Störnstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Störnstein
Störnstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Störnstein hervorgehoben
49.73333333333312.216666666667449Koordinaten: 49° 44′ N, 12° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Neustadt an der Waldnaab
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Neustadt an der Waldnaab
Höhe: 449 m ü. NHN
Fläche: 10,92 km²
Einwohner: 1449 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km²
Postleitzahl: 92721
Vorwahl: 09602
Kfz-Kennzeichen: NEW, ESB, VOH
Gemeindeschlüssel: 09 3 74 158
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Freyung 17
92660 Neustadt a.d.Waldnaab
Bürgermeister: Markus Ludwig (SPD)
Lage der Gemeinde Störnstein im Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Bayreuth Landkreis Schwandorf Weiden in der Oberpfalz Landkreis Tirschenreuth Landkreis Amberg-Sulzbach Georgenberg Neustadt am Kulm Pressath Trabitz Eschenbach in der Oberpfalz Bechtsrieth Windischeschenbach Weiherhammer Waldthurn Waidhaus Vohenstrauß Theisseil Tännesberg Störnstein Schwarzenbach (Oberpfalz) Schlammersdorf Schirmitz Püchersreuth Pirk Parkstein Neustadt an der Waldnaab Mantel (Markt) Luhe-Wildenau Leuchtenberg Kohlberg (Oberpfalz) Kirchenthumbach Kirchendemenreuth Irchenrieth Grafenwöhr Flossenbürg Floß (Oberpfalz) Etzenricht Eslarn Altenstadt an der Waldnaab Speinsharter Forst Manteler Forst Vohenstrauß Heinersreuther Forst Tschechien Vorbach Speinshart Moosbach (Oberpfalz)Karte
Über dieses Bild

Störnstein ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neustadt an der Waldnaab.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Störnstein liegt in der Planungsregion Oberpfalz-Nord in der Nachbarschaft zu Tschechien.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Störnstein hat acht amtlich benannte Ortsteile:[2]

Zur Gemeinde gehören die Gemarkungen Lanz und Störnstein mit den Mündungen der Flüsse Girnitz und Floß in die Naab.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Entstehung der Gemeinde Störnstein ist mit der Geschichte der Burg Störnstein (frühere Schreibform Sternstein) verbunden, heute eine Ruine am Rande von Störnstein. Seit dem 12. Jahrhundert liegen urkundlich gesicherte Nachrichten zu dieser Burg vor, die im Nordgau, nördlich von Weiden in der Oberpfalz in dem sich bildenden Bistum Regensburg an einer alten Handelsstraße nach Böhmen lag. In dieser Zeit war sie namensgebender Herrschaftssitz der Reichsritter Stöhr (Stör, Stier, von Stöhren), einer Zweiglinie der Herren von Murach, die um die Burg, bei der eine Ansiedlung robotpflichtiger Bewohner in Erbuntertänigkeit bestand, eine Grundherrschaft aufbauten.

Von den Stöhr gelangten Burg und Herrschaft Sternstein an das Adelsgeschlecht der Pflugk von Rabstein und nach diesen waren die Edelfreien von Heydeck (Heideck) Inhaber der Herrschaft Neustadt an der Waldnaab-Störnstein, die seit 1355 als Kronlehen dem Königreich Böhmen angegliedert und damit reichsunmittelbar war. Wegen ihrer Beteiligung am Schmalkaldischen Bund wurden die Heideck enteignet. Die Guttenstein-Vrtba folgten als Inhaber des Lehens und der dazugehörigen Einkünfte aus den erbuntertänigen Orten. Im Jahre 1575 erhielt Ladislav Popel von Lobkowitz vom Kaiser bzw. der Krone von Böhmen die Herrschaft für zehn Jahre zu Lehen. Im Jahre 1641 während des Dreißigjährigen Krieges kam Sternstein mit Neustadt an der Waldnaab, Waldau, Waldthurn, Schönsee und einer Reihe von Dörfern als Gefürstete Grafschaft Störnstein in den erblichen Besitz des in den Fürstenstand erhobenen Hauses der Lobkowitz. Seit dem Jahr 1653 hatten die Lobkowitz Sitz und Stimme im Reichsfürstenrat und seit 1742 im bayerischen Reichsrat. Im Jahre 1806 wurde die gefürstete Reichsgrafschaft Sternstein aufgehoben und 1807 mit dem Verwaltungssitz Neustadt an der Waldnaab an das Königreich Bayern unter den Wittelsbachern verkauft.

Als Ergebnis einer Verwaltungsreform entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Lanz mit den Ortsteilen Lanz, Oberndorf, Wöllershof, Reiserdorf und der Einöde Ernsthof nach Störnstein eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 0873
  • 1970: 0926
  • 1987: 1181
  • 2000: 1410
  • 2012: 1434

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Markus Ludwig (SPD). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Boris-Michael Damzog (SPD).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 539 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 97 T€.

Wappen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Störnstein führt seit 1979 ein Wappen mit dem Wappenbild: Unter blauem Schildhaupt mit drei, zwei zu eins gestellten, sechsstrahligen goldenen Sternen, geteilt von Silber und Rot, einem Löwen in wechselnden Farben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik in Störnstein als Arbeitsort in der Land- und Forstwirtschaft 14, im produzierenden Gewerbe 153 und im Bereich Handel und Verkehr und sonstigen Erwerbsbereichen 235 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. An selbständigen Unternehmen hatte Störnstein 1998 zwei Betriebe im verarbeitenden Gewerbe und drei Betriebe im Bauhauptgewerbe. Im Jahr 1999 waren achtzehn landwirtschaftlich-bäuerliche Produktionsstätten mit einer Fläche von 672 Hektar, davon 523 Hektar als Ackerfläche genutzt, erwerbstätig.

Ausbildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen in Störnstein. (Stand: 2010):

  • Kindergarten St. Franziskus mit 25 Kindergartenplätzen und die Kinderkrippe Sonnenschein mit 12 Krippenplätzen.
  • Weiterführende Schulen in Weiden in der Oberpfalz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sternstein (Störnstein). In: Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder, Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 6. Auflage. Verlag C. H. Beck, München 1999, ISBN 3-406-44333-8, S. 631.
  • Fürsten von Lobkowitz, Herzöge von Raudnitz. In: Die Wappen des Böhmischen Adels, J. Siebmachers großes Wappenbuch. Band 30, Neustadt an der Aisch 1979, ISBN 3-87947-030-8, S. 196 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 538.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Störnstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien