Spekulum
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Ein Spekulum (von lat. speculum: „Spiegel“) ist ein medizinisches Untersuchungsinstrument.
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[Bearbeiten] Beschreibung
Das Spekulum wird z.B. bei gynäkologischen Untersuchungen in die Scheide eingeführt. Viele Spekula ermöglichen dann eine Spreizung der beiden Blätter, so dass die Vagina entfaltet werden kann. Dadurch werden die Scheidenhaut sowie die Cervix sichtbar und zugänglich. Mit einem Spekulum wird es möglich, sterile Abstriche vom Muttermund zu entnehmen oder weitere Instrumente steril über den Muttermund in die Gebärmutter einzubringen. Nach der Untersuchung werden die Blätter wieder geschlossen und das Spekulum entfernt.
Um den individuellen anatomischen Verhältnissen der Patientin gerecht zu werden, gibt es Spekula in vielen verschiedenen Größen. Die Untersuchung kann somit schmerzlos durchgeführt werden. Metallspekula werden meist angewärmt, um unangenehmen Kontakt mit kaltem Metall zu vermeiden. Bei vielen Untersuchungen kann das Spekulum mit Gel benetzt werden, um das Einführen zu erleichtern. Da diese Gele bei manchen zytologischen oder mikrobiologischen Untersuchungen das Ergebnis verfälschen können, ist die Verwendung nicht immer möglich. Der Untersucher versucht dann, das Einführen durch Benetzung des Spekulums mit warmem Wasser zu erleichtern.
Andere, sehr viel kleinere Nasalspekula werden in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zur Betrachtung der Nasenhöhle und Nasengänge eingesetzt. In der Proktologie ermöglichen Rektalspekula das Öffnen und Entfalten des Enddarms und des Analkanals.
[Bearbeiten] Geschichte
Früher wurden rostfreie, sterilisierbare und mehrfach verwendbare Metallspekula verwendet. Heute werden auch Spekula aus Stahl oder transparentem Plastik als Einmalartikel verwendet.
Die Geschichte dieses Instruments reicht weit zurück: Vaginalspekula wurden bereits bei den Römern verwendet und unter anderem in Pompeii gefunden.[1] Nasalspekula wurden dagegen erst am Ende des 19. Jahrhunderts durch Gustav Killian etabliert.
Die Verwendung des Vaginalspekulums war nicht immer unumstritten. Josephine Butler, die britische Leitfigur im Kampf gegen den britischen Contagious Disease Act im 19. Jahrhundert, bezeichnete die Verwendung des Spekulums bei der Untersuchung von Prostituierten auf Geschlechtskrankheiten als Vergewaltigung. Auf ähnliche Weise verwendet Luce Irigaray in ihrem für die feministische Philosophie zentralen Werk Speculum, Spiegel des anderen Geschlechts (1974) das Spekulum als Symbol für männliche Herrschaft.
Im sadomasochistischem Kontext werden Spekula heute auch manchmal als Sexualspielzeuge verwendet.
[Bearbeiten] Bauformen
[Bearbeiten] Vaginal-Spekula
[Bearbeiten] Blätterzahl
[Bearbeiten] Ohne Blätter
- Fergusson
- Glasspekulum
[Bearbeiten] 1-Blatt
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[Bearbeiten] 2-Blatt
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[Bearbeiten] 3-Blatt
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[Bearbeiten] Rektal-Spekula
[Bearbeiten] Blätterzahl
[Bearbeiten] 1-Blatt
- Czerny
[Bearbeiten] 2-Blatt
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[Bearbeiten] 3-Blatt
- Alan Park
- Cook
- Mathieu
[Bearbeiten] Nasenspekula
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[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Cecilia Mettler: History of Medicine
[Bearbeiten] Literatur
- Luce Irigaray: Speculum. Spiegel des anderen Geschlechts, Suhrkamp, 2001, ISBN 3518109464

