Squamish (British Columbia)

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Squamish
Blick auf Squamish von Süden
Blick auf Squamish von Süden
Lage in British Columbia
Squamish (British Columbia)
Squamish
Squamish
Staat: Kanada
Provinz: British Columbia
Regionaldistrikt: Squamish-Lillooet
Koordinaten: 49° 42′ N, 123° 9′ W49.70347-123.149035Koordinaten: 49° 42′ N, 123° 9′ W
Höhe: m
Fläche: 104,88 km²
Einwohner: 17.158 (Stand: 2011)
Bevölkerungsdichte: 163,6 Einw./km²
Zeitzone: Pacific Time (UTC−8)
Postleitzahl: V8B
Gründung: 1948 (incorporated)
Bürgermeister: Rob Kirkham
Webpräsenz: www.district.squamish.bc.ca

Squamish ist eine Stadt in der Provinz British Columbia im Westen von Kanada. Sie liegt am nördlichen Ende des Howe Sound am Sea to Sky Highway (British Columbia Highway 99) im Squamish-Lillooet Regional District.

Name[Bearbeiten]

Squamish ist der Name eines Indianerstammes, der in diesem Teil des südwestlichen British Columbia (einschließlich Nord- und West-Vancouver) vor dem Eintreffen der ersten Europäer lebte.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde entwickelte sich aus einer Ansiedlung um das 1892 eröffnete Postamt und wuchs nach dem Bau einer Eisenbahnstrecke durch die Pacific Great Eastern Railway weiter an. Die Zuerkennung der kommunalen Selbstverwaltung (incorporated) für die Gemeinde erfolgte erstmals am 18. Mai 1948 als Village Municipality. Eine weitere Zuerkennungen erfolgte dann am 15. Dezember 1964 als District Municipality.[1]

Demographie[Bearbeiten]

Der Zensus im Jahre 2011 ergab für die Gemeinde eine Bevölkerungszahl von 17.158 Einwohnern.[2] Die Bevölkerung der Stadt hat dabei im Vergleich zum Zensus von 2006 um 14,8 % zugenommen, während die Bevölkerung in Britisch Columbia gleichzeitig nur um 7,0 % anwuchs.

Politik[Bearbeiten]

Der amtierende Bürgermeister von Squamish ist Rob Kirkham . Zusammen mit sechs weiteren Bürgern bildet er den Rat der Stadt (council).[3]

Für Provinzwahlen liegt Squamish im West Vancouver-Garibaldi Wahlbezirk. Parlamentsmitglied ist Joan McIntyre (British Columbia Liberal Party). Bundesweit ist Squamish Teil des Wahlbezirks West Vancouver—Sunshine Coast—Sea to Sky Country, vertreten durch Blair Wilson (unabhängig).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Forstwirtschaft ist traditionell die Hauptindustrie dieser Gegend. Doch der Hauptarbeitgeber hat am 26. Januar 2006 den Betrieb geschlossen. Wegen der wesentlich tieferen Lebenshaltungskosten wurde das weniger als eine Autostunde entfernte Squamish in den letzten Jahren bei den Einwohnern von Vancouver sehr beliebt.

Das Durchschnittseinkommen (Median Income) der Beschäftigten aus Squamish lag im Jahr 2006 bei überdurchschnittlichen 30.326 C $, während es zur selben Zeit im Durchschnitt der gesamten Provinz British Columbia 24.867 C $ betrug.[4]

Bildung[Bearbeiten]

Squamish gehört zu School District #48 - Sea to Sky.[5] Der Stadt hat sechs Grundschulen (Elementary Schools): Brackendale, Garibaldi Highlands, Mamquam, Squamish Elementary, Stawamus Elementary und Valleycliffe Elementary und zwei Sekundarschulen (Secondary Schools): Howe Sound Secondary School und Don Ross Secondary School.

Die Capilano University, welche auch in Squamish einen Campus hat, bietet weitergehende Ausbildung wie Diplom-Programme und Universitäts-Transfer-Kurse. Die ebenfalls in Squamish ansässige Quest University, eröffnet im September 2007, ist Kanadas erste private non-profit Universität.

Verkehr[Bearbeiten]

In Nord-Süd-Richtung verläuft der Sea to Sky Highway (British Columbia Highway 99) durch das Stadtgebiet. Dieser ist die Hauptverbindung Richtung Süden nach Vancouver und Richtung Norden nach Whistler und Pemberton.

Etwa 9 Kilometer nördlich der kleinen Stadt befindet sich der örtliche Flugplatz (IATA: YSE, ICAO: CYSE, Transport Canada Identifier: -). Der Flugplatz verfügt nur über eine sehr kurze asphaltierte Start- und Landebahn von 732 Meter Länge.[6]

Soziales und Kultur[Bearbeiten]

Neben mehreren verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen gibt es auch religiöse Einrichtungen der Bahai, der Sikh und der Mormonen. Squamish war bis 2008 auch die Heimat der Squamish Cougars in der WHA Junior West Hockey League.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Der Stawamus Chief, ein riesiges Granitmassiv, ist bei Bergsteigern sehr beliebt. Gut 300 Kletterrouten gibt es auf dem Chief; die Mehrzahl davon erfordert traditionelle Kletterausrüstung. Steile Wanderpfade führen zu den drei Gipfeln, die das Massiv bilden und eine schöne Aussicht auf den Howe Sound und die Coast Mountains bieten. Insgesamt bestehen zwischen Shannon Falls, Murrin Park, The Malamute und den Little Smoke Bluffs mehr als 1200 Kletterrouten.

Bei Mountain Bikern sehr bekannt ist der Test Of Metal, ein Cross Country Mountain Bike Rennen über 67 km das jährlich Ende Juni abgehalten wird.

Weitere Touristen-Attraktionen sind die Shannon Falls, Rafting auf dem Elaho und dem Squamish River, Windsurfen und Kite-Surfen an der Mündung des Squamish River und Weisskopfseeadler-Beobachtung in der nahe gelegenen Gemeinde von Brackendale mit einer der größten Populationen von Weisskopfseeadlern in Nordamerika.

Sonstiges[Bearbeiten]

In Squamish wurde der Film Insomnia – Schlaflos gedreht. Die Stadt bildete dabei die Kulisse für den Ort Nightmute in Alaska.

Squamish war außerdem Drehort für die fiktive Stadt Elmo aus der Fernsehserie Men in Trees mit Anne Heche in der Hauptrolle.

Darüber hinaus wurde in der Stadt die Free Willy-Szene gedreht, in der Jason James Richter mit dem Fahrrad einen Hügel hinunter auf die Bucht (Howe Sound) zufährt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Origin Notes and History. Squamish. In: GeoBC. Abgerufen am 15. Oktober 2012 (englisch).
  2. Squamish Community Profile. Census 2011. In: Statistics Canada. 7. September 2012, abgerufen am 15. Oktober 2012 (englisch).
  3. Website der Stadt: Meet Your Councillors. Abgerufen am 15. Oktober 2012 (englisch).
  4. Squamish Community Facts. In: BCStats. Abgerufen am 15. Oktober 2012 (PDF; 48,13 kB, englisch).
  5. School of District #48. School District #48, abgerufen am 15. Oktober 2012 (englisch).
  6. Airport Diagramm. In: NAV CANADA. Abgerufen am 24. September 2012 (PDF; 31,5 MB, englisch).