Spiegel-Wettbewerb

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Der "SPIEGEL-Schülerzeitungspreis" sucht jährlich die besten deutschen Schülerzeitungen. In verschiedenen Kategorien wie z. B. Heftinhalt, Layout oder Reportage können sich die jungen Blattmacher beweisen. Seit 1996 wird der Wettbewerb vom deutschen Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL ausgerichtet. In den letzten zehn Jahren haben sich rund 60 000 Nachwuchsjournalisten mit weit über 20 000 Arbeiten beworben. Manche Gewinner arbeiten inzwischen als freie Autoren oder festangestellte Redakteure, u.a. für Spiegel Online.

Ablauf[Bearbeiten]

Derzeit können sich Redaktionen mit ihren Schülerzeitungen in vier Kategorien bewerben: Heftinhalt (um die Chancengleichheit zu erhöhen, bewertet die Jury in dieser Kategorie die Gymnasien getrennt von allen anderen Schulformen), Titelbild, Layout und Online-Auftritt. Einzelne Schülerinnen und Schüler können sich mit ihren Beiträgen für die Schülerzeitung in den Kategorien Reportage, Interview und Foto bewerben.

Die Ausschreibung für den Wettbewerb erfolgt traditionell im Herbst. Der Einsendeschluss für alle Beiträge wird auf das Ende des Monats März des darauffolgenden Jahres gelegt. Die Jury entscheidet im Mai über die Vergabe der Preise. Die Erstplatzierten jeder Kategorie werden im Juni zu einer Preisverleihung nach Hamburg eingeladen, die in ein mehrtägiges Programm eingebettet ist.

Preise[Bearbeiten]

Fünf Redakteurinnen/Redakteure der Schülerzeitung des Jahres fliegen für eine Woche in eine jährlich wechselnde Stadt und werden vor Ort von einem Redakteur betreut. In der Kategorie Heftinhalt erhält der erste Platz 1000 Euro, der zweite Platz 600 Euro, der dritte Platz 400 Euro und die Plätze vier bis zehn Sachpreise. In allen übrigen Kategorien – Titelbild, Layout, Online-Auftritt, Reportage, Interview und Foto – erhält der erste Platz 600 Euro, der zweite Platz 400 Euro und der dritte Platz 300 Euro. Außerdem werden jedes Jahr auch Preise für Sonderbeiträge zu aktuellen Themen aus Politik und Gesellschaft ausgeschrieben[1].

Jury[Bearbeiten]

Vorsitzender der Jury ist SPIEGEL-Chefredakteur Georg Mascolo. Sein Vorgänger als Chefredakteur und Jury-Vorsitzender, Stefan Aust, hatte den Wettbewerb auf eigenen Wunsch ins Leben gerufen. Die Jury entscheidet im Mai über die Vergabe der Preise des laufenden Wettbewerbs.

Gesamtsieger seit 1996[Bearbeiten]

Folgen des Wettbewerbs[Bearbeiten]

Die durch den Wettbewerb zusammengebrachten jungen Blattmacher haben immer wieder gemeinsame Projekte angestoßen. Im Jahr 2010 kamen zwei neue hinzu: der Club der jungen Journalisten, ein Netzwerk für Nachwuchs-Schreiber, sowie das Magazin Tonic, das sich an Leser zwischen 16 und 30 Jahren richtet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressident. Berichterstattung über die Wettbewerbe 2010/11.
  2. "Wooling" ist Deutschlands beste Schülerzeitung