Spetum

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Spetum
Ranseurs.jpg
Angaben
Waffenart: Stangenwaffe
Bezeichnungen: Runke, Runka, Friauler Spieß, corseca, corsesque, chauve souris
Verwendung: Kriegswaffe
Entstehungszeit: ca. 15. Jh.
Einsatzzeit: ca. 15. Jh. bis 16. Jh.
Ursprungsregion/
Urheber:
Schweiz
Verbreitung: Europa
Gesamtlänge: ca. 200 cm
Griffstück: Holz, Leder, Metall
Besonderheiten: verschiedene Ausstattungen, Klingengrößen und Formen
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Das Spetum (auch Runke, Runka, Friauler Spieß, corseca, corsesque, franz: chauve souris) war eine mittelalterliche Stangenwaffe.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Spetum hat eine etwa zwei Meter lange Griffstange, an deren Spitze eine lange Spießklinge angebracht ist. In Höhe der Befestigungstülle (Dille) befinden sich zwei scharfe Hakenklingen (Ohren), die mehr oder weniger einen seitab- und rückwärts gebogenen Haken bilden.

Das Spetum war dazu gedacht, Feinde zu erstechen, sie umzureißen und heranzuziehen. Wahrscheinlich dienten die seitlichen Klingen auch zur Abwehr von Angriffen.

Die ältesten Speten stammen aus der Schweiz, Mitte des 15. Jahrhunderts. Zur Verwendung kamen sie in etwa bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wendelin Boeheim: Handbuch der Waffenkunde. Fourier , Wiesbaden 1985 (orig . 1890) , ISBN 3-921695-95-3
  • Heribert Seitz: Blankwaffen 1, Klinkhardt & Biermann, Braunschweig 1965.

Weblinks[Bearbeiten]