Spesburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

w1

Spesburg
Die Ruine der Spesburg

Die Ruine der Spesburg

Alternativname(n): Château de Spesbourg
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Bauweise: Granitbuckelquader
Ort: Andlau
Geographische Lage 48° 24′ 7″ N, 7° 23′ 50″ O48.4019444444447.3972222222222460Koordinaten: 48° 24′ 7″ N, 7° 23′ 50″ O
Höhe: 460 m

Die Spesburg (französisch: Château de Spesbourg) befindet sich auf der Gemarkung der Gemeinde Andlau im französischen Département Bas-Rhin. Als gut erhaltene Ruine, von der noch hohe Außenmauern der Wohngebäude erhalten sind, ist sie ein beliebtes Ausflugsziel im Elsass. Bemerkenswert sind die gotischen Fenster und mehrere große Kamine, deren Öffnungen an den Mauern noch sichtbar sind.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg wurde 1247 erstmals erwähnt. Erbaut wurde sie unter der Herrschaft von Alexander von der Dick (Dicke oder auch Dicka) von 1246 bis 1250 auf den Überresten einer Burgruine. Sie diente wie die nicht weit entfernt liegende Burgruine Hoh-Andlau dem Schutz der Abtei Andlau. Durch den Tod von Walter von der Dick, seit 1377 Landvogt im Breisgau und seit 1382 Landrichter im Oberelsass, bei der verlustreichen Schlacht bei Sempach (1386) starb das Adelsgeschlecht aus. Mit Einwilligung der Äbtissin von Andlau übernahmen die Edlen von Andlau die Burg. Am 29. März 1431 wurde sie von Herzog Stephan von Bayern, seinerzeit Unterlandvogt des Elsass, vorübergehend eingenommen. Die Andlauer konnten sie durch eine erfolgreiche Belagerung zurückgewinnen.[1] Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört.

Literatur[Bearbeiten]

  • Felix Wolff: Elsässisches Burgen-Lexikon. Verzeichnis der Burgen und Schlösser im Elsass. Straßburg 1908. Neudruck Frankfurt/Main 1979.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spesburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschichte der Burg auf dickemauern.de, aufgerufen am 5. April 2012