Greifautomat

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Greifautomat mit Kuscheltieren

Ein Greifautomat (kurz: Greifer) oder Spielzeugautomat ist eine Kombination aus Verkaufsautomat und Spielautomat. Der Warengewinnautomat kann nach Münzeinwurf und Gewinn beispielsweise Spielzeuge, wie Plüschtiere, ausgeben. Es gibt auch Greifautomaten für Schmuck wie Armbanduhren und Ringe, elektronische Geräte sowie für Süßigkeiten und Murmeln. Der erste Greifer, hauptsächlich zum Angeln von Süßigkeiten, war 1965 der Crown 602 von Taito.

Funktion[Bearbeiten]

Links ist der Greifer bei diesem Ufo-Catcher

Mit der Geldeingabe wird die Münze oder der Geldschein nach einigen Kriterien auf Echtheit geprüft. Danach erfolgt die Freigabe der Steuerung, meist eines Joysticks. Mittels eines Greifarms, der oft nur horizontal oder vertikal bewegt werden kann, lassen sich Waren, beispielsweise Plüschtiere, in dem Automaten anzielen. Ist die Bewegung erfolgt, so senkt sich der Arm, meist auf Knopfdruck, ab und greift zu. Anschließend bewegt er sich über den Ausgabeschacht und öffnet sich. Wenn der Arm etwas bis dorthin befördert hat, fällt das freigegebene Produkt in einen Ausgabeschacht. Der Greifarm „greift“ unterschiedlich stark zu, sodass auch Fehlgriffe bei guter Vorwahl der Greifarmstellung möglich sind. Die Stärke kann dabei vom Automatenbetreiber eingestellt werden, beispielsweise auf zufallsgesteuert oder dass eine vorgegebene Gewinnrate nicht überstiegen wird.

Glücksspiel[Bearbeiten]

Die Ausgabe nach Geldeinwurf ist am Spielautomat nicht garantiert. Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Cottbus zur Feststellung von Plüschtiergreif-Automaten als Glücksspiel, wird festgestellt, „bei einem Plüschtiergreifer [handelt] es sich nicht um einen Warenverkaufsautomaten, dessen Funktionsweise durch Angebot, Annahme und Warenausgabe bestimmt wird, sondern […] um ein Spielgerät, […] da der Automat das eingeworfene Geld auch dann behält, wenn es nicht gelingt die ausgewählte Ware in den Auswurfschacht zu befördern.“ ([1])

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://technolex-anwaelte.de/index.php?id=43&news_id=345&bpid=45&cat1=10&cat2=47&cat3=48