Spieß-Helmkraut

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Spieß-Helmkraut
Scutellaria hastifolia.jpeg

Spieß-Helmkraut (Scutellaria hastifolia)

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Scutellarioideae
Gattung: Helmkräuter (Scutellaria)
Art: Spieß-Helmkraut
Wissenschaftlicher Name
Scutellaria hastifolia
L.

Das Spieß-Helmkraut (Scutellaria hastifolia) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Spieß-Helmkraut ist eine ausdauernde Pflanze, die ein Rhizom als Überdauerungsorgan bildet. Die Sprossachse erreicht Wuchshöhen von (selten nur 5 bis) 15 bis 40 (selten bis 50) cm. Sie wächst mehr oder weniger aufrecht, ist unverzweigt oder verzweigt und nahezu unbehaart bis spärlich flaumig behaart. Die Laubblätter sind (selten nur 8 bis) 15 bis 25 (selten bis 40) mm lang und (selten nur 4 bis) 5 bis 12 (selten bis 20) mm lang. Sie sind lanzettlich bis eiförmig, zumindest in der Spitzenhälfte ganzrandig oder manchmal mit ein bis drei kleinen Kerbungen in der Grundhälfte versehen. Diese Basis ist mehr oder weniger spießförmig, selten nahezu herzförmig, und stumpf. Die Blattoberflächen sind mehr oder weniger unbehaart. Die Blattstiele sind bis zu 1/4 so lang wie die Blattspreite.

Die Blüten stehen in entfernten oder dichten achselständigen Paaren. Die Tragblätter ähneln den Laubblättern, sind jedoch nahezu sitzend und kürzer als die Blüten. Die oberen Tragblätter sind am Grund gestutzt. Der Kelch ist 3 bis 4 mm lang und drüsig-flaumig behaart. Die Krone ist (selten nur 10) 15 bis 20 (selten bis 23) mm lang und violett-blau gefärbt. Die Kronröhre ist um etwa 70° gebogen.

Vorkommen und Standorte[Bearbeiten]

Die Art kommt in großen Teilen Europas vor, fehlt jedoch im Südwesten und dem äußersten Norden sowie den Inseln. Sie wächst in feuchtem Grasland.

Literatur[Bearbeiten]

  •  T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 3: Diapensiaceae to Myoporaceae, Cambridge University Press, Cambridge 1972, ISBN 0-521-08489-X, S. 136 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).