Spondylitis

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Spondylitis durch Brucellose

Bei der Spondylitis (latinisiertes Griechisch: Spondylitis „Wirbelentzündung“) handelt es sich um eine hämatogene Infektion der Wirbelkörper. Eine Spondylodiszitis kann sowohl Folge als auch Ursache einer Spondylitis sein. Hingegen ist die Spondylitis ankylosans eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die die Gelenke der Gliedmaßen und vor allem die (Brust-) Wirbelsäule befällt.

Diagnostik[Bearbeiten]

Die Schmerzen sind uncharakteristisch und können als banaler Rücken- oder Kreuzschmerz verkannt werden. Im frühen Stadium kann die Röntgenuntersuchung ohne Befund sein. Ist der Prozess gut abgekapselt, zeigen auch die Laborwerte keine Auffälligkeiten. Ein gutes Hilfsmittel ist hier die Szintigraphie, mit der sich die Aktivierung des Knochenstoffwechsels nachweisen lässt. Das MRT zeigt den entzündlichen Vorgang im Knochen und in den umgebenden Weichteilen.

Die tuberkulöse Spondylitis ist als Sonderfall zu sehen. Bei langsamem Verlauf kommt es, mit relativ geringer Symptomatik und manchmal wenig auffälligen Laborwerten, zu einer allmählichen Zerstörung eines oder mehrerer Wirbel („Wirbelkaries“).

Therapie[Bearbeiten]

Je nach der Schwere des Krankheitsbildes muss die unumgängliche, intensive antibiotische Behandlung durch operative Maßnahmen ergänzt werden. Der zerstörte Knochen wird dabei ausgeräumt. Wenn der Befund es anbietet, können Ketten aus antibiotikahaltigem Kunststoff eingelegt werden, die später wieder entfernt und gegen körpereigenes Knochenmaterial ausgetauscht werden. Zur Stabilisierung des Rumpfs wird zusätzlich eine Orthese gegeben. Die notwendige Behandlung und die Überwachung des Verlaufes dauern lange, in der Regel deutlich über ein Jahr, liegt eine Tuberkulose vor, noch wesentlich länger.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Spondylitis – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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