Stängelumfassende Taubnessel
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Stängelumfassende Taubnessel (Lamium amplexicaule) |
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lamium amplexicaule | ||||||||||||
| L. |
Die Stängelumfassende Taubnessel (Lamium amplexicaule) ist eine Pflanzen-Art in der Gattung Taubnessel (Lamium) innerhalb der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Beschreibung
Die Stängelumfassende Taubnessel ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 25 cm erreicht. Von einem verzweigten Grund steigen in der Regel mehrere Stängel auf.
Es zeichnet sich unter den Taubnesseln durch die halb stängelumfassenden, breiten Tragblätter aus, die im oberen, blütentragenden Teil des Stängels oft sehr dicht sitzen. Die gegenständigen Laubblätter im unteren Stängelteil sind dagegen oft noch gestielt und die Blattspreite hat einen Durchmesser von 2 bis 3 cm.
Die Hauptblütezeit reicht von März bis Mai (in Hochlagen bis August) sowie im Herbst von September bis Oktober. Bei frostfreier Witterung blüht die Stängelumfassende Taubnessel auch im Winter.[1]
[Bearbeiten] Ökologie
Bei den geöffneten Blüten findet überwiegend Selbstbestäubung statt. Neben diesen normalen Blüten werden bei schlechtem Wetter auch kleinere, geschlossen bleibende, im Kelch verborgene Blüten gebildet; diese öffnen sich nicht und befruchten sich selbst (Kleistogamie); sie bilden einen hohen Fruchtansatz.[2]
[Bearbeiten] Vorkommen
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst ganz Eurasien und das nördliche Afrika. Durch den Menschen wurde es auch in Nordamerika eingeschleppt. Die Stängelumfassende Taubnessel wächst als „Unkraut“ an lehmigen, gerne stickstoffreichen Stellen wie Ackerrändern, Gärten, Weinbergen oder Ruderalstellen.
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Literatur
- Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Eugen Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
- Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen. 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-060-12539-2.
- Otto Schmeil, Jost Fitschen, Werner Rauh: Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. 84. Auflage. Quelle & Meyer, Heidelberg 1968.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band V. Teil 4: Labiatae – Solanaceae. 2. (unveränderter Nachdruck von 1927 mit Nachtrag) Auflage. Carl Hanser bzw. Paul Parey, München bzw. Berlin und Hamburg 1964, ISBN 3-489-78021-3, S. 2542–2543.
- ↑ Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. 7., korr. u. erw. Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1, S. 435.
[Bearbeiten] Weiterführende Literatur
- Xi-wen Li, Ian C. Hedge: Lamium. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 17: Verbenaceae through Solanaceae. Science Press u.a., Beijing u.a. 1994, ISBN 0-915279-24-X, S. 157., online.
- Dietmar Brandes: Urban flora of Sousse (Tunisia). Braunschweig, 2001. (PDF-Datei; 3,53 MB)