Sprungturm

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Sprungturm aus Beton und Stahl, 1931–1932 erbaut

Ein Sprungturm ist eine Einrichtung zum Wasserspringen in einem Freibad oder Hallenbad. Wettkampfhöhen sind beim Kunstspringen 1 Meter und 3 Meter von einem Sprungbrett, beim Turmspringen 5, 7,5 und 10 Meter von einer Plattform (zu Übungszwecken gibt es auch 1-m- und 3-m-Plattformen). Eine Sprunganlage kann am Rande eines Schwimmbeckens errichtet werden; aus Sicherheitsgründen wird sie jedoch oft in einer seitlich ans Schwimmbecken angrenzenden Sprungbucht oder (bei größeren Anlagen) an einem separaten Sprungbecken installiert. Sprungtürme sind oft architektonische Kunstwerke und Wahrzeichen der Schwimmbäder.

Sprungtürme unterliegen speziellen Bauvorschriften. Darin sind die Seitenabstände der Bretter und Plattformen untereinander und zur Beckenumrandung, die Maße der Geländer und die Wassertiefen geregelt, was der Unfallverhütung dient. Bei genügend großen Abständen ist unter Umständen ein gleichzeitiger Sprungbetrieb von mehreren oder gar allen Brettern bzw. Plattformen möglich. Aus Platz- und Kostengründen werden oft kleinere Anlagen (1 m, 3 m und eventuell 5 m) oder Kombi-Anlagen gebaut, bei denen zum Beispiel die 5-, 7,5- und 10-Meter-Plattform übereinander liegen und die deshalb für den Betrieb nur abwechselnd freigegeben werden.

Die für ein gefahrloses Springen (auch Kopfsprünge) erforderliche Wassertiefe ist nicht proportional zur Absprunghöhe, sondern wächst weniger stark an. Bei einem 3-Meter-Brett ist eine Beckentiefe von 3,50 m üblich, bei einem 5-m-Turm etwa 4,00 m und bei einem 10-m-Turm zwischen 4,50 m und 5,00 m.

Sprungtürme bestehen häufig komplett aus Edelstahl (V4A – 1.4571) oder aus einer Kombination aus einem verzinkten und lackierten Stahlunterbau (S235JR – früher St37) mit Edelstahlgeländern. Alternativ können Sprungtürme aus Beton mit Edelstahlgeländern gebaut werden. Seit Ende 2004 gibt es neue europaweite Normen für Sprungtürme. Sie betreffen vor allem die Geländer. Diese müssen nun deutlich stabiler sein als vorher und dürfen nicht übersteigbar sein. Sprungtürme aus Edelstahl sollten möglichst elektropoliert ausgeführt werden, um Rostansatz durch aggressive Chlordämpfe vorzubeugen.

Zum Einüben von Fallschirmabsprüngen gibt es spezielle Anlagen, siehe Fallschirmsprungturm.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sprungturm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Sprungturm – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen