Spondylodiszitis

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Klassifikation nach ICD-10
M46.49 Diszitis, nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Die Spondylodiszitis ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Bandscheibe und der angrenzenden Wirbelkörper.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Symptomatik

Die Symptomatik ist zunächst uncharakteristisch, die Schmerzen entsprechen in Stärke und Ausbreitung denen, die durch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule ebenso verursacht werden können. Schmerzen treten vor allem Nachts oder bei Belastung auf und sind begleitet mit Nachtschweiß, Fieber oder Gewichtsabnahme.

[Bearbeiten] Diagnose

Die Labordaten können einen Hinweis auf einen entzündlichen Prozess liefern, können aber auch unauffällig bleiben. Im Röntgenbild erscheint das Bandscheibengewebe im späteren Stadium verdichtet, anfangs ist oft kein krankhafter Befund zu sehen. Aufschluss bringt oft das Kernspintomogramm, auch eine Computertomographie kann Hinweise liefern.

[Bearbeiten] Therapie

Je nach der Schwere des Krankheitsbildes muss die unumgängliche, intensive antibiotische Behandlung durch operative Maßnahmen ergänzt werden. Das Bandscheibengewebe wird operativ entfernt, die benachbarten Wirbelkörper miteinander verblockt, um jede Bewegung in dem betroffenen Segment zu unterbinden. Die Betroffenen müssen eine strenge Bettruhe einhalten. Zusätzlich wird eine stabilisierende Rumpforthese gegeben. Die notwendige Behandlung und die Überwachung des Verlaufes dauern meistens lange, in der Regel deutlich über ein Jahr.

[Bearbeiten] Literatur

  • Sobottke, R. et al.: „Aktuelle Diagnostik und Therapie der Spondylodiszitis.“ Dtsch Arztebl 2008; 105(10): S. 181-7  Artikel
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