Springer (Panzer)

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Der Springer (vollständiger Name: Mittlerer Ladungsträger Springer, Sd.Kfz. 304) war ein Sprengpanzer der deutschen Wehrmacht aus dem Zweiten Weltkrieg.

Auf der Basis des NSU-Kettenkrads wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs etwa 50 mittlere Ladungsträger Springer entwickelt und gebaut (bekannte Stückzahlen: November 1944: 35 Stück, Dezember 1944: 10 Stück).

Um die höhere Zuladung trotz der fehlenden Vordergabel zu tragen, wurde das Schachtellaufwerk um zwei Laufrollenpaare verlängert. Der Springer besaß so drei äußere und drei innere Laufrollen. Als Antrieb diente der schon im Kettenkrad bewährte Opel-Olympia-Motor.

Der Springer war ein Sprengpanzer, dessen Aufgabe es war, eine Sprengladung von 330 Kilogramm unter Panzerschutz an ein feindliches Ziel zu transportieren und sie dort zur Detonation zu bringen. Dazu wurde der Springer von einem hinten sitzenden Fahrer bis in die Nähe des Ziels gefahren. Die restliche Fahrt und die Auslösung der Sprengladung erfolgten dann per Kabel- oder Funkfernsteuerung. Wie bei allen derartigen Konstruktionen stand der hohe Aufwand in keinem rechten Verhältnis zum möglichen militärischen Nutzen, da jeder Einsatz zum Totalverlust des Springer führte.

Außer dem Springer wurden vom deutschen Heer während des Zweiten Weltkrieges der Leichte Ladungsträger Goliath (Sd.Kfz. 302/303a/303b) und der Schwere Ladungsträger Borgward IV (Sd.Kfz. 301) eingesetzt, beide in deutlich größeren Stückzahlen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Markus Jaugitz: Die deutsche Fernlenktruppe. Teil: 2: 1943–1945. Podzun-Pallas, Wölfersheim-Berstadt 1995, ISBN 3-7909-0529-1, (Waffen-Arsenal Special 12).