Sport in Israel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Sport in Israel ist sehr viel älter als der Staat selbst und eng mit der Geschichte der politischen Bewegungen innerhalb des Zionismus verknüpft. Denn die meisten israelischen Sportvereine, sowohl im Breiten- als auch im Profisport, gehören einem Verband an, der wiederum zumindest vom Ursprung her Unterorganisation einer politischen Bewegung ist.

Neben den Mannschaftssportarten Fußball und Basketball sind auch Tennis, Judo, Segeln und Leichtathletik populär.

Sportliche Großveranstaltungen wie dem See Genezareth-Schwimmen (bei dem der See Genezareth durchquert wird), der Tiberias-Marathon , der Triathlon Israman in Eilat oder der Jerusalem Marsch ziehen viele Sportler und Zuschauer auch aus dem Ausland an.

Die Sportbehörde des Sport- und Kulturministeriums unterstützt die Entwicklung von Sportprogrammen, fördert die Ausbildung von Lehrern und Trainern am Wingate Institute für Sporterziehung und koordiniert die Aktivitäten verschiedener Sportverbände und -organisationen. Aus dem Erlös der staatlichen Lotterie werden ein großer Teil der sportlichen Aktivitäten und Sporteinrichtungen sowie die jährlichen Preise für hervorragende sportliche Leistungen finanziert.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Der Beginn des Sportes in Israel liegt in der Ausbildung jüdischer Turn- und Sportvereine. Juden waren im 19. Jahrhundert zahlreich in den europäischen Turnvereinen vertreten. Die Errichtung jüdischer Vereine ist durch zwei Effekte begründet. Einerseits wurden Juden aufgrund des wachsenden Antisemitismus aus nationalen Turnvereinen gedrängt. Ein drastisches Beispiel dafür ist Österreich; dort wurden im Jahr 1901 die Juden aus den Turnvereinen ausgeschlossen. Andererseits motivierte der aufkommende Nationalismus einige Juden, sich jüdischen Vereinen anzuschließen.

1895 wurde in Konstantinopel der erste jüdische Turnverein gegründet, doch von diesem Verein ging keine Signalwirkung aus. Erst nach Max Nordaus Rede auf dem zweiten Zionistischenkongress über das „Muskeljudentum“, in der er das körperliche Training der Juden forderte, wurde 1898 in Berlin der Turnverein Bar Kochba gegründet. Deutschland und insbesondere Berlin spielten für die Bildung der zionistischen Turnvereine die zentrale Rolle. Hier wurde die zionistische Sportzeitung „Jüdische Turnzeitung“ (JTZ) verlegt und die leitenden Mitglieder hatten wichtigen Einfluss auf die Gründung anderer Vereine. Auch die ersten Turnvereine in Palästina sind unter tatkräftiger Hilfe von Elias Auerbach und Ernst Hermann, zwei ehemalige Berliner Bar-Kochba-Mitglieder, entstanden. Dem Makkabi-Weltverband (MWV) und schließlich der Makkabia. Im Zuge dieses Vereins wurden in ganz Deutschland und im Ausland weitere Vereine gegründet.

Für die zionistische Bewegung war turnerische Übung wichtig, was man an den Reden und Veranstaltungen an den Kongressen sehen kann. Auf dem 6. Zionistischkongress 1903 hielt Max E. Mandelstamm eine Rede, in der er genauso wie zuvor Nordau die körperliche „Hebung“ der Juden forderte. Außerdem wurden turnerische Vorführungen veranstaltet und auf diesem 6. Kongress die „Jüdische Turnerschaft“, der Verband zionistischer Turnvereine gegründet. Aus diesem Verband wurde bei dem 21. Zionistischen Kongress in Karlsbad im Jahr 1921 der Makkabi-Weltverband gegründet. In den Sportvereinen sollte der jüdischen Jugend der Zionismus nahegebracht werden. Das körperliche Training wurde nicht als Selbstzweck betrachtet, sondern propagiert, um den „Volkskörper“ zu gesunden und um die Jugend an die körperliche Arbeit in Palästina zu gewöhnen. Die Makkabi-Bewegung arbeitete deswegen eng mit der zionistischen Jugendorganisation Hapoel Hazair und den Hachschara-Zentren (Ausbildungszentren zur Auswanderung nach Palästina) zusammen.

Die ersten jüdischen Sportvereine wurden 1906 gegründet: Die Vereine HaRishon LeZiyyon in Jaffa (heute Maccabi Tel Aviv) und Bar Giora in Jerusalem. Bereits 1908 fanden in Rehovot die Rehovot-Spiele statt, als der dortige Sportclub den aus Jaffa und andere Interessierte einlud. Die Spiele fanden bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 jährlich, außer im Jahr 1911 insgesamt sechsmal statt. Misstrauisch beäugt wurden die sportlichen Aktivitäten der Juden von den Osmanischen Besatzern Palästinas. [2]

Britische Mandatszeit[Bearbeiten]

Die Briten brachten eine sportliche Tradition und eine starke Begeisterung für Sport mit. Fußball, die beliebteste britische Sportart, wurde auch unter der jüdischen und arabischen Bevölkerung des Mandatgebietes beliebt.[3]

Neben den Makkabi-Sportvereinen, die dem politischen Zionismus nahestanden, entstanden auch Arbeitersportvereine, die dem Gewerkschaftsbund Histadrut nahestanden und sich in dem 1924 gegründeten Dachverband „HaPoel“ zusammenschlossen. Ebenfalls 1924 gründete sich der Dachverband „Betar“, in dem sich revisionistische Sportvereine zusammenschlossen, und die religiösen Sportvereine schlossen sich im 1939 gegründeten Dachverband „Elitzur“ zusammen. Die jüdische Sportwelt war also ähnlich zersplittert wie das politische Leben der Juden. Diese Aufsplitterung sollte sich erst lange nach der Staatsgründung auflösen, ist aber bis heute in den Namen vieler Vereine erkennbar.

Der Fußballverband des damaligen britischen Mandatsgebiets Palästina, der spätere Israelische Fußballnationalverband, wurde bereits 1928 gegründet und trat ein Jahr später der FIFA bei.

Bei Tel Aviv wurde zu der ersten Makkabiade das erste Sportstadion des Landes gebaut. Die Spiele wurden vom 28. März bis zum 31. März 1932 vor 20.000 Besuchern ausgetragen. Das Jahr 1932 ist ein symbolträchtiges Jahr, denn genau 1800 Jahre vorher, im Jahr 132 n. Chr. begann der Aufstand von Bar Kochba gegen die Römer. Drei Jahre später fand vom 2. bis 7. April 1935 die zweite Makkabiade mit 40.000 bis 50.000 Besuchern und 1.350 Sportlern aus 28 Ländern statt. Die für 1938 geplante dritte Makkabiade wurde wegen des arabischen Aufstands nicht durchgeführt. Danach kam es aufgrund der nationalsozialistischen Schrecken, des Zweiten Weltkriegs und der Unabhängigkeit zu keiner weiteren Makkabiade.

20. Jahrhundert nach der Staatsgründung[Bearbeiten]

Logo der Fußballasienmeisterschaft
Logo der Paralympics
Gedenkstätte in Israel für die Todesopfer der Geiselnahme von München

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Logo der U 21 Fußball-EM 2013 in Israel
Logo der U 19 Frauen Fußball-EM

Olympische Spiele[Bearbeiten]

Olympische Ringe

Israel nahm 1952 bei den Olympischen Sommerspielen 1952 das erste Mal an einer Olympiade teil. Bei den Olympischen Sommerspielen in München 1972 traf die israelische Mannschaft ein tragisches Schicksal, als 11 Sportler von Terroristen der PLO ermordet wurden. Die ersten Medaillen konnte erst 1992 bei der Olympischen Sommerspielen in Barcelona gewonnen werden. Das erste Mal an Winterspielen nahm Israel bei der Olympische Winterspiele 1994 in Lillehammer teil.

Siehe Hauptartikel Israelische Teilnahme an Olympia

Medaillengewinner[Bearbeiten]

Medaille Name/Mannschaft Jahr Olympiade Sportart Disziplin
Silver medal.svg Silber Yael Arad 1992 Olympiade in Barcelona Judo Halbmittelgewicht (- 61 kg), Frauen
Bronze medal.svg Bronze Oren Smadja 1992 Olympiade in Barcelona Judo Leichtgewicht (- 71 kg), Männer
Bronze medal.svg Bronze Gal Fridman 1996 Olympiade in Atlanta Segeln Windsurfen der Männer
Bronze medal.svg Bronze Michael Kolganov 2000 Olympiade in Sydney Kanu Einer-Kajak 500 m der Männer
Gold medal.svg Gold Gal Fridman 2004 Olympiade in Athen Segeln Windsurfen der Männer
Bronze medal.svg Bronze Ariel Zeevi 2004 Olympiade in Athen Judo Halbschwergewicht (- 100 kg), Männer
Bronze medal.svg Bronze Shahar Zubari 2008 Olympiade in Peking Segeln Windsurfen der Männer

Welt- und Kontinental-Meisterschaften[Bearbeiten]

Medaillen bei Weltmeisterschaften, sowie einige Titel und 2. Plätze bei Europa- oder Asienmeisterschaften sind:

Jahr Titel Name/Mannschaft Meisterschaft Disziplin
1956 Vize-Asienmeister Nationalmannschaft Fußball-Asienmeisterschaft Fußball, Männer
1960 Vize-Asienmeister Nationalmannschaft Fußball-Asienmeisterschaft Fußball, Männer
1964 Asienmeister Nationalmannschaft Fußball-Asienmeisterschaft Fußball, Männer
1967 Asienmeister Hapoel Tel Aviv Pokal der Meister von Asien Fußball, Männer
1967 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal der Pokalsieger Basketball, Männer
1969 Pokalsieger Maccabi Tel Aviv Pokal der Meister von Asien Fußball, Männer
1969 Weltmeisterinnen Zefania Carmel + Lydia Lazarov Segelweltmeisterschaft Segeln, 420er Jolle, Frauen
1970 Vize-Pokalsieger Hapoel Tel Aviv Pokal der Meister von Asien Fußball, Männer
1971 Pokalsieger Maccabi Tel Aviv Pokal der Meister von Asien Fußball, Männer
1973 Asienmeisterin Orit Abramovich Leichtathletik-Asienmeisterschaften Leichtathletik, Hochsprung, Frauen
1975 Asienmeisterin Esther Roth Leichtathletik-Asienmeisterschaften Leichtathletik, 100 Meter, Frauen
1975 Asienmeisterin Esther Roth Leichtathletik-Asienmeisterschaften Leichtathletik, 200 Meter, Frauen
1975 Vize-Asienmeisterin Ruth Tslochenko Leichtathletik-Asienmeisterschaften Leichtathletik, Fünfkampf, Frauen
1977 Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1979 Vize-Europameister Nationalmannschaft Basketball-Europameisterschaft Basketball, Männer
1980 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1980 Weltpokalsieger Maccabi Tel Aviv Intercontinental Cup Basketball, Männer
1981 Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1982 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1983 3. Platz Schimson Brokman + Eitan Friedlander 470er-Weltmeisterschaft Segeln, 470er Jolle, Männer
1987 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1988 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1989 Vize-Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal Basketball, Männer
1991 3. Platz Yael Arad Judo-Weltmeisterschaften Judo, (- 61 kg), Frauen
1992 Vize-Weltmeister Amit Inbar Windsurfen Weltmeisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
1993 Europameisterin Yael Arad Judo-Europameisterschaften Judo, (- 61 kg), Frauen
1993 Vizeweltmeisterin Yael Arad Judo-Weltmeisterschaften Judo, (- 61 kg), Frauen
1993 3. Platz Schay Bachar + Schamchs Erze 470er-Weltmeisterschaft Segeln, 470, Männer
1995 Vize-Europameister Gal Fridman Mistral Europameisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
1995 Vize-Weltmeister Oren Smadja Judo-Weltmeisterschaften Judo, (- 71 kg), Männer
1995 3. Platz Ran Schental + Nir Schental 470er-Weltmeisterschaft Segeln, 470er Jolle, Männer
1996 Vize-Weltmeister Gal Fridman Mistral Weltmeisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
1997 Vize-Weltmeister Amit Inbar Mistral Weltmeisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
1997 Vize-Europameister Eithan Urbach Schwimmeuropameisterschaften Schwimmen, 100 m Rücken, Männer
1997 Weltmeister Johar Abu Lashin IBO Weltmeisterschaft Boxen, Halbweltergewicht, Männer
1998 Weltmeister Michael Kolganov Kanurennsport-Weltmeisterschaften Kajak-Einer, 200 m, Männer
1998 Vize-Weltmeister Michael Kolganov Kanurennsport-Weltmeisterschaften Kajak-Einer, 500 m, Männer
1998 Vize-Weltmeister Amit Inbar Mistral Weltmeisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
1999 3. Platz Alexander Awerbuch Leichtathletik-Weltmeisterschaften Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
1999 Vize-Europameister Michael Halika Schwimmeuropameisterschaften Schwimmen, 400 m Lagen, Männer
1999 Vize-Europapokalsieger A.S. Ramat-HaScharon Ronchetti Cup Basketball, Frauen
1999 Weltmeister Michael Kolganov Kanurennsport-Weltmeisterschaften Kajak-Einer, 200 m, Männer
2000 Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv FIBA Europapokal der Landesmeister Basketball, Männer
2000 Europameister Alexander Awerbusch Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
2000 Europameisterin Ayelet Ohayon Fechteuropameisterschaften Fechten, Florett-Einzel, Frauen
2000 3. Platz Michael Halika Kurzbahnweltmeisterschaften Schwimmen, 400 m Lagen, Männer
2001 Europapokalsieger Maccabi Tel Aviv Suproleague der FIBA Basketball
2001 Europameister Ariel Zeevi Judo-Europameisterschaften Judo, bis 100 kg, Männer
2001 Vize-Weltmeister Ariel Zeevi Judo-Weltmeisterschaften Judo, Offene Klasse, Männer
2001 Vize-Europameister Yoav Gath Kurzbahneuropameisterschaften Schwimmen, 400 m Lagen, Männer
2001 Vize-Weltmeister Alexander Awerbusch Leichtathletik-Weltmeisterschaften Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
2002 3. Platz Galit Chait + Sergei Sachnowski Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften Eiskunstlauf, Eistanz
2002 3. Platz Vered Borochovski Kurzbahnweltmeisterschaften Schwimmen, 50 m Schmetterling, Frauen
2002 Vize-Europameister Gal Fridman Mistral Europameisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
2002 Weltmeister Gal Fridman Mistral Weltmeisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
2002 Europameister Alexander Awerbusch Leichtathletik-Europameisterschaften Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
2002 3. Platz Adi Gafni + Larissa Pessakhovitch Kanurennsport-Weltmeisterschaften Kajak-Zweier, 1000 m, Frauen
2002 Vize-Weltmeister Alexander Danilov ISSF Weltmeisterschaft Schießen, Standardpistole 25 Meter, Männer
2003 Europameister Ariel Zeevi Judo-Europameisterschaften Judo, bis 100 Kg, Männer
2003 Weltmeisterin Lee Korzits Segel-Weltmeisterschaften Segeln, Windsurfen, Frauen
2003 3. Platz Gal Fridman Segel-Weltmeisterschaften Segeln, Windsurfen, Männer
2003 3. Platz Lior Karmi Kanurennsport-Weltmeisterschaftften Kajak-Einer, 1000 m, Frauen
2004 Europapokalsieger Hapoel Jerusalem ULEB Eurocup Basketball, Männer
2004 Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2004 Vize-Europameister Joel Razvozov Judo-Europameisterschaften Judo, bis 73 kg, Männer
2004 Europameister Ariel Zeevi Judo-Europameisterschaften Judo, bis 100 kg, Männer
2004 3. Platz Nike Kornecki + Vered Buskila 470er-Weltmeisterschaft Segeln, 470er Jolle, Frauen
2005 Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2005 Vize-Europameister Joel Razvozov Judo-Europameisterschaften Judo, bis 73 kg, Männer
2005 Vize-Europameister Ariel Zeevi Judo-Europameisterschaften Judo, bis 100 kg, Männer
2005 Europameister Nationalmannschaft der Männer Judo-Europameisterschaften Judo, Teammeisterschaft, Männer
2005 Weltmeister Ilan Goldschmidt Taekwondo-Weltmeisterschaften Taekwondo, bis 62 kg, Männer
2006 Vize-Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2006 Europameister Alexander Awerbusch Leichtathletik-Europameisterschaften Leichtathletik, Stabhochsprung, Männer
2006 3. Platz Gideon Kliger + Udi Gal 470er-Weltmeisterschaft Segeln, 470er Jolle, Männer
2007 3. Platz Gideon Kliger + Udi Gal Segel-Weltmeisterschaften Segeln, 470er Jolle, Männer
2008 Vize-Weltmeister Nationalmannschaft Schacholympiade Schach
2008 Vize-Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2008 3. Platz Gideon Kliger + Udi Gal 470er-Weltmeisterschaft Segeln, 470er Jolle, Männer
2008 3. Platz Schahar Tzuberi RS:X Weltmeisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
2009 3. Platz Alice Schlesinger Judo-Weltmeisterschaften Judo, (- 63 kg), Frauen
2009 Weltmeister Boris Gelfand Schachweltpokal Schach
2009 Vize-Weltmeister Nimrod Maschiach RS:X Weltmeisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
2009 Europameister Shahar Zubari RS:X Europameisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
2009 3. Platz Alexander Schatilov Turnweltmeisterschaften Kunstturnen, Boden, Männer
2009 Weltmeister Yuri Foreman WBA Weltmeisterschaft Boxen, Halbmittelgewicht, Männer
2010 3. Platz Nationalmannschaft Schacholympiade Schach
2010 Europameisterin Bat-El Gatterer Taekwondo-Europameisterschaften Taekwondo bis 57 kg, Frauen
2010 3. Platz Nimrod Maschiach RS:X Weltmeisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
2010 Europameister Shahar Zubari RS:X Europameisterschaft Segeln, Windsurfen, Männer
2010 Vize-Europameister Gideon Kliger + Eran Sela Segel-Europameisterschaften Segeln, 470er Jolle, Männer [4]
2011 Vize-Europameister Maccabi Tel Aviv ULEB Euroleague Basketball, Männer
2011 EuropaPokalsieger Elitzur Ramla EuroCup Women Basketball, Frauen
2011 3. Platz Neta Rivkin Turnweltmeisterschaften Rhythmische Sportgymnastik, Reifen, Frauen
2011 3. Platz Damenmannschaft Turnweltmeisterschaften Rhythmische Sportgymnastik, 3 Bänder und 2 Reifen, Frauen
2011 Vize-Europameister Alexander Schatilov Turneuropameisterschaften Kunstturnen, Boden, Männer
2011 3. Platz Alexander Schatilov Turnweltmeisterschaften Kunstturnen, Boden, Männer
2011 Vize-Europameisterin Neta Rivkin EM der Rhythmischen Sportgymnastik Rhythmische Sportgymnastik, Keulen, Frauen
2011 Vize-Europameisterin Lee Korzits Segel-Europameisterschaften Segeln, Windsurfen, Frauen
2011 Weltmeisterin Lee Korzits Segel-Weltmeisterschaften Segeln, Windsurfen, Frauen
2011 3. Platz Nimrod Maschiach Segel-Weltmeisterschaften Segeln, Windsurfen, Männer
2012 Vize-Europameisterin Yarden Gerbi Judo-Europameisterschaften Judo, (- 63 kg), Frauen
2012 Europameister Ariel Zeevi Judo-Europameisterschaften Judo, bis 100 kg, Männer
2012 Vize-Weltmeister Boris Gelfand Schachweltmeisterschaft Schach
2012 Weltmeisterin Lee Korzits RS:X-Weltmeisterschaft Segeln, Windsurfen, Frauen
2012 Europameister Jonatan Kopelev Schwimmeuropameisterschaften Schwimmen, 50 m Rücken, Männer
2012 Vize-Europameister Guy Barnea Kurzbahneuropameisterschaften Schwimmen, 50 m Rücken, Männer
2013 Weltmeisterin Yarden Gerbi Judo-Weltmeisterschaften Judo, (- 63 kg), Frauen
2013 Vize-Europameister Gal Nevo Kurzbahneuropameisterschaften Schwimmen, 400 m Lagen, Männer
2013 Europameister Alexander Schatilov Turneuropameisterschaften Kunstturnen, Boden, Männer [5]
2013 Vize-Europameisterin Maayan Davidovich Segel-Europameisterschaften Segeln, Windsurfen, Frauen [6]
2013 Weltmeisterin Lee Korzits Segel-Weltmeisterschaften Segeln, Windsurfen, Frauen
2013 3. Platz Maayan Davidovich Segel-Weltmeisterschaften Segeln, Windsurfen, Frauen

Sportarten[Bearbeiten]

Basketball[Bearbeiten]

Hauptartikel: Basketball in Israel

Die bisher größten Erfolge kann Israel im Basketball verzeichnen. Der größte Erfolg der Nationalmannschaft ist der zweite Platz in der Basketball-Europameisterschaft 1979 in Italien. Die Stärke des israelischen Basketballs liegt jedoch auf der Vereinsebene. So gewann der israelische Rekordmeister Maccabi Tel Aviv zwischen 1977 und 2005 fünf Mal den Europa-Cup und 1981 den Europapokal; das Frauen-Team von Elitzur Ramle gewann 2011 den Eurocup der Frauen.

Die Ligat ha'Al ist die höchste Basketball-Liga in Israel. Sie wurde im Jahre 1954 gegründet. Insgesamt nehmen pro Saison elf Basketballvereine an der Landesmeisterschaft teil.

Eissportarten[Bearbeiten]

Eissportarten in Israel begannen im Jahr 1986, als das erste Eisstadion in Kiryat Motzkin eröffnet wurde. Der Eishockey- und Eiskunstlaufverband wurden 1988 gegründet und wurde 1990 in die Internationale Eishockey-Föderation aufgenommen. Später wurde der Verband in einen Eishockey- und einen Eiskunstlaufverband aufgeteilt. Mit der Masseneinwanderung von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion ab 1989 kamen auch viele Sportler, darunter auch in Wintersportarten. Die Israelische Eishockeyliga startete im Jahr 1990.

Seit 2005 gibt es in Israel drei Eishallen, die olympische Anlage mit einer kleineren Trainingshalle, dass Kanada-Center in Metula und eine kleine Eisbahn in der Stadt Ma'alot. Der bisher größte Erfolg des Teams war der Aufstieg in die WM-Division I im Jahr 2005, aus der es allerdings nach nur einem Turnier wieder absteigen musste.

Fußball[Bearbeiten]

Logo des israelischen Fußballverbandes

Die Israel Football Association ist der Fußballverband Israels. Er organisiert neben der Nationalmannschaft auch die nationalen Ligawettbewerbe . Die höchste Spielklasse ist die Ligat ha’Al, die zweithöchste die Liga Leumit, danach die zweigleisige Liga Alef, (Nord und Süd). Die vierthöchste Spielklasse ist die viergleisige Liga Bet, (Nord A B und Süd A B), danach folgt die fünfgleisige Liga Gimel.

Der Titel Fußballer des Jahres wird seit 1965 alljährlich von der israelischen Zeitung Maariv zum Ende des Spieljahres vergeben.

Der Israelische Fußballpokal wird im einfachen K.-o.-System ohne Rückspiel abgehalten. Von 1956 – 1989 wurde der Israelische Fußball-Supercup zum Beginn einer Saison zwischen dem israelische Meister und dem israelische Pokalsieger der abgelaufenen Saison in einem einzigen Spiel aufeinander ausgetragen. Seit 1982 findet jährlich der Ligapokal von Israel als Vorsaisontunier statt. Der untergeordneten sportlichen Bewertung steht ein relativ hohes Preisgeld gegenüber

International sind die Erfolge des israelischen Fußballs jedoch eher bescheiden. 2008 stand das Land einige Zeit auf Platz 15 der Fifa-Weltrangliste, dem höchsten Rang, den es in seiner Geschichte erreicht hat.

Tennis[Bearbeiten]

Israels Davis Cup Team, 2009

Seit 1949 nimmt die israelische Mannschaft am Davis Cup teil. Das beste Ergebnis erzielte die Mannschaft im Jahr 2009, als man bis ins Halbfinale vorstoßen konnte. Die Frauen Mannschaft nimmt seit 1972 am Fed Cup teil.

Das ATP-Turnier von Tel Aviv (offiziell Tel Aviv Open), war in den Jahren 1979–1996 ein Herrentennisturnier im Rahmen der ATP Tour. Gespielt wurde im Freien auf Hartplätzen, Veranstaltungsort war das Canada Stadium im Israel Tennis Center im Tel Aviver Vorort Ramat haScharon.

Grand Slam Siege:
1991 Anna Smaschnowa Mädcheneinzel French Open
2004 Shahar Peer Mädcheneinzel Australian Open
2006 Andy Ram Mixed Wimbledon
2007 Andy Ram Mixed French Open
2008 Jonathan Erlich Herrendoppel Australian Open
2008 Andy Ram Herrendoppel Australian Open


Weitere erfolgreiche israelische Tennisspieler sind:

Sportverbände[Bearbeiten]

Die drei bedeutenden Sportorganisationen sind: Makkabi, HaPoel und Betar. Daneben gibt es noch als größere Verbände Elitzur und A.S.A. [7]

Makkabi: Er ist der älteste Sportverband in Israel. Gegründet wurde er bereits 1912, hervorgegangen aus dem schon 1906 gegründeten ersten jüdischen Sportverein in Palästina, „Rishon le-Zion“ Yaffo, der sich die zionistischen Sportverbände in Europa zum Vorbild nahm. Die zionistischen europäischen Sportvereine wiederum waren von der deutschen Turnbewegung und der Idee eines „Muskeljudentums“ von Max Nordau inspiriert. Der Makkabi Sportverband stand dem politischen Zionismus nahe.

Die Makkabi-Bewegung ist nach den jüdischen Freiheitskämpfern, den Makkabäern genannt, die für ein wehrhaftes Judentum standen, das sich nicht von anderen Völkern unterdrücken lässt.

Makkabi war bis zur Gründung von HaPoel die einzige Sportverband in Israel und hat sich so um die Institutionalisierung des Sportes verdient gemacht. So hat er etwa das Israelische Olympia-Komitee begründet. Seit 1932 richtet er außerdem die Makkabiade aus und ist Mitglied in der Maccabi World Union.

HaPoel: HaPoel („Der Arbeiter“) ist heute der größte israelische Sportverband. Er wurde als Teil der allgemeinen Arbeitergewerkschaft in Israel, Histadrut gegründet. Ziel der Vereinigung ist bis heute „die Pflege der Körperkultur und des Sportes unter den Arbeitern“. Im April 1924 gründete eine Gruppe von Arbeitern in Haifa eine Fußballmannschaft mit dem Namen Hapoel Haifa. Zwei Jahre später, im Mai 1926, wurde der landesweite Verband gegründet. Das Logo des Verbands zeigt einen Sportler in Rot in einem stilisierten Hammer und Sichel.

1927 schloss sich HaPoel dem internationalen Verband der Arbeitersportvereine, dem Confédération Sportive Internationale du Travail an. Sportvereine, die sich als sozialistisch definierten, schlossen sich eher HaPoel an als Makkabi, der als „bürgerlich“ galt.

In den 1930er Jahren konnte der Verband ein bedeutendes Wachstum verzeichnen, mehrere Dutzend Vereine schlossen sich ihm an, und er vertrat bald über 10.000 Mitglieder.

Neun der elf Ermordeten des Olympia-Massakers von München 1972 waren Mitglieder von HaPoel.

Betar: Der Sportverband Betar (die Abkürzung steht für Brit HaNoar HaIvri al shem Joseph Trumpeldor, Hebräischer Jugendbund Joseph Trumpeldor) wurde 1924 gegründet. Er ist ein Unterverband der innerhalb der revisionistische Betar-Bewegung.

Der bekannteste, ihr angehörende Club ist der Fußballverein Beitar Jerusalem.

Elitzur: Die religiös-zionistischen Sportvereine schlossen sich im 1939 gegründeten Dachverband Elitzur zusammen. Das Basketballteam von Elitzur Ramle gewann 2011 den Eurocup der Frauen. Vereine von Elitzur haben in der Regel keine Abteilung für Fußball, da Fußball in erster Linie am Sabbat, dem jüdischen Ruhetag gespielt wird. [8]

A.S.A: Der Sportverband A.S.A.(Akademische Sport Assoziation) wurde 1953 gegründet. In ihm sind vor allem Sportvereine von Universitäten und Hochschulen aktiv. Der Verband beteiligt sich auch an internationale Wettkämpfe mit anderen Hochschulen, z.B. an der Universiade. [9]

Makkabiade[Bearbeiten]

Hauptartikel: Makkabiade

Die Makkabiade ist die größte internationale jüdische Sportveranstaltung und ist ähnlich wie die Olympischen Spiele konzipiert. Sie entstand während der Zionismusbewegung der 1930er-Jahre aus der jüdischen Makkabi-Sportbewegung. Die Organisation liegt beim Makkabi-Weltverband. Die erste Makkabiade wurde 1932 in Tel Aviv ausgetragen. Seit 1953 findet sie regelmäßig alle vier Jahre in Israel statt.

Asienspiele[Bearbeiten]

Logo der Asienspiele

Israel nahm von 1954 bis 1974 an den Asienspielen teil. Für die Asienspiele 1962 in Jakarta erhielten israelische Sportler kein Visum.
Seit 1978 ist Israel von den Asienspielen ausgeschlossen.

Medaillenspiegel:

Jahr Platz Gold Silber Bronze
1954 7 2 1 1
1958 16 0 0 2
1966 9 3 5 3
1970 6 6 6 5
1974 6 7 4 8

Ruhmeshalle[Bearbeiten]

Die International Jewish Sports Hall of Fame wurde am 7. Juli 1981 in Netanya, Israel gegründet. Die ersten Ehrungen wurden aber bereits 1979 ausgesprochen. Geehrt werden in der Ruhmeshalle Sportler und Sportlerinnen, sowie Sportfunktionären und -Journalisten jüdischen Glaubens. Die Ehrung wird unabhängig von der Nationalität der Person vorgenommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.einzigartiges-israel.de/html/165-sport.html, abgerufen am 2. April 2014
  2. http://jafi.org/JewishAgency/English/Jewish+Education/Compelling+Content/Eye+on+Israel/Sport+in+Israel, Englisch, abgerufen am 22. April 2014
  3. http://jafi.org/JewishAgency/English/Jewish+Education/Compelling+Content/Eye+on+Israel/Sport+in+Israel+Rule+Britannia+The+British+Influence+and+the+Maccabiah+Games.htm, Englisch, abgerufen am 22. April 2014
  4. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/segel-europameisterschaft-silber-fuer-israel-17096/#.U2-Ul1eFbX5, abgerufen am 11. Mai 2014
  5. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/turn-em-gold-fuer-israel-22388/#.U2-opFeFbX5 abgerufen am 11. Mai 2014
  6. http://www.israelnetz.com/sport/detailansicht/aktuell/israelin-surft-silber-20079/#.U4I5wSiFbX5, abgerufen am 25. Mai 2014
  7. http://israelschweiz.com/2012/07/31/sport-in-israel/, abgerufen am 2. April 2014
  8. http://jafi.org/JewishAgency/English/Jewish+Education/Compelling+Content/Eye+on+Israel/Sport+in+Israel/Politics+and+Sport+The+Development+of+the+Different+Sports+Organisations.htm, Englisch, abgerufen am 22. April 2014
  9. http://jafi.org/JewishAgency/English/Jewish+Education/Compelling+Content/Eye+on+Israel/Sport+in+Israel/Politics+and+Sport+The+Development+of+the+Different+Sports+Organisations.htm, Englisch, abgerufen am 22. April 2014