Sprietsegel
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Als Sprietsegel werden viereckige Segel eines Schiffes oder Bootes bezeichnet, die durch eine Spiere, ein Rundholz, diagonal vom Schiffsmast abgespreizt werden.
Wie alle in Längsrichtung des Schiffes angeschlagene Segel gehören Sprietsegel zu den Schratsegeln. Die Stange, an der sie aufgespannt werden, heißt Spriet, deren aufragendes Endstück Piek. Die vier Kanten (Lieken) des Segels sind Ober-, Achter-, Unter- und Vorliek benannt, die Ecken heißen Kopf, Hals, Schothorn und Spriethorn oder Piek.[1]
Historische Schiffstypen, auf denen Sprietsegel Verwendung fanden, waren neben vielen Fischerbooten die seegehenden Quasen und die Bojer. Verwendung findet das Sprietsegel auch auf in Südschweden verbreiteten Blekingebooten.
Auch kleinere Arbeits- und Transportschiffe auf Binnengewässern, wie der Steinhuder Torfkahn, besaßen eine Spriettakelung, bei der das Sprietsegel das Haupt- oder Großsegel darstellt.
Heutzutage findet die Besegelung noch auf kleineren Dinghies und Sportjollen, wie dem Optimist (Opti), Verwendung. Das Fall, mit dem im Optimist auch die Spannung auf das Segel eingestellt wird, heißt Sprietfall.
Eine Sonderform des Sprietsegels ist das Spreizgaffelsegel auf Spreizgaffelketschen und Spreizgaffelschonern. Es ist an einer Spreizgaffel angeschlagen, die zwischen zwei Masten geführt wird. Die Spreizbesegelung ist auch in der Südsee verbreitet und wird dort mittels Krummgaffeln gehalten.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Schult, Joachim: Segler-Lexikon. Stichworte: Sprietsegel und Spriettakelung, S. 483
[Bearbeiten] Literatur
- Schult, Joachim: Segler-Lexikon. Bielefeld: Delius Klasing, (9. Aufl.) 1994, ISBN 3-87412-103-8

