Rășinari

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Rășinari
Städterdorf/Reschinar
Resinár
Rășinari führt kein Wappen
Rășinari (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Koordinaten: 45° 42′ N, 24° 4′ O45.70333333333324.068333333333574Koordinaten: 45° 42′ 12″ N, 24° 4′ 6″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 574 m
Fläche: 127,87 km²
Einwohner: 5.416 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 557200
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Rășinari, Prislop
Bürgermeister: Bogdan Bucur (USL)
Postanschrift: Str. Octavian Goga, nr. 1520
loc. Rășinari, jud. Sibiu, RO–557200
Webpräsenz:

Rășinari (deutsch Städterdorf oder Reschinar, ungarisch Resinár) ist ein Dorf im Kreis Sibiu in Siebenbürgen, Rumänien.

Lage[Bearbeiten]

Die Ortschaft liegt acht Kilometer südwestlich von Sibiu (Hermannstadt) entfernt am Fuße der Karpaten und ist Teil der Mărginimea Sibiului.

Verkehr[Bearbeiten]

Die ehemalige Straßenbahn nach Hermannstadt

Zwischen Sibiu und Rășinari verkehrte bis 2011 die Straßenbahn Hermannstadt, die zuletzt vom Verkehrsunternehmen Tursib betrieben wurde. Diese Linie wurde aufgrund der beruflichen Spezialisierung der Einwohner der Mărginimea Sibiului auch „Käse-Express“ genannt. Nachdem die verbleibenden Wagen 2012 der Gemeinde Rășinari überlassen wurden und der Betrieb eingestellt wurde, soll Mitte 2014 mithilfe von EU-Geldern die Linie für touristische Zwecke reaktiviert werden. Die Schienen wurden allerdings in Hermannstadt bis Pădurea Dumbrava (Junger Wald) entfernt, zudem muss erst ein neues Depot in Rășinari errichtet werden.[2]

Durch Rășinari führt die Kreisstraße (drum județean) DJ 106A von Hermannstadt nach Păltiniș (Hohe Rinne), ein Wintersportort in Rumänien.

Geschichte und Gegenwart[Bearbeiten]

Gässchen in Rășinari

Kaiser Josef II., gleichzeitig König von Ungarn und Großfürst von Siebenbürgen, hat Rășinari im Jahre 1787 zum Freien Königlichen Dorf erklärt. Die Ortschaft zählte im Jahr 2007 5648 Einwohner. Schafzucht, Holzverarbeitung und Tourismus sind die Hauptbeschäftigungszweige.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Emil Cioran (1911–1995), Philosoph und Aphoristiker
  • Octavian Goga (1881–1938), Dichter und Politiker
  • Ioan Ilcușu (1883–1977), rumänischer Verteidigungsminister von 1939 bis 1940[3]
  • Ilarie Mitrea (1842–1904), Arzt und Entdecker im Auftrag der niederländischen Marine[3]
  • Daniel Popovici Barcianu (1847–1900), Intellektueller und Politiker[3]
  • Andrei Șaguna (1809–1873), orthodoxer Metropolit, war bis zu seiner Heiligsprechung 2011 in Rășinari begraben
  • Stan Vidrighin (1876–1956), Ingenieur und Bürgermeister von Timișoara (Temeswar)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rășinari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Hannelore Baier: Elektrische – das Ende einer Ära, die 1904 begann. In der ADZ am 23. Januar 2014 abgerufen am 18. Mai 2014
  3. a b c Persönlichkeiten in der Webdarstellung der Gemeinde