Speisewasserpumpe

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Eine Speisewasserpumpe (oft kurz nur Speisepumpe genannt) ist eine Pumpe zur Versorgung eines Dampfkessels oder Dampferzeugers mit Speisewasser, das zur Erzeugung des Dampfes benötigt wird. [1] [2] [3] [4]

In Dampfkraftwerken ist sie als Kreiselpumpe ausgeführt. In größeren Kraftwerken ist der Speisepumpe eine Vorpumpe vorgeschaltet, die für den nötigen Vordruck sorgt. Die Speisepumpe wird meist über eine eigene kleinere Dampfturbine angetrieben, die sogenannte Speisepumpenantriebsturbine oder auch kurz "Spat" genannt. Den An- und Abfahrbetrieb übernehmen Elektrospeisepumpen "ESP". Der Leistungsbereich solcher Pumpen kann in Großkraftwerken bis zu 42 MW betragen und stellt damit den größten Einzelposten des Eigenbedarfes eines Dampfkraftwerkes dar.

Aus Sicherheitsgründen muss jeder Kessel mindestens zwei unabhängig voneinander arbeitende Speiseeinrichtungen besitzen (bei großen Anlagen eine Turbospeisepumpe und zwei Elektrospeisepumpen).

Ebenso kommen bei kleineren Dampfanlagen (Lokomotiven, Dampfkräne, kleinere Kesselanlagen) Kolbenpumpen zum Einsatz. Diese bestehen aus zwei mechanisch miteinander gekoppelten Kolben. Der Antriebskolben wird vom Dampfdruck angetrieben und bewegt den Pumpenkolben, welcher das Speisewasser fördert. Dabei besitzt der Antriebskolben einen größeren Querschnitt als der Pumpenkolben. Dadurch kann die Pumpe einen höheren Druck erzeugen als ihr als Antriebsdruck zugeführt wird.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Florian Grabner: Der DKW-Vergleichsprozess (PDF; 174 kB), Seite 1 ff, abgerufen 29. Juli 2012
  2. ELIN: Kraftwerke, Speisewasserpumpe (PDF; 758 kB) Seite 17, abgerufen 29. Juli 2012
  3. ELIN: Referenzen, Walsum Block 10 - BFWP Seite 7, abgerufen 29. Juli 2012
  4. ELIN: Speisewasserpumpenantrieb mit 22 MW Asynchronmotoren, abgerufen 29. Juli 2012