Spanische Grammatik

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Die spanische Grammatik ist dadurch gekennzeichnet, dass Spanisch eine relativ flektierende Sprache ist, mit zwei grammatischen Geschlechtern und über 50 konjugierten Formen pro Verb, aber einer eingeschränkten Flexion von Substantiven, Adjektiven und Determinativen. Die Wortstellung ist im Spanischen normalerweise Subjekt-Verb-Objekt, auch wenn Variationen häufig sind. Adjektive werden für gewöhnlich dem Substantiv, auf das sie sich beziehen, nachgestellt. Es ist eine Pro-Drop-Sprache[1] d. h. Pronomen können weggelassen werden, wenn sie für das Verständnis nicht unbedingt notwendig sind.[2][3] Für das spanische Substantiv gilt lediglich eine Anpassung an Genus und Numerus. Es gibt keine Kasusendungen wie im Deutschen. Die Wortbetonung in der spanischen Sprache, der Wortakzent, erfolgt regelhaft auf der letzten oder vorletzten Silbe. In allen davon abweichenden Fällen wird die Betonung durch einen Akzentstrich (Akut) angezeigt, der über dem Vokal der betonten Silbe steht.[4]

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines[Bearbeiten]

Mit Alfonxo X., genannt der Weise, kam ein vielseitig interessierter und gebildeter Monarch, der sich schon vor seiner Inthronisation durch das Verfassen von Gedichten, einen philosophischen Werk, Hymnen und den sogenannten Urkunden, Cantigas de Santa Maria – sie stellen eine Art der mittelalterlichen Poesie dar – auszeichnete. Während seiner Herrschaft vollendete er dieses umfangreiche Gesamtwerk mit Themen zur Wissenschaft (Astronomie), Geschichte und Recht. Er war als intellektuelles Zentrum für die Konsolidierung der spanischen Sprache und damit auch indirekt für die Grammatik sowie deren Emanzipation aus dem Lateinischen bzw. der vulgärlateinische Sprache die herausragende Person im 13. Jahrhundert.

Die Ausbreitung der kastilischen Sprache in der Zeit (Diachronie) vom Jahre 1000 bis zum Jahre 2000 n. Chr.

Im Jahre 1492 erschien von Antonio de Nebrija die Gramática de la lengua castellana – Grammatik der kastilischen Sprache (die außerhalb Spaniens zur Bezeichnung der „spanische Sprache“ gilt). Nebrijas kastilische Grammatik war die erste gedruckte Grammatik einer romanischen und nichtklassischen Sprache. Ihre Bedeutung wurde allerdings erst im 18. Jahrhundert erkannt. Nebrija widmete die Grammatik der spanischen Königin Isabella I., da er die „Sprache als Begleiterin des Imperiums“ sah, vergleichbar mit dem Latein der Römer.[5]

Beispiel der Konstruktion eines Wortes. Aus einem lexikalischen Morphem[6] "gat-" für dt. „Katz-“ und dem grammatischen Morphem (flexives Morphem oder Flexion) entstehen neue Wörter; dt. der Kater, die Katze, die Kater, die Katzen und Katzen.
Portrait des Antonio de Nebrijas, schrieb seine Gramática de la lengua castellana 1492
Andrés Bello, schrieb seine Gramática de la lengua castellana destinada al uso de los americanos 1847
Die spanische Sprachakademie in Madrid, die Real Academia Española

Der Venezolaner Andrés Bello beschäftigte sich auch mit den Sprachwissenschaften. Er befürchtete, dass die spanische Sprache in den nun unabhängigen Ländern Hispanoamerikas ein ähnliches Schicksal erfahren würde, wie das Lateinische mit seiner Aufsplitterung in die verschiedenen romanischen Sprachen. Sein erklärtes Ziel war es, mit seiner Grammatik zur Einheit der spanischen Sprache beizutragen. Die Real Academia Española ist seit dem Jahr 1713 die maßgebliche Institution für die Pflege der spanischen Sprache. Regelmäßig erscheinen unter dem Dach ihres Hauses Wörterbücher, Grammatiken und orthographische Wörterbücher. Die Akademie stellt eine der wichtigsten Quellen der spanischen Sprachgeschichte dar. Ihre Vorgaben sind im Schulunterricht und Behördengebrauch Spaniens und der Spanisch sprechenden Länder Amerikas verbindlich. In der Umgangssprache wird sie häufig Real Academia de la Lengua („Königliche Akademie für Sprache“) mit oder ohne den Zusatz Española genannt.[7] Im Jahre 1771 wurde die erste Grammatik der Akademie veröffentlicht. Man kann das Spanische einteilen in die Zeit des Altspanischen (ca. 1200 bis ca. 1450), gefolgt vom Mittelspanischen (ca. 1450 bis 1650) und dann die Entwicklung des Neuspanischen (seit ca. 1650).

Substantiv[Bearbeiten]

Das lateinische Neutrum war durch Entwicklungen der Laute im Sprech- oder Vulgärlatein meist nur noch im Nominativ und Akkusativ Plural vom Maskulinum zu unterscheiden (vgl. n. nova, m. novi die Neuen) und so verschwand es bzw. ging ins Maskulinum über.

Dennoch finden sich auch im Spanischen noch Reste eines Neutrums. Abstrakte Substantivierungen von Adjektiven flektieren zwar wie Maskulina, verlangen jedoch an Stelle des maskulinen Artikels el den neutralen Artikel lo:

  • Lo bueno = das Gute.

Dennoch gilt:

  • Substantive sind entweder männlich oder weiblich.
    • -o bedeutet nicht immer männlich, -a nicht immer weiblich. Einige Wörter auf -ma griechischen Ursprungs sind männlich, z. B: un problema ein Problem, el idioma die Sprache; „mano“ ist weiblich: la mano derecha die rechte Hand.
  • Der Plural wird bei Substantiven, die auf einem Vokal enden, durch Anhängen von s gebildet: casa Haus, casas Häuser; coche Auto, coches Autos; libro Buch, libros Bücher. Bei Substantiven, die auf einem Konsonanten enden, durch Anhängung von -es: mujer Frau, mujeres Frauen; árbol Baum, árboles Bäume; ciudad Stadt, ciudades Städte. Ausgehendes -y gilt für die Pluralbildung als Konsonant: rey König, reyes Könige.
    • Bei Substantiven auf -z endet die Pluralform auf -ces: luz Licht, luces Lichter.
    • Bei Substantiven auf -n ist häufig Akzentsetzung oder (viel häufiger) -wegfall notwendig: orden Befehl, órdenes Befehle; canción Lied, canciones Lieder.

Der Kasus[Bearbeiten]

Allgemein betrachtet zeigt sich im Verlust des morphologisch markierten Kasus eines der grundlegenden typologischen Merkmale, die die romanischen Sprachen vom Lateinischen unterschieden.[8][9] Schon zur Zeit des klassischen Lateins setzte eine Entwicklung ein, die sich darin zeigte, dass die Kasus durch eine Präposition ersetzt wurden. Als Beispiel soll dies an den Kasus Genitiv und Dativ dargestellt werden:

klassisches Latein Vulgärlatein Italienisch Spanisch
Genitiv filius regis filius de rege „de“ il figlio del re el hijo del rey
Dativ da librum patri da librum ad patrem „ad“ da il libro al padre da el libro al padre

Eine Entwicklung die für alle romanischen Sprachen mehr oder weniger einheitlich verlief. Unterstellt man der gesprochenen Umgangssprache, dem Vulgärlatein, eine „Nutzenmaxime“ (d. h. dass das kommunikative Ziel am besten erreicht wird), eine „Kostenmaxime“ (d. h. sprich so, dass man mit möglichst geringem sprachlichen Aufwand redet) und eine grammatischen „Ökonomiemaxime“ (d. h. sprich so, dass man soweit möglich stärkere markierte grammatische Erscheinungen vermeidet) so ergaben sich für die Kasusendungen des Genitivs und Dativs, dass sie nicht mehr benötigt wurden. Man sprach sie bald nicht mehr und schließlich wurden sie überwiegend auch nicht mehr geschrieben. Eine ähnliche Entwicklung zeigten die Kasus des Nominativs (Subjekt) und Akkusativs, die nun nicht mehr nach ihren Endungen, sondern durch ihre Stellung vor bzw. nach dem Prädikat unterschieden wurden. Dadurch entfiel die Notwendigkeit, die Kasusendungen überhaupt zu nutzen. Aber in dem Vorteil einer „Vereinfachung“ trat der Nachteil als semantisch, konsequente Folge zum Vorschein, das durch den Wegfall der Kausaendungen eine die freiere Wortstellung, wie Lateinischen möglich, nunmehr verloren ging. Die Wörter im Satz waren nicht mehr (weitgehend) beliebig platzierbar.[10]

Durch den Wegfall der Kasusendungen (analytische Lösung) – er setzte schon mit dem „Vulgärlatein“ ein – stand die für die lateinische Sprache typische (synthetische Lösung) freie Wortanordnung zur Disposition.[11] Reste des aus dem Lateinischen stammenden morphologischen Kasus finden sich bei den Personalpronomina. Der grammatische Kasus ist nicht morphologisch und nur noch pronominal, ansonsten vollzieht sich etwa die Nominativ–Akkusativ-Unterscheidung durch die Wortstellung und eine differenzielle Objektmarkierung.[12]

Das Spanische hat keine Kasusendungen, so dass das morphologische Kasussystem weitgehend verschwunden und teilweise durch Präpositionensysteme ersetzt worden ist. Die Präpositionen weisen den Nomen ihren Kasus zu, somit erhält das spanische Substantiv seine grammatische Funktion im Satz nicht durch eine Markierung am Wortstamm, sondern durch Verhältniswörter und durch die Stellung im Satz. In der deutschen Umgangssprache gibt es eine ähnliche Bildung, wie sie im Spanischen allgemeines Prinzip ist. Der deutsche Satz „Das ist das Haus von meinem Onkel“ (eigentlich stünde hier der Genitiv „Das ist das Haus meines Onkels“) stellt eine Beziehung zwischen dem „Haus“ und „meinem Onkel“ nicht mehr über eine Deklination her, vielmehr wird dies über eine Präposition erreicht. Während sprachgeschichtlich beispielsweise im Lateinischen die Präpositionen ad für „hin, hinzu“ sowie für „von und herab“ einen konkreten, ortsbezogenen Sinn hatten, erfüllen hingegen die spanischen Präpositionen, im Verlaufe des Sprachwandels verändert, deutlich abstraktere Aufgaben in der Darstellung grammatischer Relationen, wie sie im Lateinischen etwa durch die Kasus Genitiv und Dativ erfüllt worden waren.

  • Nominativ und Akkusativ (direktes Objekt; der Kasus „der Bewegung und des zielgerichteten, dynamischen Geschehens“) sind gleich; aber bei Personen oder Tieren im Akkusativs (Präpositionaler Akkusativ) wird die Präposition a vorangestellt. Beim Artikel el wird die Präposition zu al. Compra una mesa. Llama a los amigos. Llama al amigo.
  • Genitiv (possessives Objekt) und Dativ (indirektes Objekt; „der Kasus des statischen Zustands oder der Lagebezeichnung, des Besitzers und des Empfängers“);[13] der Genitiv wird mit der Präposition de gebildet, die zusammengezogenen Formen lauten del. Für den Dativ gilt bei Personen ebenfalls die Präposition a. Nach einer Präposition im Satz steht der Akkusativ ohne a. Es el regalo de Florentina. Florentina contesta a un amigo. En la discoteca hablo con él.

Während das indirekte Objekt (in der Kasusterminologie Dativ) mit der Präposition „a“ eingeleitet wird, kann ein solches Vorgehen in bestimmten Fällen auch für das direkte Objekt (in der Kasusterminologie Akkusativ) gelten. Beispiel:

  • Juana compra puritos al marido. (indirektes Objekt, Dativ)
  • Juana espera a Carlos. (direktes Objekt, Akkusativ)

oder pronominalisiert

  • Juana lo espera (a Carlos).

Zwei Regeln lassen sich für die Anwendung des mit „a“ markierten direkten Objekts formulieren:

  • wenn das direkte Objekt eine Person oder eine personifizierte Entität in eindeutiger und bestimmter Weise bezeichnet wird man die Präposition „a“ voranstellen;
  • besteht ein Sachbezug kann man das direkte Objekt zum Zweck der syntaktischen Eindeutigkeit oder Hervorhebung mit einer vorangestellten Präposition „a“ markieren

Beispiele

  • Busco un gato.
  • Busco a mi gato.

Ein weiteres Beispiel: So der deutsche Satz: Die Mutter kauft der Tochter ihrer Freundin ein Auto.

Die Mutter kauft der Tochter ihrer Freundin ein Auto.“

Die Mutter das Subjekt (im Nominativ), der Tochter das Dativ-Objekt (= Ergänzung im Dativ), ihrer Freundin das Genitiv-Attribut (= Ergänzung im Genitiv) und ein Auto das Akkusativ-Objekt (= Ergänzung im Akkusativ)

Im spanischen: La madre compra un coche al hija de su amiga.

La madre un coche al hija de su amiga compra.“

La madre das Subjekt (im Nominativ), un coche das direktes Objekt (Akkusativ) (= Ergänzung im Akkusativ) al hija das indirektes Objekt (Dativ) Objekt (= Ergänzung im Dativ), de su amiga das Genitiv-Attribut (= Ergänzung im Genitiv)

In pronominalisierter Form: La madre se lo compra.

La madre se lo compra .“

La madre das Subjekt (im Nominativ), se das indirektes Objekt (Dativ) Objekt (= Ergänzung im Dativ), lo das direktes Objekt (Akkusativ) (= Ergänzung im Akkusativ) compra.

Diminutiv- und Augmentativformen[Bearbeiten]

Es gibt im Spanischen verhältnismäßig viele Diminutiv- und Augmentativsuffixe, um eine Verniedlichung bzw. Vergrößerung auszudrücken.

  • Zu den Diminutivsuffixen zählen zum Beispiel: -(c)ico/-(c)ica, -(c)illo/-(c)illa, -(c)ín/-(c)ina, -(c)ito/-(c)ita. Beispiel: pobrecito armes Kerlchen.
  • Zu den Augmentativsuffixen zählen: -azo/-aza, -ón/-ona, -ote/-ota. Beispiel: jamonazo Riesen-Schinken

Rechtsköpfigkeit[Bearbeiten]

Anhand der Substantive lässt sich für das Spanische speziell oder allgemein für die romanischen Sprachen die dort vorherrschende syntaktische Rechtsköpfigkeit aufzeigen. Nicht zu verwechseln mit der für die in den romanischen Sprachen typischen Linksköpfigkeit der Verbalphrase; etwa comer una pera im Spanischen und eine Birne essen zum Vergleich für das Deutsche.

Für die Substantive in der deutschen Sprache einige korrespondierende spanische Begriffe:

syntaktische Rechtsköpfigkeit morphologische Rechtsköpfigkeit
ama de casa Hausfrau
mesa para ordenador Computertisch
efecto inmediato Sofortwirkung
edificio alto Hochhaus
red de pescar Fischernetz

Adjektiv[Bearbeiten]

Adjektive sind bestimmt durch das Geschlecht (Genus) und die Zahl (Numerus) der Substantive, auf die sie sich beziehen. Diese Übereinstimmung nennt man im Spanischem concordancia. Da es im Spanischen kein Substantiv im Neutrum gibt – rudimentär findet sich das Neutrum bei den Personalpronomen – gilt dies auch für Adjektive, sowohl für die attributiv gebrauchten (Beispiel: una casa roja), aber auch für die Adjektive, die prädikativ gebraucht werden, bei welchen ein Verb wie estar, ser, queder, resultar, creer, considerar, llevar oder parecer steht. Dieses zum Satzglied gewordene Adjektiv steht nach dem Verb (Beispiel: El río es inmenso). Zum Verständnis des spanischen Adjektives ist es wichtig zu wissen, dass in der spanischen Grammatik die Verwendung eines Adjektivs in Verbindung mit einem Kopulaverbs als attributive Verwendung und nicht wie in der deutschen Grammatiktheorie als prädikativ angesehen wird. Es sind fünf syntaktische Funktionen bekannt:

  1. adyacente eines Substantivs. Beispiel: buen libro grande gutes, großes Buch.
  2. atributo eines Substantivs durch ein Kopulaverb. Beispiel: Pedro es, está o parece sano. Pedro ist/scheint gesund.
  3. complemento predicativo (prädikative Ergänzung). Beispiel: La mujer llegó cansada. Die Frau kam müde an.
  4. núcleo (Kern) eines sintagma adjetivo (adjektivischen Syntagmas). Beispiel: Muy próximo al barrio. Sehr nahe am Viertel.
  5. núcleo eines sintagma preposicional (propositionalen Syntagmas). Beispiel: Lo acusaron por tonto. Sie erklärten ihn für dumm.

In der deutschen Grammatiktheorie wird hingegen die Verwendung eines Adjektivs mit einem Kopulaverb als prädikativ eingestuft.

Beispiele[14] (siehe auch oben):

  • der schöne Tag (attributive Verwendung)
  • Der Tag ist schön (prädikative Verwendung)
  • Er singt schön (adverbiale Umstandsbestimmung)

Für die Stellung des Adjektives (Voranstellung oder Nachstellung) gibt es keine allgemeingültige Regeln.[15] Dennoch kann die Stellung eine zusätzliche Aussage generieren. Das vorangestellte Adjektiv gibt häufig dem subjektiven Gefühl Ausdruck, das nach gestellte Adjektiv hingegen verleiht dem näher zu charakterisierenden Substantiv eine objektive, wörtliche Bedeutung.[16] Damit resultieren unterschiedliche Bedeutungen. Beispiele:

  • Voranstellung: Una extraña mujer. Eine seltsame Frau.
  • Nachstellung: Una mujer extraña. Eine fremde Frau.

Adjektive sind entweder zweiendig oder einendig.

    • Bei den zweiendigen endet die weibliche Form auf -a. Dazu gehören die sehr vielen Adjektive mit der männlichen Form auf -o. Beispiel: rojo / roja rot.
      • Zweiendig sind einige Nationalitätsadjektive. Beispiele: español / española spanisch, alemán / alemana deutsch, francés / francesa französisch.
    • Die meisten einendigen Adjektive enden auf -e oder Konsonant. Beispiele: verde grün, azul blau, feliz glücklich, joven jung.
  • Der Plural wird entsprechend den Regeln für Substantive gebildet: rojos / rojas, españoles / españolas, alemanes / alemanas, franceses / francesas, verdes, azules, felices, jóvenes.
  • Das Adjektiv steht hinter dem Substantiv, das es näher beschreibt. Beispiel: De pronto vimos una casa roja. Plötzlich sahen wir ein rotes Haus.
    • Ein Adjektiv, das eher bewertend benutzt wird, steht meistens vor dem Substantiv. Beispiel: la blanca arena de Cancún Cancúns weißer Sand.
    • Einige Adjektive stehen vor dem Substantiv rein konventionell. Beispiele: los altos precios die hohen Preise, una pequeña duda ein kleiner Zweifel.
    • Pronomen und Ordinalzahlen stehen in der Regel vor dem Substantiv: mucha gente viele Leute, segundo tiempo zweite Halbzeit.
  • Bei der männlichen Form im Singular von vorangestelltem bueno und malo entfällt das ausgehende -o: buen hombre guter Mann, mal día schlechter Tag. Das trifft auch für die Ordinalzahlen primero und tercero zu: primer tiempo erste Halbzeit, tercer gol drittes Tor. Ebenso wie für die Indefinitpronomen alguno und ninguno: algún problema irgendein Problem, ningún móvil kein Handy.
    • Bei Voranstellung im Singular wird grande um die letzte Silbe, cualquiera um das ausgehende -a verkürzt: un gran hombre ein großer Mann, una gran mujer eine große Frau, cualquier hombre jeder Mann, cualquier mujer jede Frau.
  • Komparation. Anderes als im Lateinischen werden die Gradunterschiede der Adjektive nicht durch morphologische Abwandlungen erreicht, sondern durch lexikalische Mittel, dem Voranstellen sogenannter Steigerungspartikel, etwa fuerte, más fuerte, el más fuerte. Gleichen Grad der Eigenschaft drückt man aus mit tan … como: una bici tan cara como ésta ein so teures Rad wie dieses. Der höhere Grad wird ausgedrückt mit más … que: una bici más cara que ésta ein teureres Rad als dieses. Zum Ausdruck des höchsten Grades setzt man den bestimmten Artikel vor den Komparativ: la bici más cara [de todas] das teuerste Rad [von allen].
    • Einige Adjektive verfügen über Sonderformen der Komparation, die teilweise mit dem Steigerungspartikel más + Adjektiv koexistieren: bueno / mejor, malo / peor, pequeño / menor, grande / mayor. Beispiele: un mal menor, ein kleineres Übel, un país mayor que España, ein größeres Land als Spanien; la mejor bici, das beste Fahrrad, las peores noticias, die schlimmsten Nachrichten.
    • Der durch Superlativ ausgedrückte Elativ wird in der Regel mit dem Steigerungspartikel muy + Adjektiv gebildet: estas bicis son muy caras diese Fahrräder sind sehr teuer. Das Suffix -ísimo bedeutet Ähnliches: unas bicis carísimas sündhaft teure Fahrräder. Noch vorhandene selbstständige Formen des Elativs sind u. a.: pésimo (von malo) etwa allerschlechtest, paupérrimo (von pobre) etwa bettelarm, óptimo (von bueno) etwa optimal.
  • Kongruenz: Das Adjektiv stimmt immer in Zahl und Geschlecht mit dem Substantiv oder Pronomen überein, auf das es sich bezieht. Beispiele: unas bicis caras teure Fahrräder; las bicis eran caras die Fahrräder waren teuer; „nosotras estábamos muy nerviosas“, dijeron las señoras „wir waren sehr nervös“, sagten die Damen.

Die spanischen Partizipien (participio) sind funktionell als Adjektive einsetzbar und vermögen Substantive näher zu beschreiben. Werden Partizipien dergestalt verwendet, muss man sich allerdings nach der Anzahl und dem Geschlecht des Substantivs bzw. Objekts oder Subjekts richten. Die Partizipien müssen also in Numerus und Genus kongruent (concordancia gramatical) sein und so die entsprechenden Partizipformen bilden.

Adverb[Bearbeiten]

Adverbien gehören zu der Gruppe der nicht flektierbaren Wörtern, die somit in allen Sätzen oder Stellungen unveränderbar bleiben. Sie geben an, wann, wie, wo oder unter welchen Umständen eine Handlung, ein Ereignis oder eine Tätigkeit geschieht.

Im Spanischen unterscheidet man ursprüngliche Adverbien, adverbios originarios wie bien, aquí, allí von abgeleiteten Adverbien, adverbios derivados wie etwa rápidamente, decentemente oder intensamente. Adverbien werden in fast allen Fällen durch den Suffix  –mente gebildet, der an die weibliche Form des Adjektivs angehängt wird. Ursprünglich kannte die lateinische Sprache spezielle Endungen zu der Ableitung von Adverbien aus den Adjektiven, so „-e“ für die Adjektive der „-o“ bzw. „-a“-Deklination, „-iter“ für die „i“ und konsonantische Deklination. Diese Bildungsmöglichkeiten gingen in den romanischen Sprachen verloren.[17] Sprachgeschichtlich gesehen handelt es sich bei den Adverbien die auf  –mente enden, um zusammengesetzte Wörter wie sie im Lateinischen als Syntagmen in der Gestalt eines femininen Adjektivs und dem lateinischen Ablativ „mente“ des femininen Substantivs „mens“ (lateinisch Geist, Esprit) gebildet wurden, so zum Beispiel „sana mente“. Daneben findet man einige Adverbien, adverbios adjetivales die gleich lauten wie die maskuline Form der Adjektive, es sind also adverbale Adjektive. Solche adverbial gebrauchten Adjektive bleiben aber im Gegensatz zu den eigentlichen Adjektiven unveränderlich, sie stimmen also nicht mit einem Substantiv überein und weisen immer die Endung masculino singular auf, das bedeutet sie enden auf die „-o“ und „-e“-Konsonanten. Adverbale Adjektive können dabei subjektbezogen sein, so das Beispiel Los hombres duermen tranquilos oder aber auch objektbezogen wie im Beispiel La mataron dormida.[18]

Nach ihrer semantischen Funktion oder ihren Aufgaben im Sinnzusammenhang des Satzes lassen sich die Adverbien in Klassen, clases de adverbios zusammenfassen:

  • Adverbien des Ortes, Adverbios de lugar: aquí, allí, ahí, allá, acá, arriba, abajo, cerca, lejos, delante, detrás, encima, debajo, enfrente, atrás, alrededor.
  • Adverbien der Zeit, Adverbios de tiempo: antes, después, luego, pronto, tarde, temprano, todavía, aún, ya, ayer, hoy, mañana, siempre, nunca, jamás, próximamente, prontamente, anoche, enseguida, ahora, mientras, anteriormente.
  • Adverbien der Art und Weise, Adverbios de modo: bien, mal, regular, despacio, deprisa, así, tal, como, aprisa, adrede, peor, mejor, fielmente, estupendamente, fácilmente, negativamente, responsablemente, und alle Formen mit –mente.
  • Gradadverbien,[19] Adverbios de cantidad o grado: muy, poco, mucho, bastante, más, menos, algo, demasiado, casi, solo, solamente, tan, tanto, todo, nada, aproximadamente.
  • Adverbien, die die Funktion von Modalverben übernehmen:
  • Affirmationsadverb, Adverbios de afirmación: sí, también, cierto, ciertamente, efectivamente, claro, exacto, obvio, verdaderamente, seguramente, asimismo, etc.
  • Adverbien der Negation, Adverbios de negación: no, jamás, nunca, tampoco.
  • Adverbien des Zweifels, Adverbios de duda o dubitativos: quizá(s), acaso, probablemente, posiblemente, seguramente, tal vez, puede, puede ser, a lo mejor.
  • Interrogativadverb, Adverbios interrogativos/exclamativos y relativos: cuándo, cómo, cuánto y dónde (verwandte Formen sind identisch, werden aber ohne Akzent geschrieben).
  • Verschiedene Adverbien, Otros adverbios: solo/solamente, aún, inclusive, además, únicamente, incluso; mismamente, propiamente, precisamente, concretamente; viceversa, contrariamente, siquiera, consecuentemente.[20]

Adverbien können ein Verb oder anderes Adverb, ein Adjektiv, aber auch einen Satz[21] näher beschreiben und sind dabei bezogen auf den Numerus und Genus unveränderlich. Sie regieren die adverbialen Bestimmungen und bestimmen damit die Umstände eines Geschehens.[22] Sie charakterisieren die Art und Weise einer Handlung oder eines Ereignisses genauer.

Die Stellung der Adverbien ist stark vom intendierten Fokus im Satz abhängig. Je weiter am Satzende ein Adverb platziert wird, desto stärker ist es betont. Allgemein gilt, dass das Adverb in der Regel nach einem Verb, aber vor einem Adjektiv und vor einem anderen Adverb steht.[23]

Einige Adjektive aber können keine Adverbien bilden oder wirken stilistisch schwerfällig. Hier besteht die Möglichkeit der Umschreibung, so etwa mit der Bildung de manera + Adjektiv, Beispiel: de manera precisa. Oder mit de modo + Adjektiv, Beispiel: de modo paciente. Auch mit der Präposition con + Substantiv können solche Umschreibungen vorgenommen werden, Beispiel: con paciencia.

Im Allgemeinen wird das Adverb nicht zwischen dem Hilfsverb und dem Vollverb gesetzt. Beziehen sich die Adverbien auf ein anderes Adverb oder auch ein Adjektiv, wird es vor diesem anderen Adverb oder Adjektiv gesetzt. Adverbien lassen sich im Spanischen steigern. Einen einfachen Superlativ gibt es nicht, hierfür steht dann ein Relativsatz. Möglich sind folgende Steigerungsstufen für Adverbien:

  • Positiv mit tan ... como oder igual de ... que genauso ... wie,
  • Komparativ mit más que mehr als oder menos que weniger als und der
  • absolute Superlativ mit dem Suffix –ísimo bzw. bei vorhandener Endung –mente durch den Suffix –ísimamente.

Konjunktionen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Konjunktion (Wortart)

Das Spanische kennt zwei Klassen von Relatoren oder Relationselementen; die Präposition und die Konjunktoren. Beides sind grammatische flexionslose Beziehungswörter ohne Satzgliedwert. Ihr Unterschied zeigt sich auf syntaktischer Ebene als Relationsglieder (siehe auch Konstituente, Satzglieder) und in ihren semantischen Beziehungen.[24] Konjunktionen können Wörter, Wortgruppen und im Vergleich zu Präpositionen auch Sätze bzw. Satzteile miteinander verbinden. Sie sind eine Wortart, mit der man Satzglieder oder ganze Sätze, sogenannte Hauptsätze und Nebensätze, logisch und grammatisch miteinander verbinden kann.[25] Deshalb heißen sie im Deutschen auch Bindewörter und im Spanischen conjunciónes.[26]

Die spanischen Konjunktionen lassen sich in drei Wortgruppen einteilen:

  • Einzelwort-Konjunktionen, das sind die koordinierenden Konjunktionen, die dazu dienen, gleichrangige Sätze oder Satzteile miteinander zu verbinden, y und, o oder, pero aber, aunque obwohl
  • zusammengesetzte Konjunktionen, möglich sind Adverbien + que; Präpositionen + que; Präpositionen + Substantiv + que[27]
  • Adverbien[28]
  • subordinierende Konjunktionen nutzt man, um Haupt- und Nebensätze miteinander zu verbinden. Hierzu zählen die temporalen Konjunktionen, hasta que bis, en cuanto sobald, después de que nachdem. Die konditionalen Konjunktionen: como als, como si als ob, en caso de que falls. Kausale Konjunktionen: porque weil, pues weil. Finale Konjunktionen: para que damit. Konsekutive Konjunktionen: por eso deshalb, de manera que so, dass.

Werden zwei Hauptsätze durch Konjunktionen miteinander verbunden, ist zu beachten, dass im Spanischen die Verben, die Satzstellung sowie die Zeitenfolge der beiden sich verbindenden Sätze unverändert bleiben, als wären sie zwei unabhängige Sätze. Zu beachten ist, dass manche Konjunktionen den Indikativ nach sich ziehen, andere den Subjunktiv und einige auch den Infinitiv. Die nebenordnenden Konjunktionen, die conjunciones coordinantes, platzieren sich im Satz zwischen gleichwertigen Satzelementen, etwa zwischen zwei Adjektiven, zwei Substantiven oder komplexeren Wortanordnungen wie zwei Hauptsätzen. Hingegen koordinieren die subordinierenden oder unterordnenden Konjunktionen, die conjunciones subordinantes, die Verbindung zwischen einem Hauptsatz und einem Nebensatz.

Präposition[Bearbeiten]

Eine Präposition, preposición, oder das Verhältniswort befindet sich in Verbindung mit den Substantiven, Adjektiven und Adverbien und stellt eine räumliche, zeitliche Beziehung, eine Verbindung der Art und Weise, der übertragenen Bedeutung oder andere Beziehungen zwischen den Wörtern und Wortgruppen her, aber nicht zu Satzgliedern oder Sätzen. Zugleich schaffen sie syntaktische Verbindungen oder grammatische Beziehungen zwischen den verbundenen Elementen. Sie gehören mit den Konjunktionen zu den sogenannten Relatoren, damit ist das syntaktische Merkmal, also die Stellung der Präposition im Satz beschrieben.[29]

Präpositionen sind stark polysem.[30] Polyseme Wörter sind mehrdeutig, da man mit ein und derselben Form einer Präposition verschiedene Arten von Relationen darstellen kann.[31]

Man kann im Spanischen nicht jede Präposition mit jedem Wort bzw. jeder Wortgruppe verbinden. Auch verändert eine Präposition manchmal die Bedeutung eines Wortes. Im Spanischen sind es die Präpositionen, die das Verhältnis zu den Objekten regeln, gibt es doch keine Kasusendungen wie im Deutschen.

In der deutschen Sprache legen die Präpositionen den Kasus der nachfolgenden Bezugswörter, den Pronomen und Substantiven, fest, mit denen sie zusammen auftreten, so dass man sich im Deutschen merken muss, welche Präposition den Dativ oder Akkusativ nach sich zieht. Eine deutsche Präposition erzwingt einen bestimmten Kasus in den nachfolgenden Bezugswörtern. Dies entfällt im Spanischen. Präpositionen können im Deutschen mit jedem Kasus außer mit dem Nominativ stehen, denn dieser bestimmt das Subjekt eines Satzes. Die meisten deutschen Präpositionen können nicht mit jedem Kasus stehen, sondern haben immer einen bestimmten Kasus, (Präpositionalphrase), für die nachfolgenden Bezugswörter festgelegt.[32]

Die Präposition wird vor dem Substantiv oder einer Nominalphrase platziert. Die Nominalphrase zeichnet sich als Wortgruppe aus, in deren Kern ein Substantiv oder auch Pronomen liegt. Zu diesem Kern können als weitere Schicht Artikel oder auch Adjektive aufgelagert werden. Wird nun eine solche Nominalphrase durch eine Präposition eingeleitet, nennt sich das neue System Präpositionalphrase.

Obwohl auch in der (spanischen) Grammatik als wichtigste Differenzierung die Unterscheidung zwischen „belebt“ versus „unbelebt“ zu sehen ist. Belebt steht synonym für die Teilung „Menschlich (Person)“ versus „Nicht-Menschlich“. Werden doch im Spanischen die Objekte, die als menschlich oder auch belebt angesehen werden, also das Agens des Handlungsverbes (Prädikat) und als Subjekt des Verbs in Frage kämen, mit einer speziellen Objektmarkierung versehen, die sich aus der ursprünglich lateinischen Präposition ad ableitet.[33] Da im Spanischen aber auch indirekte Objekte (Dativ) so markiert werden, sehen diese direkten Objekte (Akkusativ) wie indirekte aus. Folgt im Spanischen aber nach dem Verhältniswort ein Pronomen, gilt dies nicht, sondern wird ein betontes Personalpronomen genutzt.

Man schätzt die Anzahl der Präpositionen im Spanischen auf etwa achtzehn, wobei die Grenzziehung zu anderen Wortarten, etwa zu den Adverbien, schwierig sein kann.[34] Für den Akkusativ (direktes Objekt) steht bei Personen die Präposition a'. für den Dativ (indirekte Objekt) steht ebenfalls a oder para und für den Genitiv (possessives Objekt) de. Stehen die Präpositionen a und de in Verbindung mit dem maskulinen Artikel el'. so werden sie zu al und del zusammengezogen (Artikelpräposition). Beispiele: Zunächst mit der Präposition a : Vamos al cine. Und dazu im Vergleich die feminine Form Vamos a la playa. Nun die Präposition de : Vengo del centro comercial. Spanische Präpositionen lassen sich weiter in zwei Kategorien unterteilen:

  • Einfache Präpositionen: Preposiciónes simples, etwa con'. sobre'. entre'. en' usw.
  • Zusammengesetzte Präpositionen: Preposiciónes compuestas, so antes de, cerca de'. lejo de'. encima de'. junto a' usw.[35]
Präposition preposición Beispiel Verhältnis oder präpositionales Bedeutungsfeld im Deutschen[36][37] Bemerkungen
a Visitó a la tía Antonia por su cumpleaños. lokative Bedeutung an, zu, nach; temporale Bedeutung um  
ante Dijo ante todos que era cierto. lokative Bedeutung vor; temporale Bedeutung vor  
bajo Escondió la carta bajo los libros. lokative Bedeutung unter  
cabe[38] El banco está cabe la farmacia. Vom Diccionario de la lengua española de la Real Academia Española als Präposition akzeptiert, obgleich als veraltet ausgewiesen. Steht in der Bedeutungsnähe zu „junto a“ oder „cerca de“.  
con El café con leche ya estaba frío cuando llegaste. modale Bedeutung mit die wichtigste Präposition zur Darstellung eines Mittels und eines Werkzeuges  
contra Las olas chocan contra las rocas del espigón. lokative Bedeutung gegenüber; gegen  
de Compró un kilo de limones. lokative Bedeutung von, aus; temporale Bedeutung in, bei Laut Real Academia Española dient die Präposition auch um ein Datum festzulegen: „23 de enero del 2012“.  
delante de Cruce delante de una antiguo iglesia. lokative Bedeutung vor  
desde Desde octubre no había vuelto a ver a su padre. lokative Bedeutung aus, von...aus, von; temporale Bedeutung von...an, seit  
durante Durante su visita al museo, Juan se maravilló de la belleza de las pinturas exhibidas. temporale Bedeutung während  
en Entró en la cárcel por tráfico de drogas. lokative Bedeutung in, an, auf, bei; temporale Bedeutung innerhalb, von, Zeitraum; modale Bedeutung im  
encima de El libro está encima de la silla. lokative Bedeutung auf, oberhalb, über  
entre Dijo que el secreto debería quedar entre nosotros.  
fuera de Mi tío está fuera de la casa. lokative Bedeutung außerhalb  
hacia Embarcó en el vuelo hacia Cochabamba. lokative Bedeutung zu, auf, nach, gegen; temporale Bedeutung etwa um, gegen  
hasta La fiesta duró hasta las ocho. lokative Bedeutung bis; temporale Bedeutung bis  
mediante Resolvió el caso mediante pistas encontradas. In den meisten Fällen austauschbar mit der Präposition con.
para Tengo un libro para Juan. finale Bedeutung um zu, für, zu; temporale Bedeutung zu, an die wichtigste Präposition zur Darstellung von Absicht, Bestimmung und Zweck  
por Tengo un libro firmado por el autor. kausale Bedeutung wegen, für, aus; temporale Bedeutung in, um an; kausale Bedeutung wegen, durch für, von die wichtigste Präposition zur Darstellung von Preisen, Tauschobjekten, Verwechslung, Ersatz. Allgemein in Beziehung zu Ursache und Vernunft (retrospektiv)  
según Cocinó la carne según las indicaciones de su abuela.  
sin Llegamos a una calle sin salida. abgeleitet vom lateinischen „sine“ ( dtsch. „ohne“)  
so[39] Volvió a su país so pena de ser arrestado.  
sobre Juan puso la manzana sobre el escritorio. temporale Bedeutung auf, über  
tras Lo enterró en el árbol que se encuentra tras el edificio. lokale Bedeutung hinter, nach; temporale Bedeutung nach  
versus El próximo partido es el que enfrenta al equipo de aquí versus el de allí  
vía[40] Voló de Texas hasta Australia, vía Londres.  

Artikel[Bearbeiten]

Bestimmter Artikel[Bearbeiten]

  • Formen
    • maskulin Singular: el. Beispiel: el coche das Auto
    • feminin Singular: la. Beispiel: la casa das Haus
    • maskulin Plural: los. Beispiel: los coches die Autos
    • feminin Plural: las. Beispiel: las casas die Häuser
  • Der bestimmte Artikel wird nicht dekliniert: en el mundo in der Welt; con los españoles mit den Spaniern.
  • del und al: Die Präpositionen de und a verschmelzen mit el: el coche del jefe das Auto des Chefs; en metro al aeropuerto mit der U-Bahn zum Flughafen.
  • el als femininer Artikel: Vor einem femininen Substantiv, das mit betontem a (oder ha) beginnt, benutzt man el statt la: el agua das Wasser, el haya die Buche.
  • Der Artikel lo wird vor einem Adjektiv, einer Ordinalzahl oder einem Possessivpronomen benutzt, dann entstehen Substantivierungen: lo bueno das Gute, lo primero das Erste, lo suyo das Seine / Ihre.
  • Gebrauch: Der bestimmte Artikel funktioniert weitgehend wie im Deutschen. Es gibt jedoch ein paar wichtige Unterschiede im Gebrauch.
    • Vor señor, señora und Titeln steht el oder la: El señor López no vino Herr López kam nicht; la doctora García es peruana Dr. García ist Peruanerin.
    • Nach todos, todas steht los, las: todos los pueblos alle Dörfer; todas las ciudades alle Städte.
    • Der Gegenstand von Präferenzen trägt den bestimmten Artikel: Me gusta el gazpacho Ich mag Gazpacho; ella odia las policíacas sie hasst Krimis.
    • Das Subjekt von Allgemeinaussagen trägt den bestimmten Artikel: Los gatos no vuelan Katzen können nicht fliegen.

Unbestimmter Artikel[Bearbeiten]

  • Formen
    • maskulin Singular: un. Beispiel: un coche ein Auto
    • feminin Singular: una. Beispiel: una casa ein Haus
    • maskulin Plural: unos. Beispiel: unos coches Autos, ein paar Autos
    • feminin Plural: unas. Beispiel: unas casas Häuser, ein paar Häuser
  • Der unbestimmte Artikel wird nicht dekliniert: en un pueblo in einem Dorf, en unos minutos in einigen Minuten.
  • Die Vollform uno wird pronominal gebraucht: Este paisaje es uno de los más bellos de España Diese Landschaft ist eine der schönsten Spaniens.
  • un als femininer unbestimmter Artikel: Vor einem femininen Substantiv, das mit betontem a (oder ha) beginnt, benutzt man un statt una: un alma eine Seele, un haba eine Saubohne.
  • Bedeutung von unos, unas
    • Wird als unbestimmter Artikel für zweiteilige Gegenstände, Paare und Pluralia tantum gebraucht: unas gafas eine Brille; unos zapatos ein Paar Schuhe; unos padres severos strenge Eltern; unos alrededores preciosos eine wunderschöne Umgebung.
    • Übersetzt ein paar, einige: hace unas semanas vor ein paar Wochen.
    • Übersetzt etwa, zirka vor Zahlen: una niña de unos diez años ein Mädchen von etwa zehn Jahren.
    • Wird sehr gern beim Plural für nicht ganz Unbekanntes verwendet: Estuve en casa de unos amigos Ich bin bei Freunden gewesen.
  • Gebrauch: Der spanische unbestimmte Artikel deckt sich im Gebrauch weitestgehend mit dem deutschen unbestimmten Artikel. Bemerkenswert ist der Wegfall des unbestimmten Artikels in einigen wenigen syntaktischen und semantischen Kontexten.
    • Vor otro fällt der unbestimmte Artikel weg: en otro país in einem anderen Land; con otra bici mit einem anderen Fahrrad.
    • Bei bestimmten Begriffen fällt häufig der unbestimmte Artikel weg, wenn sie Objekt von tener und buscar sind: ya tiene novia er hat schon eine Freundin; estoy buscando piso Ich suche eine Wohnung.

Das indefinite Subjekt („man“)[Bearbeiten]

Im Spanischen gibt es keine lexikalische Entsprechung für das deutsche „man“ oder das französische „on“. Man drückt ein unbestimmtes bzw. als unbestimmt zu geltendes Subjekt aus durch se, durch uno/una, durch die dritte Person Singular des Verbs und durch die zweite Person Singular des Verbs.

  • Se ist die häufigste Entsprechung von „man“. Beispiele: ¿Cómo se dice eso en español? Wie sagt man das auf Spanisch?; ¿Dónde se paga? Wo zahlt man?; Aquí se está más seguro Hier ist man sicherer; Al final de esta calle se gira a la derecha Am Ende dieser Straße biegt man nach rechts; En ese país se tortura In diesem Land wird gefoltert; Ahora se comprende que actúen así Jetzt versteht man, warum sie so handeln; Se presiente lo peor Man ahnt das Schlimmste; Así no se educa a nadie So erzieht man keinen Menschen; Se ha visto a mujeres llorando Man hat weinende Frauen gesehen;
    • Indefinite se-Sätze sind eigentlich Reflexivsätze. Dies ist maßgebend für die Stellung der Verneinung no, der verbundenen Pronomen ebenso wie für die Prädikatskonkordanz, wenn das Satzsubjekt im Plural steht. Beispiele: ¿Se sabe o no se sabe? Weiß man es, oder weiß man es nicht?; Se les dio lo que querían Man gab ihnen, was sie wollten; Así se evitan accidentes So verhindert man Unfälle; Son dos sucesos que no se pueden comparar Es sind zwei Ereignisse, die man nicht vergleichen kann; No se os puede dejar solos Man kann euch nicht allein lassen;
  • Die Indefinitpronomen uno und una werden bei Selbsteinbeziehung des Sprechers verwendet. Beispiele: Uno se siente estafado Man fühlt sich betrogen; ¿Pierde una derechos cuando es madre? Verliert man Rechte, wenn man Mutter wird?
  • Die dritte Person Plural des Verbs wird verwendet, wenn es um die Handlungen von Gruppen oder die Einzeltat eines Unbekannten geht. Bei dieser Variante eines unbestimmten Subjekts schließt sich der Sprecher als Handelnden aus. Beispiele: Dicen que viajar ilustra Man sagt, Reisen bildet; Pedimos información y nos envían esto Wir haben um Information gebeten und man schickt uns das; Tocaron el timbre Es klingelte; Cuando mataron a Lennon, yo no había nacido Als Lennon getötet wurde, war ich noch nicht geboren
  • Die zweite Person Singular wird eher familiär verwendet. Beispiel: Si protestabas, te echaban a la calle Wenn du klagtest, setzte man dich auf die Straße.

Die Kopulaverben ser und estar[Bearbeiten]

Der Ursprung der beiden spanischen Formen für „sein“ liegt in den lateinischen Positionsverben sedēre[41] und stāre,[42] die in die spanischen Verben ser und estar eingingen.[43]

  • dabei nahm das ursprüngliche sedēre (lateinisch sedēre; Infinitiv Präsens dasitzen, sitzen) den Weg → *seder → seer → ser, oder aber esse → èssere (im italienischen) → ésser (im katalanischen) → ser
  • sowie das ursprüngliche stāre (lateinisch stāre; Infinitiv Präsens dastehen, stehen) den Weg → *estare → estar[44]

Positionsverben werden in diesem Zusammenhang als zwei Sorten von Verben verstanden, die die Position des Subjekts näher beschreiben, so etwa auf die Frage mit „wo“ eine Aktion beschreiben wie z. B. sitzen, stehen, hängen oder auf die Frage mit „wohin“ mit den Verben z. B. legen, stellen, setzen die Tätigkeit näher erläutern.[45][46]

Im Gegensatz zum Deutschen – hier nutzt man die Hilfsverben haben, werden, sein – werden im Spanischen alle zusammengesetzten Zeiten mit dem Hilfsverb haber gebildet. Aber die beiden Hilfsverben ser und estar werden für die Konstruktion der passiven Zeitformen benötigt. Ser und estar sind die spanischen Entsprechungen von dt. „sein“ und „werden[47][48] als Kopulaverben[49][50] oder Hilfsverben.[51][52][53]

Ferner existieren im Spanischen noch verbos pseudocopulativos o semipredicativos diese üben eine ähnliche Funktion im Satz wie die eigentlichen Kopulaverben aus.[54]Einige Beispiele: salir, parecer, andar.[55]

Übersicht; Verwendung von ser[Bearbeiten]

Eine semantische Unterscheidung, also eine Unterscheidung, die auf der Bedeutung der Worte beruht, die das Verb ser begleiten:[56]

  • bei Definitionen und Identitätsangaben, etwa Angaben über den Beruf;
  • bei Aussagen über das fundamentale Sein, die Essenz des Seins; vereinfacht sind es kaum veränderbare Seinszustände, die einen umfangreicheren Abschnitt des Lebens oder gar das gesamte Leben beschreiben;
  • bei der Versprachlichung von Angaben über Herkunft, Material, Besitz und Gruppenzugehörigkeit (Nationalität), Sein plus Eigenschaft;
  • zur räumlichen und zeitlichen Einordnung eines Geschehens oder Handlung;
  • gibt die räumliche Position ausschließlich bei einer dauerhaften, permanenten und fixen Ortsbestimmung oder Ortsangabe an;
  • zur sachlich, neutralen Beschreibung von Personen, ihrer wesentlichen Eigenschaften;
  • zur objektiven Beschreibung von dauerhaften Zuständen;
  • zur Angabe des exakten Datums, Uhrzeit und Preise;
  • bei der Verwendung in analytischen Passivkonstruktionen, mit ser im Sinne einer sich vollziehender Handlung (Handlungspassiv). Beispiel Las barcas fueron construidas en seis meses. Die Kähne wurden in sechs Monaten gebaut. Ser entspräche dem deutschen werden und estar dem deutschen sein.;
  • in Begleitung spezifischer Adjektive, z. B. feliz, culpable, inocente, inteligente, necesario, importante, etc. um einem Objekt oder einen Begriff eine Eigenschaft a priori zuzusprechen.
    • so in den Konstruktionen des unpersönlichen Ausdrucks gebildet mit der Konjunktion „que“ welche dann häufig den Subjuntivo auslösen. Es sind Sätze die im Deutschen regelhaft mit „Es ist“ beginnen, folgende Beispiele: „ser“ + „Substantiv“ + „que“ + „subjuntivo“, „ser“ + „Adjektiv“ + „que“ + „subjuntivo“;
  • zur Bildung von Spalt- und Pseudospaltsätze oder Sperrsätze.

Ser erläutert also einen Zustand, ein Geschehen oder eine Handlungsfolge die permanent gegeben sind, im Sinne des deutschen „sein“.

Beispiel: Él es loco. Er ist ein Wahnsinniger.[57]

Ausführungen und Beispiele für ser[Bearbeiten]

  • ser dient zum Klassifizieren und Identifizieren: etwas oder jemand ist oder gleicht etwas oder jemand. Vereinfacht: charakteristische, unveränderliche von den jeweiligen Umständen unabhängiges Sein oder Wesenszüge des Subjekts. Beispiele: Pablo es médico P. ist Arzt; Jorge es el último de la fila J. ist der letzte in der Schlange; Esas señoras son argentinas Diese Damen sind Argentinierinnen; Montserrat Figueras es la esposa de Jordi Savall M. F. ist die Ehefrau von J. S.; Maite es ella, yo soy Rosa Maite ist sie, ich bin Rosa; Eres un cielo Du bist ein Schatz; ¿Quiénes sois vosotros? Wer seid ihr?; ¿Qué es esto? Was ist das?; ¿Cuál es la diferencia? Was ist der Unterschied?; Esto es un churro Das ist ein Churro; La reunión fue un éxito Das Treffen war ein Erfolg; Vivir es luchar Leben heißt Kämpfen; El / Un problema es que sigue nevando Das / Ein Problem ist, dass es weiter schneit.
    • ser dient zum Prädizieren mit definiten oder indefiniten Mengenausdrücken. Beispiele: Dos más dos son cuatro Zwei plus zwei gleich vier; Las dos cantidades son iguales Beide Mengen sind gleich; Una peseta no era mucho Eine Pesete war nicht viel; Todo esto es demasiado para mí Das alles ist zu viel für mich.
    • ser dient zum Prädizieren der Zeit. Beispiele: ¿Qué hora es? Wie spät ist es?; Son las doce y media Es ist halb eins; Ya es tarde Es ist bereits zu spät; En Lima es verano In Lima ist es Sommer; Es aún pronto para decidir Es ist noch zu früh für eine Entscheidung; Es hora de actuar Es ist Zeit zum Handeln.
  • ser ist bzw. ersetzt ein Verb des Geschehens. Beispiele: La final es el domingo Das Finale ist (findet statt) am Sonntag; La cita será en mi casa Das Treffen wird bei mir zu Hause sein; Todo fue por mi retraso Meine Verspätung war an allem schuld; No era para que te pusieras así Das war kein Grund, um dich so aufzuführen
  • ser ist das Kopulaverb für Adjektive, die Eigenschaften bezeichnen. Beispiele: Rusia es enorme Russland ist riesengroß; Las calles eran muy estrechas Die Straßen waren sehr eng; Algunos buenos jugadores son bajitos Einige gute Spieler sind kleingewachsen; ¿Por qué son redondas las estrellas? Warum sind die Sterne kugelförmig?; El hombre es libre Der Mensch ist frei; Los pobladores eran hospitalarios y pacíficos Die Einwohner waren gastfreundlich und friedfertig; Serán pobres, pero no son tontos Sie sind wohl arm, aber nicht dumm; Aquella victoria fue decisiva Jener Sieg war entscheidend; Nuestra clientela es internacional Unsere Kundschaft ist international.
  • ser ist das Kopulaverb für Wortgruppen, die zur Merkmalangabe dienen. Beispiele: La caja es de cartón Die Schachtel ist aus Pappe; La blusa era a cuadros Die Bluse hatte ein Karo-Muster; ¿De dónde eres? Wo kommst du her?; Soy de un pueblo del norte Ich komme aus einem Dorf im Norden
  • ser + Possessivpronomen drückt Besitz aus. Beispiele: Todo esto es mío Das alles gehört mir; Vendía pisos que no eran suyos Er verkaufte Wohnungen, die ihm nicht gehörten;
  • ser und die Präposition de, um den Ursprung, Herkunft auszudrücken. Beispiele: Este bolso es de cuero, ¿verdad? Este carruaje es del alcalde.

Übersicht; Verwendung von estar[Bearbeiten]

  • zur Beschreibung von zeitlich begrenzten Geschehen und Handlungen, also vorübergehenden Zuständen. Um wahrgenommene Veränderungen aus der Sicht des Sprechenden mitzuteilen oder auszudrücken, so dass es sich bei den Zuständen, Geschehnissen oder Handlungen um das Ergebnis eines Prozess handle;
  • zur subjektiven Beschreibung vorübergehender Zustände, Geschehen oder Handlungen;
    • etwa in der Konstruktion „estar“ + „Adverb“ + „que“ + Subjuntivo;
  • Aussagen über den Status des Seins;
  • zur örtlichen Lokalisierung, im Sinne von sich befinden eines Subjekts. Aber nicht um den Ort eines Ereignisses, im Sinne von stattfinden anzugeben;
  • zu Angabe von über Tages-, Jahresverläufe;
  • mit dem Partizip Perfekt, participio perfecto zur Angabe des Ereignisses einer Handlung;
  • bei der Verwendung in analytischen Passivkonstruktionen, mit estar bei einer vollendeten Handlung (Zustandspassiv). Beispiel: Las barcas están construidas. ’Die Kähne sind fertig gebaut.;
  • in der Konstruktion estar – Gerundium;
  • bei bestimmten Adjektiven, z. B. lleno, sano, solo, muerto, roto, enfadado, contento, cansado, etc. Estar beschreibt einen Zustand der gerade eintritt oder für eine gewisse Weile andauert, jedoch nicht für eine längeren Zeitraum, im Sinne des deutschen „werden“.

Beispiel: Él está loco. Er ist zurzeit wie wahnsinnig.[58]

Ausführungen und Beispiele für estar[Bearbeiten]

  • estar dient bei der Angabe des Wo im engen und weiteren Sinn. Vereinfacht: nur vorübergehende, von dem jeweiligen Umständen abhängige Zustände des Seins; ein implizites „Werden“. Beispiele: ¿Dónde está Lucas? Wo ist L.?; Luis está en el baño L. ist im Bad; Estamos aquí Wir sind hier; Sant Jordi está en el sur de Mallorca S.J. liegt im Süden von Mallorca; Cuba está a 90 millas de Estados Unidos Kuba liegt 90 Meilen von den USA entfernt; Manolo estaba en el mejor momento de su carrera M. war auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn; Estuve un año en paro Ich war ein Jahr arbeitslos; El país está en crisis Das Land ist in der Krise.
    • estar als Vollverb bedeutet "anwesend sein". Beispiele: ¿Está Laura? Ist Laura da?; Te llamé pero no estabas Ich rief dich an, aber du warst nicht da.
  • estar ist das Kopulaverb für Adjektive, Adverbien und Wortgruppen, die Zustand und Befinden bezeichnen. Beispiele: La sopa está fría Die Suppe ist kalt; Las camisas estaban todavía húmedas Die Hemden waren noch feucht; El mono está sucio Der Overall ist schmutzig; Los plátanos estaban verdes Die Bananen waren unreif; ¿Cómo estás? Wie geht's dir? Estoy maluca estos días Mir geht's dieser Tage nicht gut; Estuve cinco días con fiebre Ich hatte fünf Tage Fieber; Estábamos que no cabíamos en nuestro gozo Wir waren überglücklich; Estoy a régimen desde ayer Ich halte seit gestern streng Diät.
    • estar ist das Kopulaverb für Ausdrücke, die ein als außergewöhnlich empfundenes Aussehen oder Benehmen bezeichnen. Rosa está más guapa con el pelo corto Rosa sieht mit kurzem Haar besser aus; Qué rica está la sopa Wie gut die Suppe schmeckt; ¿Por qué están tan tranquilos los críos? Warum sind die Kinder so ruhig?[59]

Direktes (Akkusativ-), indirektes (Dativ-) und Genitiv–Objekt[Bearbeiten]

Ein direktes Objekt, objeto directo steht für ein Objekt, das gemäß seiner semantischen Rolle nicht aktiv handelt, sondern etwas erleidet, mit dem etwas geschieht.[60] Es entspricht zumeist dem deutschen Akkusativ, es antwortet im Deutschen auf die Frage "Wen oder was?".

Ein indirektes Objekt, objeto indirecto steht für ein Objekt, das den Empfänger des Gegebenen darstellt. Es gleicht dem deutschen Dativ und antwortet im Deutschen auf die Frage "Wem?"[61]

Das direkte Objekt ist die Person (Tier oder Gegenstand), die von der Handlung oder Aktion eines Verbs unmittelbar getroffen ist. Somit bezieht sich das Akkusativobjekt nicht darauf, wer oder was etwas tut, sondern auf wen oder was unmittelbar und direkt eine Handlung oder ggfs. Wirkung ausgeübt wird.

Als indirektes Objekt bezeichnet man die Person (oder Sache), die die Folgen einer Handlung erfährt. Handelt es sich um eine Person, aber nicht um eine Sache, so wird auch beim direkten Objekt vor den Substantiven, aber auch nur bei diesen, die Präposition a gestellt.

No conozco a tus hermanos.

Ersetzt man dieses direkte Objekt durch ein Pronomen, entfällt auch die Anwendung der Präposition mit a.

Tú no conoces a mis hermanos, ¿verdad? No, no los conozco.

Wenn in einem Aussagesatz ein direktes Objekt (Akkusativ) existiert, rückt dieses in der Regel vor das indirekte Objekt (Dativ). Im Deutschen sind die Positionen umgekehrt. Isabel ha demonstrado la cámera a sus amigas. Das direkte Objekt, "wen oder was", la cámera folgt vor dem indirekten Objekt, „wem“, a sus amigas dem Subjekt, „wer oder was“ und dem Prädikat „was wird getan“.

Das direkte und indirekte Objekt kann durch Objektpronomen[62] (siehe Abschnitt 9.1 Personalpronomen) ersetzt werden, pronombres del complemento de objeto directo bzw. indirecto. Werden dabei Satzteile durch ein Pronomen ersetzt, bezeichnet man dies im Spanischen auch als Complemento directo beim Akkusativ oder als Complemento indirecto, wenn das Objekt im Dativ ersetzt wird. Für die Stellung im Satzbau ergeben sich jeweils folgende Möglichkeiten:

  • direkt vor dem konjugierten Verb. In den zusammengesetzten Zeiten vor dem konjugierten Hilfsverb „haber“.[63]
  • an der Infinitivform des Verbs direkt anhängend, also als ein gemeinsames Wort. Voy a recibirlo. Ich werde es empfangen.;
  • ebenso beim Gerundium, gerundio, auch hier anhängend als ein zusammengesetztes Wort. Estoy recibiéndolo. Ich empfange es grade.

Falls ein Dativpronomen wie le oder les[64] vor einem der Akkusativpronomen wie lo, los, la oder las steht, wird das Dativpronom zu se umgewandelt. Die spanischen Dativ- und Akkusativpronomen benutzt man, um sich Dinge oder Personen zu beziehen, die bereits genannt wurden.[65]

  • Das direkte Objekt (das Akkusativobjekt, complemento directo) ist bei Sachbezeichnungen unmarkiert: Vimos la casa Wir sahen das Haus.
Bei Personen- und Tierbezeichnungen steht vor dem Akkusativobjekt die Präposition a: Vimos a los niños Wir sahen die Kinder; Acarició a una perrita Er streichelte eine kleine Hündin.
A steht auch vor Pronomen, die Personen bezeichnen: ¿Viste a alguien? Hast Du jemanden gesehen?; No vimos a nadie Wir sahen niemanden; ¿A quién has saludado? Wen hast du gegrüßt?
Bei zahlreichen Verwendungsweisen von tener sowie bei unbestimmter Benennung steht kein a vor Personen- oder Tierbezeichnungen: Tenemos Papa Wir haben einen Papst; Tengo un gato Ich habe eine Katze; Secuestraban niños Sie entführten Kinder.
  • Das indirekte Objekt (das Dativobjekt, complemento indirecto) wird mit der Präposition a eingeführt: Envió un mail a su novia Er schickte seiner Freundin eine Mail.
Es ist im Spanischen üblich, mit den Dativformen des Personalpronomens (le und les bzw. se) das Dativobjekt vorwegzunehmen: Le dio la mano a su adversario Er gab seinem Gegner die Hand; Quiero enseñarles esto a mis amigos Ich möchte dies meinen Freunden zeigen; El libro se lo llevaré a Beatriz la semana que viene Das Buch werde ich Beatriz nächste Woche bringen.

Das Genitiv-Objekt, ist ein Satzteil der mit der Präposition de ausgedrückt wird. Este es el libro de la Sra. Muñoz.

Zusammengefasst: Wenn man für das direkte und indirekte Objekt die beiden unbetonten Personal– oder Objektpronomen in einem Satz verwendet, werden beide vor dem Verb (Prädikat) platziert. Zuerst kommt aber im Spanischen Satz das Objekt das etwas erfährt, dem etwas gegeben wird. Dann folgt erst das Objekt, das nicht aktiv handelt. Die Reihenfolge der Objektpronomen ist in der Ordnung des Satzes wie folgt festgelegt:

Subjekt - indirektes Objektpronomen (Dativ) - direktes Objektpronomen (Akkusativ) - Verb.[66]

  • (Yo) te doy el coche. (Ich) dir ich–gebe das Auto. Also: Ich gebe dir das Auto.
  • (Yo) te lo doy. (Ich) dir es ich–gebe. Also: Ich gebe es dir.
  • (Nosotros) les damos el coche a las sobrinas. (Wir) ihnen wir–geben das Auto den Nichten. Also: Wir geben das Auto den Nichten.
  • (Nosotros) se lo damos. (Wir) ihnen es wir–geben. Also: Wir geben es ihnen.

Pronomen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pronomen (spanisch)

Ein Pronomen, pronombre ist eine Wortart, die für ein Nomen eintritt, dadurch zählen sie zu den nominalen Wörtern, da sie stellvertretend für Nominalphrasen, sintagma nominal eintreten und dieselben Funktionen wie diese einnehmen können. Die Referenz eines Pronomens hängt also vom Antezedens oder der Nominalphrase ab, auf das es sich bezieht.[67] Die Pronomen oder auch Fürwörter vertreten Personen und Sachen im Nominativ, Genitiv (possessives Objekt), Dativ (indirektes Objekt) oder Akkusativ (direktes Objekt). Pronomen die im Nominativ stehen sind das Subjekt des Satzes, hingegen sind die Pronomen oder Substantive, die im Genitiv, indirekten oder direkten Objekt stehen Objekt des Satzes. Die betonten Objektpronomina entwickelten sich aus den Deklinationsformen des lateinischen Dativs (indirektes Objektpronomen) aber die unbetonten Pronomina hingegen aus den Formen des Akkusativs (direkte Objektpronomen). Beispiele:


Bezieht sich nun das Pronomen in seiner Funktion auf ein direktes oder ein indirektes Objekt im Satz, also auf eine Sache oder eine Person, so nennt man sie Objektpronomen, pronombres de objeto. Im spanischen Satz werden die Objektpronomen meistens zwischen Subjekt und Prädikat gestellt, wobei indirektes oder Dativ-Pronomen vor dem direkten oder Akkusativ-Pronomen stehen.[68] Prinzipiell werden substantivische Pronomen von attributiven Pronomen unterschieden; erstere können ohne ein Substantiv verwendet werden, letztere können dies nicht. Beispiel: ¿Dónde está tu clave? He olvidado el mío. Aber ¿Dónde está tu clave? He leído este clave.

Pronomina dienen dazu, etwa durch deiktische, anaphorische, quantifizierende Verfahren auf Gegenstände (einzelne Gegenstände, Substanzen, Gruppen) Bezug zu nehmen, ohne über diese Gegenstände zu prädizieren oder sie zu benennen. So haben die erste und zweite Person von Personalpronomen (yo, tu, os, les) eine deiktische Funktion, indem sie auf den/die Sprecher bzw. dessen/deren Adressaten verweisen, wohingegen die dritte Person (él, la, lo) für gewöhnlich eine anaphorische Funktion erfüllt, indem sie eine bestehende Orientierung auf eine Person oder ein Ding fortführt. Mit dem anaphorischen Pronomen kann ein Sprecher anaphorisch auf bereits eingeführte oder im Kontext vorhandene Personen, Gegenstände und Sachverhalte, die nicht die Rolle der Kommunikanten (Sprecher und Hörer) innehaben, Bezug nehmen.

Personalpronomen[Bearbeiten]

Das Personalpronomen, pronombres personales (Personaldeixis) im Spanischen wird durch die grammatischen Kategorien von Person, Numerus, Genus und auch Kasus definiert. Durchgängig ausgeprägt sind alle Kategorien bis auf das Genus. Sie haben die Funktion einer Nominalphrase, sintagma nominal SN im Satz.

Die spanische Sprache gab die lateinischen Falldeklinationen der Nomen auf.[69] Aber bei den Personalpronomen finden sich noch Reste des morphologischen Kasus, wie er im Lateinischen üblich war. Jedoch kennt sie mehrfache Personalpronomen im Verwendungskontext des zu ersetzenden Nomens. Man unterscheidet bei Personalpronomen vier Fälle: den Nominativ, wer oder was tut etwas, den Genitiv, wessen oder was, das direkte Objekt (in der Kasusterminologie Akkusativ), complemento directo (COD) wen oder was, und das indirekte Objekt (in der Kasusterminologie Dativ), complemento indirecto (COI) wem oder was.

Man unterscheidet unbetonte, verbundene Personalpronomen, Pronombre personal átono von den betonten, unverbundenen, selbstständigen Personalpronomen, Pronombre personal tónico. Die unbetonten Personalpronomen (in der Tabelle unter Akkusativ oder Dativ) stehen stellvertretend für Personen oder Sachen in den zuvor genannten Fällen. Die Personalpronomen des Nominativ werden deshalb zumeist weggelassen, da sie in der konjugierten Verbform, dem Prädikat – was wird getan oder tut sich – ihren Ausdruck finden. Die betonten Personalpronomen (siehe in der Tabelle unter Nominativ und Vokativ) stehen stellvertretend für Personen entsprechend der Fälle und können dabei sowohl im Subjekt als auch im Objekt eines Satz stehen, (siehe auch Tobler-Mussafia-Gesetz).[70] Deshalb können die Personalpronomen auch nach ihrer Satzfunktion in Subjektpronomen, pronombres personales de sujeto. und Objektpronomen, - de objeto eingeteilt werden.

Prinzipiell können die Personalpronomen in ihren Funktionen im Satz in zwei Kategorien eingeteilt werden. So kann man die Subjektpronomen, pronombres de sujeto von den Objektpronomen, pronombres de objeto unterscheiden. Letztere wiederum in die direkten Objektpronomen (in der Kasusterminologie Akkusativ)[71] und die indirekten Objektpronomen (in der Kasusterminologie Dativ):[72]

Juan lo quiso comprar.
Juan quiso comprarlo.
  • No lo he visto. Ich habe es nicht gesehen (direktes Objekt; der Kasus „der Bewegung und des zielgerichteten, dynamischen Geschehens“).[73] Das direkte Objekt kann durch das Pronomen lo oder la in Singularform oder durch die Pluralformen los oder las ersetzt werden. Beispiele:
  • Carlos come manzanas.
  • Carlos las come.
  • Se las come.
  • Carlos come melocotónes.
  • Carlos los come.
  • Se los come.
  • Le doy mi coche. Ich gebe ihr (oder ihm) mein Auto (indirektes Objekt; „der Kasus des statischen Zustands oder der Lagebezeichnung, des Besitzers und des Empfängers“.[74])
  • Carlos llevó manzanas a su madre.
  • Le llevó manzanas.

Eine Umwandlung in das Passiv lässt das indirekte Objekt hervortreten:

  • Las manzanas fueron llevadas por Carlos a su madre.

Die Mutter ist diejenige, die in diesem Fall die Folgen der Handlung von Carlos „zu spüren“ bekommt, da sie die Äpfel erhält. Damit ist die Mutter ist das indirekte Objekt.

Bei den Personalpronomen können noch betonte, pronombres tónicos und unbetonte Personalpronomen, pronombres átonos unterschieden werden, (siehe unten). Die Objektpronomen (Akkusativ, Dativ) gehören zu den unbetonten Personalpronomen. Hingeben werden zu den betonten Personalpronomen die Subjektpronomen und auch die präpositionalen Objektpronomen (pronombres término de preposicón) gezählt.

Personalpronomen der dritten Person Singular oder Plural verweisen fast immer auf etwas im Kontext Erwähntes. Ein Beispiel: Un lobo gris olió la carne y la comió. Hier beziehen sich la carne und das Pronomen la vor comió auf dasselbe, sie haben denselben Referenten, sind damit koreferent. Anders verhielte es sich mit den Pronomen der ersten und zweiten Person, da sie auf die Teilnehmer der gemeinsamen Sprechhandlung selbst hinwiesen. Die erste Person im Singular steht für den Sprecher, die erste Person im Plural für eine Gruppe, für die etwa der Sprecher stellvertretend kommuniziert und die zweite Person Singular bzw. Plural steht für den bzw. die Hörer (Rezipienten).

Treffen zwei Personalpronomen an einem Verb zusammen, gilt die Regel Person (indirektes Objekt, in der Kasusterminologie Dativ) vor Sache (direktes Objekt, in der Kasusterminologie Akkusativ). Die Regel gilt, wenn das Pronomen vor der (konjugierten) Verbform (in zusammengesetzten Zeiten vor dem Hilfsverb) platziert wird aber auch beim Anhängen des Pronomen, an den Infinitiv, Gerundium, und bejahenden Imperativ. Beispiel: Lo he comprado en el salón del automóvil. Treffen zwei Personalpronomen der dritten Person an einem Verb zusammen so wird aus dem Dativpronomen (indirektes Objekt) le, les das Pronomen se. Le und les, die Dativpronomen, werden vor le, lo, la und les, los, las, dem Akkusativpronomen, zu se. Beispiel: Les da el coche wird zu Se lo da und keinesfalls zu Les lo da. Es gilt: Kommen die indirekten Objektpronomen le, les in einem Satz mit den direkten Objektpronomen lo, la, los, las zusammen vor, dann werden le, les durch se ersetzt.

Ist das direkte Objekt, Akkusativ ebenso eine Person, dann gilt die Regel; indirektes Objekt, Dativ vor Akkusativ. Beispiel: ¿Conoce Vd. a mi amgia? Se la presente und keinesfalls Le la presento. Oder ¡Dímelo otra vez, por favor! Sage mir es noch einmal, bitte!

Um die, etwa die Person besonders zu Betonen stehen zwei Pronomen gleichzeitig: die unbetonte Form des Personalpronomens vor dem Verb und die betonte Form am Satzanfang bzw. nach dem Verb. Die Verwendung und der Gebrauch spanischer Objektpronomen kann als pleonastisch beschrieben werden. Man kennzeichnet das direkte oder auch indirekt Objekt zusätzlich durch ein entsprechendes Objektpronomen im Satz. Dabei können die betonten Formen des Personalpronomen niemals allein als Objekt stehen, vielmehr werden sie nur zusätzlich zur entsprechenden unbetonten Form eingesetzt.[75] Beispiel: A mi no me han invitado.

Im klassischen Latein galt, dass, wenn zwei Pronomina aufeinanderfolgten, der Dativ dem Akkusativ vorausging, so z. B. „illi illum“ (in Deutsch „ihm es“, also sinngemäß „es ihm“) oder „illi illas“ (in Deutsch „ihm sie“ also sinngemäß „sie ihm“). Lautsprachlich veränderten sich die Vokale im Vulgärlatein, das unbetonte „i“ des Anlauts des ersten lateinischen Pronomen geht zugunsten des „i“ im Anlaut des zweiten Pronoms verloren. Sie entwickelten sich nunmehr lautsprachlich über die Stufen „lielo“ bzw. „liela“ zu den altspanische Pronomen „gelo“ bzw. „gela“.[76]

  • illi illum > lielo > gelo > lo
  • illi illam > liela > gela > la
  • illi illud > lielu > gelu > lo
  • illi illos > lielos > gelos > los
  • illi illas > lielas > gelas > las

[77][78][79]

Die Herausbildung der heutigen Formen se lo und se la vollzog sich im 16. Jahrhundert.

Stehen die Personalpronomen in Verbindung mit einer Verbalperiphrase (perífrasis verbal) oder einem Modalverb[80] schreibt man das Pronomen entweder vor dem konjugierten Verb oder aber nnnach dem verbundenen Infinitiv bzw. Gerundium. Wird das Pronomen in diesem Sinne nachgestellt verbindet es sich mit dem Infinitiv bzw. Gerundium zu einem Wort. Beispiel: Puedes comprarlo en el vendedor de coches.

In der Umgangssprache findet sich häufig das sogenannte redundante Personalpronom. Hierunter versteht man ein für das Spanische eigentümliche Wiederholen der Personalpronomen im Dativ (indirektes Objekt) und Akkusativ (direktes Objekt). Beispiel: Esto no se lo he dicho yo. Das nicht habe ich ihnen gesagt.[81]

Person Kasus
Nominativ und Vokativ
(als Subjekt des Satzes)
Ablativ
(nach Präpositionen oder instrumental)[82]
Akkusativ
(direktes Objekt)
Dativ
(indirektes Objekt)
Reflexiv
(Akkusativ und Dativ)
1. Pers. Sg. ich yo mí (conmigo) me[83][84] me[85]
2. Pers. Sg. du tú/vos ** ti (contigo) te[86][87] te[88]
3. Pers. Sg. Mask. er él él, sí (consigo) * lo, le[89][90] le (se) se[91]
3. Pers. Sg. Fem. sie ella ella, sí (consigo) * la[92]
3. Pers. Sg. Neutr. es - -, - (-) * -
3. Pers. Sg. Höflichkeitsform Sie usted usted, sí (consigo) * lo, la, le
1. Pers. Pl. Mask. wir nosotros nos[93][94] nos[95]
1. Pers. Pl. Fem. wir nosotras nos
2. Pers. Pl. Mask. ihr vosotros os[96][97] os[98]
2. Pers. Pl. Fem. ihr vosotras os
3. Pers. Pl. Mask. sie ellos ellos, sí (consigo) * los, les[99][100] les (se) se[101]
3. Pers. Pl. Fem. sie ellas ellas, sí (consigo) * las
3. Pers. Pl. Höflichkeitsform Sie ustedes ustedes, sí (consigo) * los, las, les
Bemerkungen
  • * Die Form des Ablativs ist immer reflexiv. 
  • ** Voseo beinhaltet den Gebrauch des Pronomens vos (historisch „Ihr“) anstelle von („du“) in der singularischen Anrede in einigen nicht europäischen Ländern.

Leísmo, laísmo[Bearbeiten]

Leísmo und laísmo kommen häufig im europäischen Spanisch vor. Ersteres hat dort ein viel größeres soziales Prestige als letzteres.

Leísmo nennt man die Verwendung der Dativformen le und les statt der Akkusativformen lo oder los. Dies geschieht vorwiegend beim Bezug auf Personen: la Reina le abrazó die Königin umarmte ihn; la Reina les abrazó die Königin umarmte sie. le und les werden vielerorts als die eigentlichen verbundenen Pronomen im Akkusativ für die Anredeweisen usted und ustedes angesehen: le acompaño, señor López Ich begleite Sie, Herr López; les acompaño, señores Ich begleite Sie, meine Herren.[102]

Laísmo nennt man die Verwendung der Akkusativformen la und las statt der Dativformen le oder les beim Bezug auf weibliche Personen: su padre la regaló un rímel ihr Vater schenkte ihr eine Wimperntusche; su padre las regaló un rímel ihr Vater schenkte ihnen eine Wimperntusche.

Betonte und unbetonte Personalpronomen[Bearbeiten]

  • Die „betonten, unverbundenen, selbstständigen Personalpronomen“ sind die Nominativ- sowie die Präpositionalkasus-Formen (mit den Sonderverbindungen für con: conmigo, contigo, consigo). In der spanischen Linguistik kennt man sie als pronombres tónicos. Diese Wörter können in verblosen Äußerungen vorkommen: ¡Yo! Ich!; todo para ti alles für dich; el problema en sí das Problem an sich.
    • Die Nominativformen verwendet man in einem Satz nur bei irgendwie notwendiger Unterstreichung: Incluso él lo entendió sogar er hat es verstanden; mi único amigo eres tú mein einziger Freund, das bist du.
    • Ello steht allein für Sachverhalte: Nuestra calle ya no es segura y ello nos inquieta unsere Straße ist nicht mehr sicher und das beunruhigt uns; no saben idiomas y hasta se enorgullecen de ello sie können keine Fremdsprachen und sind sogar stolz darauf. Ello wird sehr häufig durch eso oder esto ersetzt.
  • Die Formen für Akkusativ, Dativ und Reflexiv sind unbetonte Wörter, die allein an eine Verbform gekoppelt benutzt werden dürfen. Spanisch nennt man sie pronombres átonos.
    • Dativ steht vor Akkusativ: (Yo) Te lo digo ich sage es dir. le und les werden dann zu se: Se lo digo ich sage es ihm/ihr/ihnen/Ihnen.
    • Die „verbundenen, unbetonten Pronomen“ stehen, proklitisch, vor einer finiten Verbform des Indikativs sowie Konjunktivs und des verneinenden Imperativs: (Tú) Me miras du siehst mich an; para que lo hagas damit du es tust; no te preocupes mach dir keine Sorgen!
    • Die „verbundenen, unbetonten Pronomen“ stehen, enklitisch, an Infinitiv, Gerundio, sowie an den bejahten Imperativ angehängt (auch postklitisch genannt). Das schreibt man in einem Wort, was evtl. Akzentsetzung verlangt: Mirarme mich ansehen; intentándolo es versuchend; cómpramelo kauf mir es!
      • Die Anhängungsregel kennt Ausnahmen bei zahlreichen Periphrasen mit Infinitiv und Gerundio. Beispiele: Quiero entenderte oder (Yo) te quiero entender ich will dich verstehen; estábamos preparándonos oder nos estábamos preparando wir bereiteten uns vor.
  • Will man in einem Satz den Akkusativ oder Dativ betonen, muss man a + Präpositionalkasus verwenden, wobei auch die entsprechenden verbundenen Formen obligatorisch eingesetzt werden müssen. Beispiele: Primero me miró a mí Zunächst sah sie mich an; A ella no le han subido nunca el sueldo Ihr hat man noch nie das Gehalt erhöht.

Reflexivpronomen[Bearbeiten]

Reflexivpronomen, Pronombre refelxivo werden in der Konjugation von Reflexivverben mit der Endung -se verwendet. Reflexivverben sind vergleichbar mit dem deutschen Verb „setzen“. Ich setzte mich Du setzt dich usw. Somit ersetzen die Reflexivpronomen ein Objekt, die dieselbe Person charakterisieren wie das Subjekt des Satzes, dadurch fallen die Handlung oder das Ereignis auf das Subjekt selbst zurück, mit dem es in Genus und Numerus übereinstimmt. Es kommt nur für das direkte und indirekte Objekt (Akkusativ und Dativ) vor. Im Spanischen ist es aber bedeutungslos, ob das Reflexivpronomen ein direktes oder indirektes Objekt ist. Beispiel: Me ducho por las mañanas. Ich dusche mich morgens. Me ducho los pelos. Ich dusche mir die Haare.

Dies sind die Reflexivpronomen:

  • Yo (ich): me
  • Tú/vos (du) : te
  • Él/Ella/Usted (er/sie/Sie): se
  • Nosotros/as (wir): nos
  • Vosotros/as (ihr): os
  • Ellos/as/Ustedes (sie, Sie): se

Ein Beispiel für ein Reflexivverb ist hablar/hablarse:

(Yo) hablo español bedeutet Ich spreche Spanisch, während (Yo) me hablo español so viel heißt wie Ich kann Spanisch sprechen.

hablar: sprechen; hablarse: sprechen können

Reflexive Verben können auch Bedeutungen umdrehen, z. B.:

matar: töten; matarse: getötet werden.

Im Satz stehen die Reflexivpronomen vor dem konjugierten Verb bzw. bei den zusammengesetzten Zeiten vor dem Hilfsverb, aber hinter einer Verneinung. Beispiel: El paciente no se quiere lavar. Der Patient will sich nicht waschen. Man kann das reflexive Pronomen an das Infinitiv oder auch das Gerundium anhängen, an den bejahenden Imperativ aber muss man es als Suffix anfügen. Beispiel: ¡Tranquilizate, chico! Bleib ruhig, Junge!

Demonstrativpronomen[Bearbeiten]

Durch die Demonstrativpronomen, pronombre demonstrativo werden gewissermaßen die relationale Gefüge – räumlich, zeitlich und andere Beziehungen – von Sprecher und Angesprochenem charakterisiert. Somit drückt das Demonstrativpronomen eine Zeigehandlung (Deixis) aus, dabei werden die zuvor genannten Beziehungen unterschieden, wobei sich zwischen Sprecher und Hörer eine Entfernung (nah-fern, vorher-später, usw) unterscheiden lässt. Es steht nur in der dritten Person und richtet sich Genus und Numerus (Kasusendungen des Substantivs kennt das Spanische ja nicht) nach dem Substantiv (Nomen) auf das es sich bezieht oder das es vertritt. Sollte das Demonstrativpronomen aber nicht unmittelbar vor dem Substantiv auf das es sich bezieht lokalisiert sein, erhält es einen Akzent, im spanischen ist dies immer ein Akut. Vollständigkeitshalber wurden die Adverbien aquí, ahí und allí mit in die unten stehende Tabelle, zur Verdeutlichung der räumlichen Relationen, mit aufgenommen.

Wenn die Demonstrativa als Pronomen (also alleinstehend) gebraucht werden, tragen sie einen Akzent, um Missverständnisse zu vermeiden; zum Beispiel:

  • Leyeron aquellos libros. (=sie lasen diese Bücher dort) und
  • Leyeron aquéllos libros. (=sie dort, lasen Bücher).

Werden sie als Begleiter gebraucht, tragen sie keinen Akzent.

* Die Formen des Neutrums esto, eso, aquello werden nur als Pronomen gebraucht und tragen keinen Akzent.

Possessivpronomen[Bearbeiten]

Das Possessivpronomen, pronombre posesivo muss nur in Person, Genus und Numerus (Kasusendungen des Substantivs kennt das Spanische ja nicht) mit dem Substantiv (Nomen), auf welches es sich bezieht, übereinstimmen. Mit dem Possessivpronomen bestimmt man zu einem Bezugsobjekt einen Besitzer, eine Zugehörigkeit oder gibt einer Verbundenheit Ausdruck. Man unterscheidet die unbetonten, schwachen Possessivpronomen, pronombre posesivos átonos o antepuestos o prenominales von den betonten, starken Pronomen, pronombre posesivos tónicos o posnominales o pospuestos. Während die unbetonten Formen stets vor einem Substantiv stehen, gilt für die betonten Formen das sie immer hinter dem Substantiv, auf das sie sich beziehen stehen. Syntaktisch können die Possivpronomen attributiv, prädikativ oder auch substantiviert eingesetzt werden. Im ersten Fall kommen sowohl die unbetonten als auch die betonten vor. Im prädikativen und substantivierten Gebrauch aber werden sie immer in ihrer betonten Form verwendet. Beispiele: Este es mi coche. aber El coche es mía.[103]

1. Person unbetonte; betonte 2. Person unbetonte; betonte 3. Person unbetonte; betonte
Maskulinum Singular mi(s);                 mío(s) tu(s);                 tuyo(s) su(s);         suyo(s)
Femininum Singular mi(s);                 mía(s) tu(s);                 tuya(s) su(s);         suya(s)
Maskulinum Plural nuestro(s);         nuestro(s) vuestro(s);        vuestro(s) su(s);         suyo(s)
Femininum Plural nuestra(s);         nuestra(s) vuestra(s);        vuestra(s) su(s);         suya(s)

Indefinitpronomen[Bearbeiten]

Die Indefinitpronomen, pronombres indefinidos,[104][105] sind Worte, auch unbestimmte Fürwörter, die einem Mengenbezug Ausdruck verleihen, dabei aber häufig mit einer Tendenz zur Unschärfe. Sie stehen stellvertretend für eine oder mehrere unbestimmte Personen oder Sachen in der dritten Person und für Objekte, die man nicht näher quantifizieren oder identifizieren will oder kann. Dabei lassen sich vier Gruppen erfassen:

  • Die Indefinitpronomen der Schätzung. Beispiele: mucho', tanto'. bastante'. menos'. más
  • der Zuordnung. Beispiele: cada'. ambos'.
  • der Auswahl. Beispiele: algun', alguien, ninguno, nadie'. nada'. algo'. cualquiera und
  • der Gesamtheit. Beispiel: todo.[106]

Eine klare Ausprägung der grammatischen Kategorien Genus und Numerus besteht bei diesen Typ des Pronomens nicht.[107]

Stehen die Pronomen in Verbindung zu einem Substantiv, genauer vor einem solchen nennt man sie Indefinitbegleiter, pronombres indefinidos del discurso oder determinantes sie werden als Artikel gebraucht. Etliche Indefinitia können sowohl eine pronominale als auch begleitende, oder jeweils nur eine Funktion von beiden erfüllen. Einige werden ferner noch als adverbial verwendet.

Relativpronomen und Relativsatz[Bearbeiten]

Hauptartikel: Relativsatz (spanisch)

Ein Relativpronomen erfüllt in der spanischen Sprache wie im Deutschen auch, zwei Funktionen: Zum einen ersetzen sie Substantive, Adverbien, Pronomen und zum anderen verbinden sie einen Hauptsatz mit einem Nebensatz: Sie leiten den sogenannten Relativsatz ein. Relativsätze beziehen sich zumeist auf ein Substantiv, das man dann Bezugswort nennt. Relativpronomen übernehmen attributive Funktionen.[108]

Ein Relativpronomen verweist aus semantischer Sicht auf einen Antezendenten, der vordere Satzteil oder dem Bezugssubjekt im Satz. Man bezeichnet also mit Antezendenten das im Satz links stehende Element, das von einem rechts stehenden Element, etwa dem Bezugswort für ein Relativpronomen, aufgerufen wird. Beispiel: La casa en que vivo es mía.

Obgleich sich das Relativpronomen auf ein einzelnes oder mehrere vorausgegangene Substantive (Antezendenten) im Nominativ, Genitiv, Dativ (indirektes Objekt) oder Akkusativ (direktes Objekt) beziehen, stehen sie immer in der dritten Person. Beispielsweise für eine Sache que; Nominativ que; Genitiv de que; Dativ a que; Akkusativ que.[109]

Die Relativpronomen die mit einem Artikel gebildet sind, haben nicht nur eine maskuline, sondern auch feminine und eine jeweilige Pluralform, eine Ausnahme bildet das Neutrum lo que. Vor den Relativpronomen können Präpositionen stehen, sobre, con, delante, enfrente usw. Anders als im Deutschen verlangen die Präpositionen keinen spezifischen Kasus. Im Spanischem muss lediglich Numerus und Genus des Objektes auf die sich die Präposition bezieht angepasst werden. Relativpronomen tragen nie einen Akzent, während morphologisch ähnlich lautende Fragepronomen oder Interrogativpronomen, pronombre interrogativo wie etwa quién, cuál, cuánto usw. mit einem Akut-Akzent, acento agudo versehen werden. Aber auch Interrogativpronomen können einen Nebensatz einleiten.

Que[Bearbeiten]

Que hat den Charakter eines Universalrelativpronomens und lässt sich im Deutschen mit der, die, das wiedergeben. Alternativen zu que sind allein el cual oder quien/quienes in kommentierenden Relativsätzen, ebenso die Relativpronomen zu den Indefinitpronomen todo und todos. Beispiele mit que: Un idioma que hablan 400 millones Eine Sprache, die 400 Millionen sprechen; La guerra que perdimos Der Krieg, den wir verloren; Eso que ves allá arriba Das, was du da oben siehst; Varios señores que conversaban en inglés Mehrere Herren, die sich auf Englisch unterhielten; Sus piezas de teatro, que aún no han sido publicadas Seine Theaterstücke, die noch nicht veröffentlicht worden sind.

  • que wird häufig nach den Präpositionen de, en und con gebraucht. Beispiele: La taquilla a que nos dirigimos Der Schalter, zu dem wir gingen; Los libros con que aprendí español Die Bücher, mit denen ich Spanisch lernte.
  • Wenn das Beziehungswort ein Raumausdruck ist, wird häufig donde statt Präposition + que gebraucht. Beispiel: El lugar donde estuvo el Edén Der Ort, an dem sich der Garten Eden befand
  • Wenn das Beziehungswort ein Zeitausdruck ist, wird en que oder que gebraucht. Beispiele: Ese fue el día en que todos fuimos americanos Das war der Tag, an dem wir alle Amerikaner waren; Ahora que estamos solos Jetzt, da wir allein sind
  • Für 'die Art und Weise, wie' steht im Spanischen am häufigsten el modo / la manera / la forma en que. Beispiele: Ya nadie habla del modo en que se hizo del puesto Niemand spricht mehr über die Art und Weise, wie er die Stelle an sich riss; Está preocupada por la manera en que la miran Sie ist darüber besorgt, wie sie gesehen wird Es vergonzosa la forma en que nos trataron Es ist beschämend, wie sie uns behandelten

El que[Bearbeiten]

  • el que, la que, los que, las que sind Pronomen der Verallgemeinerung oder des hinweisenden Bezugs, sie lassen sich mit welcher, welche wiedergeben. Beispiele: El que espera, desespera Der wartet, der verzweifelt; Los que partieron ayer Die(jenigen, die) gestern abreisten; Su hermana es la que está sentada a su lado Seine Schwester ist die, die neben ihm sitzt.
  • el que , la que, los que, las que stehen nach Präpositionen. Beispiele: Un privilegio al que no quiere renunciar Ein Privileg, auf das er nicht verzichten will; Decisiones de las que depende nuestro futuro Entscheidungen, von denen unsere Zukunft abhängt.
A + el que als direktes Objekt[Bearbeiten]

Bei einem persönlichen oder belebten Beziehungswort wird als Akkusativobjekt a + el que gebraucht. Beispiele: El terrorista al que querían eliminar Der Terrorist, den man beseitigen wollte; Tres perritos a los que se logró rescatar Drei kleine Hunde, die man retten konnte

  • Statt el que kann in gehobenerem Stil el cual, la cual, los cuales, las cuales oder, personenbezogen, quien, quienes gebraucht werden. Beispiele: Su madre, a la cual él adoraba, murió bastante joven Seine Mutter, die er anbetete, starb ziemlich jung; Se trata de dos médicos a quienes usted no conoce Es handelt sich um zwei Ärzte, die Sie nicht kennen
A + el que als indirektes Objekt[Bearbeiten]

Beispiel: Los mudéjares son los musulmanes a los que tras la Reconquista se les permitió quedarse en su lugar de residencia Die Mudejares sind die Muslime, denen nach der Reconquista das Verbleiben an ihrem Wohnort erlaubt wurde

  • Statt el que kann in gehobenerem Stil el cual, la cual, los cuales, las cualess und, personenbezogen, quien, quienes gebraucht werden. Beispiele: Los políticos a los cuales pagamos para que administren nuestros impuestos Die Politiker, denen wir zahlen, damit sie unsere Steuern verwalten; Esta es la escritora a quien dieron el premio Das ist die Schriftstellerin, der sie die Urkunde für besondere Verdienste gaben

Lo que[Bearbeiten]

Kann in der deutschen Sprache mit was wiedergegeben werden.

  • lo que schließt sich ans Neutrum todo an: Eso es todo lo que sé Das ist alles, was ich weiß.
  • lo que ist ein Neutrum zur Benennung von etwas, das unbekannt ist, oder bleiben soll. Beispiele: Nunca somos lo que parecemos Wir sind nie, was wir zu sein scheinen; Lo que dice la Biblia Was die Bibel sagt.
  • lo que steht in einem weiterführenden Relativsatz, der sich auf den vorhergehenden Satzinhalt bezieht. Beispiel: Los colombianos se pusieron a bailar una cumbia, lo que desde luego animó considerablemente la fiesta Die Kolumbianer tanzten eine Cumbia, was die Feier natürlich sehr belebte.

El cual[Bearbeiten]

Ist in der deutschen Sprache wiedergebbar mit derjenige, der.

  • el cual, la cual, los cuales, las cuales gehören vornehmlich der Schriftsprache an. Sie werden nach Präpositionen, speziell nach langen und zusammengetzten gebraucht. Beispiele: Las matemáticas son el alfabeto con el cual Dios ha escrito el universo Die Mathematik ist das Alphabet, mit dem Gott das Universum geschrieben hat; Un dispositivo por medio del cual se controla el flujo de agua Eine Vorrichtung mittels derer der Wasserfluss kontrolliert wird
  • el cual, la cual, los cuales, las cuales werden allein als textweiterführend in einem kommentierenden Relativsatz gebraucht. Beispiel: Compuso tres óperas neorrománticas, las cuales se estrenaron años después de su muerte Er schrieb drei neuromantische Opern, welche erst Jahre nach seinem Tod uraufgeführt wurden

Lo cual[Bearbeiten]

Lo cual bezieht sich auf den vorhergehenden Satzinhalt; es wird gebraucht als textweiterführend in einem kommentierenden Relativsatz, als das, was wiedergebbar. Beispiele: Nació en Ginebra y se educó en Múnich y Londres, lo cual explica su poliglotía Er wurde in Genf geboren und ging zur Schule in München und London, was seine Mehrsprachigkeit erklärt; Estas palabras se usan delante de los nombres, a causa de lo cual se las llama preposiciones Diese Wörter erscheinen vor den Nomen, weshalb sie Präpositionen genannt werden

Quien[Bearbeiten]

Im deutschen wiederzugeben mit der, das, wer. Es bezieht sich dabei ausschließlich auf Personen.

Cuyo[Bearbeiten]

cuyo, cuya, cuyos, cuyas übersetzen dessen, deren, wobei die Kongruenz der spanischen Possessivrelativa mit dem nachfolgenden Substantiv erfolgt. Beispiele: Una asociación cuyo objetivo es defender al fumador pasivo Eine Vereinigung, deren Ziel die Verteidigung des Passivrauchers ist; Carlos V, en cuyo imperio no se ponía el sol Karl V., in dessen Reich die Sonne nicht unterging.

Interrogativpronomen[Bearbeiten]

Verwendet werden sie häufig in der direkten Frage, in der indirekten Frage aber auch im Ausruf. Man unterscheidet sie zu gleichlautenden Reflexivpronomen u. a. durch einen Akzent den sie tragen.[110]

Verb[Bearbeiten]

Verben geben allgemein einer versprachlichten Realität insofern Ausdruck, als sie die Dinge der Wirklichkeit als Ereignisse präsentieren, die dem Einfluss von Zeit und Raum unterliegen. Wobei durch die Wahl der Wortart der Übergang von der „Ereignishaftigkeit“ bei den Verben zu der „Dinghaftigkeit“ der Substantive entschieden wird, Beispiel lignificar als Prozess der zur lignificación führt. Es lassen sich aus semantischer Sicht Vorgangs- von Tätigkeits- und Zustandsverben differenzieren, wobei sich diese Einteilung immer an die Form der sprachlichen Verwendung knüpft. Innerhalb der Tätigkeitsverben können als Untergruppe und Ausdruck des menschlichen Tuns noch die Handlungsverben begrifflich gefasst werden. So hat man am Beispiel – in den Sätzen mit dem Verb seguir – für das gleiche Verb unterschiedliche Kategorien der Verbtypen zur Verfügung:

  • El hombre sigue sin hablar. Zustandsverb
  • Los botes de remos siguen el río. Vorgangsverb
  • Sigo pensando en mi camino. Handlungsverb

[111]

Das spanische Verb kennt in seinem Flexionssystem die folgenden sieben grammatischen Kategorien:

Das Spanische ist eine Pro-Drop-Sprache oder Nullsubjektsprache, das heißt, dass das Subjekt(-Personalpronomen) nicht immer realisiert wird, obwohl es strukturell vorhanden ist. Im spanischen Satz kann das personaldeiktische Subjekt allein durch das konjugierte Verb, also dessen Personalform ausgedrückt und eindeutig bestimmt werden. Also Pronomina in bestimmten syntaktischen Positionen zur Konstitution eines grammatikalisch vollständigen Satzes nicht explizit realisiert sein müssen, also „fallen gelassen“ (engl. „pro drop“) werden können.[115] Dies wird möglich, weil sich im Spanischen eine ausgeprägte Flexionsmorphologie am Verb realisiert, das somit obligatorisch für Person und Numerus flektiert wird und hierdurch Rückschlüsse auf das Subjekt zulässt.[116] Im Vergleich zum neuzeitlichen englischen Verb – die englische Sprache hat in den letzten Jahrhunderten nahezu alle Flexionsformen aufgegeben – zeigt das Spanische, obzwar vermehrt ein analytischer Sprachaufbau genutzt wird, noch deutlich mehr des flektierenden bzw. synthetischen Sprachbaus, wie er vor allem in der lateinischen Sprache auffindbar ist, als eben das moderne Englisch.[117]

Im Vergleich zum Deutschen ist zu sehen, dass keine notwendige Korrelation zwischen dem morphologischen Typ einer Sprache und ihrem Verhalten in Bezug auf die Realisierung von Pronomina besteht: Zwar flektiert auch im Deutschen das Verb für dieselben Kategorien wie das Spanische, dennoch ist Deutsch keine Pro-Drop-Sprache. Deshalb spricht man hier jedoch häufiger auch von Semi-Pro-Drop-Sprachen.[118] Aus diesen Sachverhalten ergeben sich Lern- und Verständnisschwierigkeiten im interlingualen Kontext.[119][120][121][122] Wird im Spanischen aber das Subjektpronomen eingesetzt kann das zum einen stilistische Gründe haben, oder auch zum Zwecke der Vereindeutigung, der Gegenüberstellung oder der allgemeinen Hervorhebung dienen.

Über die Entwicklung zum Vulgärlatein und schließlich zu den romanischen Sprachen veränderte sich die Typologie des Lateinischen immer mehr in Richtung eines analytischen Sprachbaus. Das Latein war ebenso wie das Altgriechische, Sanskrit und andere alte indogermanische Sprachen eine typische flektierende Sprache mit synthetischem Sprachbau oder Syntax.[123] Über die Entwicklung zum Vulgärlatein und schließlich zu den romanischen Sprachen veränderte sich die Typologie des Lateinischen immer mehr in Richtung eines analytischen Sprachbaus. In der Morphologie der Verben, hat sich das Spanische von allen romanischen Sprachen die meisten grammatikalischen Strukturen aus dem Latein bewahrt.[124] Es finden sich synthetische Verbformen, wobei aber verstärkt analytische Prädikatsformen dazugekommen sind. Die analytischen Verbformen sind zusammengesetzte Verbformen, etwa wie das lateinische passive Perfekt laudatus sum. Im Gegensatz dazu stehen die synthetischen Verbformen. Synthetische Verbformen werden durch ein einziges Wort, in dem sich Tempus, Genus, Numerus, Modus und Person ausdrücken, etwa wie das lateinische amabam, amavi, dargestellt.[125]

Dabei gilt, und dies ist anders als in der deutschen Sprache, dass beim Prädikat, auch wenn es aus mehreren Teilen besteht (im Sinne einer analytischen Verbform), etwa einem Hilfsverb und einem Vollverb, diese beiden Teile nie getrennt werden dürfen.

Subjekt - Prädikat - indirektes Objekt (Dativ) - direktes Objekt (Akkusativ) - adverbiale Bestimmung oder - präpositionales Objekt.[126]

Unter relativen Verben versteht man Tätigkeitsworte, die neben dem Subjekt noch weitere Ergänzungen benötigen.[127] Bei diesen Ergänzungen handelt es sich vor allem um direkte Objekte (die mit der Präposition a gebildet werden), adverbiale Bestimmungen und Präpositionalobjekte, aber auch indirekte Objekte (die ebenfalls mit a gebildet werden) und Genitivobjekte (die mit der Präposition de gebildet werden).

Es gibt drei Konjugationssysteme: Die a-Konjugation (z. B. hablar), die e-Konjugation (z. B. comer) und die i-Konjugation (z. B. vivir). Eine Vielzahl häufig benutzter Verben weist unregelmäßige Formen auf.

Transitivität spanischer Verben[Bearbeiten]

Die Transitivität ist eine Eigenschaft, die der Klassifizierung von Verben dient. Im Allgemeinen gibt die Eigenschaft an, wie viele Mitspieler (Argumente) ein Verb verlangt. Die Eigenschaft der Transitivität ist eine spezielle, traditionell jedoch nur für Verben verwendete Form der Valenz.

  • Transitive Verben, verbos transitivos[128] die Ergänzung ist ein direktes Objekt (in der Kasusterminologie Akkusativ). Das Akkusativobjekt wird im Passiv zum Subjekt (siehe „10.5 Das Passiv“). Zu beachten ist, dass es einige Verben gibt, die im Deutschen das indirekte Objekt (in der Kasusterminologie Dativ) fordern, im Spanischen aber den Akkusativ verlangen. Beispiel: Compro un coche.
  • Intransitive Verben, verbos intransitivos können ohne Ergänzungen gebraucht werden. Diese Verben sind eingeschränkt passivfähig. Beispiel: Desde hoy no fumo más.
  • Reflexive Verben, verbos reflexivos diese Verben werden durch Reflexivpronomen begleitet, (siehe „9.2 Reflexivpronom“). Reflexive Verben sind Tätigkeitsworte, deren Aktion auf das Subjekt zurückfallen oder gerichtet sind. Subjekt und Reflexivpronom bezeichnen ein und dieselbe Person.[129] Dabei ist zwischen echten reflexiven Verben und reflexiv gebrauchte Verben zu unterscheiden. Beispiel: Esta discoteca se vende bien.

Infinite Verbformen im Spanischen[Bearbeiten]

Infinite Verben, formas no personales del verbo lassen weder die grammatische Person noch den Numerus erkennen. Hierzu zählen im Spanischen der Infinitiv, infinitivo das Partizip, participio[130] – eigentlich nur das Partizip, das mit haber zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten benötigt wird, und ser und estar für die Bildung des Passiv – und das Gerundium, gerundio.[131]

  • Infinitiv, modo infinitivo Beispiel: comprar
  • Partizip, participio Beispiel: comprado
  • Gerundium, gerundio Beispioel: comprando

Funktionell können diese drei infiniten Verbformen zur Verkürzung oder auch Ersetzung von untergeordneten, aber auch nebengeordneten Sätzen verwendet werden.[132]

Im der spanischen Sprache werden der Art und Weise wie Handlungen verlaufen durch verbale Umschreibungen, den so genannten Verbalperiphrasen, perífrasis verbales, Ausdruck gegeben. Dabei handelt es sich um Konstruktionen mit Verben der Bewegung, die in Verbindung mit den formas no personales del verbo also dem Infinitiv, Partizip oder Gerundium die ursprüngliche Bedeutung verlieren und damit Funktionen eines Quasi-Hilfsverbs annehmen.

Ein Vergleich mit den Bildungen der Kopulaverben und dem Participio einerseits und den Kopulaverb und dem Gerundio andererseits führt:

  • ser + Participio führt zur Bildung des Vorgangspassiv
  • estar + Participio führt zur Bildung des Zustandspassiv
  • estar + Gerundio führt zu einer Beschreibung einer gerade verlaufenden Handlung.

Gerundio[Bearbeiten]

Das Gerundio wird gebildet, indem an den Verbstamm die Endung -ando oder -iendo angehängt wird. Der spanische gerundio, obgleich im Deutschen mit Gerundium bezeichnet, stellt eine Verlaufsform dar. Das Deutsche kennt keine Form wie es das spanische gerundio darstellt. Vielmehr werden Adverbien zur Hilfe genommen. Mit dem gerundio kann man versprachlichen, was jemand gerade tut oder in einer Erzählung im Verlauf tat. Damit wird der Handlung oder dem Ereignis ein prozesshaften Verlauf verliehen. Das spanische gerundio kann keinesfalls wie das deutsche Gerundium adjektivisch verwendet werden. Werden deutsche gerundivische Satzkonstruktionen ins Spanische übertragen, kann dies nur in der Wiedergabe durch einen Relativsatz erfolgen, Beispiel: die werdenden Mütter werden zu las mujeres que vayan a dar a luz.[133]

Man unterscheidet zwei Formen des spanischen Gerundiums eine einfache Form, das gerundio simple und eine zusammengesetzte Form, das gerundio compuesto.

Man nutzt das gerundio simple um auszudrücken, ob eine Handlung oder Ereignis im Moment des Sprechens im Gange ist oder aber betont damit einen Vorgang selbst. Damit verleiht das gerundio simple einer Handlung Ausdruck, die zum Sprechzeitpunkt S (punto de habla (H), Sprechzeit) noch im Gange ist oder eben noch nicht abgeschlossen wurde. Das gerundio simple ist keiner Zeitstufe zuordenbar und drückt deshalb auch keine exakte Zeit (Tempus) aus. Vielmehr wird der Umstand gekennzeichnet das ein Ereignis "vor-sich-geht", "vor-sich-ging" oder "vor-sich-gehen" wird.[134]

Hingegen gibt das gerundio compuesto zum Ausdruck, das eine Handlung zum Zeitpunkt des Sprechens vergangen ist, aber über den berichteten Zeitraum noch im Gange war oder aber noch nicht abgeschlossen wurde.

Da es keine exakte Entsprechung in der deutschen Sprache gibt müssen Umschreibungen verwendet werden, so etwa soeben, im Moment, gerade, gerade etwas tun; jetzt gerade, im unmittelbaren Augenblick; dabei sein etwas zu machen und ähnliches mehr. Es übernimmt die Aufgaben eines modalen Adverbs insofern, dass es die Art und Weise wie etwas geschieht, ausdrückt. Unterscheidet sich aber insofern, da es die Gleichzeitigkeit, simultaneidad oder Parallelität mit der Handlung oder dem Ereignis des durch das konjugierte Verb versprachlichten Inhaltes betont. Beide Handlungen und Ereignisse müssen sich in der derselben Zeitstufe befinden. Die Verlaufsform der Gegenwart im Englischen, present progressive ähnelt in der Funktion dem spanischen Gerundium, gerundio.[135] Da das gerundio in dieser Form stets eine Handlung oder ein Ereignis in seinen Verlauf ausdrückt, hat es einen imperfektiven Aspekt.[136]

Das Gerundio geht im Hauptsatz eine sehr enge Beziehung zu dem Verb ein und kann deshalb nicht zum Ausdruck einer Nachzeitigkeit, posterioridad verwendet werden, also es darf mit dem Gerundio keine Handlung versprachlicht werden, die später als die Haupthandlung stattfindet. Sie dienen im Spanischen häufig zur Verkürzung von Nebensätzen. Nebensätze die man in der deutschen Sprache oft mit den Worten indem, weil, wenn, als, während beginnen. In solchen Fällen steht das Gerundio alleine und folgt häufig der konjugierten Verbform nach. Mit dem Gerundio können aber nur dann Nebensätze verkürzt werden, die im Subjekt des Haupt- und Nebensatzes identisch sind somit die Handlung oder das Ereignis im Nebensatz gleichzeitig mit der im Hauptsatz stattfindet.

Beispiel: Me caí bajando la escalerilla.

Im spanischen Gerundium[137] können Pronomen an das Ende des Gerundiums angehängt werden, handelt es sich um die adverbiale Verwendung des Gerundiums, ist das Anhängen des Pronomens zwingend.

Beispiel: Está tomando un café cortado. oder Está tomándoselo.

Zeiten, Modi und Aspekte mit ihren Bedeutungen[Bearbeiten]

Die Bezeichnung der einzelnen Zeitformen wurden von der Real Academia Española verschiedentlich geändert, so gibt es Unterschiede zwischen der Ausgabe von 1931 Gramática de la lengua española (Abgekürzt Gramática, 1931) und der Ausgabe von 1973 Esbozo de una nueva gramática de la lengua española, Real Academia Española. Comisión de Gramática (Abgekürzt Esbozo, 1973).[138]

Grafische Darstellung der spanischen Verben Zeitformen im Modo indicativo auf einen Zeitstrahl. In der Terminologie von Hans Reichenbach kann die Position R in Bezug auf H die Zeiten pasado (R – H), presente (H.R) und futuro (H–R) charakterisieren. Die Position von E bezüglich R beschreibt das als pluscuamperfecto (E – R), presente (R.E) und futuro als (R –E).

Von grundlegender Bedeutung in der Betrachtung der Verbflexion ist die grammatische Kategorie des Tempus. Der Tempus der deutschen Sprache kann mit den spanischen Tempora nicht gleichgesetzt werden. So kennt das Spanische weitaus mehr Temporaformen als das Deutsche, den sechs deutschen Formen stehen insgesamt siebzehn spanische Tempora gegenüber.[139] Mit den Tempora erhält der Sprecher die Möglichkeit, zeitliche Relationen im Augenblick des Sprechens zu dem Inhalt des Zusagenden mit morphologischen Mitteln zu realisieren. Das Tempus ist die differenzierteste Kategorie des spanischen Verbs. Dabei ist die Tempussetzung aber keine sprachliche Zeitmessung und zeigt deshalb auch nicht an wann ein Ereignis oder eine Handlung sich vollzieht, den physikalisch-zeitlich verschiedene Ereignisse sind durch denselben Tempus bezeichenbar.

Beispiel: Operaré mañana. Ich operiere morgen. oder Operaré dentro de un año. Ich werde innerhalb eines Jahres operieren.

Durch den Tempus ordnet ein Sprecher ein Ereignis oder eine Handlung aus der Sicht einer vergehenden Zeit (Zeitrelation) zu einem Referenzpunkt, punto de referencia R (Zeitverhältnis). So wird das „operieren“ im Satzbeispiel Operaré mañana oder Operaré dentro de un año nachzeitig zu der Sprechsituation gebildet. Die Dimensionen des zu versprachlichenden Wahrnehmungsraums für die Ereignisse bestehen aus zwei Angaben der Zeitrelation und dem Referenzpunkt.[140] Dadurch, dass der Tempus auf einen Referenzpunkt verweist, gewinnt der Tempus einen temporale deiktischen Wert. Eine Eigenschaft die der Aspekt nicht besitzt.

Hans Reichenbach schuf eine Terminologie zum Verständnis der versprachlichten Zeitenfolge.[141][142] Er beschrieb die Tempora mittels zweier Relationen zwischen den zuvor genannten drei Bezugspunkten. Für die Charakterisierung der verschiedenen Tempusformen wurde die Relation zwischen der Sprechzeitpunkt S, punto de habla H und dem Referenzpunkt R, punto de referencia R gesetzt sowie diejenige zwischen dem Ereigniszeitpunkt E, punto del evento E und dem Referenzpunkt R.[143]

In seinem von ihm ursprünglich formulierten Ansatz konnten aber nur temporale Relationen zwischen diesen drei Bezugspunkten beschrieben werden. Weiterentwicklungen seiner Theorie waren dann auch in der Lage komplizierte Beschreibungen der Vergangenheitstempora, wie etwa die des Imperfekts zu erklären.

Der Modus wiederum ermöglicht dem Sprechenden seine subjektive Einstellung zu dem Zusagenden Sachverhalt darzulegen, oder nach Jacob Wackernagel das Verhältnis der Tätigkeit zur Wirklichkeit zu beschreiben. Als unmarkierter Modus gilt der

  • Indikativ, Modo indicativo es setzt die Handlung oder Ereignis als wirklich, die übrigen Modi
  • Subjunktiv es setzt die Handlung als möglich,
  • Konditional es setzt die Handlung als bedingt, oder
  • Imperativ es setzt die Handlung als befohlen an.

Die Modi geben die subjektive Einstellung, Bedingtheit, also Zusammenhänge zwischen Objekten und den Repräsentationen im menschlichen Bewußtsein sowie der Aufforderung wieder.

Mit der Kategorie des Aspekts wiederum werden im Spanischen das Gegensatzpaar Pretérito imperfecto für das unabgeschlossene Ereignis und des Pretérito perfecto (compuesto) bzw. Pretérito indefinido für eine abgeschlossene Handlung bestimmt. Im Spanischen sind die Begriffe Tempus und Aspekt jedoch nicht deutlich voneinander geschieden. Dies liegt daran, dass die Aspektunterscheidung morphologisch nur in den Vergangenheitstempora ausgedrückt wird, dadurch fällt der Aspekt mit den Tempusbezeichnungen zusammen.

Finden nun alle diese, das Verb verändernde Markierungen statt, so ist dieses Verb als begrenzt, als ein finites Verb, alle anderen Verbformen aber sind als unbegrenzte, infinite Verben zu betrachten.[144]

Presente[Bearbeiten]

Im Presente[145] stehen gegenwärtige Handlungen. Versprachlicht Ereignisse und Handlungen der Gegenwart oder beschreibt Zustände des unmittelbaren Augenblicks. Dennoch können auch zukünftige Handlungen zum Ausdruck gebracht werden, wenn eine adverbiale Bestimmung dies deutlich macht.[146] In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: H . R . E, Sprechzeit . Referenzpunkt . Ereigniszeit.

Pretérito perfecto[Bearbeiten]

Im Pretérito perfecto[147] stehen Handlungen, die in der Vergangenheit begonnen haben, aber deren Zeitraum bis in die Gegenwart hineinreichen oder Auswirkungen auf sie haben. Aspektuell sind es aber Handlungen oder Ereignisse, die in dem Zeitraum ihres Geschehens als abgeschlossene Handlungen aufzufassen sind.[148] Dieses in die "Gegenwart hineinreichen" wird vom Sprecher im Sinne des Wortes eines gewissen Auswirkens auf die Gegenwart interpretiert und kündigt dadurch bereits seine Subjektivität an, hängt es doch von der Meinung des Sprechers ab, ob die Aktion bis in die Gegenwart hineinwirken soll oder nicht. Wählt der Sprecher das Pretérito perfecto als Referenz für die Beschreibung einer Handlung oder eines Ereignisses in der Vergangenheit, beschreibt er das Geschehen nicht nur als eine Zeitspanne, sondern räumt auch eine gegenseitige Einflussnahme auf diese Geschehen als solches ein. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E – H . R, Ereigniszeit – Sprechzeit . Referenzpunkt. Zur allgemeinen Orientierung lässt sich ein ungefähr vierundzwanzig Stunden zurückliegender Zeitpunkt angegeben, wobei dieser oft durch spezifische temporale Marker oder Wörter expliziert werden kann. Als solches ist diese Zeitform, in Funktion und Bildung, nahezu identisch mit dem englischen Present Perfect. Es ist eine zusammengesetzte Zeit. Aber es ist keine Erzählzeit, es ist also nicht möglich, eine Geschichte oder irgendeinen narrativen Text in diesem Tempus wiederzugeben. Folgende Wörter oder Wortkombinationen weisen auf die Verwendung dieser Zeit hin; so etwa bei Schilderungen die das Adverb bisher oder was bisher geschah einbeziehen: hoy, jamas, esta semana, nunca, ya, una vez, muchas veces, todavía no, en nuestro siglo. So sind dies häufig Zeitbestimmungen die, die Vergangenheit mit der Gegenwart einschließen können. Bei allen Temporalbestimmungen mit esta, este, esto oder bei den Adverbien die eine direkte zeitliche Nähe zum Ausgesagten aufzeigen, wie hace poco, desde hace poco, últimamente, en los últimos tiempos. In vielen Ländern Lateinamerikas wird das Perfecto vor allem in der gesprochenen Sprache kaum verwendet, sondern durch das Indefinido ersetzt.

Beispiel: He comprado una casa.

Pretérito imperfecto[Bearbeiten]

Im Pretérito imperfecto stehen - wie im französischen Imparfait und im englischen Past Progressive - länger andauernde oder sich wiederholende Handlungen in der Vergangenheit, die nicht in der Vergangenheit abgeschlossen worden sind.[149] In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito imperfecto dem frz. Imparfait it. Indicativo imperfetto und dem rum. Perfect Simplu.[150][151] Im Englischen entspricht es annähernd dem Past Progressive. Es ist eine einfache Zeit, Formas simples. Das Imperfecto wird immer dann genutzt, wenn über immer wieder stattfindende Geschehen in der Vergangenheit erzählt wird, man betont hier also die Wiederholung (iterative Aktionsart) und Regelmäßigkeit (durative Aktionsart), d. h. wenn der Erzählende von der Gegenwart aus, dem Betrachtungszeit– oder Fokuspunkt, eine Handlung oder Geschehen die in der Vergangenheit liegt, beschreiben will, und dies zu einem Zeitpunkt vornimmt, als die Handlung stattfand, sie also noch nicht abgeschlossen war. Es ist für den die Handlung betrachtenden deshalb nicht bekannt, ob das Geschehen, das in der Vergangenheit eingesetzt hat, noch andauert. Das Geschehen war also „nicht perfekt“ somit „imperfekt“. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E . R – H, Ereigniszeit . Referenzpunkt – Sprechzeit.

Deshalb findet diese Zeitform ihre Anwendung bei gleichzeitig ablaufende Ereignissen in der Vergangenheit oder wenn die laufenden Geschehen in der Vergangenheit die durch eine neue Handlung unterbrochen wird oder auch für die Beschreibung von Situationen, Personen, Landschaften, Wetter oder ähnlichem in der Vergangenheit kann das Pretérito imperfecto genutzt werden. Das Imperfecto dient zur Beschreibung von sich wiederholenden Handlungen, der Aufzählung von Ereignissen oder von Zuständen in der Vergangenheit, die länger andauerten oder gleichzeitig bestanden. Wird eine Szene, eine Rahmenhandlung, beschrieben verwendet man das Imperfecto und ermöglicht damit dem Sprecher zu näheren, ausführlicheren Erläuterungen und Ausführungen. Folgende Wörter führen zu dieser Zeit hin; antes, con frecuencia, mientras, cada día, cada vez que, siempre, porque, de joven, normalmente, generalmente, en esa época, poco a poco, todas las mañanas. Sie bilden sozusagen den Hintergrund, während der Vordergrund im Indefinido beschrieben wird. Anzeichen für einen solchen, gleichzeitigen Gebrauch beider Zeiten geben folgende Wörter; una vez, de repente, enseguida.

Beispiel: Cuando era joven, montré a caballo una vez. Era un rey permanentemente Ich war dauerhaft König, zeigt eine durative Aktionsart an. Während der Satz Era un rey repetidamente Ich war immer wieder König, die iterative Aktionsart des Imperfektes näher aufführt. Insgesamt beschreibt das Pretérito imperfecto ein Geschehen oder eine Handlung die losgelöst von Zeit und Verlauf in der Vergangenheit geschahen.

Pretérito indefinido[Bearbeiten]

Das Pretérito indefinido[152] wird verwendet, wenn die Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen ist. Es beschreibt ein (längst) vergangenes, (weit) zurückliegend Ereignis oder bezieht sich auf einen vergangenen Zeitpunkt; also auf Ereignisse,die zu oder von einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit an stattfanden. Aspektuell wird eine abgeschlossene Handlung ausgedrückt welche in einem abgeschlossenen Zeitraum stattfanden. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E . R – H, Ereigniszeit . Referenzpunkt – Sprechzeit. Wählt der Sprecher das Pretérito indefinido als Referenz für die Beschreibung einer Handlung oder eines Ereignisses in der Vergangenheit, so definiert er das Geschehen oder Ereignis als von einem Zeitpunkt ab und impliziert, dass es kaum Möglichkeiten der Einflussnahme darauf gibt.[153] Es ist die Zeit, die für Erzählungen, Berichte und Schilderungen verwendet wird. Es ist eine einfache Zeit und verweisen meistens auf definitive Zeitpunktangaben in der Vergangenheit. Folgende Wörter weisen auf dieses Zeitgeschehen hin; ayer, anteayer, el año pasado, anoche, la semana pasada, el martes pasado, de repente, de ... a, desde ... hasta, después, el martes de la semana pasada, en ..., de pronto, hace tres días.

Frage nach dem Indefinido: ¿Qué pasó? oder Was geschah dann?
Frage nach dem Imperfecto: ¿Cómo era? oder Was war schon?
Manche Verben haben je nachdem, ob sie im Imperfecto oder Indefinido stehen, eine andere deutsche Übersetzung.

So wird conocer (kennen) im Imperfecto le conocía zu ich kannte ihn (über einen längeren Zeitraum), während le conocí zur vergangenen einmaligen Aktion ich habe ihn kennen gelernt wird.[154]

Unterschiedliche Bedeutungen der konjugierten Verben im Pretérito imperfecto oder Pretérito indefinido, Beispiele.[155][156]
Verben Infinitiv deutsche Übersetzung Pretérito imperfecto (Verlauf der Handlung) deutsche Übertragung Pretérito indefinido (Eintritt der Handlung) deutsche Übertragung
tener haben tenía ich hatte (wie immer) gehabt tuve ich bekam (augenblicklich, im Moment)
saber wissen sabía ich wusste schon supe ich erfuhr (plötzlich)
conocer kennen conocía ich kannte schon conocí ich lernte (augenblicklich) kennen
ir gehen iba ich war wie immer unterwegs, ich ging wie gewohnt fui ich fuhr, ging (augenblicklich)

Das Indefinido nimmt seinen Betrachtungszeitpunkt ebenfalls von der Gegenwart aus ein, aber das betrachtete Geschehen fand zum einen des Öfteren statt, oder aber es dauerte länger, so dass man keinen Zeitpunkt, sondern einen Zeitraum beschreibt. Da der Zeitpunkt des Geschehen nicht genau definierbar ist, heißt es „Indefinido“. Der Sprecher nutzt das Indefinido, um das (singuläre) Ereignis oder Geschehen zu beschreiben, ohne aber zu versuchen, den Rahmen einer Situation genauer zu beschreiben oder einen ausführenden Kontext zu dem, was (singulär) beschrieben wird, sprachlich auszudrücken.

Beispiel: Llegué a las seis de la mañana, tomé una ducha y me fui a la cama. Ich kam im Moment um sechs Uhr früh morgens an, nahm ein Duschbad und ging ins Bett.

Pretérito indefinido, sein Gebrauch und die Unterschiede zu den übrigen Vergangenheitsformen[Bearbeiten]

Zunächst ein interlingualer Vergleich zwischen dem Spanischen und Englischen. Die Differenzierung von Vordergrund- oder Haupthandlung zur Hintergrund- oder Rahmenhandlung ist in beiden Sprachen für die deutschen Muttersprachler insofern schwierig, als sie die Regeln des Tempusgebrauchs des Pretérito indefinido bzw. des Simple Past´s für die Vordergrund- oder Haupthandlung und des Pretérito imperfecto bzw. des Past Progressive´s oder Past Continuous für die Hintergrund- oder Rahmenhandlung nicht ohne weiteres aus ihrer Muttersprache ableiten können.[157]

Die deutsche Sprache gibt nämlich den Unterschied zwischen diesen Handlungsarten nicht durch gesonderte Tempora wieder. Stünde doch in beiden Fällen stets das deutsche Präteritum. Allenfalls kann der Erzähler eine Hintergrundhandlung durch ein modifizierendes Adverb wie „gerade“ verdeutlichen.

Im Spanischen hingegen gibt es, wie im Englischen, zwei verschiedene Tempora für diese unterschiedlichen Handlungsaspekte: Das spanische Indefinido erfüllt die gleiche Funktion als Haupterzählzeit wie das englische Simple Past, sodann übernimmt das spanische Imperfecto und das englische Past Progressive die tragende Funktion für die Schilderung von Hintergrundhandlungen in der Vergangenheit.

Gerade im Hinblick auf die Erzählzeiten gelingt Deutschen durch einen Vergleich zwischen dem Spanischen und dem Englischen eine erweiternde Einsicht des unterschiedlichen Gebrauchs. In der Terminologie von Harald Weinrich bildet sich in der Erzählung gewissermaßen ein Relief ab.[158] Dieses Tempusrelief zeigt sich für die erzählte Handlung oder in dem an den Zuhörer wiedergegebenen, versprachlichten Ereignis in einem Vordergrund, zumeist mit dem Indefinido ausgedrückt und in einem Hintergrund zumeist im Imperfecto erzählt. Zu den Schilderungen des Hintergrundes gelten etwa:

  • Berichte von Gewohnheiten und Verhaltensweisen;
  • Beschreibungen von Gegebenheiten, Zuständen, Anlagen oder Landschaften;
  • Kommentare, Reflexionen, Erklärungen oder Hintergrundinformationen zum eigentlichen im Indefinido erzähltem Geschehen.[159]

Da das Pretérito imperfecto dazu dient Szenen zu beschreiben auf denen sich, gewissermaßen als Hintergrund, eine neue Handlung entwickelt oder eine schon andauernde Handlung durch ein neues Ereignis oder Handlung interferiert wird, müssen alle Nebenumstände und alle weiteren Beschreibungen oder alle anderen Gegenstände die der Erzähler in den (deskriptiven) Hintergrund zu rücken wünscht in das Pretérito imperfecto, aber auch in das Pretérito pluscuamperfecto gesetzt werden. Für den Ausdruck des (narrativen) Vordergrundes, also für das neue Ereignis oder Handlung dient das Pretérito indefinido und Pretérito anterior.[160]

Aspekt im Spanischen[Bearbeiten]

Der Aspekt, aspecto beschreibt die Haltung, actitud temporal oder besser die Blickrichtung des Sprechers zur zeitlichen Struktur von Handlungen oder Ereignissen.[161][162] Während man mit dem Tempus eine durch das Verb charakterisierte Handlung, ein Ereignis oder einen Zustand einer Situation erfasst, die sich relativ zum Sprechzeitpunkt S (punto de habla (H), Sprechzeit) darstellt, so dient der Aspekt gewissermaßen als Überbegriff für zwei unterschiedliche Bereiche, die man meist auch mit den Begriffen des grammatischen oder lexikalischen Aspekt beschreibt. Also während mit dem Tempus eine Zeitstufe oder Situierung des Ereignisses auf der Zeitachse erfolgt, bezieht sich der Aspekt nicht auf den Zeitpunkt des Vorgangs, Ereignisses oder Handlung relativ zum Moment der Aussage (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft), sondern auf die Art und Weise, wie dieser Vorgang zu betrachten ist. So wird der imperfektive oder unvollendete Aspekt durch folgendes ausgedrückt:

  • eine durative Handlung, die deren Dauer ohne Rücksicht auf ein Anfang oder ein Ende bezeichnet. Der Ereignispunkt E, also die Situierung des Ereignisses auf der Zeitachse ist unbedeutend,
  • eine iterative Handlung, die sich ohne Rücksicht auf ein Anfang oder ein Ende des jeweiligen Handlungsabschnitts wiederholt,
  • eine inchoative Handlung, die eine Dauer mit dem Blick auf den Beginn anzeigt,
  • eine habituative Handlung, die gewöhnlich, also gewohnheitsmäßig stattfindet,
  • eine conative Handlung, die einen Versuch zu einer Handlung bezeichnet.

Beispiel: Pedro fumaba habanos fuertes. „Pedro rauchte starke Zigarren.“ Wann und Wie lange?: Unbestimmt. Bekannt: Seit einem Zeitpunkt. Anzunehmen: Für gewöhnlich.

Beim perfektiven Aspekt wird eine Handlung als Ganzes, als eine abgeschlossene Handlung oder als vollendet betrachtet, es zeigt sich folgendes:

  • eine punktuelle Handlung, im Hinblick auf ein einmaliges Ereignis,
  • eine ingressive Handlung, im Hinblick auf dessen Beginn,
  • eine resultative Handlung, im Hinblick auf ein Ende der Handlung.

Beispiel: Pedro fumó habanos fuertes. „Francisco rauchte (im damaligen Moment) starke Zigarren.“ Wann?: Bekannt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit. Wie lange?: Anzunehmen: Für einen Moment in der Vergangenheit.

Vergleicht man folgende romanische Sprachen, wie die spanische-, französische und italienische Sprache, so lässt sich eine Kategorie des Aspekts nur bei den Vergangenheitstempora aufzeigen, die sich durch die Gegensatzpaare von Pretérito imperfecto vs. Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple; im französischen in Imparfait vs. Passé simple, sowie im Italienischen zwischen Imperfetto vs. Passato remoto zeigen.[163] Entscheidend ist nun, dass mit den Vergangenheitsformen eigentlich keine unterschiedlichen Zeitstufen ihren Ausdruck finden, sondern unterschiedliche Sichtweisen über eine vergangene Handlung oder ein Ereignis (Ereigniszeit E, punto de evento (E)) festgelegt werden.

Der grammatische Aspekt bezieht sich auf die Verwendung bestimmter Verbformen, durch die in der Sprechsituation die verschiedenen zeitlichen Perspektiven dargestellt werden können. Wichtig, aber auch schwierig ist für den deutschen Muttersprachler, die Differenzierung zwischen imperfektivem und perfektivem Aspekt, mit anderen Worten, dem Verständnis sowie der Darstellung einer Handlung als ein abgeschlossenes Ganzes oder als eine sich im Verlauf befindliche. Imperfektiv ist der Aspekt dann, wenn die durch das Verb bezeichnete Handlung innerhalb der Referenzzeit nicht abgeschlossen wird, und perfektiv, wenn innerhalb der Referenzzeit das Ereignis abgeschlossen wird. Verkürzt eine abgeschlossenen Situation vs. einer Situation die keinen Eckpunkt aufweist.

Das Spanische differenziert hierbei auf der Ebene der Vorzeitigkeit, anterioridad etwa durch die Gegensatzpaare Pretérito perfecto zum Pretérito imperfecto. Der lexikalische Aspekt betrifft die interne zeitliche Struktur einer versprachlichten Handlung oder Ereignisses. Hier stellte sich dem Sprecher die Frage, ob eine Situation eine zeitliche Ausdehnung habe Mario se durmió. Oder aber Mario durmió. Oder ob die Handlung über einen Endpunkt verfügte, also Mario construye una casa. Oder eben Mario construye casas. Ferner ist für den Sprecher die Frage zu beantworten, ob grundsätzlich überhaupt etwas geschieht Mario conoce el camino oder Mario empuja el carrito.

Mit den Perífrasis verbales kann im Spanischen der Aspekt der Handlung mit den verbalen Umschreibungen charakterisiert werden. Es ist eine Darstellung des Aspekts auf lexikalischer Ebene. Diese Konstruktionen bestehend aus Verben der Bewegung treten in Beziehung zu den infiniten Verben dem Infinitiv, Partizip oder Gerundium die dadurch ihre ursprüngliche Bedeutung verlieren und die Funktionen eines Modalverbs annehmen.[164]

Grundsätzlich ist im Spanischen entscheidend, ob die Handlung oder das Ereignis, ob die Zeitspanne oder der Zeitraum noch eine Beziehung zur Gegenwart des Erzählenden immer noch haben oder ob sie abgeschlossen sind. Das Deutsche kennt hierfür prinzipiell zwei temporale Adverbien; „vor“ für den abgeschlossenen Zustand, spanisch hace, und „seit“ für den Zustand des noch Geltens, spanisch desde hace, desde, hace ... que.[165] Für einen Handlungsbeginn in der Vergangenheit, wird im Spanischen das Pretérito indefinido oder das Pretérito imperfecto eingesetzt, das dazu passende Adverb heißt hace. Hat nun das Ereignis seinen Beginn in der Vergangenheit, wirkt aber bis in die Gegenwart hinein, wird im Spanischen eine Gegenwartszeit, so das Pretérito perfecto verwendet. Das dazugehörige Zeitraum bestimmende Wort (von einem Zeitpunkt aus) ist desde. Ähnlich verhält es sich mit der Betrachtung im Zeitraum zurück, entweder mit desde hace oder hace ... que.

Mit Zeitpunkt bevorzugte Tempora Mit Zeitraum bevorzugte Tempora
seit (Handlung ist nicht abgeschlossen, gilt noch immer, also imperfektiv) desde[166] oder a partir de Zeitspanne nach einem Zeitpunkt. Anterospektiv (seit + Zeitpunkt). Pretérito perfecto compuesto desde hace[167] Zeitspanne von damals an bis jetzt. Anterospektiv. Hace ... que Zeitspanne von jetzt zu einem Zeitpunkt zurück. Retrospektiv (seit + Zeitraum). Pretérito perfecto compuesto, Presente
Beispielsätze Desde entonces no lo he vuelto a ver. A partir de enero. Vivimos en Chile desde hace dos años; Hace un año que estudio filosofia. (retrospektiv)
vor; bevor (Handlung ist abgeschlossen, also perfektiv)[168] antes de Zeitspanne mit Bezug auf ein anderes Ereignis. Zwei Ereignisse stehen in Wechselwirkung (vor + Zeitpunkt). Pretérito indefinido oder imperfecto hace Zeitspanne von jetzt an. Retrospektiv (vor jetzt + Zeitraum) oder Anterospektiv (nach damals + Zeitraum) Pretérito indefinido, Pretérito imperfecto
Beispielsätze Siempre voy a comer antes de las siete. Compré la casa hace una semana.; Estudié filosofia hace un año. (anterospektiv, perfektiv);[169] Hace un año que estudié filosofia.(retrospektiv, perfektiv)[170]

Im Pretérito indefinido[171] stehen einmalige, perfektiv punktuelle Handlungen in der Vergangenheit (siehe hierzu Aorist und Aktionsart).[172] Es hat im Deutschen keine Entsprechung und wird bei einer Übersetzung mit dem Präteritum wiedergegeben. Erst anhand einer Zeitbestimmung innerhalb des Satzes lässt sich ersehen, welche Form gewählt wurde; es gibt also klare Regeln hinsichtlich der unterschiedlichen Verwendung dieser Zeiten. Die Haltung des Sprechers, der Betrachtungszeitpunkt zu den exakten zeitlichen Strukturen nennt man Aspekt bzw. Aktionsart von Handlungen oder Ereignissen und bestimmt damit den imperfektiven oder perfektiven Aspekt.[173]

Vergleicht man das Pretérito indefinido mit dem Pretérito imperfecto, so zeigt sich, dass beide Zeiten die Aspekte entweder als abgeschlossene Handlungen oder Ereignisse in der Vergangenheit ausdrücken oder nicht, anders gesagt, es sind Formen, die die Perfektivität in der Vergangenheit oder die Imperfektivität in der Vergangenheit auszudrücken in der Lage sind.[174]

Für Geschehen und Vorgänge, die einmal passierten – dabei ist der Zeitpunkt für den Sprecher abgeschlossen und idealerweise bestimmbar, aber zeitlich nicht deutlich begrenzt – oder bei Geschehnissen, die auch mehr als einmal stattgefunden haben, aber ebenfalls als abgeschlossen anzusehen sind, wird das Pretérito imperfecto eingesetzt. Im Imperfecto werden Zustände erzählt (z. B. Panoramabeschreibungen, Wettererscheinungen, Landschaften, Eigenschaften von Gegenständen aber auch Personen) und Situationsschilderungen sowie Hintergrundsbeschreibungen geliefert. Sollte zu einer neuen Handlung in der Vergangenheit die bereits laufende Handlung ein weiteres parallel verlaufendes Ereignis hinzutreten, wird auch diese Zeitform gewählt. Aber wenn eine Handlung oder Ereignis, das im Gange war, von einem anderen einsetzenden Handlung tangiert wird, steht die einsetzende Handlung im Indefinido. Das noch andauernde Ereignis steht weiterhin im Imperfecto.

Beispiel: María hacía un jersey de punto cuando llegué a casa.

Im spanischen findet der Aspekt seinen isolierten Ausdruck in dem Gegensatzpaar Pretérito indefinido versus Pretérito imperfecto, dabei fallen morphologisch das Tempusmorphem mit dem Aspektmorphem zusammen. Das Indefinido bezeichnet ein Ereignis oder eine Handlung, die in der Vergangenheit beendet wurde (perfektiver Aspekt), dem Imperfecto hingegen fehlt diese Bestimmung (imperfektiver Aspekt), hier vermag das Ereignis- oder Handlungsende offen bleiben. Relativ zum Ereignisende des fertigstellen eines Pullovers hacía ist das Ankommen nach Hause, llegué und seine Implikationen nicht beendet.[175]

Beispiel: Cuando llegué, mi esposa ya se había ido.

Als ich ankam, war meine Ehefrau schon weg. Das Verb legar steht in der Zeitform des Indefinido llegué, der Fortgang der Handlung dann im Imperfecto había ido. Hinsichtlich des Aspektes beschreibt das Verb llegué im Indefinido ein beendetes Ereignis (perfektiver Aspekt), mit había ido dem Imperfecto hingegen bleibt die Bestimmung (imperfektiver Aspekt) offen.

Die „Zeitmarker“ für die Verwendung des Pretérito indefinido oder perfecto simple sind die folgenden Wörter: ayer, anteayer, la semana pasada, el mes pasado, el año pasado, el lunes, el martes, hace un año, el otro día, ese/aquel día, el domingo, hace un rato. Also bei allen Temporalbestimmungen mit pasado bzw. pasada.

Beispiel: Ayer María se compró un coche.

Das Indefinido sowie das Imperfecto können in einem Text aus stilistischer Sicht miteinander kombiniert werden. So steht dabei der Handlungshintergrund, die Rahmenhandlung[176] im Imperfecto, die die Zeitfom einleitenden Wörter hierzu, etwa mientras, porque, siempre, stehen dann vor einem im Imperfekt konjugiertem Verb. Während Worte wie etwa enseguida, luego, un día, de repente die Veränderung im Ereignisverlauf der Erzählung einleiten, um dann an dieser Stelle mit einem Verb im Indefinido fortzufahren.

Werden keine Zeitangaben in einem sich versprachlichendem Satz benutzt oder aber lässt sich aus dem Kontext eine solche nicht erschließen, wird das Pretérito perfecto genutzt, vor allem dann, wenn die Handlung oder das Ereignis zum Sprecher als noch relativ nah im Bezug auf die Gegenwart empfunden wird. Liegt aber die Handlung oder das Ereignis, über das gesprochen wird, schon längst oder länger zurück oder ist für den Sprecher schon Teil einer ferneren Vergangenheit, nutzt man das Indefinido.[177] Wenn nun aber über zwei oder mehrere Geschehen erzählt wird, die sich zur gleichen Zeit in einer Vergangenheit abspielten, wird der Imperfecto verwendet, um das noch andauernde Ereignis, die Rahmenhandlung, zu beschreiben, während man den Indefinido für jede neu eintretende Handlung verwendet. Anders gesagt, beginnt ein Erzähler im Indefinido, so wird der Inhalt seines Erzählten meist nicht weiter ausgeführt, anders beim einleitenden Imperfecto, hier folgen häufig ausführlichere Erläuterungen zum Gegenstand seines Gesagten.

Also, bei abgeschlossenen Situationen oder Handlungen in der Vergangenheit, wobei die Häufigkeit keine Rolle spielt, oder auch bei nacheinander ablaufenden Handlungen in der Vergangenheit wird das Pretérito indefinido eingesetzt. Sie stellt eine typische Zeit zum Erzählen, tempo narrativo dar.

Beispiel Nuestro amigo salía de su casa, cuando le asaltaron unos ladrones.[178] Dabei steht das Verb „salir“ im Imperfecto und das Verb „asaltar“ im Indefinido.

Pretérito anterior[Bearbeiten]

Im Pretérito anterior[179][180][181] wird eine Handlung bezeichnet, die unmittelbar vor dem Einsetzen einer anderen Handlung oder Ereignis zum Abschluss kam. Bei mehr als zwei aufeinander folgenden Handlungen steht das berichtete Geschehen nicht mehr im Pretérito anterior, sondern alle Handlungen werden in das Pretérito indefinido gesetzt. Es ist eine zusammengesetzte Zeit, Formas compuestas. Diese Vergangenheitsform wird zumeist nur noch in der literarischen Sprache verwendet.

Vielfach durch das Pretérito pluscuamperfecto in der Umgangssprache ersetzt. Hier fehlt aber die direkte Unmittelbarkeit der aufeinanderfolgenden Ereignisse. Folgende Wörter leiten häufig das Pretérito anterior ein: apenas, así que, cuando, en cuanto, luego que, no bien, tan pronto como und una vez que.

Beispiel: Después de que la médica de urgencia hubo llegado al lugar del hecho, llegó la ambulancia. Nachdem die Notärztin (unmittelbar zuvor) am Tatort eingetroffen war, kam der Rettungswagen.

Pretérito pluscuamperfecto[Bearbeiten]

Im Pretérito pluscuamperfecto[182][183] stehen Handlungen, die gegenüber der sonst verwendeten Vergangenheit vorzeitig sind. Es ist eine zusammengesetzte Zeit.[184] Mit dieser Zeit wird aus aspektueller Sicht eine abgeschlossene Handlung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit geschah, Ausdruck gegeben. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: E – R – H, Ereigniszeit – Referenzpunkt – Sprechzeit.

Sie ist die Zeitform, die am weitesten von der Gegenwart entfernt ist und steht auf dem Zeitstrahl ganz links außen. Sie bringt zum Ausdruck, dass vorher noch etwas geschehen ist. Diese Zeit erfasst Handlungen oder Ereignisse vor einer anderen oder vor anderen in der Vergangenheit. Beispiel: Había terminado mi operación quirúrgica cuando mi asistente entró. Ich hatte (rückblickend) meinen chirurgischen Eingriff beendet als mein Assistent hereinkam.

Während das Pretérito pluscuamperfecto die mittelbare Vorzeitigkeit ausdrückt, zeigt das Pretérito anterior im Unterschied die unmittelbare Vorzeitigkeit. Das Pretérito pluscuamperfecto, beschreibt ein abgeschlossenes Geschehen aus einem Betrachtungszeitpunkt, der in der Vergangenheit liegt, die mittelbare Vorzeitigkeit und versprachlicht im Allgemeinen ein Ereignis in der Vergangenheit welches darauffolgend geschieht.

Beispiel für die Verbindung mit dem Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple: Cuando llegó María al final, ya habíamos salido. Beispiel für die Verbindung mit dem Pretérito imperfecto: Ella había escrito el diario cuando era joven.

Futuro proximo[Bearbeiten]

Mittels des Verbs ir, das in der gebildeten Konstruktion die Funktion eines Hilfsverb einnimmt, und der Präposition a sowie dem Infinitiv des zu verwendenden Verbs werden unmittelbar und in naher Zukunft stattfindende Handlungen beschrieben. Diese Konstruktion ähnelt der englischen Zukunftsform, dem going-to-Future.[185]

Beispiel: Hoy voy a ir al teatro.

Futuro simple[Bearbeiten]

Das Futuro simple[186] drückt Zukunft aus. Es ist eine einfache Zeit. In der Umgangssprache wird es häufig durch das Futuro compuesto ersetzt, das durch eine Form von ir + die Präposition a + Infinitiv gebildet wird. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: H – R . E, Sprechzeit –Referenzpunkt . Ereigniszeit.

Beispiel: Voy a viajar a Cuba Ich werde nach Kuba reisen.
Frage nach dem Futur: ¿Qué va a pasar? oder Was wird passieren?

Futuro perfecto[Bearbeiten]

Im Futuro perfecto[187][188] stehen Handlungen, die in der Zukunft bereits Vergangenheit sein werden. Es ist eine zusammengesetzte Zeit.

  • Beim Futuro proximo handelt es sich um eine Bildung aus dem Präsens vom Verb gehen, ir und dem entsprechenden nachfolgenden Infinitiv, presente de ir + infinitivo. Beispiel: Mañana, voy a trabajar. Morgen arbeite ich. Mit dieser Formulierung drückt sich eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses aus. Im Vergleich dazu das Futuro simple, Mañana trabajaré. Morgen werde ich arbeiten. Mit dieser Aussage wird eine geringere Inzidenz bezüglich des Eintretens des Ereignisses angekündigt. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: H – E – R, Sprechzeit – Ereigniszeit – Referenzpunkt oder H . E – R, Sprechzeit . Ereigniszeit – Referenzpunkt bzw. E – H – R, Ereigniszeit – Sprechzeit – Referenzpunkt.[189]

Condicional[Bearbeiten]

Hauptartikel: Condicional

Das Condicional entspricht dem deutschen Konditional (Konjunktiv II).[190] Damit werden irreale Sachverhalte ausgedrückt bzw. Bedingungssätze gebildet. Das Condicional I oder Condicional simple[191] bezieht sich auf die Gegenwart, das Condicional II oder Condicional perfecto (compuesto)[192] auf die Vergangenheit. Der Condicional simple ist einfache und der Condicional perfecto eine zusammengesetzte Zeit. In der Terminologie von Hans Reichenbach wäre folgende Struktur gegeben: R – E – H, Referenzpunkt – Ereigniszeit – Sprechzeit oder R – H – E, Referenzpunkt – Ereigniszeit – Sprechzeit.

Subjuntivo[Bearbeiten]

Hauptartikel: Subjuntivo

Der Modus des Subjuntivo (Modo subjuntivo) hat im Deutschen keine Entsprechung.[193] Der Subjuntivo findet sich selten in Hauptsätzen vielmehr und in den meisten Fällen wird er in Nebensätzen verwendet.[194]

    • Presente de subjuntivo wird in Wunschsätzen verwendet (hier wird er im Deutschen mit Konjunktiv I wiedergegeben), vor allem aber in bestimmten Nebensätzen, für die ihn das einleitende Verb fordert, bei Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit.
    • Perfecto de subjuntivo nimmt man bei Vorzeitigkeit oder Gleichzeitigkeit
    • Imperfecto de subjuntivo bei Gleichzeitigkeit und Nachzeitigkeit.
    • Pluscuamperfecto de subjuntivo bei Vorzeitigkeit wird wie der Presente und Perfecto subjuntivo benutzt, beziehen sich jedoch auf die Vergangenheit. Für diese Zeiten existieren zwei Formen (Endungen), die gleichberechtigt und bedeutungsgleich verwendet werden.
    • Futuro imperfecto de subjuntivo wird in der gesprochenen Sprache kaum noch verwendet und ist im Aussterben begriffen. Mit dieser Konstruktion werden unvollendete aber hypothetisch mögliche, im Allgemeinen auf die Zukunft bezogene Handlungen und Ereignisse in Konditional-, Temporal-, Relativ- oder Adverbialsätzen beschrieben.
    • Futuro perfecto de subjuntivo wird noch seltener genutzt, die Anwendungsregeln gelten wie bei der imperfekten Form, nur dass der Futuro perfecto de subjuntivo sich auf eine vollendete Handlung bezieht.[195]

Für das Pretérito indefinido und Pretérito anterior gibt es keine Formen für das Subjuntivo.

Zusammenfassung[Bearbeiten]

Hauptartikel: Verbalperiphrase (spanisch)

Der Modus bezieht sich auf die Sichtweise des Sprechers (Proposition (Linguistik)). Indem der Sprecher einen erinnerten Sachverhalt versprachlicht, trifft er auch die Entscheidung in welchem Ausmaß er gleichzeitig an seinen Gesprächspartner noch weitergehende Informationen (Modalitäten) über seine Vermutungen weitergeben wird, also die Frage nach dem indikativischen oder subjunktivischen Ausdruck des Sachverhalts oder Handlung. Der Tempus und auch der Aspekt beziehen sich auf die Handlung selbst. Der Tempus macht die zeitliche Relation des Sprechenden zum versprachlichten Ereignis kenntlich und der Aspekt wiederum beschreibt auf welche Art und Weise sich die Handlung vollzieht. Beginnt die Handlung oder steht sie am Ende, gibt es wiederholende Handlungen, usw.

Formen: Einfache Zeiten und Modi im Aktiv[Bearbeiten]

Erste Konjugation (auf -ar: amar lieben)[Bearbeiten]

Lateinisch: amare, amo, amavi, amatum —.

Unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo amar
Gerundio amando
Participio amado (amado, amada, amados, amadas)
Indicativo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente amo amas / amás / ama ama amamos amáis / aman aman
Pretérito imperfecto amaba amabas / amaba amaba amábamos amabais / amaban amaban
Pretérito perfecto simple amé amaste / amó amó amamos amasteis / amaron amaron
Futuro simple oder Futuro imperfecto amaré amarás / amará amará amaremos amaréis / amarán amarán
Condicional (Condicional simple oder Pospretérito) yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
  amaría amarías / amaría amaría amaríamos amaríais/amarían amarían
Subjuntivo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente ame ames / ame ame amemos améis / amen amen
Pretérito imperfecto 1 amara amaras / amara amara amáramos amarais / amaran amaran
Pretérito imperfecto 2 amase amases / amase amase amásemos amaseis / amasen amasen
Futuro simple oder Futuro amare amares / amare amare amáremos amareis / amaren amaren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   ama / amá ame amemos amad amen
verneint   no ames no ame no amemos no améis no amen

Zweite Konjugation (auf -er, temer fürchten)[Bearbeiten]

Lateinisch: timere, timeo, timui,—.

Unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo temer
Gerundio temiendo
Participio temido (temido, temida, temidos, temidas)
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente temo temes / temés teme tememos teméis / temen temen
Pretérito imperfecto temía temías temía temíamos temíais /temían temían
Pretérito perfecto simple temí temiste temió temimos temisteis / temieron temieron
Futuro temeré temerás temerá temeremos temeréis / temerán temerán
Condicional yo tú / vos él nosotros vosotros / ustedes ellos
  temería temerías temería temeríamos temeríais / temerían temerían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente tema temas tema temamos temáis / teman teman
Pretérito imperfecto 1 temiera temieras temiera temiéramos temierais / temieran temieran
Pretérito imperfecto 2 temiese temieses temiese temiésemos temieseis / temiesen temiesen
Futuro temiere temieres temiere temiéremos temiereis temieren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   teme / temé tema temamos temed teman
verneint   no temas no tema no temamos no temáis no teman

Dritte Konjugation (auf -ir, partir weggehen)[Bearbeiten]

Von Lateinisch: partire, partio, partivi, partitum — (verteilen, austeilen).

unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo partir
Gerundio partiendo
Participio partido (partido, partida, partidos, partidas)
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente parto partes / partís parte partimos partís parten
Pretérito imperfecto partía partías partía partíamos partíais partían
Pretérito perfecto simple partí partiste partió partimos partisteis partieron
Futuro imperfecto partiré partirás partirá partiremos partiréis partirán
Condicional yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
  partiría partirías partiría partiríamos partiríais partirían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente parta partas parta partamos partáis partan
Pretérito imperfecto 1 partiera partieras partiera partiéramos partierais partieran
Pretérito imperfecto 2 partiese partieses partiese partiésemos partieseis partiesen
Futuro partiere partieres partiere partiéremos partiereis partieren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   parte / partí parta partamos partid partan
verneint   no partas no parta no partamos no partáis no partan

ser (sein)[Bearbeiten]

Lateinisch: esse, sum, es, fui, futurus —, und einige Formen von sedere.

Unpersönliche Formen  
Infinitivo ser
Gerundio siendo
Participio sido
Indicativo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente soy eres / sos / es es somos sois / son son
Pretérito imperfecto era eras / era era éramos erais / eran eran
Pretérito perfecto simple fui fuiste / fue fue fuimos fuisteis / fueron fueron
Futuro seré serás / será será seremos seréis / serán serán
Condicional yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
  sería serías / sería sería seríamos seríais / serían serían
Subjuntivo yo tú / vos / usted él nosotros vosotros / ustedes ellos
Presente sea seas / sea sea seamos seáis / sean sean
Pretérito imperfecto 1 fuera fueras / fuera fuera fuéramos fuerais / fueran fueran
Pretérito imperfecto 2 fuese fueses / fuese fuese fuésemos fueseis / fuesen fuesen
Futuro fuere fueres / fuere fuere fuéremos fuereis fueren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   sea seamos sed sean
verneint   no seas no sea no seamos no seáis no sean

haber (haben als Hilfsverb)[Bearbeiten]

Lateinisch: habere, habeo, habui, habitum —. Hilfsverben, verbos auxiliares dienen zur Bildung der zusammengesetzten Zeiten aber auch des Passivs. Man kennt im Spanischen deren drei haber, ser und estar.[196]

Unpersönliche Formen (Mask. Sing., Fem. Sing., Mask. Pl., Fem. Pl.)
Infinitivo haber
Gerundio habiendo
Participio habido (habido, habida, habidos, habidas)
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente he has ha hemos habéis han
Pretérito imperfecto había habías había habíamos habíais habían
Pretérito perfecto simple hube hubiste hubo hubimos hubisteis hubieron
Futuro habré habrás habrá habremos habréis habrán
Condicional yo él nosotros vosotros ellos
  habría habrías habría habríamos habríais habrían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente haya hayas haya hayamos hayáis hayan
Pretérito imperfecto 1 hubiera hubieras hubiera hubiéramos hubierais hubieran
Pretérito imperfecto 2 hubiese hubieses hubiese hubiésemos hubieseis hubiesen
Futuro hubiere hubieres hubiere hubiéremos hubiereis hubieren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
bejaht   he haya hayamos habed hayan
verneint   no hayas no haya no hayamos no hayáis no hayan

ir (gehen; werden als Hilfsverb)[Bearbeiten]

Ir wird in einer der häufigsten Umschreibungen des Spanischen verwendet, ir + a + Infinitiv (zusammengesetztes Futur), und stammt vom lat. ire, eo, ii (oder ivi), itum ab, hat aber auch einige Formen von vadere und esse übernommen.

Unpersönliche Formen  
Infinitivo ir
Gerundio yendo
Participio ido
Indicativo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente voy vas va vamos vais van
Pretérito imperfecto iba ibas iba íbamos ibais iban
Pretérito perfecto simple fui fuiste fue fuimos fuisteis fueron
Futuro iré irás irá iremos iréis irán
Condicional yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
  iría irías iría iríamos iríais irían
Subjuntivo yo tú / vos él nosotros vosotros ellos
Presente vaya vayas vaya vayamos vayáis vayan
Pretérito imperfecto 1 fuera fueras fuera fuéramos fuerais fueran
Pretérito imperfecto 2 fuese fueses fuese fuésemos fueseis fuesen
Futuro fuere fueres fuere fuéremos fuereis fueren
Imperativo   tú / vos usted nosotros vosotros ustedes
Bejaht   ve† / andá vaya vamos id†† vayan
Verneint   no vayas no vaya no vamos / no vayamos no vayáis no vayan
  • † Umgangssprachliche und dialektale Form ves.
  • †† Die 2. Pers. Pl. von irse ist idos.

Diphthongierung[Bearbeiten]

Im Presente diphthongiert das -e- bzw. das -o- aus dem Wortstock einiger Verben in allen Singularformen sowie in der 3. Person Plural (also in den Positionen, in denen die Vokale betont sind) zu -ie- bzw. -ue-. Beispiele:

  • comenzar (beginnen): comienzo, comienzas, comienza, comenzamos, comenzáis, comienzan
  • dormir (schlafen): duermo, duermes, duerme, dormimos, dormís, duermen

Ähnlich wie dormir wird jugar (spielen) konjugiert, das als einziges Verb in bestimmten Formen ein u in ein ue verwandelt (z. B. juego). Eine ähnliche Gruppenunregelmäßigkeit stellen Verben dar, deren e zum i wird, zum Beispiel pedir (verlangen): pido, pides, pide, pedimos, pedís, piden.

Ein Beispiel für die Konjugation in der spanischen Sprache: "Correr" (bedeutet "laufen", regelmäßige e-Konjugation). Die Spalten stehen für die Zeiten: Vergangenheit, Pretérito perfecto de indicativo, Gegenwart, Presente simple de indicativo und Zukunft, Futuro simple de indicativo. Die Zeilen geben Auskunft über Person und Zahl: 1. Person Singular, 2. Singular, 3. Singular, 1. Plural, 2. Person Plural und 3. Person Plural.

Unregelmäßige Verben[Bearbeiten]

Die meisten unregelmäßigen Verben unterscheiden sich von den regelmäßigen in der 1. Person Singular des Presente sowie in allen Indefinido-, Futuro- (und davon abgeleitet Condicional) und Presente-de-Subjuntivo-Formen, während es nur zwei (mit ser drei) Verben gibt, die das Imperfecto unregelmäßig bilden.

Infinitiv Presente Imperfecto Indefinido Futuro simple Pres. de Subjuntivo
andar ando, andas,… regelmäßig anduve, -iste, -o, -imos, -isteis, -ieron andaré, -ás,… ande, andes,…
caer caigo, caes, cae, … regelm. caí, caíste, cayó, caímos, caísteis, cayeron caeré, -ás, … caiga, -as,…
decir digo, dices, dice, decimos, decís, dicen regelm. dije, -iste, -o, -imos, -isteis, -eron diré, -ás,… diga, -as,…
dar doy, das, da, damos, dais, dan regelm. di, diste, dio, dimos, disteis, dieron daré, -ás,… dé, des, dé, demos, deis, den
estar estoy, estás, está, estamos, estáis, están regelm. estuve, -iste,… estaré, -ás,… esté, estés, esté, estemos, estéis, estén
hacer hago, haces,… regelm. hice, -iste, hizo, hicimos, -isteis, -ieron haré, -ás,… haga, -as,…
poder puedo, puedes, puede, podemos, podéis, pueden regelm. pude, -iste,… podré, -ás,… pueda, -as,…
poner pongo, pones, pone,… regelm. puse, -iste,… pondré, -ás,… ponga, -as,…
querer quiero, quieres, quiere, queremos, queréis, quieren regelm. quise, -iste,… querré, -ás,… quiera, -as,…
saber sé, sabes, sabe,… regelm. supe, -iste,… sabré, -ás,… sepa, -as,…
salir salgo, sales, sale,… regelm. salí, -iste,… saldré, -ás,… salga, -as,…
tener tengo, tienes, tiene, tenemos, tenéis, tienen regelm. tuve, -iste,…,-ieron tendré, -ás,… tenga, -as…
traer traigo, traes, trae,… regelm. traje, -iste, -o, -imos. -isteis, -eron traeré, -ás,… traiga, -as,…
venir vengo, vienes, viene, venimos, venís, vienen regelm. vine, -iste,… vendré, -ás,… venga, -as,…
ver veo, ves, ve, vemos, veis, ven veía, veías,… vi, -iste,… veré, -ás,… vea, veas,…

Formen: Zusammengesetzte Zeiten und Modi im Aktiv[Bearbeiten]

Zu jeder einfachen Zeit in jedem Modus gibt es eine aus der einfachen Zeit des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt, Participio de pretérito o pasivo des konjugierten Verbs zusammengesetzte Zeit, die der einfachen gegenüber Vorzeitigkeit ausdrückt.

Einfache Zeit Zusammengesetzte Zeit Bildung der zusammengesetzten Zeit Beispiel für die einfache Zeit (3.Pers.Sg.) Beispiel für die zusammengesetzte Zeit (3.Pers.Sg.)
presente perfecto presente von haber + participio habla ha hablado
imperfecto pluscuamperfecto imperfecto von haber + participio hablaba había hablado
indefinido pretérito anterior indefinido von haber + participio habló hubo hablado
futuro simple futuro perfecto futuro simple von haber + participio hablará habrá hablado
condicional simple condicional perfecto condicional simple von haber + participio hablaría habría hablado
presente de subjuntivo perfecto de subjuntivo presente de subjuntivo von haber + participio hable haya hablado
imperfecto de subjuntivo pluscuamperfecto de subjuntivo imperfecto de subjuntivo von haber + participio hablara/hablase hubiera/hubiese hablado

Bildung des Participio[Bearbeiten]

  • Regelmäßige Bildung
    • a-Konjugation: -ado, z. B. hablar - hablado
    • e-Konjugation: -ido, z. B. comer - comido
    • i-Konjugation: -ido, z. B. vivir - vivido
  • Unregelmäßige Verben
    • abrir – abierto: (yo) he abierto – ich habe geöffnet
    • decir – dicho: (tú) has dicho – du hast gesagt
    • escribir – escrito: (él/ella/usted) ha escrito – er/sie/Sie hat/haben geschrieben
    • hacer – hecho: (nosotros/-as) hemos hecho – wir haben gemacht/getan
    • poner – puesto: (vosotros/-as) habéis puesto – ihr habt gestellt
    • traer – traído: (ellos/ellas/ustedes) han traído – sie/sie/Sie haben gezogen
    • ver – visto: analog zum obigen
    • volver – vuelto: analog zum obigen
    • morir - muerto
    • cubrir - cubierto
    • romper - roto
    • freir - frito

Das Passiv[Bearbeiten]

Das Passiv (Leideform), voz pasiva ist eine Diathese und damit eine Kategorie des Verbs, auch als Verbgeschlechter oder Genera verbi bezeichnet. Ähnlich dem deutschen Passiv beschreibt bzw. betont auch das spanische Passiv ein vom Handlungsträger abgewandtes verbales Ereignis. Damit wird es geschehensorientiert und unterscheidet sich darin vom Aktiv.[197] Genauso wie für das Aktiv (Tätigkeitsform), voz activa, kann auch das Passiv in sämtliche Zeitformen, tiempo gramatical, gesetzt werden. Gleiches gilt auch für die drei verschiedenen Modi eines Verbs dem indicativo, subjuntivo und dem imperativo in den unterschiedlichen Tempora.

Es wurde viel darüber diskutiert, ob überhaupt, anders als im Deutschen, ein Passiv im Spanischen existiert, da es keine speziellen Formen besitzt, sondern durch Umschreibung und analytisch, d. h. zusammengesetzt, gebildet wird.[198] Das bedeutet aber nicht das passivische Konstruktionen, voz pasiva, nicht verwendet werden. So könne bestimmte Sachverhalte in einer aktivischen Konstruktion, voz activa, nicht immer elegant wiedergegeben werden. Ist etwa der Handelnde einer zu versprachlichenden Situation nicht bekannt oder werden zwei Objekte, ein direktes Objekt und ein indirektes Objekt mit anhängendem „a“, verwendet, ist die passivische Konstruktion häufig die eloquentere Form. Beispiele: Los vecinos no entregarán a conductor a la policía. (voz activa) El conductor no será entregado a la policía por los vecinos. (voz pasiva). El artesano abre la puerta.(voz activa). La puerta es abierta por el artesano. (voz pasiva).[199] Traditionell unterscheidet man im Spanischen zwei Arten von Passivbildung:

Analytisches Passiv[Bearbeiten]

Es wird mit dem konjugierten Hilfsverb ser oder estar (deutsch „sein“ oder „werden bzw. werden sein“) und dem participio des entsprechenden Verbs gebildet. Die Nennung des Urhebers der Handlung ist nicht unbedingt nötig, wenn es jedoch erscheint, dann in Verbindung mit der Präposition por, oder seltener de: Pedro comió las peras. (Pedro aß die Birnen) (Aktiv) oder Las peras fueron comidas por Pedro. (Die Birnen wurden von Pedro gegessen.) (Passiv). Das analytische Passiv, pasiva analítica, unterteilt sich wiederum in Vorgangspassiv und Zustandspassiv.

Im Vorgangspassiv werden, wie die Bezeichnung nahelegt, passivische Vorgänge bei Handlungen und Ereignissen beschrieben. Von der formalen Bildung ähnelt es den deutschen Formen, welche mit dem Hilfsverben sein und werden gebildet werden. Ser entspräche dem deutschen „sein“ und estar dem deutschen „werden bzw. werden sein“. Beim Vorgangspassiv steht das Geschehen im Blickfeld, das direkte Objekt des Aktivsatzes rückt zum Passivsubjekt auf. Der Akteur des Aktivsatzes verschwindet aus der versprachlichten Szene und wird nicht genannt oder mit der Präposition por, seltener de angefügt.

Das Zustandspassiv hingegen beschreibt Zustände, bei dem die Subjekte einer Handlung oder eines Ereignisses etwas zu erfahren haben, „erleiden“ mussten und diese Handlung nunmehr abgeschlossen ist. Es steht also nicht das Geschehen im Blickfeld, vielmehr das Ergebnis der Handlungen. Im Deutschen wird diese Form mit dem Hilfsverb „werden bzw. werden sein“ gebildet.

    • Das Vorgangspassiv, pasiva de proceso o analítica, verwendet das Hilfsverb oder Kopulaverb ser und ein veränderliches Partizip: Las camas no han sido hechas. (Die Betten sind nicht gemacht worden.).
    • Das Zustandspassiv, pasiva de estado, verwendet das Hilfsverb oder Kopulaverb estar und ein veränderliches Partizip: Las camas ya están hechas. (Die Betten sind bereits gemacht worden.):[200]

Synthetisches Passiv[Bearbeiten]

In der alltäglichen gesprochenen Sprache vermeidet man das analytische Passiv zugunsten des synthetischen Passivs, „pasiva sintética“, bzw. dem „pasiva refleja“. Voraussetzung für eine solche Konstruktion wäre, dass das Subjekt des Satzes keine Person ist, oder um es zu präzisieren, wenn es belebt sein würde, in der Anzahl unbestimmt sein müsste, das heißt ohne Artikel bzw. eben unbelebt ist. Im Grunde handelt es sich um eine reflexive Aktivform. Ähnlich der deutschen Formulierung: Das Auto fährt sich gut.

Diese passivische spanische Konstruktion gestaltet sich normalerweise durch das Pronomen se und der dritten Person Singular oder Plural eines transitiven Verbs und eines Substantivs. Damit ist immer ein Subjekt vorhanden und das Verb muss, mit wenigen Ausnahmen, transitiv sein. Transitiv heißt hier, dass es ein direktes Objekt zu binden vermag.

Es wird mit dem Pronomen se und einem Verb in der dritten Person gebildet; der Urheber wird nicht genannt (im Deutschen oft mit „man“ wiedergegeben). Beispiel Se vende piso. (Man verkauft die Wohnung/Die Wohnung wird verkauft.). Oder El piso es vendido por alguien. (Die Wohnung wird von jemandem verkauft.):

    • Das Reflexionspassiv, „pasiva refleja“, verwendet das Personalpronomen se und die dritte Person, Singular oder Plural des Verbes: Este coche se vende bien.

Das synthetische Passiv ist die häufiger verwendete Form.

Eine weitere Form „passivischer“ Konstruktion wird verwendet wenn der Verursacher oder auch die Ursache einer Handlung oder eines Ereignisses unbekannt oder unbedeutend sind, es ist die aktivistische Form eines unbestimmten Subjekts.

    • Das Aktiv mit dem unbestimmten Subjekt, „pasiva impersonal“, statt einer echten passivischen Konstruktion steht das Aktiv mit unbestimmten Subjekt: Allí están ensanchando el edificio.

Modalpartikel[Bearbeiten]

Hinsichtlich der Begrifflichkeit des Modalpartikels, wird im Spanischen dieser Terminus mit partículas modales weiter gefasst. Im Spanischen werden sie in einigen Fällen als eine Sammelbezeichnung für nicht-flektierendbare Wörter benutzt.[201] Hinzu kommt, dass es an eigentlichen Modalpartikel im Spanischen nur sehr wenige gibt. Dieser Mangel an lexikalischen Mitteln bedeutet aber nicht, dass im Spanischen die funktionellen Möglichkeiten zur Abtönung bzw. Abschwächung einer Aussage fehlten. Vielmehr greift man hier etwa auf eine veränderte Wortstellung, den (fakultativen) Einsatz des Subjuntivos im Nebensatz, auf eine veränderte Intonation, der Stellung der Adjektive, Pronomen usw. zurück.[202]

Hieraus können sich aber komplizierte und weitreichende Übersetzungsprobleme zwischen der deutschen und spanischen Sprache ergeben.[203][204] In der deutschen Sprache sind Modalpartikel enger definiert. Insgesamt kommen den Modalpartikel im Spanischen eine im Vergleich zur deutschen Sprache geringere Bedeutung zu.[205] Hingegen werden die Modalpartikel, insbesondere im gesprochenen Deutsch, sehr oft verwendet, so beim „Abschwächen“ der Aussage eines Imperativs. So werden Modalpartikel doch, mal eingesetzt um die Aussage Komm her! zu Komm doch mal her! umzuwandeln. Einige spanische Modalpartikel, partículas modales pues, pero, pero si, vaya, ya, como que, por cierto. Wie im Deutschen auch sind die Modalpartikel polyfunktional.[206]

Orthographie[Bearbeiten]

Für alle Zeitformen gilt, dass die Schreibweise an die Grammatik und die damit verbundene Aussprache angepasst wird. Beispiele:

  • c→z: vencer (siegen) - venzo
  • g→j: dirigir (lenken) - dirijo
  • g→gu: pagar (zahlen) - pagué
  • gu→g: distinguir (unterscheiden) - distingo
  • gu→gü: aguar (wässern) - aé
  • z→c: cruzar (kreuzen) - cruce
  • c→qu: empacar (einpacken) - empaque

Bei Diphthongen im Infinitiv kann die Betonung im presente unterschiedlich sein:

  • evacuar (evakuieren): evacuo
  • acentuar (akzentuieren): acentúo

Zwischen u und o wird häufig ein y eingefügt:

  • construír (erbauen): construyo

Beim Verb oler (riechen) ist, wenn es zu -ue- diphthongiert, ein h am Wortanfang zu setzen:

  • oler: huelo

Satzbau im Spanischen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Satzbau im Spanischen

Ein spanischer Satz, oración führt grundsätzlich zwei Elemente mit sich, das Subjekt, sujeto und das Prädikat, predicado.[207] Der Kern des Prädikats ist ein finites Verb. Um diese Verb können sich weitere Satzglieder schichten, etwa die Prädikativa und adverbiale Bestimmungen, complemento circunstancial. Die attributiven Bestimmungen, complemento predicativo wiederum beziehen sich auf das Subjekt oder die Objekte.[208] Der reguläre Satzbau im Spanischen lautet: Subjekt – Verb (gilt für alle Verbformen) – direktes Objekt (Akkusativ) – indirektes Objekt (Dativ).[209] Diese Wortfolge lässt sich mit gewissen Einschränkungen auch umkehren.[210] Die wichtigsten Einschränkungen:

  • ein Verb darf nicht nach Subjekt und Objekt stehen (niemals die dritte Position, Stelle einnehmen) und alle Verbformen, die im selben Satz vorkommen, gehören zusammen. Zwischen Hilfsverb haber und dem Partizip darf kein anderes Wort eingeschoben werden;
  • einige Faktoren begünstigen eine Subjektinversion (Subjekt nach dem Verb[211]);[212]
  • bei Voranstellung des Objekts ist, von Ausnahmen abgesehen, die Wiederholung beim Verb durch ein Personalpronomen zu beachten;
  • die Stellung der unbetonten Personalpronomens, sie ist vor der konjugierten Form oder aber beim Infinitiv, Gerundium und bejahten Imperativ am Verb angehängt
  • die Verneinung steht immer vor dem Verb, aber vor den unbetonten Personalpronomen (me, te, nos, os, le, les, lo, la, los, las) und vor dem Reflexivpronomen se.

Alle übrigen Satzteile sind mehr oder weniger frei in ihrer Position. Sie können am Satzanfang oder nach dem Verb oder auch am Satzende stehen. Dies trifft vor allem auf die Adverbien und adverbiale Ausdrücke zu. Die Satzadverbien, die sich auf den ganzen Satz beziehen und die Meinung des Sprechers ausdrücken, können ebenfalls am Satzanfang, nach dem Verb oder am Satzende stehen, müssen dann aber durch ein Komma getrennt werden.[213] Typisch für den deutschen Satz ist die Satzklammer. Mit ihr wird der typische deutsche Satzbau, einer Form der syntaktischen Diskontinuität, beschrieben, der auftritt sobald im Hauptsatz das Prädikat neben dem finiten Verb auch noch infinite Teile hat. Da der deutsche Aussagesatz Verbzweitstellung (V2-Stellung) aufweist, befindet sich dann das finite Verb vorne und der restliche, infinite Teil – entweder das Präfix eines trennbaren Verbs, ein Verb im Infinitiv oder ein Partizip – hinten im Satz; die beiden „umklammern“ dann sozusagen das Mittelfeld des Satzes. Analoges gilt für Fragesätze und andere Satztypen mit Verb-Erst-Stellung. Dieser syntaktische Diskontinuität der deutschen SOV-Sprache steht die syntaktische Linearität der SVO-Sprachen, zu denen auch das Spanische zählt, gegenüber.[214]

Pluralform bei Abkürzungen[Bearbeiten]

Abkürzungen oder auch Abreviationen bilden ihren Plural durch Verdoppelung der Buchstaben.

Beispiel: C.A. = Comunidad Autónoma → CC.AA. = Comunidades Autónomas.

Beispiele für gebräuchliche Abkürzungen im Plural:

  • EEUU - Estados Unidos (Vereinigte Staaten), aber UE - Unión Europea (Europäische Union - Singular)
  • JJSS - Juventudes Socialistas (Sozialistische Jugend - Jugendorganisation der PSOE)
  • NNGG - Nuevas Generaciones (die Jugendorganisation der Spanischen Volkspartei)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Aktuelle Grammatiken[Bearbeiten]

Ältere Grammatiken[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rolf Kailuweit: „Pro-drop, Kongruenz und „optimale“ Klitika. Ein Beschreibungsansatz im Rahmen der Role and reference grammar (PDF). In: Carmen Kelling, Judith Meinschaefer, Katrin Mutz (Hrsg.): Morphologie und romanistische Sprachwissenschaft. XXIX. Deutschen Romanistentag, Saarbrücken 2005, Fachbereich Sprachwissenschaft der Universität Konstanz Arbeitspapier Nr. 120.
  2. Irene Gil Laforga, Eugenio Cascón Martín, Manuel Pérez Fernández (Hrsg.): Nueva gramática de la lengua española. Real Academia Española, Espasa Libros, Barcelona 2011, ISBN 978-84-670-3471-4.
  3. Thorsten Roelcke: Variation typology. Walter de Gruyter, 2003, ISBN 3-11-016083-8, S. 449–469.
  4. Martin Haase: Das Spanische aus typologischer und historisch-vergleichender Sicht (PDF). Bamberg, S. 1–16.
  5. Gustav Ineichen: Zur Stellung der spanischen Grammatik von Nebrijas. In: Wolfgang Dahmen (Hrsg.): Zur Geschichte der Grammatiken romanischer Sprachen: Romanistisches Kolloquium IV. Band 357 von Tübinger Beiträge zur Linguistik, Narr Verlag, 1991, ISBN 3-8233-4212-6, S. 227 f.
  6. vergleiche auch mit dem Begriff Monem
  7. Alonso Zamora Vicente: La Real Academia Española. Espasa Calpe, Madrid 1999, ISBN 84-239-9185-7, S. 33.
  8. Trudel Meisenburg; Christoph Gabriel: Romanische Sprachwissenschaft. UTB basics, UTB, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8252-2897-2, S. 140.
  9. Federico Hanssen: Spanische Grammatik auf historischer Grundlage. Niemeyer, Halle a. S. 1910, S. 129 f.
  10. Leonard R. Palmer: Die lateinische Sprache: Grundzüge der Sprachgeschichte und der historisch vergleichenden Grammatik. Helmut Buske Verlag, Hamburg 1992, ISBN 3-87118-900-6.
  11. Die Grammatikalisierung von Präpositionen. grammis 2.0 das grammatische informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids), online
  12. Georg Bossong: Differential object marking in Romance and beyond. In: Dieter Wanner; Douglas A. Kibbee (Hrsg.): New analyses in Romance linguistics. Benjamins, Amsterdam / Philadelphia 1991, S. 143–170.
  13. Inge Pohl: Semantische Unbestimmtheit im Lexikon. Peter Lang, Bern 2010, ISBN 978-3-631-60061-0, S. 224.
  14. Nach Kürschner: Grammatisches Kompendium. 4. Auflage. 2003, ISBN 3-8252-1526-1, S. 135.
  15. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 259.
  16. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 105.
  17. Gerhard Ernst (Hrsg.): Romanische Sprachgeschichte / Histoire linguistique de la Romania. (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft / Handbooks of Linguistics and Communication Science (HSK). Band 23). 3. Teilband, Walter de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-11-021141-2, S. 3103.
  18. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5, S. 15, 152, 342.
  19. als speziellen Fall des Modaladverbs
  20. scans.library.utoronto.ca Friedrich Hanssen: Spanische Grammatik auf historischer Grundlage. Sammlung kurzer Lehrbücher der romanischen Sprachen und Literaturen. (= Spanische Grammatik. Band VI). Verlag von Max Niemeyer, Halle a. S. 1910, Kapitel VI.
  21. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5, S. 46 f.
  22. María José Domínguez Vázquez: Die Wiedergabe der Ergänzungen aus syntaktisch-semantischer Sicht. Eine kontrastive Studie Spanisch-Deutsch. In: Revista de Filología Alemana. 2004, 12, núm. 1, S. 151–164, ISSN 1133-0406.
  23. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 155.
  24. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die Spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 161 u. 251
  25. Eine Liste der spanischen Konjunktionen. Wikibooks
  26. Carlos Sánchez Avendaño: Los conectores discursivos: su empleo en redacciones de estudiantes universitarios costarricenses. Filología y Lingüística XXXI (2), 2005, S. 169-199 ISSN 0377-628X
  27. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 215.
  28. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 580.
  29. Rolf Kailuwait: Lexeme, Kasusmarker Relatoren? Überlegungen zu den spanischen Präpositionen unter dem Aspekt der Grammatikalisierung. In: Barbara Schäfer-Prieß, Hildegard Klöden, Rolf Kailuwait (Hrsg.): Grammatikalisierung in den iberoromanischen Sprachen. (= Pro Lingua. Band 33). Wilhelmsfeld, Egert 2001, ISBN 3-926972-85-8, S. 33–62.
  30. Elisabeth Henk, Aina Torrent-Lenzen: Die Festlegung der Polysemie in einem phraseologischen Wörterbuch Spanisch-Deutsch. Fachhochschule Köln F 03 Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation, S. 1193–1206, online
  31. Antje Müller: Spatiale Bedeutungen deutscher Präpositionen. Bedeutungsdifferenzierung und Annotation. Inaugural-Dissertation. Ruhr-Universität Bochum, 2013, S. 3 online
  32. Barbara Fröhlich: Schwierigkeiten bei der Verwendung deutscher Präpositionen in gebundener Struktur Theorie und Beispiele. Redaktion LINSE (Linguistik-Server Essen), Universität Duisburg-Essen, Essen 2003. (PDF; 965 kB)
  33. Wilhelm Meyer-Lübke: Grammatik der Romanischen Sprachen. Teil III: Romanische Syntax. Nachdruck von 1899, Georg Olms Verlag, Hildesheim / New York 1972, S. 369 f.
  34. Lorenzo Renzi: Einführung in die romanische Sprachwissenschaft. Walter de Gruyter, 1980, ISBN 3-11-094516-9, S. 72.
  35. María Ángeles Alonso, Francisco Javier Fernández: Las Preposiciones. Editorial Edinumen, Madrid 2011, ISBN 978-84-9848-129-7.
  36. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 550.
  37. Wikibooks Spanisch/ Präpositionen
  38. Diccionario de la lengua española (DRAE)
  39. Diccionario de la lengua española (DRAE)
  40. Diccionario de la lengua española (DRAE)
  41. lateinisch in den Bedeutungen: verweilen, sich aufhalten, müßig dasitzen, ruhig leben, zurückgezogen leben
  42. lateinisch in den Bedeutungen: in einem Zustand sein, stehen, dastehen, herumstehen, still stehen, zögern
  43. Birte Stengaard: Vida y Muerte de un Campo Semántico: Un estudio de la evolución semántica de los verbos latinos „stare“, „sedere“ e „iacere“ del latín al romance del s. XIII. Max Niemeyer, Imprint von de Gruyter 1991, ISBN 3-484-52234-8, S. 93.
  44. Montserrat Batllori; Francesc Roca: Grammaticalization of ‚ser‘ and ‚estar‘ in Romance. In: Dianne Jonas; John Whitman; Andrew Garrett: Grammatical Change: Origins, Nature, Outcomes. Oxford linguistics, Oxford University Press, 2012, ISBN 9-7801-9958-262-4, S. 74 f.
  45. Christine Tschoepe: SER und ESTAR Untersuchung einiger geläufiger Erklärungsmodelle zur Verwendungsunterscheidung. Hausarbeit (Hauptseminar: Probleme der Grammatik des Spanischen), Grin-Verlag, München 2007, ISBN 978-3-638-94563-9.
  46. Reyes Llopis-García; Juan Manuel Real Espinosa; José Plácido Ruiz Campillo: Qué gramática enseñar, qué gramática aprender. Edi numen, Madrid 2012, ISBN 978-84-9848-240-9, S. 124–137.
  47. Holger Siever: Übersetzen Spanisch-Deutsch. Ein Arbeitsbuch. Narr Studienbücher, Gunter Narr, Tübingen 2008, ISBN 978-3-8233-6391-0, S. 22.
  48. vergleiche engl. „to be“ und „become/will“, fr. „être“ und „devenir“
  49. Eva-Maria Remberger; Kay-Eduardo González-Vilbazo: Die Kopula im Romanischen. S. 1–27.
  50. Johan Falk: Difusión de estar con adjetivos de sentido transitorio en catalán. In: Lars Lindvall (Hrsg.): Actes du Dixiéme Congrés des Romanistes Scandinaves. Lund University Press, Lund 1990, S. 140–150.
  51. Yolanda Carballera Cotillas; María Angeles Sastre Ruano: Uso de ser y estar. Revisión de la gramática y constatación de la realidad lingüística, S. 299–313.
  52. Manuel Leonetti: Ser y estar: estado de la cuestión. Universidad de Alcalá de Henares, S. 182–205.
  53. Für Ser:carácter, caracteristica, características permanentes, clase, color, descripción, evento, fechas, forma, frases impersonales, identidad, marca, origen, ocupación, profesión, pertenencia, precios en general, procedencia, relaciones, sucesos sociales. Hierzu eine Merkspruch in englischer Sprache: doctor für date, occupation, characteristics, time, origin, relation. Für estar: acción, cambio de estado, condición, emoción, estado (estado de salud, estado de ánimo), localización, posición, precios fluctuantes. Der dazugehörige Merkspruch im Englischen lautet: place für position, location, action, condition, emotion.
  54. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 520.
  55. Yuko Morimoto, Victoria Pavón Lucero: Los verbos pseudo-copulativos de cambio en los diccionarios didácticos del espaňol. S. 273–285 In Yuko Morimoto, Victoria Pavón Lucero: Los verbos pseudo-copulativos del español. Cuadernos de lengua española, Bd. 96, La Muralla, Arco Libros, 2007, ISBN 8-4763-5699-4
  56. Alexia Steinhauser: Ser und Estar leicht erklärt. Regel, Beispiele und Übungen mit Lösungen. Books on Demand, Norderstedt, 2012, ISBN 978-3-8423-5512-5.
  57. Hortensia Martínez: Construir bien en español. La corrección sintáctica. Ediciones Nobel, Oviedo 2005, ISBN 3-89657-775-1, S. 95–97.
  58. Antonio Vañó-Cerdá: Ser y estar + adjetivos: un estudio sincrónico y diacrónico. Band 201 von Tübinger Beiträge zur Linguistik, Gunter Narr Verlag, Tübingen 1982, ISBN 3-87808-579-6. Antonio Vañó-Cerdá nutzt zur Erklärung der Kopulaverben ser und estar die Begrifflichkeiten „Intrinsität“ und „Extrinsität“.
  59. Ser y estar. Origen y evolución histórica © Justo Fernández López
  60. Vergleiche hierzu: Juan come pan. Juan isst Brot. In dem Satz Juan come pan steht Juan für die Begriffe semantische Rolle: Agens und syntaktische Funktion: Subjekt sowie pan für die semantische Rolle: Patiens und der syntaktischen Funktion: Objekt
  61. . Den Namen „indirektes“ Objekt erhielt es durch die verbindende Präposition a. Einen Kasus (Fall) wie in der deutschen Sprache gibt es im Spanischen nicht. Kasusbeziehungen (also Genitiv, Dativ und Akkusativ) gelangen im Spanischen über Präpositionen zum Ausdruck.
  62. Marta Cozzolino, Melanie Reiner: Die Objektpronomen. Ludwig Maximilians Universität, Institut für Romanische Philologie, SS 2011. Hauptseminar: Kontrastive Grammatik Spanisch – Portugiesisch, Dozentin: Dr. phil. Barbara Schäfer-Prieß, 24. Juli 2011, S. 1–6.
  63. Die zusammengesetzten Zeiten werden im Spanischen immer mit einer Form von „haber“ und dem Partizip Perfekt, participio des zweiten zu konjugierten Verbs gebildet, anders als in der deutschen Sprache. Hier werden die zusammengesetzten Zeiten mit „haben“ oder „sein“ gebildet. Damit beinhaltet das Hilfsverb „haber“ nicht mehr gleichzeitig die unmittelbare Bedeutung des deutschen „haben“ im Sinne von besitzen.
  64. Der Dativ der dritten Person singular oder plural lautet für Dinge oder Personen le und les.
  65. Pronomina. Unter Wikibooks.
  66. Merkkürzel: SIODOV Zuerst steht das indirekte Objektpronomen, dann folgt das direkte Objektpronomen, anschließend das Verb.
  67. Gernot Hoffmann: Spanische Pronomen – Pronombres españoles. docs-hoffmann.de, 10. September 2014, S. 1–3.
  68. Michael Neuhold: Pronomen. Von Latein zu den romanischen Sprachen.
  69. E. Gessner: Das spanische Personalpronom. In: Zeitschrift für romanische Philologie. Max Niemeyer Verlag, Tübingen Supplementheft: Bibliographie, 1875-76-1886, S. 1–329.
  70. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 280 f, 316 f.
  71. die unbetonten, verbundenen, unselbstständigen Objektpronomen entwickelten sich aus den lateinischen Formen des Akkusativ (direkte Objektpronomen): me–me; te–te; nos–nos; vos–os.
  72. die betonten, unverbundenen, selbstständigen Objektpronomen entwickelten sich aus den lateinischen Formen des Dativs (indirekte Objektpronomen): mihi–mí; tibi–tí; nobis–nosotros;vobis–vosotros.
  73. Das direkte Objekt, Akkusativ ist der Tätigkeit ausgesetzt; ist unmittelbar und direkt von der Aktion betroffen; der (er-)leidende Gegenstand an dem sich der Zweck oder die Wirkung der Aktion zeigen; ist das nächste Ziel oder unmittelbares, eigentliches Objekt der Handlung.
  74. Das indirekte Objekt, Dativ kennzeichnet die Aktion zum Gegenstand, zur Person hin; ist der eigentliche Endpunkt der Aktion. Es nimmt persönlich die Tätigkeit auf oder wirkt ihr entgegen und steht dem Subjekt gegenüber. Es ist das entferntere Ziel oder Objekt, der eigentliche Zweck daher wechselseitige Einwirkung oder Reziprozität. Es ist das Objekt, dass die Folgen einer Handlung „zu spüren“ bekommt.
  75. Die Redundanzformen des Personalpronomens. Justo Fernández López. Hispanoteca
  76. Felix Bühring: Ueber Form und Gebrauch des altspanischen Personalpronomens in den beiden Handschriften der altspanischen Uebersetzung des Codi. Dissertationsschrift. Buchdruckerei Hohmann, Halle a. S. 1909.
  77. Annegret Alsdorf-Bollee, Ingrid Neumann-Holzschuh: Spanische Sprachgeschichte. 5. Auflage. Klett, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-12-939624-7, S. 64.
  78. Ulrich Detges: Historische Formenlehre 2. Pronomina. vgl. Lathrop (1989), Lloyd (1987), Wintersemester 2005/2006 Paul Gévaudan
  79. Ángeles Álvarez Martínez: El Pronombre. Band 1, Arco/libros, Madrid 1989, ISBN 84-7635-054-6, S. 47.
  80. Justo Fernández López: Die Modalverben- los verbos modales. Hispanoteca
  81. Justo Fernández López: Die Redundanzformen des Personalpronomens El pronombre personal redundante. Hispanoteca, online
  82. pronombre ablativo oder pronombre preposicional e instrumental
  83. mich (Akkusativ = A)
  84. mir (Dativ = D
  85. mich
  86. dich (A)
  87. dir (D)
  88. dich
  89. ihn, sie, es (als Akkusativ), Sie (A)
  90. ihm, ihr, Ihnen (D)
  91. sich
  92. sie, es (als Akkusativ)
  93. uns (A)
  94. uns (D)
  95. uns
  96. euch (A)
  97. euch (D)
  98. euch
  99. sie (Plural), Sie (A)
  100. ihnen, Ihnen (Plural) (D)
  101. sich
  102. * Die in Spanien ausschließlich als Höflichkeitsform im förmlichen Umgang (vgl. „Siezen“ im Deutschen) verwendete Anrede ustedes (vuestra merced, etwa: „Euer Gnaden“) ist in Lateinamerika die standardsprachliche und allgemein verbreitete Anredeform, unabhängig von Sprachebene oder Vertrautheit. So wird die 2. Person Plural im amerikanischen Sprachraum überhaupt nicht benutzt und stets durch die Anrede in der 3. Person ersetzt. An die Stelle des Personalpronomens vosotros tritt hingegen immer ustedes (eine der wenigen Regeln, die universal für ganz Lateinamerika gelten). Auch im Singular ist die Anrede in der 2. Person mit in manchen Gebieten weniger gebräuchlich (oder wirkt schroff bzw. pedantisch) und man greift entweder zu vos (entspricht historischer Höflichkeitsform „Ihr“) oder zur 3. Person mit usted.
  103. Victoria Escandell Vidal: Notas sobre la gramática de los posesivos. S. 265–277.
  104. Indefinitpronomen - Spanische Formen. Hispamoteca.eu
  105. Indefinitpronomen. Hispamoteca.eu
  106. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die Spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 188–190.
  107. Jose Antonio Martínez Garcia: El pronombre 2: numerales, indefinidos y relativos. Arco Libros, 1989, ISBN 84-7635-061-9.
  108. Antoon van Bommel, Kees van Esch, Jos Hallebeek: Estudiando español. Grundgrammatik. Ernst Klett Sprachen, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-12-535499-9, S. 64 f.
  109. Asunción Martínez Arbelaiz: Otro caso de prescriptivismo: los pronombres de relativo tras preposición. Actas del XV congreso internacional de ÁSELE, (2004), S. 566–572.
  110. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 187–191.
  111. Martin Hummel: Adverbale und adverbialisierte Adjektive im Spanischen: Konstruktionen des Typs Los niños deurmen tranquilos und Maria corre rápido. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik. Band 446). Gunter Narr Verlag, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-5112-5, S. 54.
  112. Olaf Krause: Zu Bedeutung und Funktion der Kategorien des Verbalaspekts im Sprachvergleich. S. 1–31
  113. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die Spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 205.
  114. Verbkategorien - Categorías verbales (Recop.) Justo Fernández López. Hispanoteca.eu
  115. Rolf Kailuweit: "Pro-drop", Kongruenz und "Optimale" Klitika. Ein Beschreibungsansatz im Rahmen der „Role and Reference Gramar“. In Carmen Kelling, Judith Meinschaefer, Katrin Mutz: Morphologie und romanistische Sprachwissenschaften. Akten der gleichnamigen Sektion beim XXIX. Deutschen Romanistentag, Saarbrücken 2005.
  116. Jule Philippi: Einführung in die generative Grammatik. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-26548-2, S. 68 f.
  117. Dee L. Eldredge: Teaching spanish, my way. Xlibris LLC, 2014, ISBN 978-1-4931-2657-6, S. 69.
  118. Metzler Lexikon der Sprache. 2. Auflage. 2000, Stichwörter Null-Subjekt-Parameter, Pro-Drop-Parameter, Semi-Pro-Drop-Sprachen
  119. Mario López-Barrios: Grammatikvermittlung multidimensional - Erschließung von Form, Bedeutung und Gebrauch grammatischer Strukturen. In: H. Barkowski, S. Demmig, H. Funk, U. Würz (Hrsg.): Deutsch bewegt. Entwicklungen in der Auslandsgermanistik und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Schneider, Hohengehren 2011, ISBN 978-3-8340-0654-7, S. 273–288.
  120. Marisa Patuto: Der Erwerb des Subjekts in (Nicht-)Nullsubjektsprachen. Die Rolle des Spracheneinflusses und der Sprachdominanz bei bilingual deutsch-italienisch, deutsch-spanisch und französisch-italienisch aufwachsenden Kindern. Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen 2012, ISBN 978-3-8233-6750-5. Auszug S. 1–29.
  121. Man nimmt an, dass im Rahmen des Spracherwerbs die Nullsubjekteigenschaft darüber hinaus mit anderen syntaktischen Eigenschaften korreliert ist, so etwa mit der Möglichkeit der Inversion lexikalischer Subjekte, dem Vorhandensein zahlreicher Flexionsparadigmata und dem Fehlen von Expletiva.
  122. Romanische Sprachen und Latein. Mediencode 7595-47, Unikurs Latein. C.C. Buchners Verlag, Bamberg 2011 (BN 7595), S. 8.
  123. Romanische Sprachen und Latein. Mediencode 7595-47, Unikurs Latein. C.C. Buchners Verlag, Bamberg 2011 (BN 7595), S. 8.
  124. Johannes Kabatek; Claus D. Pusch: Spanische Sprachwissenschaft: Eine Einführung. Gunter Narr Verlag, 2009, ISBN 978-3-8233-6404-7.
  125. Justo Fernández López: Analytisch vs. Synthetisch. Analítico vs. Sintético. (Recop.)
  126. Justo Fernández López: Satzbau, Wortstellung, Satzgliedstellung. El orden de las palabras en la oración. Colocación de los elementos oracionales.
  127. Man nennt diese Ergänzungen auch Argumente; dabei weisen die intransitiven Verben ein Argument auf, die transitiven Verben zwei Argumente.
  128. Wolfgang Dahmen: Neuere Beschreibungsmethoden der Syntax romanischer Sprachen. Band 11 von Romanistisches Kolloquium, Gunter Narr Verlag, 1998, ISBN 3-8233-5088-9, S. 99.
  129. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göppingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 160–161.
  130. Almudena Mallo Dorado: Äquivalenz der deutschen Partizipien im Spanischen. Deutsche Grammatik im europäischen Dialog (Krakau 2006), S. 1–9
  131. María Marta García Negroni; Silvia Ramírez Gelbes: Formas no personales del verbo y argumentación. Acerca de los falsos infinitivos, falsos gerundios y falsos participios. Letras de Hoje, Porto Alegre, v. 46, n. 1, S. 73-85, jan./mar. 2011
  132. Christiane Nord: Lernziel: Professionelles Übersetzen Spanisch-Deutsch. Ein Einführungskurs in 15 Lektionen. Gottfried Egert, Wiesloch 2001, ISBN 3-926972-87-4, S. 207.
  133. Das deutsche Partizip Präsens, Partizip I-El participio de presente en alemán. Hispanoteca. Justo Fernández López
  134. Holger Siever: Übersetzen Spanisch-Deutsch. Ein Arbeitsbuch. Narr Studienbücher, Gunter Narr, Tübingen 2008, ISBN 978-3-8233-6391-0, S. 27.
  135. El gerundio español - Das spanische Gerundium. Justo Fernández López. Hispanoteca
  136. Claudia Moriena, Karen Genschow: Große Lerngrammatik Spanisch: Regeln, Anwendungsbeispiele, Tests ; [Niveau A1 - C1]. Hueber Verlag, München 2010, ISBN 978-3-19-104145-8, S. 435.
  137. auch als Presente progresivo
  138. Trudel Meisenburg; Christoph Gabriel: Romanische Sprachwissenschaft. UTB basics, UTB, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8252-2897-2, S. 142 f.
  139. Nelson Cartagena; Hans-Martin Gauger: Vergleichende Grammatik Spanisch-Deutsch. Duden Sonderreihe Vergleichende Grammatiken Bibliographisches Institut, Berlin 1989, ISBN 3-411-01987-5, S. 370 f.
  140. Tempussystem des Spanischen - Sistema temporal del español (Recop.) Justo Fernández López
  141. Hans Reichenbach: Elements of Symbolic Logic. Macmillan Co., New York 1947.
  142. Martin Becker: Die Ingredienzen des romanischen Imperfekts (PDF.) In: Günther Grewendorf, Arnim von Stechow (Hrsg.): Linguistische Berichte. Heft 221. Helmut Buske, Hamburg 2010, ISSN 0024-3930, S. 79–108.
  143. Ángeles Carrasco Gutiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. Dicenda. Cuadernos de Filología Hispánica 12, 69–86 (1994), ISSN-e 1988–2556
  144. Natascha Pomino: Spanische Verbalflexion: Eine minimalistische Analyse im Rahmen der Distributed Morphology. Max Niemeyer, Tübingen 2008, ISBN 978-3-484-30523-6.
  145. auch Presente simple
  146. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Presente dem frz. Présent und dem it. Presente indicativo. Im Englischen entspricht es annähernd dem Simple Present.
  147. Pretérito perfecto (Gramática, 1931) auch Pretérito perfecto compuesto (Esbozo, 1973) oder vollendete Gegenwart, auch Presente anterior.
  148. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito perfecto oder Pretérito perfecto compuesto dem frz. Passé composé und dem it. Passato prossimo. Im Englischen entspricht es annähernd dem Present perfect simple.
  149. Luis García Fernández : Sobre la naturaleza de la oposición entre pretérito imperfecto y pretérito perfecto simple. Lingüística Española Actual 2, (1999) 2: 169-188.
  150. Martin Becker: Die Ingredienzen des romanischen Imperfekts (PDF.) In: Günther Grewendorf, Arnim von Stechow (Hrsg.): Linguistische Berichte. Heft 221. Helmut Buske, Hamburg 2010, ISSN 0024-3930, S. 79–108.
  151. Wolfgang Dahmen: Konvergenz und Divergenz in den romanischen Sprachen: Romanistisches Kolloquium VIII. Band 8 von Romanistisches KolloquiumGunter Narr Verlag, Tübingen 1995, ISBN 3-8233-5061-7, S 52
  152. Pretérito indefinido (Gramática, 1931) auch als Pretérito perfecto simple (Esbozo, 1973) oder Pretérito absoluto bezeichnet, man nennt ihn auch historisches Perfekt, ebenso Pasado simple.
  153. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple dem frz. Passé simple und dem it. Passato remoto. Im Englischen entspricht es annähernd dem Simple Past oder Past Tense.
  154. Die Vergangenheitsform Pretérito Perfecto (he comprado) ist in einigen Ländern wie Argentinien marginal gebräuchlich, stattdessen wird meist das Pretérito Indefinido verwendet (compré), soweit man das „Noch-Andauern“ einer Handlung nicht explizit betonen möchte.
  155. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 89.
  156. Hans-Georg Beckmann: Neue Spanische Grammatik. dnf-Verlag, Göttingen 1994, ISBN 3-9803483-3-4, S. 174.
  157. Ein Hinweis ergibt sich über die Beantwortung zweier Fragen: Notwendige Bedingung I.: Ist die Erzählung geeignet in einem Tagebuch notiert zu werden oder nicht? In dem Fall, dass man die Geschichte in einem Tagebuch hinterlegen könnte, stünde der Indefinido. Wenn aber die Erzählung nicht an einem bestimmten Tag, Uhrzeit etc. zu hinterlegen wäre, dann stünde der Imperfecto. Hinreichende Bedingung II.: Aber ist die Erzählung abgeschlossen oder nicht? Ist sie nicht abgeschlossen steht der Imperfecto ist sie aber abgeschlossen steht der Indefinido. Können also beide Fragen präzise mit ja beantwortet werden folgt der Indefinido. Damit werden für die Verwendung des Indefinidos bzw. Imperfectos folgende Entscheidungskriterien wichtig; sind die zu versprachlichenden Handlungen messbar, unterliegen sie einer Regelmässigkeit, sind die Handlungen von einander abgrenzbar also sequenziell und wie Häufigkeit treten sie auf.
    Bildhaft entspräche der Indefinido jeweils einer Erzähl- und damit Zeitblase, welche aus dem im Imperfecto versprachlichten Erzähl-Hintergrund oder Untergrund aufsteigt.
  158. La concordancia temporal en español, Correspondencia de tiempos, Consecutio temporum - Zeitenfolge. Justo Fernández López. Hispanoteca
  159. Harald Weinrich: Tempus. Besprochene und erzählte Welt. H. C. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47876-X, S. 118 f.
  160. Helmut Berschin, Julio Fernández-Sevilla, Josef Felixberger: Die Spanische Sprache. Verbreitung, Geschichte, Struktur. 3. Auflage. Georg Olms, Hildesheim/ Zürich/ New York 2005, ISBN 3-487-12814-4, S. 224 f.
  161. Die Tempora werden im System von Hans Reichenbach Elements of Symbolic Logic New York (1947) definiert als Relationen zwischen den folgenden Zeitintervallen. Dabei soll begrifflich zwischen der Sprechzeit, S (spanisch punto de habla (H)) [der Zeitpunkt, zudem die Äußerung gemacht wird (S)], der Ereigniszeit, E (spanisch punto de evento (E)) [der Zeitpunkt, zudem das Ereignis stattfindet (E)] und der Referenzzeit, R (spanisch punto de referencia (R)) [der Zeitpunkt, von dem aus das Ereignis betrachtet wird (R), also die Zeit auf die man sich bezieht, z. B. hoy, ayer] unterschieden werden.
  162. Ángeles Carrasco Guttiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. DICENDA. Cuadernos de Filología Hispánica, № 12, 69–86, Edit. Universidad Complutense de Madrid, Madrid 1994
  163. Olaf Krause: Zu Bedeutung und Funktion der Kategorien des Verbalaspekts im Sprachvergleich. germanistik.uni-hannover.de, S. 1–31.
  164. Perífrasis verbales - Einführung Spanische Fernández López: Das aspektuelle System des Spanischen – perífrasis verbales – Der Aspekt der Handlung
  165. Zeitadverbien "seit" und "vor" im Spanischen. Mit kleinen Fehlern
  166. desde Ungefähre Bedeutung: Beschreibt einen zahlenmäßig nicht genau bestimmbare Zeitspanne.
  167. desde hace Ungefähre Bedeutung: Beschreibt zahlenmäßig genau bestimmbare Zeitspannen
  168. Zeitangabe mit vor, seit, ab, schon, her - Complementos adverbiales temporales con vor, seit, schon, her. Justo Fernández López, Hispanoteca
  169. Wolfgang Halm: Moderne spanische Kurzgrammatik. Max Hueber, München 1987, ISBN 3-19-004020-6, S. 215.
  170. Debbie Rusch, Marcela Dominguez, Lucia Caycedo Garner: Imágenes, Enhanced Edition. Garner Cengage, 2011, ISBN 978-1-111-35650-7, S. 208.
  171. Pretérito indefinido (Gramática, 1931) auch als Pretérito perfecto simple (Esbozo, 1973), Pretérito absoluto auch historisches Perfekt
  172. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito indefinido oder Pretérito perfecto simple dem frz. Passé simple und dem it. Passato remoto. Im Englischen entspricht es annähernd dem Simple Past.
  173. Georg Bossong: Die romanischen Sprachen: eine vergleichende Einführung. Niemeyer Studienbuch, Buske Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-87548-518-9, S. 93.
  174. Walter Breu: Probleme der Interaktion von Lexik und Aspekt (ILA). Band 412 Linguistische Arbeiten, Walter de Gruyter, 2000, ISBN 3-11-092480-3, S. 56 f.
  175. Aspekt - Aspecto, (Recop.) Justo Fernández López, Hispanoteca
  176. Justo Fernández López: Die narrativen Zeiten im Spanischen. hispanoteca.eu (PDF 70,64 KB)
  177. Yolanda Mateos Ortega: Grammatik Spanisch kurz & bündig. PONS, Ernst Klett, Stuttgart 2005, ISBN 3-12-560883-X, S. 45 f.
  178. Karl Marquard Sauer; Fernando de Arteaga y Pereira: Spanish Conversation-Grammar. Julius Groos Schoenhof Book Company, Heidelberg / Boston 1904, S. 99.
  179. Wird gebildet mit dem Pretérito indefinido (Gramática, 1931) auch als Pretérito perfecto simple (Esbozo, 1973) des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt.
  180. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito anterior dem frz. Passé antérieur und dem it. Trapassato remoto.
  181. Die Formen von haber lauten: hube; hubiste; hubo; hubimos; hubisteis; hubieron.
  182. auch Pasado anterior
  183. Wird gebildet mit dem Pretérito imperfecto des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt. Die Formen von haber lauten: había; habías; había; habíamos; habíais; habían
  184. In einem Vergleich mit einigen anderen romanischen Sprachen entspricht das span. Pretérito pluscuamperfecto dem frz. Plus-que-parfait und dem it. Trapassato prossimo. Im Englischen entspricht es dem Past Perfect Simple.
  185. auch als futuro inmediato y seguro bezeichnet.
  186. auch als Futuro imperfecto (Gramática, 1931) bezeichnet
  187. auch als Futuro anterior.
  188. Wird gebildet mit dem Futuro simple des Hilfsverbs haber und dem Partizip Perfekt. Die Formen von haber lauten: habré; habrás; habrá; habremos; habréis; habrán.
  189. Ángeles Carrasco Gutiérrez: Reichenbach y los tiempos verbales del español. Dicenda. Cuadernos de Filología Hispánica 12, 69–86 (1994)
  190. auch als Pasado posterior.
  191. auch als Potencial simple o imperfecto (Gramática, 1931) bezeichnet
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