Spanische Eishockeynationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit der spanischen Eishockeynationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Spanische Eishockeynationalmannschaft der Frauen.

SpanienSpanien Spanien

Spanische Eishockeynationalmannschaft
Verband Federación Española de Deportes de Hielo
IIHF-Mitglied seit 1923
Weltrangliste Platz 29
Trainer Luciano Basile
Co-Trainer Maurizio Mansi, Timo Tuomi
Meiste Spiele Salvador Barnola (78 Spiele)
Meiste Punkte Iñaki Salegui (72 Punkte)
Homepage fedhielo.com
Statistik
Erstes Länderspiel
Spanien 1875Spanien Spanien 6:4 Belgien BelgienBelgien
Luchon, Frankreich; 21. Dezember 1923
Höchster Sieg
SpanienSpanien Spanien 38:0 Türkei TurkeiTürkei
Johannesburg, Südafrika; 27. März 1992
Höchste Niederlage
Spanien 1977Spanien Spanien 0:19 Niederlande NiederlandeNiederlande
Las Palmas, Spanien; 13. März 1978
Weltmeisterschaft
Teilnahmen 32 (erste 1977)
Bestes Ergebnis 22. Platz 1977
(Stand: 10. April 2014)

Die Spanische Eishockeynationalmannschaft vertritt Spanien auf internationaler Ebene in der Sportart Eishockey. Derzeit liegt Spanien in der IIHF-Weltrangliste auf dem 29. Rang (15. Mai 2011) und nimmt im Jahr 2012 an Eishockey-Weltmeisterschaften in der Division IIA teil. Die Mannschaft unterliegt seit 2006 der neugegründeten Federación Española de Deportes de Hielo (dt: Spanischer Eissportverband), bis zu diesem Jahr stand man unter der Schirmherrschaft der Real Federación Española de Deportes de Invierno (dt: Königlich-spanischer Wintersportverband).

Geschichte[Bearbeiten]

Spanien ist seit dem 10. März 1923 Mitglied der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF).[1] Das erste Länderspiel fand am 21. Dezember 1923 im französischen Bagnères-de-Luchon statt, die spanische Auswahl besiegte Belgien mit 6:4.[2] An der mittlerweile eingestellten Eishockey-Europameisterschaft nahm Spanien insgesamt zwei Mal teil. 1924 in Italien verlor die Mannschaft das erste Spiel gegen die Schweiz mit 12:0 und verzichtete daraufhin auf die zweite Begegnung gegen Schweden. 1926 in der Schweiz war das Team erneut dabei, nach Vorrundenniederlagen gegen Belgien und die Tschechoslowakei wurde in den Platzierungsspielen durch ein 2:2-Unentschieden gegen Italien der erste Punktgewinn erreicht. Dennoch wurde das Turnier auf dem neunten und letzten Platz beendet.

Die erste Teilnahme an einer Eishockey-Weltmeisterschaft erfolgte 1977, bei der die Spanier den insgesamt 22. Platz belegten. Seither war die Auswahl mit Ausnahme der Jahre 1981, 1987 und 1991 stets vertreten, zumeist in der dritten Spielklasse. Den größten Erfolg feierte Spanien bei der Weltmeisterschaft 2010 in Mexiko-Stadt, als der Gruppensieg in der Division II erreicht wurde, wodurch erstmals in der Geschichte der Aufstieg in die zweite Spielklasse, der Division I, gelang.[3] In der Saison 2010/11 nahm Spanien zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft erstmals an der Euro Ice Hockey Challenge teil; vom 12. bis 14. November wurde in Brașov, nach Niederlagen gegen Rumänien und Kroatien sowie einem Sieg gegen Serbien, der dritte Platz belegt.[4] Bei ihrem Debüt in der zweiten Spielklasse belegten die Iberer nach Niederlagen gegen Italien, die Niederlande und Ungarn sowie einem Overtime-Sieg gegen Südkorea den fünften Rang, der den Wiederabstieg in die Division II bedeutete.

Spanien war im Eishockey noch nie bei Olympischen Spielen vertreten. An einem Qualifikationsturnier nahm die Nationalmannschaft erstmals 2008 teil, setzte sich in der Vor-Qualifikationsgruppe für die Olympischen Winterspiele 2010 gegen die Teams aus Bulgarien, Mexiko und dem Turniergastgeber Türkei durch und erreichte somit die erste Qualifikationsrunde, wo die Spanier jedoch ausschieden. Auch beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Winterspiele 2014 schieden die Iberer in der ersten Qualifikationsrunde aus.

Platzierungen bei Eishockey-Europameisterschaften[Bearbeiten]

Jahr Austragungsort Platzierung
1924 Mailand 5.
1926 Davos 9.

Platzierungen bei Eishockey-Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Gesamtplatzierung in Klammer

Jahr Austragungsort Division Platzierung
1977 Kopenhagen C-Weltmeisterschaft 05. (22.)
1978 Las Palmas C-Weltmeisterschaft 07. (23.)
1979 Barcelona C-Weltmeisterschaft 06. (24.)
1982 Jaca C-Weltmeisterschaft 07. (23.)
1983 Budapest C-Weltmeisterschaft 07. (23.)
1985 Megève, Chamonix, Saint Gervais C-Weltmeisterschaft 08. (24.)
1986 Puigcerdà C-Weltmeisterschaft 08. (24.)
1989 Geel, Heist D-Weltmeisterschaft 04. (28.)
1990 Cardiff D-Weltmeisterschaft 03. (28.)
1992 Johannesburg C2-Weltmeisterschaft 01. (27.)
1993 Ljubljana C-Weltmeisterschaft 10. (30.)
1994 Barcelona C2-Weltmeisterschaft 02. (30.)
1995 Johannesburg C2-Weltmeisterschaft 03. (32.)
1996 Kaunas, Elektrėnai D-Weltmeisterschaft 03. (31.)
1997 Canillo D-Weltmeisterschaft 03. (31.)
1998 Budapest, Székesfehérvár, Dunaújváros C-Weltmeisterschaft 8. (32.)
1999 Krugersdorp D-Weltmeisterschaft 1. (32.)
Jahr Austragungsort Division Platzierung
2000 Peking C-Weltmeisterschaft 7. (31.)
2001 Majadahonda Division II (Gr. A) 2. (31.)
2002 Novi Sad Division II (Gr. B) 3. (33.)
2003 Seoul Division II (Gr. A) 3. (33.)
2004 Jaca Division II (Gr. A) 4. (35.)
2005 Belgrad Division II (Gr. B) 5. (37.)
2006 Sofia Division II (Gr. A) 5. (37.)
2007 Zagreb Division II (Gr. A) 3. (33.)
2008 Newcastle Division II (Gr. B) 3. (34.)
2009 Sofia Division II (Gr. B) 3. (33.)
2010 Mexiko-Stadt Division II (Gr. A) 1. (30.)
2011 Budapest Division I (Gr. A) 5. (26.)
2012 Reykjavík Division II A 2. (30.)
2013 Zagreb Division II A 6. (34.)
2014 Jaca Division II B 1. (35.)

Legende:

  • Zweite Spielklasse
  • Dritte Spielklasse
  • Vierte Spielklasse

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. History of Ice Hockey in Spain. In: fedhielo.es. S. 5, abgerufen am 13. April 2010 (PDF, englisch, spanisch).
  2. History of Ice Hockey in Spain. In: fedhielo.es. S. 10, abgerufen am 13. April 2010 (PDF, englisch, spanisch).
  3. ¡Hola España! Spain climbs to Division I for the first time. In: IIHF. 19. April 2010, abgerufen am 25. Dezember 2010 (englisch).
  4. Sixteen tourneys lead the way to 2011 Worlds. In: IIHF. 30. August 2010, abgerufen am 25. September 2010 (englisch).