Sporting Lissabon
| Sporting CP | |||
| Voller Name | Sporting Clube de Portugal | ||
| Gegründet | 1. Juli 1906 | ||
| Vereinsfarben | Grün-Weiß | ||
| Stadion | Estádio José Alvalade/Alvalade XXI | ||
| Plätze | 50.076 | ||
| Präsident | |||
| Trainer | |||
| Homepage | www.sporting.pt | ||
| Liga | Primeira Liga | ||
| 2012/13 | 7. Platz | ||
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Der Sporting Clube de Portugal, oft nur Sporting CP, in Listen häufig als SCP aufgeführt und im deutschsprachigen Raum vornehmlich als Sporting Lissabon bekannt, ist ein 1906 gegründeter Sportverein aus der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Nach dem Wappentier wird auf den Verein auch oft mit Löwen (portugiesisch Leões) Bezug genommen. Die Vereinsfarben sind Grün und Weiß.
Die Fußballmannschaft von Sporting trägt ihre Heimspiele im Estádio José Alvalade aus, welches Platz für 50.076 Zuschauer bietet und einer der Austragungsorte der Fußball-Europameisterschaft 2004 war. Der größte Erfolg der Mannschaft war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1964, sowie der Einzug in das UEFA-Pokalfinale 2005. Die Löwen gewannen zudem 18 nationale Meisterschaften und sind 15-facher portugiesischer Pokalsieger. Ihr traditioneller Lokalrivale ist Benfica Lissabon.
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines [Bearbeiten]
Der Verein ist bekannt für seine ausgezeichnete Jugendarbeit auf dem Fußballsektor und brachte hier viele Top-Spieler der jüngeren Jahre hervor. Zu den international bereits berühmten gehören Paulo Futre, Luís Figo, Cristiano Ronaldo, Nani, João Moutinho, Ricardo Quaresma, Miguel Veloso und Simao Sabrosa.
Sporting Lissabon hält auch den Rekord für den höchsten Sieg, der jemals bei einem Europacup-Spiel erreicht wurde. Im Jahre 1964 besiegte Sporting APOEL Nikosia aus Zypern mit 16:1. Im gleichen Match schoss der Spieler Mascarenhas sechs Tore und hält damit den Rekord der meisten in einem Spiel eines europäischen Wettbewerbs erzielten Treffer.
Neben Fußball betreibt der Verein verschiedene andere Sportarten, u.a. Handball, Schwimmen, Rollhockey und Tauchen. Doch nach dem Fußball ist vor allem die Leichtathletik das Hauptaugenmerk des Vereins. In der Vergangenheit betrieb der Verein noch weitere Sportarten. So gab es Fechten, Basketball, Volleyball und Radsport. In den 1950er- und 1960er- Jahren gab es sogar einen eigenen Rallye- und Motorrad-Rennstall.
Sporting ist nach dem FC Barcelona - bezogen auf gewonnene Titel und Pokale aller Sportarten, an denen der Club teilnimmt - die erfolgreichste Sportmannschaft in Europa. Ferner ist der Club weltweit der einzige, der zwei Weltfußballer ausgebildet hat: Luis Figo und Cristiano Ronaldo.
Der Klub besitzt mit der seit 1921 herausgegebenen wöchentlichen Sporting die älteste Sportvereinszeitung Europas.
Geschichte [Bearbeiten]
Anfänge [Bearbeiten]
Der Verein ging aus einer Initiative einer Personengruppe hervor, die ursprünglich 1902 den Klub Sport Club de Belas und 1904 den Campo Grande Sporting Club gründeten. 1906 schlossen sich diese Vereine offiziell unter dem Namen Sporting Clube de Portugal zusammen.
Das erste Spiel von Sporting war am 3. Februar 1907 gegen Cruz Negra und ging mit 1:5 verloren.[1] Im ersten Duell mit dem künftigen Dauerrivalen Sport Lisboa, einem Vorgängerverein von Benfica, gelang ein 2:1-Sieg. In der Saison 1907/1908 wurde der Verein regionaler Vizemeister. 1910, im Jahr als José Alvalade Vereinspräsident wurde, holte Sporting den Meistertitel im Tennis, Stabhochsprung, Kugelstoßen und Weitsprung.
Erste Erfolge [Bearbeiten]
Der Verein gewann 1912 und 1915 die Lissabon-Meisterschaft im Fußball und den portugiesischen Supercup „Cândido de Oliveira“ mit einem 3:1-Sieg über SL Benfica. In der Sportart Radfahren gewann der Verein 1912 das Prestigerennen Lisboa-Porto, erreichte den dritten Platz bei der Tour de France und den zweiten Platz bei der Spanienrundfahrt.
In der Ära ab 1920 gewann Sporting seine erste Portugiesische Meisterschaft in einem Finale gegen den Verein Académica Coimbra.
Im Jahr 1922 wurde die Rugby-Abteilung eröffnet. Im Jahr 1926 wurden die grün-weiß gestreiften Trikots zum ersten Mal getragen. Nach einem Sieg gegen den Rivalen Benfica 1928, bei dem die Spieler die Trikots in der Halbzeit gegen die neuen gestreiften Trikots wechselten, avancierten letztere endgültig zu den offiziellen Trikots des Vereins. Grün-weiß geteilte Trikots, die ab 1908 benutzt wurden, werden noch als Gala- bzw. Auswärts-Trikots benutzt.
1940 – 1960 [Bearbeiten]
Mit den mythischen grün-weiß-gestreiften Trikots gewann der SCP in den 1940er- und 1950er- Jahren 18 Fußball-Meistertitel und vier Pokalsiege.
José Travassos von Sporting war 1955 der erste Spieler Portugals, der in eine Europaauswahl berufen wurde und gegen die Auswahl Großbritanniens in Belfast auflief.
Am 10. Juli 1956 wurde das Stadion Estádio José Alvalade am Campo Grande eingeweiht. In den Jahren 1957 und 1958 gewann der Leichtathlet Manuel Faria den Sylvester-Marathon in Sao Paulo.
Ab 1960 [Bearbeiten]
1964 gelang dem Verein im Fußball der größte bisherige Erfolg mit dem Gewinn des Europapokal der Pokalsieger gegen den ungarischen Fußballverein MTK Budapest. Nach einem 3:3 im Brüsseler Heysel-Stadion musste ein Wiederholungsspiel angesetzt werden. Der SCP gewann dies im Bosuilstadion von Antwerpen durch einen von João Morais direkt verwandelten Eckstoss nach 20 Minuten mit 1:0. Auf dem Weg ins Finale erzielte SCP mit 16:1 gegen APOEL Nikosia aus Zypern den bis heute höchsten Sieg in einem Europacup-Spiel und gewann nach einer 1:4 Hinspiel-Niederlage gegen Manchester United zu Hause noch mit 5:0. Im Halbfinale war nach Ergebnissen von 1:0 und 0:0 auch gegen Olympique Lyon ein Entscheidungsspiel notwendig.
1971 verpflichtete der Verein den argentinische Fußballspieler Héctor Yazalde vom bonarenser Vorstadtklub CA Independiente. Bereits in der Saison 1973/74 erzielte Yazalde 46 Treffer in 30 Spielen und hält damit noch heute den europäischen Rekord an meisten Toren in einer Saison.
In der Leichtathletik ist der Verein mit 215 nationalen und 89 internationalen Titeln national wie international sehr erfolgreich. Carlos Lopes gewann 1984 bei den Olympischen Spiele in Los Angeles die Goldmedaille im Marathonlauf und war damit der erste portugiesische Olympiasieger.
Der beste Profi-Radfahrer Portugals Joaquim Agostinho gehörte ebenfalls zum Verein. Er nahm 13-mal an der Tour de France teil und belegte in den Jahren 1978 und 1979 den dritten Platz.
Im Rollhockey war Sporting eine Zeit lang der beste Verein der Welt und gewann 1977 den Europapokal der Landesmeister, in den Jahren 1981, 1985 und 1991 drei Europapokale der Pokalsieger und 1984 den CERS-Pokal.
Auch der erfolgreichste portugiesische Billard-Spieler Jorge Theriaga gehört zum Verein.
Gegenwart [Bearbeiten]
Der Verein hat rund 100.000 Mitglieder (2006)[2] und ist damit einer der größten Europas.
Im 2004 neu errichteten Stadion Estádio José Alvalade fand ein Halbfinal-Spiel der Europameisterschaft 2004 statt und das 2005 verlorene Finale des UEFA-Pokals gegen ZSKA Moskau.
In der Saison 2008/09 kam der Verein bis ins Champions-League-Achtelfinale, in dem der FC Bayern München Gegner war. Dort gab es zwei deutliche Niederlagen (0:5 im Heimspiel und 1:7 in München). 2011/12 drang Sporting Lissabon bis in das Halbfinale der Europa League vor, nachdem man zuvor in der Gruppenphase den ersten Platz vor Lazio Rom, FC Zürich und dem FC Vaslui belegte und danach den polnischen Vertreter Legia Warschau (Sechzehntelfinale), den Favoriten und späteren englischen Meister Manchester City (Achtelfinale) sowie den ukrainischen Klub Metalist Charkiw (Viertelfinale) eliminierte. Im Halbfinale schied Sporting trotz eines 2:1-Hinspielsieges knapp gegen Athletic Bilbao aus, wobei im Rückspiel die Verlängerung um drei Minuten verpasst wurde (Endstand: 1:3).
Vereinswappen [Bearbeiten]
Das Vereinswappen von Sporting Lissabon zeigte schon immer einen Löwen. Jedoch änderte sich das Logo im Laufe der Zeit einige Male.
Jubiläumswappen
Fußballabteilung [Bearbeiten]
Ehemalige Spieler [Bearbeiten]
Torhüter [Bearbeiten] |
Abwehrspieler [Bearbeiten] |
Mittelfeldspieler [Bearbeiten] |
Stürmer [Bearbeiten] |
Aktueller Kader 2012/13 [Bearbeiten]
| Name | Nr. | Nat. | geboren | Seit | letzter Verein |
|---|---|---|---|---|---|
| Trainer | |||||
| Jesualdo Ferreira | 24. Mai 1946 | 2013 | Panathinaikos Athen | ||
| Tor | |||||
| Rui Patrício |
1 | 15. Februar 1988 | 2006 | eigene Jugend | |
| Marcelo Boeck | 12 | 28. November 1984 | 2011 | Marítimo Funchal | |
| Abwehr | |||||
| Xandão | 4 | 23. Februar 1988 | 2011 | Desportivo Brasil | |
| Khalid Boulahrouz | 6 | 28. Dezember 1981 | 2012 | VfB Stuttgart | |
| Marcos Rojo | 15 | 20. März 1990 | 2012 | Spartak Moskau | |
| Santiago Arias | 19 | 13. Januar 1992 | 2011 | CD La Equidad | |
| Cédric Soares | 41 | 31. August 1991 | 2012 | Académica de Coimbra | |
| Mittelfeld | |||||
| Stijn Schaars | 8 | 11. Januar 1984 | 2011 | AZ Alkmaar | |
| Diego Capel | 11 | 16. Februar 1988 | 2011 | FC Sevilla | |
| Zakaria Labyad | 20 | 9. März 1993 | 2012 | PSV Eindhoven | |
| Fabián Rinaudo | 21 | 8. Mai 1987 | 2011 | Gimnasia de La Plata | |
| Adrien Silva | 23 | 15. März 1989 | 2012 | Académica de Coimbra | |
| Bruno Pererinha | 25 | 2. März 1988 | 2007 | eigene Jugend | |
| André Martins | 28 | 21. Januar 1990 | 2009 | eigene Jugend | |
| Elías | 77 | 16. Mai 1985 | 2011 | Atlético Madrid | |
| Angriff | |||||
| Jeffrén | 7 | 20. Januar 1988 | 2011 | FC Barcelona | |
| Van Wolfswinkel | 9 | 27. Januar 1989 | 2011 | FC Utrecht | |
| Valentín Viola | 16 | 28. August 1991 | 2012 | Racing Club | |
| André Carrillo | 18 | 14. Juni 1991 | 2011 | Alianza Lima | |
| Betinho | 87 | 21. Juli 1993 | 2011 | eigene Jugend | |
Erfolge [Bearbeiten]
- Europapokal der Pokalsieger: 1964
- Portugiesischer Meister: (18x) 1941, 1944, 1947, 1948, 1949, 1951, 1952, 1953, 1954, 1958, 1962, 1966, 1970, 1974, 1980, 1982, 2000, 2002
- Meister von Portugal: (4x) 1923, 1934, 1936, 1938
- Portugiesischer Pokalsieger: (15x) 1941, 1945, 1946, 1948, 1954, 1963, 1971, 1973, 1974, 1978, 1982, 1995, 2002, 2007, 2008
- Portugiesischer Super-Cupsieger: (7x) 1982, 1987, 1995, 2000, 2002, 2007, 2008
- Portugiesischer Cup Honra: (29x) 1915, 1916, 1917, 1922, 1923, 1925, 1928, 1931, 1934, 1935, 1936, 1937, 1938, 1939, 1941, 1942, 1943, 1945, 1947, 1948, 1949, 1950, 1962, 1964, 1966, 1971, 1985, 1991, 1992
- Portugiesischer van Lissabon: (19x) 1915, 1919, 1922, 1923, 1925, 1928, 1931, 1934, 1935, 1936, 1937, 1938, 1939, 1941, 1942, 1943, 1945, 1947
- Portugiesischer van Reserves: (42x) 1912, 1917, 1923, 1924, 1925, 1926, 1928, 1930, 1932, 1933, 1934, 1935,1936, 1937, 1938, 1940, 1942, 1944, 1946, 1947, 1948, 1951, 1952, 1953, 1955, 1959, 1960, 1961, 1962, 1967, 1968, 1969, 1973, 1983, 1984, 1985, 1986, 1988, 1990, 1991, 1992, 1994
- Intertoto Cup: Gruppensieger 1968
- Cup Ibérica: 2000
- UEFA-Pokal: Finalist 2005
- Coupe Latine: Finalist 1949
Museum [Bearbeiten]
Sporting Club Portugal hat eine Ausstellung mit mehr als 16.000 Pokalen und Trophäen im José Alvalade Stadion in Lissabon.
Leichtathletik [Bearbeiten]
Erfolge [Bearbeiten]
- Olympische Spiele (Los Angeles) – 1984
- Carlos Lopes – Goldmedaille Marathon
- Hallenweltmeisterschaften (Lissabon) – 2001
- Rui Silva – Goldmedaille 1500 m
- Weltmeisterschaften (Edmonton) – 2001
- Carlos Calado – Bronzemedaille Weitsprung
- Olympische Spiele (Athen) – 2004
- Francis Obikwelu – Silbermedaille 100 m
Badminton [Bearbeiten]
Im Badminton wurde Sporting 1958 und 1959 portugiesischer Mannschaftsmeister.
Basketball [Bearbeiten]
Die Basketballabteilung des Vereins wurde 1927 von Acácio Campos begründet. In Zeiten finanzieller Probleme des Gesamtvereins wurde sie 1995 aufgelöst, nachdem sich die Mitglieder des Vereins dafür aussprachen, lieber die Handballabteilung beizubehalten.[3] Die Basketballer von Sporting gewannen zwischen 1954 und 1982 sieben Mal die Landesmeisterschaft sowie fünf Mal den Pokal.
Zu den bekannten Spieler zählt Mário Albuquerque, der sich beim Sporting Clube de Lourenço Marques seine ersten Sporen verdiente und sich 1974 dem Verein anschloss. Er wird vielfach als bester portugiesischer Basketballer aller Zeiten angesehen. Er erzielte zehn Mal hintereinander die meisten Punkte in der portugiesischen Meisterschaft. Rui Pinheiros, ebenfalls von Sporting Lourenço Marques, zählt auch zu den Vertretern der bis in die 1980er währenden Goldenen Ära der Sporting-Basketballer.
Unter den Trainern verdient unter anderen Adriano Baganha, Meistertrainer von 1981 und späterer Nationaltrainer, Beachtung.
- Erfolge
- Meisterschaft von Portugal: 1954, 1956, 1960, 1976, 1978, 1981 und 1982.
- Pokal von Portugal: 1955, 1975.1979, 1978, 1980.
Rollhockey [Bearbeiten]
Rollhockey wurde erstmals 1924 bei Sporting ins Programm aufgenommen und konnte sich nach einer Unterbrechung 1936 endgültig etablieren. Seither gelangen neben sieben Landesmeisterschaften und vier Pokalsiegen auch fünf Erfolge in europäischen Wettbenwerben. Der bedeutendste Erfolg war der Sieg im Europapokal der Meister von 1977, wo Sporting in den Finalspielen CD Villanova aus Spanien mit 6:0 und 6:3 besiegte.
- Erfolge
- Europapokal der Meister: 1970.
- Europapokal der Pokalsieger: 1981, 1985, 1991.
- CERS Cup: 1984.
- Meister von Portugal: 1939, 1975, 1976, 1977, 1978, 1982, 1988.
- Pokal von Portugal: 1976, 1977, 1984, 1990.
Weitere bekannte Sportler [Bearbeiten]
- Joaquim Agostinho, Radsport
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Sporting Wiki: 1907/08 (portugiesisch)
- ↑ maisfutebol.iol.pt 3. Mai 2006
- ↑ Categoria:Basquetebol WikiSporting (abgerufen am 14. November 2012)
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Webseite (portugiesisch)
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