zur SpVgg, um in der Bundesliga die Abwehr zu verstärken. Bereits von 1993 bis 1997 hatte er für Unterhaching gespielt. Nach dem Bundesliga-Abstieg blieb er der SpVgg bis 2004 treu. In 160 Pflichtspielen traf er achtmal.
Marco Haber DeutschlandDeutschland
Haber, der 1995 zwei A-Länderspiele für Deutschland bestritt, hatte im rechten Mittelfeld einen Stammplatz in der Hachinger Bundesligamannschaft inne. Von 1999 bis 2001 erzielte er zwei Tore in 69 Begegnungen.
Philipp Heerwagen DeutschlandDeutschland
Heerwagen kam 2001 zu Unterhaching und wurde in der Regionalliga-Saison 2002/03 Stammtorhüter. In 151 Spielen stand er für Haching im Tor. In der Winterpause 2006/07 verlieh ihm der kicker das Prädikat „Herausragend“ für seine Leistungen im Abstiegskampf der 2. Bundesliga.
Darius Kampa DeutschlandDeutschland
Kampa machte für Haching 143 Ligaspiele in der 3. Liga und Regionalliga Süd und wurde durch seine Zuverlässigkeit im Tor zum Publikumsliebling der Fans. Im Rahmen der Umstrukturierung 2011 wurde sein Vertrag nicht verlängert.
Robert Lechleiter DeutschlandDeutschland
Lechleiter spielte von 2003 bis 2008 bei Haching. Seine Tore waren wichtig im Abstiegskampf in der 2. Bundesliga. In 107 Ligaspielen erzielte er 21 Tore.
Matthias Lust DeutschlandDeutschland
Lust verbrachte den Großteil seiner Karriere bei Haching – von 1995 bis 1999 und von 2001 bis 2005. In mehr als 200 Pflichtspielen erzielte er 14 Treffer. Nach seiner aktiven Zeit war Lust zunächst Jugendtrainer in Unterhaching; unter Trainer Ralph Hasenhüttl stieg er zum Co-Trainer der Profimannschaft auf. Im März 2010 übernahm er für einige Spiele kommissarisch die Rolle des Cheftrainers.
Markus Oberleitner DeutschlandDeutschland
Oberleitner spielte in der Saison 1995/96 und von 1997 bis 2001 in Unterhaching. In 145 Spielen traf er 20-mal. Sein wohl berühmtestes Tor erzielte er am 34. Spieltag der Saison 1999/00: der Treffer zum 2:0 gegen Bayer 04 Leverkusen machte den FC Bayern München zum Deutschen Meister.
Darlington Omodiagbe NigeriaNigeria
Omodiagbe wechselte 2002 zusammen mit Trainer Frank vom MSV Duisburg nach Unterhaching. In seinen 148 Spielen (neun Treffer) für die SpVgg spielte er in der ersten Saison im defensiven Mittelfeld und später in der Innenverteidigung. Im Februar 2007 war er erstmals Kapitän der SpVgg.
Altin Rraklli AlbanienAlbanien
Der albanische Nationalspieler Rraklli wechselte 1997 von Hertha BSC nach Unterhaching. Besonders in den Bundesliga-Jahren war er einer der wichtigsten Torschützen der Hachinger. In 147 Spielen schoss er 29 Tore.
Danny Schwarz DeutschlandDeutschland
Schwarz spielte von 1999 bis 2002 für Haching. Er absolvierte dabei sämtliche 68 Bundesligaspiele sowie 30 Partien in der 2. Bundesliga. Neun Mal konnte er sich dabei in die Torschützenliste eintragen.
Tobias Schweinsteiger DeutschlandDeutschland
Der ältere Bruder von Bastian Schweinsteiger spielte von Januar 2008 bis Mai 2010 in Unterhaching. Mit seinen 22 Toren in 82 Spielen sicherte er den Hachingern sowohl 2008 die Qualifikation für die neue 3. Liga als auch 2010 den Klassenerhalt.
Jan Seifert DeutschlandDeutschland
Seifert war von 1998 bis 2004 Spieler bei der SpVgg. Nach den zwei Bundesliga-Jahren, welche den Höhepunkt seiner Karriere markierten, begleitete er die Hachinger noch bis in die Regionalliga Süd, ehe er wieder in die Heimat Richtung Dynamo Dresden wechselte. Insgesamt absolvierte er 172 Spiele für Unterhaching und erzielte 23 Tore.
Jochen Seitz DeutschlandDeutschland
Seitz ist ein weiterer Spieler der Bundesliga-Mannschaft der Hachinger. Nach dem 10. Platz in der Saison 1999/00 verließ er die SpVgg nach drei Jahren und wechselte zum VfB Stuttgart. Für Unterhaching schoss er 12 Tore in 87 Partien.
Alexander Strehmel DeutschlandDeutschland
Alexander Strehmel wechselte 1996 aus Wattenscheid zu Unterhaching. In den folgenden acht Jahren absolvierte er 208 Spiele und traf dabei zehnmal.
Goran Šukalo SlowenienSlowenien
Der slowenische Nationalspieler absolvierte von 2002 bis 2005 91 Pflichtspiele für die SpVgg und erzielte zehn Tore. Er war in den Jahren nach dem Bundesliga-Abstieg ein wichtiger Spieler in der umgebildeten Hachinger Mannschaft.
Gerhard Tremmel DeutschlandDeutschland
Tremmel, der bereits in seiner Jugend in Unterhaching spielte, wurde während der ersten Bundesliga-Saison von Trainer Lorenz-Günther Köstner in die erste Mannschaft geholt. Dort avancierte er schnell zum Publikumsliebling. Er verließ die Hachinger 2002 in Richtung Hannover 96.
Roman Tyce TschechienTschechien
Der frühere tschechische Nationalspieler spielte von 2007 bis 2011 bei der SpVgg und kam auf 82 Liga-Spiele (sechs Tore). Nach dem Ende seiner Karriere wurde er Jugendtrainer in Unterhaching.
Peter Zeiler DeutschlandDeutschland
Zeilers Engagement bei der Spielvereinigung begann 1994 in der Bayernliga. In den darauffolgenden Jahren begleitete er das Team bis in die Bundesliga, wo er jedoch nur noch fünf Spiele bestreiten konnte. Knieprobleme beendeten seine Karriere. In insgesamt 142 Spielen schoss er 14 Tore für Haching.
Robert Zillner DeutschlandDeutschland
Zillner, der aus der eigenen zweiten Mannschaft zu den Profis der SpVgg kam, war von 2008 bis 2011 ein herausragender Mittelfeldspieler. Nach 102 Liga-Spielen (15 Tore) wechselte er zum Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth.
Matthias Zimmermann DeutschlandDeutschland
„Zimbo“ spielte von 1996 bis 2005 für Haching. 1999 führte er das Team als Kapitän in die Bundesliga. In 240 Spielen für Unterhaching erzielte er 25 Tore.

Saisonplatzierungen[Bearbeiten]

Saison Liga Liganame Platz Spiele Tore Punkte
1980/81 4. Landesliga Süd 1. 34 81:22 55
1981/82 3. Bayernliga 5. 38 68:44 45
1982/83 3. Bayernliga 1. 36 91:36 65
1983/84 3. Bayernliga 1. 38 86:41 49
1984/85 3. Bayernliga 5. 34 59:48 42
1985/86 3. Bayernliga 8. 34 69:46 38
1986/87 3. Bayernliga 4. 36 74:45 45
1987/88 3. Bayernliga 1. 32 75:32 48
1988/89 3. Bayernliga 1. 32 85:32 51
1989/90 2. 2. Bundesliga 20. 38 43:61 29
1990/91 3. Bayernliga 2. 32 76:33 47
1991/92 3. Bayernliga 1. 32 71:30 50
1992/93 2. 2. Bundesliga 18. 46 58:67 42
1993/94 3. Bayernliga 3. 32 65:32 43
1994/95 3. Regionalliga 1. 34 81:32 54
1995/96 2. 2. Bundesliga 4. 34 52:38 52
1996/97 2. 2. Bundesliga 6. 34 35:29 49
1997/98 2. 2. Bundesliga 11. 34 41:35 44
1998/99 2. 2. Bundesliga 2. 34 47:30 63
1999/00 1. 1. Bundesliga 10. 34 40:42 44
2000/01 1. 1. Bundesliga 16. 34 35:59 35
2001/02 2. 2. Bundesliga 15. 34 40:49 38
2002/03 3. Regionalliga 1. 36 75:34 73
2003/04 2. 2. Bundesliga 13. 34 41:46 43
2004/05 2. 2. Bundesliga 10. 34 40:43 45
2005/06 2. 2. Bundesliga 14. 34 42:48 42
2006/07 2. 2. Bundesliga 16. 34 33:49 35
2007/08 3. Regionalliga Süd 6. 34 55:44 54
2008/09 3. 3. Liga 4. 38 57:46 67
2009/10 3. 3. Liga 11. 38 52:52 50
2010/11 3. 3. Liga 14. 38 39:55 45
2011/12 3. 3. Liga 15. 38 63:59 44
2012/13 3. 3. Liga 9. 38 48:55 51
2013/14 3. 3. Liga 17. 38 50:65 43
2014/15 3. 3. Liga --. 38 --:-- --

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

  • 1976: Aufstieg in die A-Klasse
  • 1977: Aufstieg in die Bezirksliga
  • 1979: Aufstieg in die Landesliga
  • 1981: Aufstieg in die Bayernliga, damals dritthöchste Spielklasse
  • 1983: Meister der Bayernliga
  • 1988: Meister der Bayernliga
  • 1989: Meister der Bayernliga und Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 1992: Meister der Bayernliga und erneuter Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 1995: Meister der neugeschaffenen Regionalliga Süd und dritter Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 1999: Aufstieg in die Bundesliga, Abstieg nach zwei Spielzeiten
  • 2000: Höchste Platzierung der Vereinsgeschichte (Platz 10 in der 1. Bundesliga)
  • 2001: Deutscher Hallenmeister
  • 2003: Meister der Regionalliga Süd und vierter Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 2008: Qualifikation zur neu geschaffenen Dritten Liga und Gewinn des Bayerischen Toto-Pokals
  • 2012: Gewinn des Bayerischen Toto-Pokals

Aktuelle Saison[Bearbeiten]

Kader Saison 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 28. August 2014

Nr. Spieler Nation Geboren am Im Verein seit
Tor
1 Michael Zetterer DeutschlandDeutschland 12. Juli 1995 2006
25 Stefan Marinovic AustralienAustralien 07. Okt. 1991 2014
29 Felix Ruml DeutschlandDeutschland 26. Apr. 1994 2011
Abwehr
2 Maximilian Bauer DeutschlandDeutschland 23. Feb. 1995 2013
4 Thomas Hagn DeutschlandDeutschland 28. Feb. 1995 2014
5 Josef Welzmüller DeutschlandDeutschland 10. Jan. 1990 2014
13 Benjamin Schwarz DeutschlandDeutschland 10. Juli 1986 2013
17 Jonas Hummels DeutschlandDeutschland 05. Aug. 1990 2007
20 Jan Koch DeutschlandDeutschland 04. Nov. 1995 2014
24 Mario Erb DeutschlandDeutschland 10. Juni 1990 2013
28 Sascha Herröder DeutschlandDeutschland 18. Apr. 1988 2014
34 Andreas Volk DeutschlandDeutschland 05. Aug. 1996 2013
39 Danilo Dittrich DeutschlandDeutschland 15. Mai  1995 2013
Mittelfeld
3 Fabian Götze DeutschlandDeutschland 03. Juni 1990 2013
6 Simon Kranitz DeutschlandDeutschland 05. Juni 1996 2014
7 Florian Bichler DeutschlandDeutschland 18. Juli 1991 2013
10 Alon Abelski DeutschlandDeutschland 29. Mai  1989 2014
15 Stefan Haas DeutschlandDeutschland 29. Juni 1994 2011
18 Yannic Thiel DeutschlandDeutschland 22. Okt. 1989 2014
21 Sascha Bigalke DeutschlandDeutschland 08. Jan. 1990 2014
22 Tobias Killer DeutschlandDeutschland 20. Aug. 1993 2013
23 Eric Lickert Vereinigte StaatenVereinigte Staaten DeutschlandDeutschland 04. Juli 1995 2014
27 Markus Schwabl DeutschlandDeutschland 26. Aug. 1990 2014
30 Lucas Hufnagel DeutschlandDeutschland GeorgienGeorgien 29. Jan. 1994 2011
32 Timo Wehrle DeutschlandDeutschland 25. Juni 1996 2013
33 Andreas Markmüller DeutschlandDeutschland 27. Jan. 1996 2012
37 Kenny Prince Redondo SpanienSpanien DeutschlandDeutschland 29. Aug. 1994 2008
Angriff
8 Marius Duhnke DeutschlandDeutschland 20. Juli 1993 2013
9 Andreas Voglsammer DeutschlandDeutschland 09. Jan. 1992 2012
11 Pascal Köpke DeutschlandDeutschland 03. Sep. 1995 2013
19 Jimmy Marton DeutschlandDeutschland 26. Aug. 1995 2014
35 Dominik Widemann DeutschlandDeutschland 30. Juli 1996

Trainer- und Betreuerteam Saison 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 3. August 2014

Funktion Name
Chef-Trainer Christian Ziege (seit März 2014)
Co-Trainer Francisco Copado
Co-Trainer Christian Wörns
Athletiktrainer Georg Wallner
Physiotherapeut Marvin Frehe
Zeugwart Stefan Schwabl

Zweite Mannschaft[Bearbeiten]

Die SpVgg Unterhaching II – die zweite Mannschaft des Vereins – spielte in der Saison 2008/09 in der Regionalliga Süd. Da die Sportfreunde Siegen keine Lizenz für die Fußball-Regionalliga erhalten hatten, durfte der Verband mit den meisten Herrenmannschaften ein weiteres Team stellen. Da die SpVgg Bayreuth keine Lizenz erhielt, die SpVgg Weiden die Lizenz zu spät beantragt hatte und der FC Memmingen und die TSG Thannhausen von vornherein keine Regionalligalizenz beantragten, erhielt das nächstplatzierte Team in der Tabelle, die SpVgg Unterhaching II, als Tabellenelfter den Startplatz. Allerdings konnte man sich nur eine Saison in der Regionalliga Süd halten. Seit der Saison 2009/10 geht die Mannschaft wieder in der Bayernliga an den Start.

Abteilung Bob[Bearbeiten]

Christoph Langen (2014)

Die Bobsport-Abteilung der SpVgg Unterhaching existiert seit 1969 und zählt bis heute ungefähr 50 Mitglieder. Der aktuelle Präsident heißt Georg Wörle. Gegründet wurde die Abteilung durch Anton Schrobenhauser, der bereits zuvor eng mit der SpVgg Unterhaching zusammengearbeitet hatte. Schrobenhauser wurde somit auch der erste Präsident (1969–1979).

Ab 1978 förderte Opel die Entwicklung des später legendären Opel-Bobs. Dieser wurde in Rüsselsheim hergestellt und galt als eines der besten Bobgeräte seiner Zeit. Sportlich gesehen schaffte es das Bobgespann der Hachinger, bestehend aus Anton Schrobenhauser sen. und Fritz Liebhardt jedoch nicht, die SpVgg an der Spitze zu etablieren. Liebhardts Motto zur damaligen Zeit war stets: „Nie die schnellsten, aber immer die lustigsten!“

Erst ab 1980, unter dem neuen Präsidenten Martin Schamböck (1979–1991), kam dann auch der Erfolg. Schrobenhauser selbst wurde im mehrmals süddeutscher Meister, belegte den 9. Platz bei der EM 1980 in St. Moritz und gewann den Europacup der Senioren 1982. Noch erfolgreicher waren seine Teamkollegen Klaus Kopp (Bayrischer Meister 1981 im Vierer-Bob, 2x deutscher Meister im Zweier-Bob, 4. Platz bei der WM 1983 in Lake Placid im Vierer-Bob) und Franz Lochner (dreimaliger Deutscher Meister im Vierer-Bob sowie zehnmaliger Europameister im Vierer-Bob).

Internationale Beachtung fand die Bobabteilung vor allem in den 90er Jahren durch die herausragenden Erfolge von Christoph Langen und Susi Erdmann. Erdmann war von 1993 bis 1997 für Unterhaching aktiv, ihre größten Erfolge waren der 2. Platz bei den olympischen Winterspielen 1994, die Gewinne der Mannschafts-Weltmeisterschaft 1993 und 1995 sowie der Weltmeistertitel 1997. Langens Karriere bei der SpVgg begann 1990 und endete im Oktober 2005. In dieser Zeit wurde er Olympiasieger im Zweier (2002) und im Vierer (1998), 2x Bronzemedaillengewinner im Zweier (1992 und 1998), 5x Weltmeister im Zweier (1993, 1995, 1996, 2000 und 2001), 2x Weltmeister im Vierer (1996 und 2001), 5x Europameister im Zweier (1994, 1995, 1996, 2001 und 2004), 2x Europameister im Vierer (1996 und 1999), 3x Weltcupsieger im Zweier (1996, 1999 und 2004) und 2x Weltcupsieger im Vierer (1996 und 1999).

Literatur[Bearbeiten]

  • RotBlau Werbegesellschaft (Hrsg.): Chronik 75 Jahre SpVgg Unterhaching. 2000.
  • Erich J. Lejeune: SpVgg Unterhaching – ein Traum wird wahr. MVG, 2000, ISBN 3-478-72800-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Unterhaching: Positive Entwicklung des Teams. Auch der SpVgg droht die Insolvenz; Bericht auf kicker.de vom 20. Oktober 2010
  2. Christoph Leischwitz, A. Liebmann: SpVgg Unterhaching in Not: Eine Menge offener Rechnungen; Bericht auf sueddeutsche.de vom 20. Oktober 2010.
  3. Engelbert Kupka: Pressemitteilung der SpVgg Unterhaching vom 29. Oktober 2010.
  4. Kupka kündigt Rückzug an; Meldung der SpVgg Unterhaching vom 17. Dezember 2010.
  5. Unterhaching erhält die Lizenz; Meldung auf kicker online vom 1. Juni 2011.
  6. Höchste Alarmstufe - Augenthaler und Grosser weg; Meldung auf kicker online vom 3. Juni 2011.
  7. Klaus Kirschner: Schrobenhauser kürzt drastisch; Bericht auf kicker.de vom 9. Juni 2011.
  8. Christoph Leischwitz, Johannes Schnitzler: Kleine Lösung mit großem Namen; Artikel auf süddeutsche.de vom 1. Juni 2011.
  9. Wunschkandidat Herrlich übernimmt die SpVgg; Artikel auf kicker.de vom 16. Juni 2011.
  10. SpVgg Unterhaching und Markus Grünberger trennen sich; Mitteilung der SpVgg Unterhaching vom 19. Juli 2011.
  11. Florian Rensch verstärkt die Geschäftsstelle; Mitteilung der SpVgg Unterhaching vom 25. Juli 2011.
  12. Tunjic belohnt Hachinger Kampfgeist; Spielbericht auf kicker.de vom 31. Juli 2011.
  13. Spielvereinigung Unterhaching: [1], 28. Juni 2012
  14. FuPa: [2], 25. Mai 2012
  15. m94,5: http://www.m945.de/sport/spvgg_uahaching_mit_hauptsponsor.html], 3. Juli 2013
  16. dfb.de: [3], 2. Januar 2014
  17. SpVgg Unterhaching: [4], 20. März 2014
  18. SpVgg Unterhaching: [5], 22. Mai 2014
  19. SpVgg Unterhaching: [6], 2. Oktober 2014
  20. Holstein Kiel – SpVgg Unterhaching: Vorstellung der neuen Trainer; Meldung auf liga1.tv 24. Februar 2010 (Flash)
  21. Klaus Augenthaler – Die erste Pressekonferenz; liga1.tv vom 23. März 2010 (Flash-Video)