Stößen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Stößen
Stößen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Stößen hervorgehoben
51.11388888888911.922777777778218Koordinaten: 51° 7′ N, 11° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Burgenlandkreis
Verbandsgemeinde: Wethautal
Höhe: 218 m ü. NHN
Fläche: 7,29 km²
Einwohner: 922 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06667
Vorwahl: 034445
Kfz-Kennzeichen: BLK, HHM, NEB, NMB, WSF, ZZ
Gemeindeschlüssel: 15 0 84 470
Adresse der
Stadtverwaltung:
Naumburger Straße 33
06667 Stößen
Webpräsenz: Stadt Stößen
Bürgermeister: Horst Schubert (parteilos)
Lage der Stadt Stößen im Burgenlandkreis
Sachsen Thüringen Saalekreis An der Poststraße Meineweh Bad Bibra Balgstädt Droyßig Eckartsberga Elsteraue Elsteraue Freyburg (Unstrut) Finne (Gemeinde) Finne (Gemeinde) Finneland Gleina Goseck Gutenborn Hohenmölsen Kaiserpfalz (Gemeinde) Kaiserpfalz (Gemeinde) Karsdorf Kretzschau Lanitz-Hassel-Tal Laucha an der Unstrut Lützen Mertendorf (Sachsen-Anhalt) Molauer Land Naumburg (Saale) Nebra (Unstrut) Osterfeld (Sachsen-Anhalt) Schnaudertal Schönburg (Saale) Stößen Teuchern Weißenfels Wethau Wetterzeube ZeitzKarte
Über dieses Bild

Stößen ist eine Stadt im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Stößen liegt zwischen Naumburg (Saale), Zeitz und Weißenfels. Die Stadt gehört der Verbandsgemeinde Wethautal an.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Norden grenzt Teuchern, im Südosten Meineweh, im Süden Osterfeld und im Südwesten Mertendorf an die Gemeinde Stößen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Als Ortsteile der Stadt sind Nöbeditz und Priestädt ausgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten]

Sankt-Petri-Kirche

In Stößen wurde ein Spangenhelm aus der Merowingerzeit gefunden, was auf eine wichtige Stellung des Ortes in sehr früher Zeit hinweist.[2] Im Jahre 968 wird Stößen erstmals erwähnt. Im selben Jahr kam der Ort an das Bistum Zeitz. Im Jahre 1088 wird der Ort durch Wiprecht von Groitzsch zerstört. 1287 wird Stößen urkundlich als „oppidum stosene“ (dt. Stadt Stößen) erwähnt. 1578 wurde mit dem Neuaufbau des 1573 eingestürzten Kirchturmes begonnen. 1598 wütet die Pest in Stößen. 47 Menschen starben innerhalb von 4 Monaten an der Seuche. 1607 wird die größte der drei Stößner Kirchenglocken gegossen. 1608 wütet im Ort erneut die Pest. 1617 sind urkundlich Wochen- & Jahrmärkte bestätigt. Im Jahr 1637 wird Stößen von den Kaiserlichen gebrandschatzt. 1737 wütet durch Brandstiftung ein Brand, welcher einen großen Teil des Ortes zerstört. 1817 wird die Verbindungsstraße Naumburg-Zeitz erstmals befestigt. Im Jahr 1837 hat Stößen 130 Häuser und 840 Einwohner. 1858 wird der Grundstein für die Zuckerfabrik gelegt. 1907 hat Stößen 1263 Einwohner. Am 2. November 1947 erfolgt die Weihe der Kirchenglocken, die im Krieg abgenommen, aber nie eingeschmolzen wurden.

Geschichte Nöbeditz[Bearbeiten]

Nöbeditz wird 1266 erstmals als Nabdicz erwähnt, 1290 als Nobeditz und 1300 als Nibditz genannt. Ursprung für den Ortsnamen ist vermutlich ein slawischer Personenname. Eine andere Deutung erklärt den Namen mit wo man nicht ausspähen kann. Das Dorf bestand aus einem Rittergut und fünf weiteren Häusern. Der Gutsbezirk Nöbeditz wurde 1929 aufgelöst. Damit wurde der Ort nach Stößen eingemeindet.

Geschichte Priestädt[Bearbeiten]

Priestädt wird im Jahre 1300 als Bristete und 1378 als Brystete erwähnt. Den Namen leitete man vom mittelhochdeutschen Wort Bri ab, was Brei oder Sumpf bedeutete. Vor seiner Eingemeindung war Priestädt ein selbstständiges Dorf, welches der Pfarrei Gröbitz angegliedert war. In Priestädt beginnt das Nautschketal.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat aus Stößen bestand seit der letzten Wahl am 7. Juni 2009 aus 12 Stadträten.

Sitzverteilung im Stadtrat der Stadt Stößen

Im März 2013 traten alle Mitglieder des Stadtrates sowie der Bürgermeister zurück.[3] Neuwahlen sind für September 2013 geplant.[4]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Stößen ist Horst Schubert. Er wurde im Jahr 2000 das erste Mal in dieses Amt gewählt und zuletzt bei der Wahl am 1. September 2013 mit 64 Prozent der Stimmen bestätigt. [5]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Auf goldenem Grund einen Mönch in blauer Kutte, mit blauen Schuhen und braunem Gürtel; in seiner rechten Hand einen silbernen Schlüssel, mit dem Bart nach oben und außen, in seiner linken Hand einen silbernen Hammer mit braunem Stiel, mit dem Kopf nach oben und der Bahn nach außen haltend.“[6]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Stadt Stößen zeigt in zwei gleichen Längsbahnen die Farben blau und gold (gelb) in der vorstehenden Reihenfolge.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt wird durch die Bundesstraße 180 südlich frequentiert, die von Zeitz und Naumburg (Saale) herführt. Im Osten führt etwa 2 Kilometer vom Ort entfernt die Bundesautobahn 9 entlang. Zudem liegt die Stadt an der Bahnstrecke Naumburg–Teuchern. Der Personenverkehr wurde aber im Dezember 2011 eingestellt.

Windpark[Bearbeiten]

In Stößen befindet sich ein größerer Windpark, der in mehreren Bauphasen errichtet wurde. Die zuletzt errichtete Phase besteht aus drei der leistungsfähigsten Windkraftanlagen der Welt (Stand 2011), der Enercon E-126. Jede der drei Anlagen hat eine Nabenhöhe von 135 Metern, einen Rotordurchmesser von 126 Metern und eine Nennleistung von 6 MW, so dass die Gesamtleistung dieses Windparks 18 MW beträgt.[8] Errichtet wurden diese Anlagen im Sommer 2010.

Bauwerke[Bearbeiten]

Bemerkenswert ist die zum Teil aus der Romanik stammende evangelische Sankt-Petri-Kirche. Am südlichen Ortsausgang befindet sich der Wasserturm Stößen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ulrich Sieblis: Der vergoldete Spangenhelm von Stössen, Kr. Hohenmölsen. In: Astrid Pasch: Rekonstruktion einer Goldblechscheibenfibel und Untersuchungen zu den Herstellungstechniken. Museum für Ur- u. Frühgeschichte Thüringens, Weimar 1985.
  3. http://www.naumburger-tageblatt.de/lokales/stadt-stoessen-weg-frei-fuer-den-neuanfang,20690952,22223404.html
  4. http://www.naumburger-tageblatt.de/lokales/kommunalpolitik-neuwahlen-fuer-september-angekuendigt,20690952,22267936.html
  5. http://www.naumburger-tageblatt.de/lokales/wahl-stoessener-bestaetigen-schubert,20690952,24184592.html
  6. Hauptsatzung Stößen
  7. Hauptsatzung Stößen
  8. Enercon Windblatt 03-2011 (PDF; 984 kB) Abgerufen am 7. Oktober 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stößen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien