Sperrballon

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Sperrballon des US Marine Corps, 1942
Sechs Sperrballone der Luftwaffe über dem zerstörten Damm des Möhnesees, 17. Mai 1943

Ein Sperrballon ist ein mittelgroßer, mit einem Traggas leichter als Luft gefüllter Fesselballon. Ein Sperrballon soll durch seine Anwesenheit feindlichen Piloten den Anflug erschweren oder unmöglich machen, da durch das Seil feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht werden können. Dadurch wird das Flugzeug gezwungen, höher zu fliegen, was sich (aus der Sicht des Angreifers) negativ auf die Treffergenauigkeit auswirkt.

Sperrballone wurden bis zum Zweiten Weltkrieg häufig verwendet, um Industrieanlagen oder Schiffe vor Luftangriffen zu schützen. Sperrballone wurden im II.Weltkrieg in großer Anzahl vom Deutschen Reich, Großbritannien, Sowjetunion und USA eingesetzt. Zum Schutz vor Sperrballonen wurden manche Flugzeuge, etwa solche der Baureihen Heinkel He 111 und Junkers Ju 88, vorne mit Ballonabweisern ausgestattet, die bei Berührung das Halteseil nach außen ablenken und teilweise sogar kappen sollten. Dies wirkte sich jedoch ungünstig auf die Flugeigenschaften der Bomber aus und verringerte zudem die mitführbare Nutzlast.

Moderne Kampfflugzeuge sind mit wesentlich genaueren Navigationseinrichtungen und Zielgeräten ausgestattet und können somit auch aus größerer Höhe angreifen. Vor allem aber hat die Einführung von Luft-Boden-Raketen dazu geführt, dass das Ziel nicht mehr direkt überflogen werden muss. Daher haben Sperrballone heutzutage keine praktische Bedeutung mehr.

 Commons: Barrage balloons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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