Sportpädagogik

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Sportpädagogik ist jene wissenschaftliche Disziplin, die den „Zusammenhang zwischen Sport und Erziehung“ thematisiert. Diese allgemeine Auslegung entspricht in der Wortbedeutung einer Pädagogik, die sich auf das Kulturphänomen Sport bezieht. Dazu werden theoretische Grundlagen für eine auf Bewegung, Spiel und Sport ausgerichtete Praxis entwickelt. Ziel ist es, einen Beitrag zur Förderung menschlicher Entwicklung und Bildung zu leisten.

Für die Planung, Durchführung oder Auswertung von Sportunterricht ist die Sportpädagogik, zusammen mit der Sportdidaktik, die wichtigste Bezugswissenschaft. Sie steht ihrerseits in enger Beziehung zur Allgemeinen Pädagogik und zu anderen Sportwissenschaften.

Von Sportpädagogik als Bezeichnung für ein sportwissenschaftliches Fachgebiet wird seit Ende der 1960er Jahre gesprochen, nachdem das Buch Grundlagen der Sportpädagogik von Ommo Grupe erschienen war. In diesem Buch wurde zum ersten Mal − gewissermaßen als Programm − im Titel der neue Name eines Fachgebiets benutzt, das in seiner langen Geschichte unterschiedliche Namen getragen hatte und als „Gymnastik“, „Turnen“, „Leibesübungen“, „Leibeserziehung“, „Körpererziehung“ oder „Theorie der Leibeserziehung“ bezeichnet wurde.
Die Entstehung des wissenschaftlichen Fachgebiets und des Begriffs „Sportpädagogik“ fällt zeitlich mit der Entstehung der Disziplin Sportwissenschaft zusammen.

An zahlreichen deutschen Universitäten sind seit den 1970er Jahren Lehrstühle für Sportpädagogik eingerichtet worden.
Der aktuelle Stand sowie absehbare Entwicklungen in der Sportpädagogik werden aktuell in der Monografie Grundriss der Sportpädagogik (2. Aufl., 2006) zusammengefasst.

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