Spreeinsel

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Stadtviertel in Berlin-Mitte: Altkölln (Spreeinsel) [1] (mit Museumsinsel [1a], Fischerinsel [1b]), Altberlin [2] (mit Nikolaiviertel [2a]), Friedrichswerder [3], Neukölln am Wasser [4], Dorotheenstadt [5], Friedrichstadt [6], Luisenstadt [7], Stralauer Vorstadt (mit Königsstadt) [8], Gebiet Alexanderplatz (Königsstadt und Altberlin) [9], Spandauer Vorstadt [10] (mit Scheunenviertel [10a]), Friedrich-Wilhelm-Stadt [11], Oranienburger Vorstadt [12], Rosenthaler Vorstadt [13]
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Brüderstraße im 19. Jahrhundert
Brüderstraße im 19. Jahrhundert
Spreeinsel (gelb) auf einem Stadtplan von 1688
Spreeinsel (gelb) auf einem Stadtplan von 1688

Die Spreeinsel ist eine Insel in der Spree im Berliner Ortsteil Mitte.

Die nördliche Spitze der Insel war im Mittelalter noch eine sumpfige Flussaue, wurde später für Gärten und als Lustgarten genutzt. Ab dem 19. Jahrhundert entstanden hier verschiedene Museumsbauten. Dieser Teil der Insel ist heute als Museumsinsel bekannt. Die Museumsinsel gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

In der Mitte der Insel stand seit dem Mittelalter zunächst eine Burg, später das Schloss der brandenburgischen Kurfürsten und preußischen Könige. Nach schweren Beschädigungen während des Zweiten Weltkriegs wurde das Stadtschloss 1950 gesprengt. An dieser Stelle wurde der Marx-Engels-Platz mit dem Staatsratsgebäude der DDR (1964) und dem Palast der Republik (1976) angelegt. Heute heißt der Platz wieder Schloßplatz. Der Berliner Dom in der Nähe des Schlosses überstand hingegen die schweren Beschädigungen des Zweiten Weltkriegs und wurde bis 2002 renoviert.

Im Süden der Spreeinsel lag die Stadt Cölln, bis 1709 die Schwesterstadt des alten Berlin, das nördlich der Spree lag. Der südliche Teil der Insel südlich der Gertraudenstraße ist heute als Fischerinsel bekannt, benannt nach dem früheren Fischerkiez im äußersten Süden der Insel. Die Fischerinsel ist heute von moderner Wohnbebauung in Plattenbauweise geprägt.

Zwischen Fischerinsel und Schlossplatz sind nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs nur noch wenige historische Denkmäler erhalten wie das Nicolaihaus (heute Museum), das Galgenhaus, die Jungfernbrücke, der Neue Marstall, in dem sich heute die Magazine der Berliner Stadtbibliothek befinden, und die Außenhülle eines Teils des seinerzeit größten Berliner Kaufhauses Rudolph Hertzog.

Die Berliner Spreeinsel wurde nach Deutschen Wiedervereinigung eines der umstrittendsten Areale der deutschen Denkmalpflege, überlagerte sich doch genau hier der wichtigste Baubestand aus zwei ideologischen Systemen der deutschen Teilungsgeschichte.

Siehe auch: Geschichte Berlins

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Spreeinsel – Bilder, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 31' 02" N, 13° 24' 10" O

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