Stützengrün

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Stützengrün
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stützengrün hervorgehoben
50.53444444444412.526111111111584Koordinaten: 50° 32′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Erzgebirgskreis
Höhe: 584 m ü. NN
Fläche: 28,36 km²
Einwohner: 3724 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08328
Vorwahl: 037462
Kfz-Kennzeichen: ERZ
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 600
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hübelstr. 12
08328 Stützengrün
Webpräsenz:
Bürgermeisterin: Birgit Reichel (CDU)
Lage der Gemeinde Stützengrün im Erzgebirgskreis
Karte

Stützengrün ist eine kreisangehörige Gemeinde im sächsischen Erzgebirgskreis mit etwa 4000 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Stützengrün liegt im Erzgebirge direkt an der Grenze zum Vogtland. Durch Stützengrün fließt der Weißbach, der direkt in die Eibenstocker Talsperre einmündet.

[Bearbeiten] Geologie

Die Gemeinde liegt auf einer hügeligen Hochfläche aus dem Eibenstocker Turmalingranit und erstreckt sich auf einer Höhenlage von 570 bis 680 m ü. NN.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Dazu gehören neben dem Ortsteil Stützengrün mit den ehemals selbständigen Gemeinden Oberstützengrün und Unterstützengrün die eingemeindeten Orte Hundshübel und Lichtenau. Ferner existiert die Ortsbezeichnung Neulehn am Fuße des Kuhbergs, die den Ursprung von Oberstützengrün bildet.

[Bearbeiten] Geschichte

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1971 - 2.863
  • 1998 - 4.092
  • 1999 - 4.085
  • 2000 - 4.004
  • 2001 - 3.976
  • 2002 - 3.981
  • 2003 - 3.941
  • 2004 - 3.842
  • 2005 - 3.806
  • 2006 - 3.771
  • 2007 - 3.724
  • 2008 - 3.688
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Urkundlich erstmals erwähnt wurde Stützengrün 1546 in einem sogenannten Befreiungsbrief eines Balthasar von der Planitz. Zuvor bereits gab es einige Gehöfte samt eines Brauhauses am Fuße des Kuhbergs, die von der Herrschaft in Auerbach als neues Lehen vergeben wurden und noch heute den Ortsnamen Neulehn besitzen. Aus Neulehn entstand dann Oberstützengrün. Der Ortsteil Unterstützengrün war noch bis in die 1950er Jahre als Ortschaft mit eigenem Bürgermeister selbständig. Hier datiert die erste Erwähnung in einer Besitzurkunde über ein Mühlengut und einen Waffenhammer des Amtsschössers von Schwarzenberg von 1575.

1563 wurde Stützengrün durch Ankauf von August von Sachsen kurfürstliches Dorf und gehörte zum Amt Schwarzenberg. 1632 wurde eine Eisengrube erschlossen, die lange Zeit den Charakter des Ortes prägte. Die Bürstenindustrie entstand 1925, nachdem der Bergbau zum Erliegen kam. Lichtenau kam bedingt durch die Gemeindegebietsreform 1996 zu Stützengrün und Hundshübel drei Jahre später.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Bundestagswahl 2005

Bei der Bundestagswahl 2005 erhielt die CDU die meisten Erst- und Zweitstimmen. Das Wahlergebnis aus Stützengrün (Parteien, welche bundesweit mehr als 5 % aller gültigen Stimmen erhielten) :

Partei Erststimme Zweitstimme
CDU 45,6 % 39,4 %
SPD 21,4 % 21,1 %
Die Linke. 16,5 % 17,1 %
FDP 8,3 % 12,2 %
Grüne 1,4 % 2,3 %

[Bearbeiten] Bürgermeisterwahl 2007

Bei der Bürgermeisterwahl am 2. September 2007 wurde Bürgermeisterin Birgit Reichel (CDU) mit 99,3 % der Wählerstimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,3 %.

[Bearbeiten] Gemeinderatswahl 2009

Bei der Wahl des Gemeinderates am 07. Juni 2009, an der sich 55,5 % aller wahlberechtigten Bürger beteiligten, wurde folgendes Ergebnis[2] ermittelt.

Parteizugehörigkeit der Kandidaten absolut prozentual Sitze
Christlich-demokratische Union CDU 1925 39,5 % 6
Unabhängige Wählervereinigung UWV 1873 38,4 % 5
Freie demokratische Partei FDP 1075 22,1 % 3

[Bearbeiten] Europawahl 2009

Bei der Wahl zum Europäischen Parlament ergibt sich nach der Stimmabgabe von 55,2 % aller Wahlberechtigten in Stützengrün nachfolgendes Ergebnis[3]:

Partei absolut prozentual Veränderung zu 2004
CDU 781 47,9 % -5,1 %
Die Linke. 229 14,0 % -0,6 %
FDP 185 11,3 % +3,5 %
SPD 148 9,1 % +0,7 %
PBC 53 3,3 % +0,1 %
Grüne 41 2,5 % +0,3 %
Andere 193 11,9 % +1,1 %

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wohnhaus um 1700
Dorfkirche

Direkt an der durch den Ort führenden B 169 steht die 1701 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Bauernbarockkirche mit geschnitztem Altar und einer 130 Jahre alten Jehmlich-Orgel (1859 errichtet), die 1991 restauriert wurde.

Ein weiterer Anziehungspunkt des Ortes ist der 795 m hohe Kuhberg mit dem Prinz-Georg-Turm von welchem aus man eine Aussicht auf die angrenzenden Gemeinden erhält. Außerdem wurde ein Bergwiesenerlebnispfad (ca. 4km) eingerichtet, der anhand von Schautafeln auf die einheimischer Vegetation und Geschichte hinweist.

[Bearbeiten] Weitere Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Stützengrün liegt an der Bundesstraße 169. Bis 1975 hatte die Ortschaft einen Bahnhof an der 42 km langen Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld. 1997 wurde die Teilstrecke nach Schönheide wieder aufgebaut und seitdem als Museumsbahn betrieben.

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

denkmalgeschützte Bürstenfabrik
  • Bürstenindustrie
  • Klein- und mittelständische Betriebe
  • vereinzelt Landwirtschaft
  • Gewerbegebiet an der B 169

[Bearbeiten] Bildung

Für die Ausbildung zahlreicher Schüler sorgt die Grundschule zu Stützengrün auf der Schulstraße.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung
  2. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
  3. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

[Bearbeiten] Weblinks

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