Spiringen

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Spiringen
Wappen von Spiringen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Uri (UR)
Bezirk: (Der Kanton Uri kennt keine Bezirke.)
BFS-Nr.: 1218i1f3f4
Postleitzahl: 6464 Spiringen
8751 Urnerboden
Koordinaten: 698360 / 19216446.873338.728893923Koordinaten: 46° 52′ 24″ N, 8° 43′ 44″ O; CH1903: 698360 / 192164
Höhe: 923 m ü. M.
Fläche: 64.76 km²
Einwohner: 846 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 13 Einw. pro km²
Website: www.spiringen.ch
Spiringen

Spiringen

Karte
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Spiringen ist eine politische Gemeinde des Kantons Uri in der Schweiz. Zum Gemeindegebiet gehört als Exklave der Urnerboden.

Geographie[Bearbeiten]

Spiringen liegt am Südhang von Gamperstock (2'274 m ü. M.) und Sirtenstock (2'300 m ü. M.) am rechten Ufer der Schächen im Schächental. Zur Gemeinde gehören der westlich vom Dorf liegende Weiler Witerschwanden (774 m ü. M.) und zahlreiche Häusergruppen, Alpsiedlungen und Einzelgehöfte.

Die Exklave Urnerboden liegt östlich des Klausenpasses. Sie umfasst eine Fläche von 42,04 km² und zählt nur 48 Einwohner (VZ 2000). Durch den Urnerboden fliesst der Fätschbach, der südlich der Gemeinde Linthal in die Linth einmündet. Zum Urnerboden gehören etliche kleine Siedlungen. Grössere sind Argseeli, Mättenwang und die Teile der Siedlung Urnerboden.

Nur 19 ha oder 1,4 % der Gemeinde sind Siedlungsfläche. Bedeutender ist die Landwirtschaftsfläche mit 2501 ha oder einem Anteil von 37,5 %. Der Grossteil des Gemeindeareals ist von Wald und Gehölz bedeckt (1165 ha oder 17,6 %) oder unproduktives Gebiet (Gewässer und Gebirge; 3286 ha oder 43,5 %).

Spiringen grenzt im Westen und Norden an Bürglen UR, im Osten und Süden an Unterschächen und im Südwesten an Schattdorf.

Die Exklave Urnerboden grenzt im Westen an Unterschächen, im Norden an Muotathal im Kanton Schwyz, im Osten und Süden an die Glarner Gemeinde Glarus Süd und im Südwesten an Silenen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 909
1860 836
1870 986
1900 945
1910 1062
1920 912
1950 1050
1970 946
1990 921
2000 963
2005 943

Die Einwohnerzahl sank zwischen 1850 und 1860 um 73 Personen oder 8 %. Danach wuchs sie bis ins Jahr 1870 stark um 17,9 %. Seither folgt ein Auf und Ab mit Tiefstmarken von 912 Einwohnern im Jahr 1920 und einer Höchstmarke von 1062 Personen im Jahr 1910. Ein länger dauernder Bevölkerungsrückgang war nur zwischen 1950 und 1990 zu beobachten (-12,3 %).

Sprachen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung spricht eine hochalemannische Mundart. Fast die gesamte Einwohnerschaft spricht als tägliche Umgangssprache deutsch. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 99,79 % Deutsch und 0,21 % Italienisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung war früher vollumfänglich Mitglied der römisch-katholischen Kirche. Die Konfessionsverhältnisse im Jahr 2000 zeigen immer noch die ursprüngliche Struktur an. 917 Personen waren katholisch (95,22 %). Daneben gab es 1,77 % evangelisch-reformierte Christen und 0,31 % Konfessionslose. 15 Personen (1,56 %) machten keine Angaben zu ihrem Glaubensbekenntnis.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten]

Von den Ende 2005 943 Bewohnern waren 931 (98,73 %) Schweizer Staatsangehörige. Die wenigen Zugewanderten stammen aus Österreich und Lateinamerika. Bei der Volkszählung 2000 waren 961 Personen (99,79 %) Schweizer Bürger; davon besass eine Person die doppelte Staatsbürgerschaft.

Altersstruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde zählt einen hohen Anteil an jungen Leuten. Während der Anteil der Personen unter zwanzig Jahren einen Drittel der Ortsbevölkerung ausmacht, sind nur knapp 15 % Senioren (60 Jahre und älter).

Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 ergab sich folgende Altersstruktur:

Alter 0–6 Jahre 7–15 Jahre 16–19 Jahre 20–29 Jahre 30–44 Jahre 45–59 Jahre 60–79 Jahre 80 Jahre und mehr
Anzahl 110 161 50 121 222 155 116 28
Anteil 11,42 % 16,72 % 5,19 % 12,56 % 23,05 % 16,10 % 12,05 % 2,91 %

Politik[Bearbeiten]

Legislative[Bearbeiten]

Die Gemeindeversammlung ist die Legislative. Sie tritt meistens zweimal jährlich zusammen.

Exekutive[Bearbeiten]

Die Exekutive ist der siebenköpfige Gemeinderat. Er ist nebenamtlich tätig. Derzeitiger Gemeindepräsident ist Beat Gehrig-Briker.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 2005 gab es 88 Landwirtschaftsbetriebe, die 194 Stellen boten. Industrie und Gewerbe beschäftigten in 8 Arbeitsstätten 38, der Dienstleistungsbereich in 19 Betrieben 78 Personen (Beschäftigung auf Vollzeitstellen umgerechnet). Die Volkszählung 2000 ergab 95 Landwirtschafts- und Forstbetriebe mit 237 Beschäftigten. Die Betriebszählung 2001 kam auf 8 Industrie- und Gewerbebetriebe mit 58 und 19 Dienstleistungsunternehmen mit 83 Beschäftigten. Von den im Jahr 2000 441 erwerbstätigen Personen Spiringens arbeiteten 180 (40,82 %) in der eigenen Gemeinde. Insgesamt bot der Ort 243 Arbeitsplätze an, von denen 180 (74,07 %) durch Einheimische besetzt waren.

Die 261 Wegpendler verrichteten ihre Arbeit grösstenteils in anderen Gemeinden des Kantons Uri. Darunter 113 Personen in Altdorf, 34 in Schattdorf, 33 in Bürglen und 18 in Erstfeld. Bedeutendster Arbeitsort ausserhalb des Kantons war die Gemeinde Schwyz. Im Weiteren gab es 63 Zupendler. Diese kamen hauptsächlich aus Unterschächen (19 Personen), Altdorf (13) und Bürglen UR (12).

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1968 existiert eine Partnerschaft mit der Stadt Emmen im Kanton Luzern.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spiringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)