Split

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Split
Wappen von Split
Split (Kroatien)
Paris plan pointer b jms.svg
43.516.4333333333330Koordinaten: 43° 30′ 0″ N, 16° 26′ 0″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Wappen der Gespanschaft Split-Dalmatien Split-Dalmatien
Höhe: m. i. J.
Fläche: 79,33 km²
Einwohner: 178.102 (2011)
Bevölkerungsdichte: 2.245 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+385) 021
Postleitzahl: 21 000
Kfz-Kennzeichen: ST
Bootskennzeichen: ST
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2013, vgl.)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 11 Stadtbezirke
Bürgermeister: Ivo Baldasar (SDP)
Koalitionspartner: HNS, HSU
Postanschrift: Obala kneza Branimira 17
21 000 Split
Website:
Sonstiges
Schutzpatron: Hl. Domnius (Sv. Duje)
Stadtfest: 7. Mai
Split1.jpg
Ansicht von Split

Split [ʃplit] (kroatisch Split, italienisch Spalato, entstanden aus griechisch ἀσπάλαθος, Aspalathos) ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens. Sie ist die größte Stadt Südkroatiens und gilt daher im Volksmund als „Hauptstadt Dalmatiens“, ohne dass ihr dieser Status je offiziell zugesprochen wurde. Die Stadt ist Verwaltungssitz der Gespanschaft Split-Dalmatien (kroatisch Splitsko-dalmatinska županija), die den mittleren Teil Dalmatiens umfasst. Split zählt etwa 220.000 Einwohner, wobei die gesamte Metropolregion 408.251 Einwohner umfasst.

Split ist eine bedeutende Hafenstadt und Sitz der katholischen Erzdiözese Split-Makarska. In Split befindet sich zudem eine Universität. Die Ursprünge der Stadt sind auf den Diokletianspalast zurückzuführen. Die Innenstadt von Split mitsamt dem Diokletianspalast wurde 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Herkunft des Namens[Bearbeiten]

Die Stadt hat durch den Verlauf der Geschichte mehrere Male eine Namensänderung erfahren. So stößt man etwa auf Aspalathos/Spalatos (gr.), Spalatum, Spalato (ital.), Spljet, Split. Es gibt verschiedene Etymologien zu dem Wort, wobei eine davon ausgeht, der Name der Stadt stamme von der Pflanze Stacheliger Dornginster (gr.=Aspalathos, kroatisch = Brnistra) ab. Jedoch besagen andere Theorien, der Name sei eine Ableitung vom lateinischen Wort für "Palast", lat. = Palatium, oder von dem italienischen Wort Spalato (=Palast). Eine andere Theorie geht von dem Wort Spalatum (von lat. Salonae Palatium, zu deutsch: Der Palast von Salona, kroat. Solin) aus, dem früheren kulturellen Knotenpunkt der Einwohner Dalmatiens. Die Stadt Solin, auch sehr wahrscheinlich die Heimatstadt von Kaiser Diocletian, wurde jedoch beim Awarensturm zerstört und verlor ihre Bedeutung an die benachbarte Stadt Split.

Geografie[Bearbeiten]

Split liegt an der kroatischen Adriaküste auf einer Halbinsel. Im nördlichen Hinterland befindet sich das Gebirge Mosor, im Nordwesten das Gebirgsmassiv Kozjak und im Osten der Gebirgszug Perun.

Der alte Stadtkern befindet sich am östlichen Ende der Marjan-Halbinsel. Vor Split befinden sich die Inseln Brač, Hvar, Šolta und Čiovo.

Orte der Gemeinde[Bearbeiten]

Die Bevölkerungszahlen in Klammern stammen aus dem Jahr 2011.

Klima[Bearbeiten]

Split
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Split
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 10,0 11,0 13,4 17,4 22,4 26,5 29,8 29,2 25,1 20,0 14,9 11,2 Ø 19,3
Min. Temperatur (°C) 5,1 5,6 7,6 10,8 15,1 18,6 21,4 21,1 18,0 14,1 9,7 6,4 Ø 12,8
Niederschlag (mm) 83 68 75 66 56 51 28 50 61 79 108 100 Σ 825
Sonnenstunden (h/d) 4,1 5,0 5,7 7,1 8,7 10,0 11,1 10,2 8,3 6,5 4,4 3,0 Ø 7
Regentage (d) 9 8 8 8 6 6 3 4 5 7 10 10 Σ 84
Wassertemperatur (°C) 12 12 12 14 17 21 23 24 22 20 17 14 Ø 17,4
Luftfeuchtigkeit (%) 63 64 61 57 59 57 51 52 57 68 64 63 Ø 59,6
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Geschichte[Bearbeiten]

Der Hafen von Split
Blick vom Campanile über den westlichen Teil der Altstadt zum Marjanberg
Split von See her gesehen

Split war ursprünglich eine griechische Kolonie an der Adria, Aspalathos. Im Norden der Stadt liegt die antike römische Siedlung Salona. Das bedeutendste Bauwerk dort ist die zerstörte Arena.

Die Keimzelle der heutigen Stadt Split ist der Diokletianspalast: Kaiser Diokletian ließ ihn um 300 erbauen. Nach seinem Tod um 312 und dem seiner Gattin Prisca (315) nutzte das Römische Reich den Palast als Verwaltungssitz, Kaserne und als Produktionsstätte (Textilproduktion in einem Gynaeceum) des sich – angesichts der kriselnden Wirtschaft – zunehmend auf Selbstversorgung umstellenden Militärapparates.[1]

Der eigentliche Wohntrakt diente noch verschiedentlich Kaisern als Aufenthalts- oder in Ungnade Gefallenen auch als Verbannungsort. Galla Placidia weilte hier 424 mitsamt ihrem Sohn Valentinian III., bevor dieser sich nach Italien begab, um dort den Usurpator Johannes zu stürzen.[1] 461 nutzte der Feldherr Marcellinus den Palast, während er als magister militum Dalmatiae amtierte.[1] Der gestürzte Kaiser Glycerius bewohnte den Palast von 474 bis zu seinem Tode 480, noch im selben Jahr erlag sein Nachfolger Julius Nepos im Palast einem Giftanschlag.[1] Mit dem Niedergang des Römischen Reiches verfiel auch der Palast, diente nur noch als Militärposten.

Im frühen 7. Jahrhundert überfielen Awaren und Slawen die Stadt Salona und zerstörten sie.[2] Die geflohenen und überlebenden Salonitaner fanden Zuflucht im gut befestigten Palast Spalatums und richteten sich dort häuslich ein. Sie wandelten den Palastkomplex zur Stadt. Heute noch bildet der ehemalige Palast den östlichen Teil der Altstadt von Split und ist voll mit Läden, Märkten, Plätzen und dem Dom St. Domnius, der in der Antike das Mausoleum des Kaiserpaars Diokletian und Prisca war und den Mittelpunkt des Palastes bildete. Der Palast konnte von den einfallenden Barbaren nie genommen werden, so erhielt sich Spalatum – wie manch andere dalmatinische Stadt – als Hort der spätrömischen Welt –, während anstürmende Völker das Hinterland einnahmen.

Spätestens ab dem Frieden von Aachen (812) war Spalatum Teil des byzantinischen Themas von Dalmatien.[3] Slawische Fürstentümer entstanden im Hinterland. Das Erzbistum Spalatum erstreckte sich über das gehaltene Gebiet der Stadt sowie die slawischen Fürstentümer des Hinterlandes. Tomislav, der mehrere Fürstentümer als König der Kroaten vereint hatte, nahm zwischen 925 und 928 als Repräsentant des Hinterlandes an Synoden in Spalatum teil.[3]

Kaiser Basileios II. des geschwächten Oströmischen Reiches überließ 986 Spalatum und weiteren byzantinischen Besitz in Dalmatien dem kroatischen König Stjepan Držislav für seine erfolgreiche Hilfe bei der Abwehr der Bulgareneinfälle.[4] Mehrmals diente die Stadt nun auch als kroatische Hauptstadt. Als die Republik Venedig unter dem Dogen Pietro II. Orseolo begann ihre Macht auf die romanischen Restgebiete auszudehnen, aus denen Byzanz sich zurückgezogen hatte, akzeptierte Spalatum – wie andere dalmatinische Städte und Inseln – die venezianische Oberhoheit.[4] Das trug dem Dogen den zusätzlichen Titel Dux Dalmatiae (Doge/Herzog von Dalmatien) ein.[4]

1015 erlangte König Krešimir III. Spalatum und weitere Städte für Kroatien, unterstützt durch Basileios II., der den venezianischen Einfluss zu begrenzen suchte.[4] Von 1024 bis 1068 unterstand Spalatum wieder Byzanz, fiel dann wieder an Kroatien.[4] Nachdem die Normannen Spalatum 1074 überfallen hatten, vertrieb die Republik Venedig sie, doch konnte sie es nicht halten, so dass ab 1076 König Demetrius (Dmitar Zvonimir) von Kroatien Spalatum und weitere dalmatinische Städte für sein Königreich einnahm.[4] Mit seinem Tod 1089 übernahm wieder Byzanz die Herrschaft, bevor sich 1097 Venedig durchsetzte.[4] In dieser Zeit wird die Stadtgemeinde als Comune greifbar.[4]

1105 schüttelte Spalato – wie Traù (Trogir) und Zara (Zadar) – die venezianische Vorherrschaft ab, als König Koloman von Ungarn, Dalmatien und Kroatien den Städten weitreichende Autonomie ihrer Comuni, Schutz vor auswärtigen Mächten und Handelsprivilegien in seinem Königreich garantierte.[5] Die Nachfolger bestätigten und erweiterten den dalmatinischen Städten ihre Freiheiten, so dass sie zwar den König als Oberhaupt anerkannten, ansonsten aber nicht Teil des Königreiches waren, sondern autonom.[6] Der Comune bildete seine Organe aus, die Einwohner mit Bürgerrecht, die cives, wählten ein consilium (Stadtrat) und einen comes (Bürgermeister), später podestà genannt.[6] Richter und Währung (Bagatino und Spalatino) unterlagen den städtischen Gesetzen.[7]

1242 stieß eine Invasion der Tartaren bis vor die Tore der Stadt, doch Spalato hielt stand und gewährte dem geschlagenen König Béla IV. von Ungarn sowie Kroatien, Dalmatien und Rama Zuflucht in seinen Mauern.[6] Die Stadt stand in Konflikten mit Traù. Feudale Fürsten des Hinterlandes ließen sich in Spalato einbürgern, trugen aber auch ihre Fehden und Ränke in die Stadt.[6] Fürst Domald auf der Festung Klis oberhalb der Stadt überfiel Spalatiner auf Reisen im Hinterland und versuchte die Stadt zu erpressen, indem er ihre Versorgung von Land her unterband.[6]

Podestà Gargano de Arscindis, der ab 1239 für drei Amtszeiten gewählt wurde, festigte dagegen wieder die Institutionen des Comune.[6] Die Piazza in der mittelalterlichen Stadterweiterung wird 1255 erstmals namentlich als Platea sancti Laurentii (heute Narodni trg) erwähnt.[8] In den Diadochenkämpfen nach dem Aussterben der Árpádendynastie (1301) konnte Venedig Spalato wieder für sich gewinnen (1327).[7]

Das Stadtrecht wurde 1312 von Perceval von Fermo im Libro d'oro (Goldenen Buch) kodifiziert, das bis 1797 in Kraft blieb.[9] Kaum hatte sich mit Ludwig I. eine neue Dynastie durchgesetzt und dieser König Venedig 1357 geschlagen, trat es Spalato und die anderen Städte 1358 im Frieden von Zadar wieder an Ungarn ab.[7]

Aus dem Jahre 1373, der Zeit der ungarischen Oberhoheit, stammt das älteste erhaltene Steinfragment mit dem Namen der Stadt, Comune Spalati.[6] Auf dem Festland konnte die Stadt als eigenes Gebiet die Halbinsel Marjan sowie darüber hinaus Teile des Kaštela-Feldes und Poljicas behaupten.[10] Schon in Klis und Omiš saßen kroatische Feudalherren, die das reiche Spalato zu unterwerfen trachteten.[10] Spalatiner wurden bei der Feldarbeit im Landgebiet der Stadt überfallen, entführt, um Lösegeld zu erpressen, oder gar in die Sklaverei verkauft.[10] So im Verkehr mit dem Hinterland bedroht und gestört, richtete Spalato seine Wirtschaft auf die Seeverbindungen aus.[10] Holz kam von den Inseln, nicht vom nahen, aber gefährlichen Festland, Fisch war häufig, Fleisch dagegen rar auf dem Speiseplan, weil es im Landgebiet der Stadt an Weideflächen mangelte.[11]

Der Tod Ludwigs I. schwächte Ungarn, so dass sich 1390 König Tvrtko I. der Stadt für sein Königreich Bosnien bemächtigte.[7] Doch schon sein Nachfolger Stjepan Dabiša musste 1394 die Oberhoheit Sigismunds von Luxemburg, König von Ungarn-Kroatien (später auch Kaiser der Heiligen Römischen Reichs) anerkennen und Spalato an diesen abtreten.[12] Zwei Jahre später, nach der verlorenen Schlacht von Nikopolis, suchte Sigismund Zuflucht in Spalato und trat mit Bürgerkreisen in Verbindung, die 1398 einen Aufstand gegen die amtierenden Ratsherren anzettelten.[12] Der neue Rat schloss dann Frieden mit Traù.[12]

1402 musste Spalato König Ladislaus von Neapel, der Dalmatien für sich beanspruchte, als Herrn anerkennen, erzwungen durch dessen Vicekönig Hrvoje Vukčić von Dalmatien und Kroatien, der sich fortan zudem Herzog von Spalato nannte.[12] Doch als Sigismund Ladislaus schlug, fiel Hrvoje von ihm ab und unterstellte sich Sigismund, der ihm 1403 die Parteinahme für Ladislaus vergab.[13] Herzog Hrvoje schwang sich zu selbstherrlicher Tyrannei auf, weswegen ihn der Comune 1413 auswies und nicht mehr als Herzog anerkannte, wobei man einen Aufruhr seiner Parteigänger in der Stadt niederwerfen musste.[13]

Venezianische Loggia, heute Ethnographisches Museum.

Einer Rückkehr Hrvojes beugte Spalato vor, indem es sich 1420 freiwillig Venedig unterstellte und nunmehr zu dessen Terraferma gehörte.[13] An der Platea sancti Laurentii entstanden im 15. Jahrhundert eine venezianische Loggia, ein Rektorenpalast (nach den Rektoren, den venezianischen Statthaltern[14]) sowie ein Palazzo del Comune (Rathaus), welche beiden letzteren 1821 wegen Baufälligkeit abgerissen wurden.[8]

16. Jhdt. - Die Osmanen[Bearbeiten]

Nachdem das Osmanische Reich Bosnien (1463) und schließlich auch Herzegowina (1482) erobert hatte, häuften sich die Überfälle auf Spalatiner im Landgebiet der Stadt. Obschon Venedig die Osmanen in verschiedenen Kriegen (v.a. Dritter Osmanisch-Venezianischer Krieg 1499–1503) zu Friedensschlüssen zwingen konnte, gingen die Überfälle auf Spalato und andere venezianische Schutzgebiete dennoch weiter.[15]

1522 versuchten die Osmanen die Festung Klis oberhalb Spalatos einzunehmen, was mit Unterstützung des Erzbischofs Tommaso de Nigris (Toma Nigris) abgewehrt werden konnte.[15] Die spalatinischen Humanisten Marcus Marulus Spalatensis (Marko Marulić/Marco Marulo) und Franciscus Natalis (Franjo Božičević Natalis) untermauerten die antiosmanische Stimmung in der Stadt.[15] Petar Kružić (Peter Krusitsch), Hauptmann der Festung Klis, hatte sich mehr als 20 Jahre lang osmanischer Angriffe erwehrt, als er 1537 im Zuge des Vierten Osmanisch-Venezianischen Krieges (1537–1540) fiel und mit ihm die Festung, die fortan als osmanischer Vorposten für Angriffe auf Spalato diente.[16]

Im Zuge des Fünften Osmanisch-Venezianischen Krieges (um Zypern) fielen 1571 mit Solin und Kamen (Sasso di Spalato) Teile des Landgebietes der Stadt an die Türken.[17] Ein Versuch der Rückeroberung schlug fehl.[18] Anfang der 1570-er Jahre gründete sich eine jüdisch-sephardische Gemeinde in der Stadt, im nordwestlichen Teil des Palastbezirks, deren 1573 angelegter Friedhof auf dem Marjan bis heute besteht.[13] Der aus Portugal stammende Daniel Rodrigo gründete 1572 das erste Bankhaus der Stadt, die Venedig 1579 Zollfreiheit für Ausfuhren von Waren vom Balkan einräumte.[19] Das alte Hafenlazarett vor der Südfassade des Diocletianspalastes, ursprünglich für Pestkranke erbaut, wurde als Magazin End- und Ausgangspunkt der Karawanen vom und auf den Balkan.[20] Das Lazarett war auch ein Quarantänebezirk, um zu verhindern, dass Karawanentreiber Krankheiten in die eigentliche Stadt trugen.[21]

Die Kultur nahm einen Aufschwung und die Maler Biagio di Giorgio da Traù (Blaž Jurjev Trogiranin) und Dujam Vušković sowie die Bildhauer Bonino da Milano, Giorgio di Matteo Dalmatico (Juraj Dalmatinac) (u.a. Palazzo Papalić, jetzt Stadtmuseum), etwas später auch die Baumeister Andrea Alessi (Andrija Aleši) und Niccolò di Giovanni Fiorentino (Nikola Firentinac) wirkten in der Stadt.[19] Marco Antonio de Dominis (Marko Gospodnetić), der ab 1602 Erzbischof wurde, beeinflusste als Philosoph das Denken der Humanisten in der Stadt.[22] Ab 1615 wirkte der Komponist und Fransziskanermönch Ivan Lukačić als Kapellmeister am Dom.[23]

Die Pest raffte Ende des 16. Jahrhunderts 7.000 der 10.000 Einwohner dahin, nach erneuter Epidemie 1607 blieben nur noch 1.400 Spalatiner zurück.[19] Weitere Kriege (Sechster Osmanisch-Venezianischer Krieg (um Kreta), 1645–1669, und Siebter Osmanisch-Venezianischer Krieg (Großer Türkenkrieg), 1684–1699) beeinträchtigten Spalatos Entwicklung und trugen zum Niedergang Venedigs und seiner Besitzungen bei.[20] Immerhin gelang es General Leonardo Foscolo 1645, den Osmanen die Festung Klis wieder zu entreißen, die fortan osmanischen Einfällen ins Landgebiet der Stadt vorbeugen konnte.[24] Doch 1657 drang noch einmal Hersekli Ahmed Paşa ins Landgebiet bis vor die Mauern der Stadt.[25] Daraufhin errichtete der Festungsbaumeister Alessandra Maglio mächtige Bastionen und Wälle um die Stadt, wie sie Giuseppe Santini 1666 kartographisch erfasste.[26]

Mit der sukzessiven Zurückdrängung der Osmanen im frühen 18. Jahrhundert rückte die Bedrohung auch territorial weit von Spalatos Landgebiet. Die Stadtbevölkerung wuchs, und die Zugereisten aus dem Hinterland verbreiteten das Kroatische als Umgangssprache, auch gefördert durch die Illyrische Akademie.[27] Bürger der Stadt gründeten 1767 eine Wirtschaftsgesellschaft zur Förderung von Handel, Fischerei und Landwirtschaft.[28] Französische Gelehrte entwickelten verstärktes Interesse für die antiken Denkmale der Stadt, und so erstellte Charles-Louis Clérisseau 1764 die erste moderne Monographie über den Palast, bevor Louis François Cassas 1782 eine Serie von Aquarellen anfertigte, die reproduziert in ganz Europa Liebhaber fanden.[29]

Mit dem Ende der Republik Venedig, das Napoleon 1797 herbeiführte, übernahm Österreich deren dalmatinische Besitzungen und so auch Spalato.[30] Doch dies währte nicht lange, denn 1806 eroberte General Lauriston Spalato für die französischen Illyrischen Provinzen (1807–1813).[30] 1806 und 1807 begann auf Befehl Auguste Viesse de Marmonts der Abriss der Wälle und Bastionen, der in der folgenden österreichischen Periode abgeschlossen wurde.[31]

Österreich-Ungarn[Bearbeiten]

Prokurative, 1858/1859 erbaut von Giovanni Battista Meduna

1813 eroberte das Kaisertum Österreich Illyrien und wandelte es zum Königreich Dalmatien (später Kronland) im Rahmen der Habsburgermonarchie. Italienisch war Amts- und Schulsprache.[32] 1817 eröffnete das Klassische Gymnasium, nach dem Besuch des Kaiserpaares Franz I. und Karoline Auguste im folgenden Jahr verfügte der kaiserliche Gouverneur Denkmalschutz für die Baudenkmale der Stadt, und archäologische Grabungen begannen in Salona, deren Funde ab 1821 im neuen Archäologischen Museum, einem der ältesten seiner Art, gezeigt wurden.[33] Dennoch ordnete Gouverneur Rehe den Abriss der spätgotischen Bauten an der Piazza San Lorenzo (Narodni trg) im gleichen Jahr an.[34]

Bei der Reichsreform zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn 1867 blieb Spalato mit Dalmatien bei der cisleithanischen Reichshälfte. 1877 folgte der Bahnanschluss, der 1888 bis Knin verlängert wurde und so Anschluss ans europäische Bahnnetz bot.[34] Spalato war Garnisonsstadt der k.u.k. Armee - hier lag 1914 das III. Bataillon des Ungarischen Infanterie-Regiments Nr. 31.

Das 1891–1893 erbaute Gemeindetheater kroatischer Sprache (heute: Nationaltheater)

Zwischen 1860 und 1880 dominierten italienischsprachige Autonomisten die Stadtpolitik unter Podestà Antonio Baiamonti (Antun Bajamonti), sie förderten den Ausbau der städtischen Infrastruktur (Wasserversorgung, Hafenausbau, Gasbeleuchtung), lehnten aber im Übrigen ab, Bildungs- und Kulturangebote für den wachsenden kroatischen Bevölkerungsanteil zu schaffen.[35]

1882 gewann die kroatisch nationalistische Volkspartei die Kommunalwahlen.[36] Nunmehr wurde das Kroatische städtische Amts- und Schulsprache in Split.[36] Das Angebot italienischsprachiger Schulen wurde stark beschränkt. Im amtlichen Gebrauch auf reichsweiter Ebene blieben aber die italienischen Bezeichnungen, also auch Spalato als Name der Stadt, bis 1918 verbindlich.

Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen ab 1918[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam Split zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, dem späteren Königreich Jugoslawien. In der Amtszeit (1918–1928) des Bürgermeisters Ivo Tartaglia durchlief Split einen erheblichen Wandel. Nachdem Zara (Zadar) und vorgelagerte Inseln (zusammen die italienische Provinz Zara) 1920 im Grenzvertrag von Rapallo Italien zugesprochen worden waren, entwickelte sich Split zum Zentrum Kroatisch Dalmatiens.[37]

Viele kroatische Dalmatiner aus der Provinz Zara ließen sich in Split nieder, was die dortige Wohnungsnot, auch bedingt durch die Unterbrechung der Bautätigkeit während des Ersten Weltkriegs, verschärfte. Also trieb Tartaglia den Ausbau Splits voran.[37] Beim internationalen Wettbewerb für den Entwicklungsplan der Stadt Split im Juni 1923 gewann der seinerzeit im Haag ansässige deutsche Architekt Werner Schürmann einen der beiden zweiten Preise, der erste wurde nicht vergeben.[38] Schürmann erhielt den Zuschlag und kam ab September 1924 für acht Monate nach Split, um den Regulierungsplan en détail auszuarbeiten, der ab 1925 ausgeführt wurde.[37]

Das historische Zentrum, der Palastbezirk und die mittelalterliche Altstadterweiterung, sollten landseitig von einem Grüngürtel mit Umgehungsstraße von der östlichen Bačvice Bucht bis zum westlich gelegenen Berg Marjan umzogen werden.[39] Jenseits des alten bebauten Bereichs wurde gemäß dem Plan in den folgenden Jahren die Halbinsel Marjan zur Entwicklung und Bebauung erschlossen.[37] Im Zuge dessen wurde der eigentliche Berg Marjan selbst aufgeforstet und zum Naherholungsgebiet in der Stadt.[40] Ein neuer Handelshafen entstand an der Kaštela-Bucht im Norden der Halbinsel, nahe dem antiken Salona (Solin).[37]

Der neue Bahnhof wurde nahe dem neuen Hafen erbaut und neuer Hafen, neuer Bahnhof im Norden und der alte Hafen im Süden der Halbinsel durch neue Hauptstraßen miteinander verbunden.[37] Der Architekt Alfred Keller gewann die Ausschreibung zur Sanierung der Südfassade des Diocletianspalastes, wobei die bestehenden Vorbauten reduziert wurden, die davor gelegene Uferstraße Riva wurde als Promenade ausgebaut und mit Palmen bepflanzt.[40] Der alte Bahnhof, nahe der Porta Argenta, wurde abgerissen und seine Gleisanbindung zurückgebaut, um das Gelände für die Stadterweiterung zu gewinnen.[41] Die Gespanschaft Split billigte den Plan erst 1928.

Die Statue Gregors, Bischof von Nin (900-929), von Ivan Meštrović auf dem Platz vor der Porta Aurea.

In diesen Jahren erwarb der Bildhauer Ivan Meštrović das ehemalige Kastell von Capogrosso (kroat.: Kaštelet), baute es zur Ausstellung seiner Skulpturen um und erbaute sich in Meje eine Villa, die er bei seiner Emigration in die USA 1947 dem Staat vermachte (heute Galerie Meštrović).[40] 1931 wurde ein jugoslawisches Baurecht neu erlassen, was Anpassungen in Schürmanns Plan erforderte, die sich bis 1940 hinzogen.[42]

Italienische Truppen begannen die Invasion Jugoslawiens im Zweiten Weltkrieg, unter anderem mit dem Überfall auf Split am 6. April 1941, so dass die weitere städtische Entwicklung bis 1945 unterbrochen wurde.[43] Von 1941 bis 1943 war Split italienisch, gefolgt von deutscher Besatzung ab September 1943, die sich bis Juni 1944 hielt.[43] Alliierte Luftangriffe im September 1943 zerstörten unter anderem die Nordfassade des Diocletianpalastes, das historische Lazarett am alten Hafen sowie das Benediktinerinnenkloster St. Euphemia.[43]

Nach dem Kriege wurde Split Teil der kroatischen Teilrepublik innerhalb Jugoslawiens. Die Detailplanung zum Regulierungsplan Schürmanns hatte 1936–1937 Milorad Družeić (1911–1997) übernommen, der auf diesen Vorarbeiten basierend 1950 den Raumordnungsplan für Split entwickelte.[44] Seit 1991 gehört Split zur unabhängigen Republik Kroatien.

Kroatienkrieg 1991[Bearbeiten]

Gefecht im Kanal von Split am 15. Nov. 1991

Zur Zeit als Kroatien seine Unabhängigkeit erklärte, war Split eine wichtige Garnisonstadt der Jugoslawischen Volksarmee (JNA), mit Soldaten aus ganz Jugoslawien, sowie die Zentrale der jugoslawischen Kriegsmarine (JRM).[45] Die politische Situation führte insbesondere ab Sommer 1991 (Beginn des Krieges in Slowenien und Bosnien) über Monate zu Spannungen und Vorfällen zwischen der serbisch dominierten JNA und der kroatischen Nationalgarde. Die kroatische Marine (HRM) war zu dieser Zeit auf See noch nicht einsatzfähig und begann mit dem Aufbau von Küstenartillerie-Batterien (OTB) am Festland bzw. auf Inseln wie Šolta oder Brač. Als Gegenmaßnahme verhängte die JRM mehrere Seeblockaden, bei denen Ziele am Land beschossen wurden. Am 14. November formierte sich die taktische Gruppe "Kastela" der JRM mit mehreren Schiffen im Splitski Kanal zwischen den Inseln Šolta und Čiovo bzw. mit weniger Schiffen im Südosten von Split bzw. südlich von Šolta. Der schlimmste Vorfall ereignete sich im Morgengrauen des 15. November 1991, als die JRM Fregatte Splitt Granaten auf die Stadt und ihre Umgebung abfeuerte.[46] Der Schaden war nicht sehr groß, aber es gab sechs Tote. Beschossen wurde keine militärische Ziele, sondern die Altstadt, der Flughafen und ein unbewohntes Gebiet oberhalb der Stadt. Viele Matrosen der JRM waren Kroaten. Einige weigerten sich, kroatische Zivilisten anzugreifen, und wurden arretiert. Neben Split wurden auch Ziele auf Brač und Šolta beschossen, wo es zu Beschädigungen in Gornje Selo kam. Die weitaus stärkere JRM konnte sich gegen die kroatischen Kräfte jedoch nicht durchsetzen. Der Kampf gilt für den weiteren Kriegsverlauf an der Küste als richtungsweisend. Die JNA und JRM evakuierten im Januar 1992 ihre gesamten Truppen aus Split. Im Dalmatien-Krieg verschwanden oder starben insgesamt 692 Soldaten aus Split, davon 58 Mitglieder der Marine.[47]

Ende Juli 1995 wurde hier das „Deutsch-französische Feldlazarett“ aufgebaut, das die Versorgung von 12.500 Soldaten eines multinationalen Schnellen Einsatzverbandes der Vereinten Nationen zum Schutz der UNPROFOR am Berg Igman bei Sarajevo sicherstellen sollte.

2004 feierte die Stadt ihr 1700-jähriges Jubiläum.

Als Patrone der Stadt gelten:

  • der Heilige Anastasius (sveti Stašo),
  • der Heilige Domnius (sveti Duje),
  • der Heilige Rainer von Split (sveti Arnir) (? - 1180), ein Erzbischof von Split, der in der Nähe gesteinigt wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

96,23 % der Einwohner sind Kroaten, während die anderen 3,77 % den nationalen Minderheiten angehören. Dies sind unter anderem Albaner, Bosniaken, Slowenen, Serben und Montenegriner.

86,15 % der Spliter gehören der römisch-katholischen Kirche an, während 1,18 % der orthodoxen Kirche angehören. 6,56 % der Einwohner bezeichnen sich als Atheisten oder Religionslose, während 2,86 % keine Aussage über ihren Glauben machten.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Split lebt insbesondere vom Schiffbau (vor allem die Werft „Brodosplit“), dem Tourismus, des Weiteren von der Fischerei, vom Wein sowie seiner Papier-, Zement- und chemischen Industrie.

Zudem ist Split ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sein Hafen ist für die meisten mitteldalmatinischen Inseln (Brač, Hvar, Šolta, aber auch weiter außerhalb Vis oder Lastovo) die einzige ständige Verbindung. Vom Hafen Split aus fahren täglich zahlreiche Fähren zu den umliegenden Inseln. Außerdem verkehren regelmäßig Fähren nach Dubrovnik, Rijeka, Pescara und nach Ancona.

Eine der Ausstellungshallen auf der Messe GAST 2012 (Messegelände Žnjan)

Etwa 20 Kilometer westlich von Split liegt nahe Trogir der internationale Flughafen Split, der unter anderem auch von Low-Cost-Carriern wie zum Beispiel Germanwings angeflogen wird.

In Split endet die Dalmatinische Bahn, die Split über den Eisenbahnknoten Knin mit Zagreb und Mitteleuropa verbindet. Seit 2004 fahren auf dieser Strecke moderne Neigezüge, welche die Fahrzeit verringern.

Der Hauptbahnhof von Split im Frühling 2014

Im Juli 2005 wurde die Autobahn A1 bis Split fertiggestellt, seither ist Dalmatien schnell und bequem per Auto aus Mitteleuropa erreichbar.

Medien[Bearbeiten]

In Split gibt es eine Reihe von privaten lokalen TV-Sendern (TV Jadran, TV Dalmacija, Splitska televizija und Kanal 5) und Radiostationen (Radio Dalmacija, Totalni FM, Radio KL-Eurodom, Radio Sunce, Megamix Radio Hvar und Nautic Radio Vis). Der öffentlich-rechtliche Rundfunk für Kroatien (Hrvatska Radiotelevizija) unterhält in der zweitgrößten Stadt Kroatiens ein Regionalstudio für Rundfunk und Fernsehen. HR Split wird 24 Stunden vom Standort Split ausgestrahlt. Das Fernsehen strahlt an Werktagen ein Regionalprogramm im zweiten Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für Kroatien (HRT 2), das im Studio Split produziert wird. Zudem werden mittwochs live Berichte aus dem Studio Split im Frühstücksfernsehen des ersten Programms des öffentlich rechtlichen Rundfunks für Kroatien (HRT 1) gezeigt. Der meistgehörte Sender von Dalmatien ist Radio Dalmacija, der ebenfalls ganztägig live aus der Stadt sendet. Der landesweite Regionalsender spielt vorwiegend kroatischsprachige Musik gemischt mit aktuellen internationalen Hits und liefert stündlich Regional- und Weltnachrichten. Für Touristen sendet der öffentlich-rechtliche Rundfunksender HR 2 auch Informationen in englischer, deutscher, italienischer, tschechischer und russischer Sprache. Totalni FM sendet mehrere Stunden und mehrmals um halb live aus Split. Radio KL-Eurodom ist der älteste private Lokalsender der Stadt und hat Kultstatus erlangt. Zudem unterhalten die Radiostation der Inseln Hvar Megamix Radio Hvar und Vis Nautic Radio Vis zusätzliche Studios in Split. Weitere lokale Radiosender, wie Nautic Radio Kaštela, Radio Trogir und Zabavni Radio (Radio Salona) aus Solin, informieren die Spliter Bevölkerung über das Geschehen der Stadt und Metropolregion. Die Radio- und Fernsehsignale des digitalen Antennenfernsehens DVB-T kommen für das öffentlich-rechtliche (HRT 1, HRT 2, HRT 3 und HRT 4) und private Fernsehen (Nova TV, Doma TV, RTL Televizija, RTL 2, sptv, 24 sata, TV Jadran und TV Dalmacija) sowie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (HR 1, HR 2, HR 3 und HR Split) und die oben genannten privaten Radiostationen von den Senderstandorten Labinštica, Vidova gora auf der Insel Brač und Biokovo, für die lokalen TV-Stationen vom Senderstandort Marjan.

Die größte dalmatinische Tageszeitung Slobodna Dalmacija erscheint in Split und wird im Druckzentrum Dugopolje gefertigt. Weitere große kroatische Tageszeitungen, wie Večernji list, Jutarjni list und das Boulevardblatt 24 sata, verfügen in Split über eigene Redaktionen. Die kostenlose Tageszeitung Metro Express wurde im September 2008 nach zwei Jahren Erscheinung eingestellt.

Sport[Bearbeiten]

Die eigens für die Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2009 errichtete Spaladium Arena fasst bis zu 12.000 Zuschauer. In ihr werden sportliche Großereignisse ausgetragen.

Im Basketball ist der Verein KK Split aktiv, der früher unter dem Namen Jugoplastika Split bekannt war und als einziger Verein bisher dreimal hintereinander die Championsleague gewann.

Im Fußball ist die Mannschaft Hajduk Split zu nennen, mit Dinamo Zagreb die erfolgreichste kroatische Fußballmannschaft. Weiterhin spielt mit RNK Split in der Saison 2010/2011 eine weitere Mannschaft aus Split in der obersten kroatischen Liga.

Welterbe und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Peristyl, Robert Adam, 1764
Campanile des Doms St. Domnius, davor Bögen des Peristyls.

Die UNESCO erklärte die Stadt zum Weltkulturerbe. Das Herz der Stadt bildet die Altstadt, die an der Südküste der Halbinsel von Split liegt. Etwa die östliche Hälfte der Altstadt wird vom Diokletianspalast eingenommen, von dem aus sich die Stadt entwickelt hat. Westlich daran schließt sich die mittelalterliche Stadterweiterung an. In der Altstadt liegt die Kathedrale Sveti Duje (Domnius von Split). Sie diente bis ins 6. Jahrhundert als Mausoleum des Kaisers Diokletian und seiner 315 verstorbenen Gattin Prisca. Vom Campanile der Kathedrale aus genießt man einen guten Blick über die Stadt. Die Podrumi (übersetzt die „Keller“) sind ein zum Teil sehr hohes Gangnetzwerk unter dem Diokletianspalast. Das Tageslicht erlangt man wieder am Peristyl, einem beeindruckenden Säulenhof.

Direkt am Meer längs der Hafenbucht an der Altstadt liegt die Riva, eine Flaniermeile, die wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist.

In der Galerie Meštrović sind viele Werke von Ivan Meštrović ausgestellt, einem Künstler, der auch außerhalb Kroatiens bekannt und dort auch aktiv war. Das berühmteste Werk Meštrovićs in Split ist die 8,30 Meter hohe Statue des Gregors von Nin (Grgur Ninski). 1929 erschuf Meštrović diese Statue des Bischofs von Nin, von der man sagt, dass es Glück bringe, wenn man über ihre gewaltige blankpolierte Zehe streichele.

Das Museum für Archäologische Denkmäler Kroatiens beherbergt wichtige Fundstücke der illyrischen, römischen, venezianischen und kroatischen Geschichte. Das Kroatische Nationaltheater besitzt eine einladende Architektur.

Das Poljud-Stadion ist die Heimat des bekannten Fußballclubs Hajduk Split. Das Stadion wurde 1979 aus Anlass der mediterranen Spiele als Mehrzweckarena errichtet und erscheint noch heute als futuristisch.

Überragt wird die Altstadt vom Marjan, einem kleinen, von einem Park bedeckten Berg, der den westlichen Teil der Halbinsel von Split einnimmt. In der Nähe von Split befinden sich die Insel Čiovo und weitere kulturell interessante Städte wie beispielsweise Trogir.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Split – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Split – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 37. ISBN 953-6638-14-2.
  2. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 38. ISBN 953-6638-14-2.
  3. a b Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 39. ISBN 953-6638-14-2.
  4. a b c d e f g h Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 40. ISBN 953-6638-14-2.
  5. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 52. ISBN 953-6638-14-2.
  6. a b c d e f g Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 53. ISBN 953-6638-14-2.
  7. a b c d Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 54. ISBN 953-6638-14-2.
  8. a b Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 59. ISBN 953-6638-14-2.
  9. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 72. ISBN 953-6638-14-2.
  10. a b c d Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 60. ISBN 953-6638-14-2.
  11. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, pp. 60seq. ISBN 953-6638-14-2.
  12. a b c d Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 66. ISBN 953-6638-14-2.
  13. a b c d Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 67. ISBN 953-6638-14-2.
  14. In kroatischer Übersetzung auch Fürstenpalast genannt, doch die Statthalterei war kein dynastisches Erbfürstentum, sondern in Spalato ein auf zwei Jahre befristetes Amt (Regiment), dessen Inhaber (generell Rektor, in Spalato: conti-capitani genannt) Venedig jeweils berief. Vgl. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 67. ISBN 953-6638-14-2.
  15. a b c Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 61. ISBN 953-6638-14-2.
  16. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 62. ISBN 953-6638-14-2.
  17. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 63. ISBN 953-6638-14-2.
  18. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 64. ISBN 953-6638-14-2.
  19. a b c Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 68. ISBN 953-6638-14-2.
  20. a b Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 86. ISBN 953-6638-14-2.
  21. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 93. ISBN 953-6638-14-2.
  22. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 95. ISBN 953-6638-14-2.
  23. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 96. ISBN 953-6638-14-2.
  24. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 87. ISBN 953-6638-14-2.
  25. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 88. ISBN 953-6638-14-2.
  26. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 89. ISBN 953-6638-14-2.
  27. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 99. ISBN 953-6638-14-2.
  28. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 101. ISBN 953-6638-14-2.
  29. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 102. ISBN 953-6638-14-2.
  30. a b Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 104. ISBN 953-6638-14-2.
  31. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 90. ISBN 953-6638-14-2.
  32. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 106. ISBN 953-6638-14-2.
  33. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 107. ISBN 953-6638-14-2.
  34. a b Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 108. ISBN 953-6638-14-2.
  35. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 112. ISBN 953-6638-14-2.
  36. a b Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 114. ISBN 953-6638-14-2.
  37. a b c d e f D. O. Bašić, "Projekt najamne stambene zgrade Radnić inženjera Ante Radice u Splitu" [Engl.: Designs for the Radnić rental building in Split by engineer Ante Radica], in: Prostor, Nr. 1, Jg. 17 (2009), pp. 78-89, hier p. 78.
  38. Aleksandar Jakir, Dalmatien zwischen den Weltkriegen: agrarische und urbane Lebenswelt und das Scheitern der jugoslawischen Integration, München: Oldenbourg, 1999, (Südosteuropäische Arbeiten; Bd. 104), p. 251; zugl. Erlangen, Nürnberg, Univ., Diss. 1997. ISBN 3-486-56447-1.
  39. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 126. ISBN 953-6638-14-2.
  40. a b c Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 128. ISBN 953-6638-14-2.
  41. Werner Schürmann, "Split. Neues aus einer alten Stadt", in: Bauwelt, Nr. 52 (1955).
  42. Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 127. ISBN 953-6638-14-2.
  43. a b c Elvira Šarić, Museumsführer, Renata Peršin (Übs.), Goran Borčić (Hg.) im Auftr. des Muzej grada Splita (Stadtmuseum Split), Split: Muzej grada Splita, 2005, p. 129. ISBN 953-6638-14-2.
  44. Krunoslav Kamenov, "Milorad Družeić", in: Allgemeines Künstlerlexikon, vgl. Milorad Družeić. In: archINFORM. Abgerufen am 22. August 2011 (Onlineversion)
  45. youtube.com: Spit in War 1991 Dan D
  46. hr.wikipedia: Boj u Splitskom kanalu
  47. Bili Smo Vojnici - Ostali smo Ljudi