Spielmuseum Soltau

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Das Spielmuseum in Soltau

Das Spielmuseum Soltau (ehemals: Norddeutsches Spielzeugmuseum) ist ein Museum in der niedersächsischen Stadt Soltau. Es geht aus einer privaten Sammlung der Soltauer Familie Ernst hervor.

Geschichte[Bearbeiten]

1978 zeigen Hannelore, Mathias und Antje Ernst ihre Spielzeugsammlung erstmals in den drei Räumen ihres Privathauses. Im Jahr 1984 wird das Puppen- und Spielzeugmuseum am Rathaus gegründet. Im Erdgeschoss der alten Bürgermeistervilla in der Rosenstraße wird die Sammlung erstmals öffentlich präsentiert.

Seitenansicht

Seit 1988 befindet sich das Spielmuseum im unter Denkmalschutz stehenden Ebelmeyerhaus[1] im Zentrum Soltaus. Zwischen 1996 und 1999 wird die Ausstellungsfläche von 200 auf 600 Quadratmeter erweitert.

Um das Weiterbestehen der bedeutenden Sammlung zu sichern, wurde die gemeinnützigeStiftung Spiel: Historisches Spielzeug - innovative Spielräume gegründet, welche seit dem 1. August 2005 das Museum betreibt. Familie Ernst übereignete ihre Spielzeugsammlung der Stiftung. Kuratoriumsvorsitzende ist seit 2006 Gunilla Budde. Seit 2007 ist das Spielmuseum ein Registriertes Museum.[2]

Ausstellung[Bearbeiten]

Im Spielmuseum repräsentieren Exponate aus vier Jahrhunderten auf 600 Quadratmetern ein Stück Spielzeug- und Kulturgeschichte.[3] Neben Puppen aus verschiedenen Materialien sowie Puppenhäuser, -stuben, -küchen und Kaufläden zeigt das Museum auch Eisenbahnen, Blech- und Holzspielzeug, Laterna-Magica-Geräte sowie Teddybären und andere Stofftiere.[3] Auf 600m² ist nicht nur eine Vielzahl von Exponaten zu bewundern. Den bis zu 40.000 Besuchern im Jahr werden auch Möglichkeiten zum Spielen geboten.

Das Glanzstück der Ausstellung ist Dingley Hall, ein drei Meter breites und 2 Meter hohes Puppenhaus, das 2003 für 190.000 € bei Christie’s in London ersteigert wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spielzeugmuseum Soltau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Böhme-Zeitung vom 5. Oktober 2010, S. 2
  2. Museumsverband für Niedersachsen und Bremen: Registrierte Museen 2007 - 2014. Abgerufen am 9. September 2011.
  3. a b http://www.soltau.de/index.htm?baum_id=2532&inhalt_id=35273&seite=1#galpos Abgerufen am 5. September 2008.

52.986869.838246667Koordinaten: 52° 59′ 13″ N, 9° 50′ 18″ O