Sportpark Nord

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Sportpark Nord
2013-08-23 Sportpark Nord, Bonn - Stadion; Ansicht aus Südsüdost IMG 5120.jpg
Daten
Ort Bonn, Deutschland
Koordinaten 50° 44′ 53,3″ N, 7° 5′ 4,2″ O50.7481257.0844972222222Koordinaten: 50° 44′ 53,3″ N, 7° 5′ 4,2″ O
Eigentümer Stadt Bonn
Baubeginn 1967
Eröffnung 1970
Oberfläche Rasen
Architekt Ernst van Dorp und Wolfgang Darius
Kapazität 10.164
Verein(e)

Bonner SC, SSF Bonn

Der Sportpark Nord ist ein Sport- und Freizeitgelände im Norden von Bonn. Mit über 160.000 Quadratmetern ist der 1970 eingeweihte Sportpark Nord die größte Sportanlage in Bonn.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Sportpark entstand von 1967 bis 1970 nach Plänen des Bonner Architekten Ernst van Dorp sowie des Gartenarchitekten Wolfgang Darius und ersetzte die beim Bau des Langen Eugen geschlossenen Sportanlagen der Stadt Bonn in der Gronau. Das Gelände war zuvor als Müllkippe genutzt und vor dem Bau des Stadions durch Auskiesung abgesenkt worden. Gemeinsam mit dem südöstlich angrenzenden Wohnpark Lindenhof wurde der Sportpark als Teil einer Gesamtkonzeption zur städtebaulichen Aufwertung des Bonner Nordens gebaut. Zur Verbindung des nördlich und südlich der Bundesautobahn 565 gelegenen Teils des Sportparks entstand 1968/69 eine aufgewölbte Fußgängerbrücke.[1]

Stadion[Bearbeiten]

Im südlichen Teil des Sportparks befindet sich das Fußballstadion mit Rasenspielfeld und leichtathletischen Kunststoffanlagen. Die Tribüne umfasst 2.628 überdachte Sitzplätze, 2.496 überdachte Stehplätze und 5.040 unüberdachte Stehplätze. Das Stadion ist in den 1970er-Jahren durch hervorragende Leistungen der Bonner Leichtathleten bekannt geworden. Der Fußballclub Bonner SC spielte hier in den 1970er Jahren in der 2. Bundesliga. In der Saison 2014/15 tritt er in der Mittelrheinliga an. Um den Bestimmungen der Regionalliga gerecht zu werden, wurden im Sommer 2009 verschiedene Umbauarbeiten am Sportpark Nord vorgenommen. Dazu zählt die Neustrukturierung der Fluchtwege und des Gästebereichs. Der Stehplatzbereich wurde erneuert und modernisiert. Ebenso wurden die Sitzschalen und Kassenhäuschen der Haupttribüne erneuert beziehungsweise ausgetauscht. Im Laufe der Saison 2009/2010 sollte der Sportpark noch ein neues Flutlicht und eine digitale Video- und Anzeigentafel erhalten. Doch durch die ungewisse Zukunft des Bonner SC und die Einstellung des Spielbetriebs aufgrund der Insolvenz des Vereins wurden zunächst die weiteren Arbeiten im Stadion aufgeschoben. Während der Sommerpause 2011 gingen die Arbeiten schließlich weiter und das Stadion wurde mit vier fernsehtauglichen Flutlichmasten ausgestattet.

Auf dem Tribünendach befindet sich eine Photovoltaikanlage mit 130 KW installierter Leistung[2].

Sportpark Nord, Luftaufnahme (2014)

Sporthallenzentrum[Bearbeiten]

Im Sporthallenzentrum gib es eine Dreifachturnhalle, eine Gymnastikhalle und einen Kraftraum. Im Keller befindet sich ein Schwimmbad. Im Schwimmbad des Sportparks trainieren die Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905. Dort befindet sich neben einem 50-Meter-Becken und einem Lehrschwimmbecken auch ein Taucherbecken.

Moderner Fünfkampf[Bearbeiten]

Im Sportpark Nord befindet sich das Olympiazentrum des Modernen Fünfkampfs. 1997 haben hier die Deutschen Meisterschaften stattgefunden.

Bauten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Denk, Ingeborg Flagge: Architekturführer Bonn. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-496-01150-5, S. 72.
  • Ingeborg Flagge: Architektur in Bonn nach 1945. Verlag Ludwig Röhrscheid, Bonn 1984, ISBN 3-7928-0479-4, S. 156.
  •  Ursel und Jürgen Zänker: Bauen im Bonner Raum 49–69. Versuch einer Bestandsaufnahme. In: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kunst und Altertum am Rhein. Führer des Rheinischen Landesmuseums Bonn. Nr. 21, Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969, S. 194/195 u. 206/207.
  • Andreas Pellens: Ein Bonner baut. Ernst van Dorp 1950−2000. Bouvier-Verlag, Bonn 2002, ISBN 978-3-416-03033-5, S. 92–99.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sportpark Nord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Ursel und Jürgen Zänker: Bauen im Bonner Raum 49–69. Versuch einer Bestandsaufnahme. In: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kunst und Altertum am Rhein. Führer des Rheinischen Landesmuseums Bonn. Nr. 21, Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1969, S. 201.
  2. Photovoltaikanlagen im Sportpark Nord