Spondylolysis

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Klassifikation nach ICD-10
M43.0 Spondylolyse
ICD-10 online (WHO-Version 2013)
Spondylolyse LWK 5 in der Computertomographie: Sagittale Rekonstruktion.

Als Spondylolysis oder Spondylolyse bezeichnet man die Unterbrechung der Pars interarticularis (Interartikularportion, der Bereich zwischen oberem und unterem Gelenkfortsatz) im Bogen meist des fünften (80 % der Fälle) oder vierten Lendenwirbels (15 % der Fälle).

Ursachen[Bearbeiten]

Es besteht eine genetische Prädisposition, wobei die Spondylolysis nie bei der Geburt vorhanden ist, sondern sich im Anschluss entwickelt. Eine traumatische Genese ist ebenfalls möglich. Kinder, die Sportarten mit häufigem Reklinieren (Rückwärtsbeugen), beispielsweise Turnen oder Schmetterlingschwimmen, intensiv ausüben, haben ein erhöhtes Risiko.

Bei Patienten mit zerebraler Bewegungsstörung sowie Beugekontrakturen tritt eine Spondylolyse gehäuft auf. Es findet sich eine Assoziation mit dem Morbus Scheuermann sowie dem Marfan-Syndrom[1].

Häufigkeit[Bearbeiten]

Nach dem Wachstumsabschluss ist sie in der weissen Bevölkerung bei 6 %, bei Afrikanern bei 1 % zu finden[1].

Klinik[Bearbeiten]

In der Regel verursacht die Spondylolyse keine Beschwerden, wenn, dann bei Rückwärtsneigung des Rumpfes.

Als Folge der Spondylolysis ist die Mobilität des Wirbelsegments erhöht, was zu asymmetrischem Wachstum der Grund- und Deckplatten und somit zur Entwicklung eines Wirbelgleitens (Spondylolisthesis) führen kann. In seltenen Fällen führt die Spondylolysis zum völligen Abrutschen des Wirbelkörpers (Spondyloptose).

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b F. Hefti: Kinderorthopädie in der Praxis. Springer 1998, ISBN 3-540-61480-x

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Spondylolysis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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