St.-Paulus-Dom
Der St.-Paulus-Dom ist der bedeutendste Kirchenbau in Münster (Westfalen), neben dem historischen Rathaus eines der Wahrzeichen der Stadt und das Zentrum des Bistums Münster seit dessen Gründung im Jahr 805.
[Bearbeiten] Baugeschichte
Der St.-Paulus-Dom ist bereits der dritte Dom des Bistums Münster. Er wurde in der Zeit zwischen 1225–1264 erbaut. Das Westwerk (Türme, Alter Chor) wurden bereits um das Jahr 1192 errichtet.
Nachfolgend ein Überblick über die wesentlichen Bauten (erster bis dritter Dom), Anbauten, Erweiterungen, Veränderungen.[1]
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Jhd. Jahr Bauten, Anbauten, Erweiterungen, Veränderung Anmerkung 9. Jhd. 805 Erster (karolingischer) Dom ("Ludgerus-Dom") 1377 abgerissen 10./11. Jhd. Zweiter (ottonischen) Dom mit Errichtung des dritten Doms abgerissen 12. Jhd. 1192 Westwerk (Alter Chor, Türme) weitgehend erhalten 13. Jhd. 1225–1264 Dritter (gotischer) Dom ("Paulus-Dom") 14. Jhd. 1390–1395 Kreuzgang und Marienkapelle 15. Jhd. um 1400 Errichtung des Westportals 16. Jhd. um 1516 Neugestaltung des Westportals 1943 zerstört Errichtung des Armarium (heute: Kreuzkapelle) 17. Jhd. Galensche Chorkapellen und Vikariensakristei Vikariensakristei heute Sakramentskapelle 19. Jhd. 1885 Neubau der Sakristei zwischen Kapitelsaal und Marienkapelle 20. Jhd. 1946–1956 Wiederaufbau des Doms 1981 Errichtung der Domkammer
[Bearbeiten] Vorgängerbauten (Erster und Zweiter Dom)
[Bearbeiten] (Karolingischer) Ludgerus-Dom (805 bis 1377)
Der erste (karolingische) Dom entstand nach der Ernennung des heiligen Liudger zum Bischof von Münster im Jahre 805. Er wird (daher) auch als „Dom des heiligen Liudger“ oder „Ludgerus-Dom“ bezeichnet. Neben seiner Funktion als Bischofskirche des Bistums Münster war er gleichzeitig die Stiftskirche für die nach der Regel des heiligen Chrodegangs lebenden Brüder des von Liudger gegründeten Klosters, und hatte zudem die Funktion einer Pfarrkirche. Der Pfarrbezirk umfasste ursprünglich ganz Münster, wurde aber im Jahre 1090 auf die alte Domburg und Domimmunität beschränkt, nachdem weitere Pfarrbezirke gegründet worden waren.
[Bearbeiten] Mutmaßliches Aussehen
Lange wurde angenommen, dass es sich bei dem ersten Dom um eine kleinere Kirche gehandelt haben muss, insbesondere nach der Gründungsgeschichte von Tibus. Erst 1904 wurde von Savels die Vermutung aufgestellt, dass der ursprüngliche Dom eine dreischiffige Basilika war. Die Breite berechnete er anhand der nördlichen Flucht des Domplatzes und kam auf einen Wert von etwa 20 Meter.[2]
Weitaus gesicherte Erkenntnisse ergaben sich aus Ausgrabungen im Jahre 1936, die von Dr. Wieschebrink, dem ehemaligen Direktor des Bischöflichen Museums, durchgeführt wurden. Sie ergaben, dass der Dom des heiligen Liudger zu großen Teilen an der Stelle lag, die jetzt vom Kreuzgang und dem Domherrenfriedhof eingenommen wird. Aus den gefundenen Überresten der Fundamente konnte ermittelt werden, dass das nördliche Seitenschiff, einschließlich der Außenmauer bzw. der Untermauer der Pfeiler in etwa 8,3 Meter breit war. Unter der Prämisse, dass das Hauptschiff – wie es bei frühen Kirchenbauten des Mittelalters üblich war – doppelt so breit war wie ein Seitenschiff, muss der erste Dom insgesamt (8,3 + 11 + 8,3 = ) 27,6 Meter breit gewesen sein. Die Länge wurde den Ausgrabungen nach auf 31,2 Meter ermittelt.
Innerhalb der nordwestlichen Ecke des Bauwerkes fand Dr. Wieschebrink zusätzliche, rechtwinklig angeordnete Mauerfundamente. Diese sind zudem mit einer Stärke von 2 Meter erheblich dicker als die restlichen Mauern. Aus diesen Überresten rekonstruierte er einen quadratischen Turm mit einer Kantenlänge von etwa 8,3 Meter.
[Bearbeiten] Bestand
Der Ludgerus-Dom wurde im Jahre 1377 abgerissen, d. h. weit nach Errichtung des dritten (heutigen) Doms. Er überdauerte damit den zweiten (ottonischen) Dom, der im 10. bzw. 11. Jahrhundert südlich des ersten Dombaus errichtet wurde.
Nach der Weihe des zweiten Doms zur Bischofskirche blieb der Ludgerus-Dom fast 100 Jahre lang nahezu unbenutzt. Daher hatte Bischof Dodo keine Bedenken, einen Teil der Südwestecke davon für den Bau einer Kapelle abzutrennen. Erst mit der Gründung des „Kapitel des Alten Doms“ durch Bischof Burchard fiel dem Ludgerus-Dom, bis zu seinem Abriss im Jahre 1377, wieder eine Funktion zu: Er wurde vom Kapitel als Chor genutzt.
[Bearbeiten] Zweiter (ottonischer) Dom (10./11. Jhd. bis 1225)
Der zweite Dom wurde südlich, in unmittelbarer Nähe des ersten Doms erbaut. Er befand sich an der Stelle des heutigen (dritten) Doms.
[Bearbeiten] Bauzeit ungewiss
Über seine Bauzeit existieren keine gesicherten Erkenntnisse.
Der Kunsthistoriker Max Geisberg (1875–1943) ging davon aus, dass der zweite Dom während der Amtszeit von Bischof Dodo, d. h. in der Zeit zwischen 967 bis 993 erbaut wurde. Diese Vermutung wird dadurch gestützt, dass bereits im 10. und frühen 11. Jahrhundert andere bedeutende Dombauten mit einem Westquerschiff versehen waren. Dieses Querschiff wurde demnach beim Bau des dritten Doms wiederverwendet. Angesichts dieser (mutmaßlichen) Bauzeit, in der Epoche der Ottonen-Herrschaft, wird der zweite Dom auch als „Ottonischer Dom“ bezeichnet.
Das Bistum Münster geht davon aus, dass der zweite Dom in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut wurde, und zwar im Anschluss an einen Brand des ersten Doms (mutmaßlich im Jahre 1071). Danach wurde der zweite Dom im bzw. ab dem Jahre 1071, oder im Jahre 1090 errichtet.[3]
Die Angaben des Bistums stehen nicht zwangsläufig im Widerspruch zu den Schätzung Geisbergs. Sie beruhen auf einer urkundlichen Erwähnung der Weihe der (zweiten) Domkirche im Jahre 1090, was auch nach dem Wiederaufbau nach einem Feuer stattgefunden haben kann. So brannte beispielsweise die Überwasserkirche nur wenige hundert Meter entfernt im Jahre 1071 vollständig nieder.
[Bearbeiten] Mutmaßliches Aussehen
Der Ottonische Dom wurde für den Neubau des dritten Doms größtenteils abgebrochen. Erhalten geblieben sind Mauerreste der südlichen Wand des Seitenschiffs, und Teile des Mauerwerks des westlichen Querschiffs: Größtenteils erhalten sind die westliche Wand des Querschiffs des zweiten Doms (bis auf den mittleren Teil, wo um 1190 der „Alte Chor“ angebaut wurde), und Teile der südlichen Wand des Querschiffs, die als nördliche Innenwand in den Bau der „Paradiesvorhalle“ einbezogen wurde. Von der Ostseite des Querschiffs des zweiten Doms sind Teile der Wände des Obergeschosses vorhanden. Außerdem stammen große Teile der heutigen Nordwand des heutigen westlichen Querschiffs vom zweiten Dom.
Es existieren keine Baupläne bzw. sonstige (bildliche) Darstellungen, anhand derer sich die Ausmaße des zweiten Dombaues rekonstruieren ließen. Da der dritte (heutige) Dom an die Stelle des (zuvor abgerissenen) zweite Doms gesetzt wurde, konnten auch keine Ausgrabungen durchgeführt werden, um entsprechende Erkenntnisse, insbesondere über die Gesamtlänge des Doms zu gewinnen.
Anhand der erhaltenen Mauerreste lassen sich nur die Ausmaße des westlichen Querschiff des zweiten (ottonischen) Doms bestimmen (etwa 36,6 m in Nord-Süd-Richtung, und 12,4 m in West-Ost-Richtung), sowie Aussagen über die (innere) Breite der Seitenschiffe (jeweils etwa 6 m) und des Hauptschiffes (etwa 12 m) chiffe), über die Stärke der Außenwände der Seitenschiffe (jeweils etwa 1 m) und die Stärke der Wände zwischen Haupt- und Seitenschiffen (jeweils etwa 1,5 m) treffen. Insgesamt muss der zweite Doms etwa 30 m breit gewesen sein.
[Bearbeiten] Westwerk (um 1192, bis heute)
Um das Jahr 1192 wurde auf Veranlassung des Bischofs Hermann II. von Katzenelnbogen an die zweite (ottonische) Domanlage ein neues Westwerk angebaut[4], das dann in den Bau des dritten Doms integriert wurde, und in seinen Grundzügen bis heute erhalten ist. Dabei handelt es sich um den Anbau des „Alten Chores“, der die bisherige Westapsis ersetzte, flankiert von den beiden Türmen im Stile der Romanik. Dieser Anbau soll allein vom Bischof auf eigene Kosten errichtet worden sein.
[Bearbeiten] St. Paulus-Dom (1192/1225 bis heute)
Der Grundstein für den dritten (heutigen) Dom wurde im Jahre 1225 gelegt. Anders als bei den beiden Vorgängerbauten, war Bauherr des Paulus-Doms nicht mehr der Bischof, sondern das „Kapitel des Neuen Doms“, das zwischenzeitlich deutlich an Einfluss gegenüber dem Bischof gewonnen hatte.
Nach knapp 40-jähriger Bauzeit wurde der Paulus-Dom am 30. September 1264 vollendet und durch Bischof Gerhard von der Mark geweiht. Die Zahlen und Buchstaben in Klammern zu Begriffen im nachfolgenden Teil verweisen auf die Position im Grundrissplan auf der rechten Seite.
Es entstand eine gewölbte Basilika mit einem doppelten Querschiff im Stile der Gotik. Der Dom ist insgesamt 108,95 Meter lang. Das westliche Querschiff ist, inklusive der Paradiesvorhalle, 52,85 Meter breit, ohne sie 40,53 Meter. Das Langhaus zwischen den beiden Querschiffen misst inklusive den Seitenschiffen eine Breite von 28,3 Meter, das östliche Querschiff 43,3 Meter. Für den Bau wurden weite Teile seines Vorgängers abgetragen, jedoch auch Teile wiederverwendet. Dazu gehörten zum Beispiel das Westwerk, Teile des westlichen Querschiffs sowie Mauerteile des südlichen Seitenschiffs. Hieraus ergibt sich eine Mischung von Stilelementen der Romanik – hauptsächlich in Form der beiden romanischen Türme des Westwerks – und der Gotik.
Während seiner Erbauung hatte der Dom seine Funktion als Pfarrkirche verloren, als in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf dem Domplatz die Jakobikirche erbaut wurde. Es sollte bis zu deren Abbruch im Jahre 1812 dauern, bevor ihm wieder der Status einer Pfarrkirche zuteil wurde.
[Bearbeiten] 14. Jahrhundert
Neben dem dritten Dom blieb der erste (karolingische) Dom, nördlich davon, zunächst weitgehend unangetastet bestehen, und wurde erst im Jahre 1377 abgerissen. Am 18. August 1377 bestätigte Bischof Florenz von Wevelinghofen, dass sich beide Dombauten gegenseitig das Licht nähmen, und gestattete den Abriss des Ludgerus-Doms.
Da jedoch das Kapitel des Alten Doms in diesem seinen Chor besaß, war gleichzeitig ein Ersatzbau notwendig. Nördlich des ersten (karolingischen) Doms entstand ein weiteres (Dom)Gebäude, des auch als der Alte Dom (e) bezeichnet wird. Er wurde, wie der dritte (heutige) Dom, im Stile der Gotik erbaut, und erst im Jahre 1875 abgerissen.
In der Zeit zwischen 1390 und 1395 wurde nördlich an den dritten Dom der Kreuzganges (T) angebaut. Dabei musste ein Teil des erst 18 Jahre zuvor errichteten alten Doms wieder abgetragen und nach Westen versetzt werden. Die Ostseite des alten Doms war seitdem durch die Achse des Westquerschiffes des dritten Doms und den Kreuzgang begrenzt.
Der Kreuzgang selbst wurde auf der Ostseite durch die im Jahre 1390 erbaute „Marienkapelle“ (Q) begrenzt.
[Bearbeiten] Westportal, (1400/1516)
Um das Jahr 1400 entstand mit dem ersten, im hochgotischen Stil errichteten Westportal innerhalb des Westwerkes der Vorläufer des späteren, weitaus bedeutenderen Westportals (2). Damit war erstmalig ein Betreten des dahinterliegenden „Alten Chores“ möglich.
Die um 1516 entstandene Erweiterung des Portals im spätgotischen Stil war eine der bedeutendsten Erweiterungen des Bauwerks. Es bestand fast 450 Jahre. Bei einem Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg wurde das Portal zerstört und nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut.
[Bearbeiten] Täuferzeit (1534–1535)
Während der Herrschaft der Täufer in Münster in den Jahren 1534 und 1535 blieb auch der Dom vor den Verwüstungen der Täufer nicht verschont. Im Rahmen des Bildersturmes 1534 wurden zahlreiche Bilder und Figuren wie die Heinrich Brabenders zerstört, ebenso wie die erste Astronomische Uhr aus dem Jahre 1408, da sie mit biblischen Bildern verziert war.
Nach dem blutigen Ende der Täuferherrschaft fand eine Neugestaltung im Inneren des Doms statt. Betroffen davon waren unter anderem der Lettner, die Astronomische Uhr und der Kapitelsaal (P). Heinrich Brabenders Sohn Johann Brabender schuf neue Skulpturen als Ersatz für die zerstörten Exemplare, und neue Malereien wurden angebracht von Ludger und Hermann tom Ring, zwei bedeutenden westfälischen Malern.
[Bearbeiten] Anbauten im 16. und 17. Jahrhundert
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde an den Chorumgang ein Armarium angebaut, die heutige "Kreuzkapelle" (R).
Im Jahre 1663 ließ Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, südlich des Armariums, an den Chorumgang drei Kapellen erbauen (O - Q). Die nach ihm benannten „von Galenschen Kapellen“ sind von ihrer Form her Kopien des Armarium.
Im Jahre 1697 wurde im Winkel zwischen dem nördlichen Teil des Ostquerschiffs (sog. "Stephanuschor", K) und dem nördlichen Seitenschiff die „Vikariensakristei“ (J) errichtet. Nach Errichtung der Sakristei (X) wurde in diesem Anbau zunächst der Domschatz untergebracht. Heute befindet sich in diesem Anbau die „Sakramentskapelle“.
[Bearbeiten] 19. Jahrhundert
Im Jahre 1885 wurde zwischen Marienkapelle (W) und Kapitelsaal (T) eine neue Sakristei (X) errichtet.
Für diesen Neubau mussten die südlich an die Marienkapelle anschließende „St.-Anna-Kapelle“ (Y), die auch als „Margareten-Kapelle“ bekannt war, der südlich davon gelegene Verbindungsgang zwischen Kreuzgang und Ostseite des Domes und die südlich davon gelegene, westlich an den Kapitelsaal angrenzende „St.-Elisabeth-Kapelle“ (Z) weichen.
[Bearbeiten] 20. Jahrhundert
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Dom durch Bombentreffer schwer beschädigt. Beim Einsturz der Gewölbe und Wände wurden insbesondere die Wand- und Deckenmalereien von Hermann tom Ring aus der Mitte des 16. Jahrhunderts sowie das bedeutende Westportal aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zerstört. Das Inventar war rechtzeitig ausgelagert worden und blieb verschont.
In den Jahren 1946 bis 1956 wurde der Dom wieder aufgebaut und größtenteils originalgetreu rekonstruiert. So befinden sich die Altäre und Epitaphen auch weiterhin an ihren ursprünglichen Plätzen. Nicht rekonstruiert wurden dagegen die bereits erwähnten Malereien und das Westportal. Anstelle des Portals befindet sich am westlichen Ende des Doms nun eine schlichte Wand aus Sandstein, die mit einer schlichten Anordnung von runden Fenstern versehen ist.
In den Jahren 1955/56 wurden der Hochchor, der Altarraum und das Ostquerschiff nach Entwürfen von Emil Steffann liturgisch neu geordnet. Der ursprünglich im Hochchor aufgestellte barocke Hochaltar wurde an die Westwand des Alten Chores (Westchores) versetzt. An seiner Stelle befindet sich heute die Kathedra. Der Hauptaltar („Volksaltar“) wurde freistehend und zentral in den (Vierungs)Raum gestellt. Die Bänke für die Gläubigen gruppierte Steffann von drei Seiten um den Altar.[5]
1981 wurde die neue Domkammer fertiggestellt und eröffnet. Sie grenzt nördlich an den Kreuzgang und beherbergt den Domschatz mit Kunst- und Kulturgegenständen aus mehr als 1200 Jahren seit der Gründung des Bistums. Einige der dort ausgestellten Gegenstände befinden sich noch immer im Gebrauch im Rahmen der Liturgie des Doms.
In den Jahren 1985-1990 wurden die Fenster der Seitenwände des Chorumganges und des angrenzenden Kapellenkranzes neu gestaltet. Es handelt sich dabei um einen Zyklus von 17 Glasfenstern, die von dem Glaskünstler Georg Meistermann entworfen wurden. Die Kompositionen der Fenster sind von abstrakt-geometrischen Farbflächen und symbolhaft-biblischen Motiven bestimmt.[6]
[Bearbeiten] 21. Jahrhundert
Seit dem Jahre 2009 wird der Dom umfassend saniert. Die äußeren Instandsetzungsarbeiten (insbesondere der Fassade des Westchores und der beiden Westtürme, sowie des Salvatorgiebels und des Dachstuhles) sind abgeschlossen. Die ca. 5.500 Quadratmeter große Dachfläche wurde neu mit Kupfer eingedeckt. Seit Ende 2011 ist der Dom (voraussichtlich bis Dezember 2012) für die Innenarbeiten (u.a. Brandschutzmaßnahmen, Erneuerung des Heizungs- und Lüftungssystems der Domkirche, Erneuerung der Elektrik samt Beleuchtung, Innenanstrich) geschlossen. Insbesondere werden die Sakristei renoviert, der Glockenstuhl im Südturm erneuert und die Grablege der Bischöfe unter dem Westchor zugänglich gemacht; der Zugang wird sich in der südlichen Turmkapelle befinden.[7]
[Bearbeiten] Architektur
Bei der Errichtung des St.-Paulus-Doms wurden weite Teile des vorherigen (ottonischen) Doms abgetragen, von dem überwiegend nur noch Mauerfragmente existieren (maßgeblich im West-Querschiff und im südlichen Seitenschiff). In den Bau des St.-Paulus-Doms wurde das um 1192 errichtete Westwerk (der Alte Chor sowie die beiden Westtürme) einbezogen.
Aus Sicht der Architekturgeschichte besteht der heutige Dom somit aus zwei Teilen: dem romanischen Westwerk, und dem gotischen "Anbau".
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[Bearbeiten] Alter Chor
Der sogenannte Alte Chor (B) misst in Nord-Süd-Richtung ca. 17,6 Meter (innen: 12,1 Meter), und in Ost-West-Richtung ca. 16,9 Meter (innen: 13,55 Meter). Er wurde als separater Anbau an der Westseite des ottonischen Doms errichtet und war von diesem zunächst durch die westliche Außenmauer des Querschiffs räumlich getrennt. Diese Trennung wurde um das Jahr 1250, im Zuge des Baus des dritten Doms, aufgehoben.
Kurz nach dem Ende der Täuferzeit in den 1530er-Jahren wurde der Alte Chor erneut vom restlichen Dom abgetrennt, diesmal allerdings durch einzelne Wände und Eisengitter. Diese räumliche Trennung bestand mindestens bis zum Jahr 1870. Während dieser Zeit diente der Alte Chor im zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts den Weihbischöfen als Ort, wo sie sowohl die Firmung spendeten als auch Priesterweihen durchführten.
Im Jahre 1836 wurde der Alte Chor durch die Stiftung des Bursars von Landsberg umgestaltet und neu ausgestattet. In diesem Rahmen wurde im Alten Chor eine große Orgeltribüne errichtet, und vor die unteren Kapellen in den beiden Türmen jeweils mit dem Schriftzug „v. Landsperg“ in kursiven Buchstaben geschmückte Eisengitter gesetzt. Der Alte Chor blieb weiterhin als in sich geschlossener Raum bestehen. Die Landsbergsche Ausstattung des Chors wurde bereits im Jahre 1856 größtenteils wieder entfernt.
Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Alte Chor komplett zum Westquerschiff hin geöffnet. Neben dem bereits im 18. Jahrhundert dort befindlichen Taufstein mit dem Taufbecken wurde der barocke Hochaltar vor die neugestaltete, nunmehr geschlossene Westwand des Alten Chores, unterhalb der neuen Rundfenster-Rosette gesetzt.
[Bearbeiten] Ehemaliges Westportal
Das Westwerk besaß zu Beginn wohl kein eigenes Portal. Der Alte Chor ließ sich wahrscheinlich nur durch einen Zugang im Bereich des südlichen Endes der Ostwand betreten.
Um das Jahr 1400 wurde in die Westwand des Alten Chores ein Portal im hochgotischen Stil eingebaut. Es entsprach in etwa dem späteren Portal im spätgotischen Stil. Die Nischen des Türbogens waren mit Figuren verziert. Es ist anzunehmen, dass auf der linken Seite eine Sirene, ein Lamm und Löwe angebracht waren, auf der rechten Seite Phönix, ein Pelikan und ein Adler. Zusätzliche Verzierungen bestanden aus Blendmaßwerk-Wimpergen sowie mit Blattschmuck und gekrönten, langhaarigen Frauenköpfen verzierte Konsolen. Diese letztgenannten sollen jedoch während der Herrschaft der Täufer in Münster in den Jahren 1534/35 sehr gelitten haben, nachdem die Täufer einen Bildersturm entfacht und somit viele Skulpturen und Figuren zerstört hatten.
Um das Jahr 1516 wurde das hochgotische Portal umgestaltet und erweitert. Es entstand das bedeutende Westportal im spätgotischen Stil. Das Giebeldreieck aus Bruchstein wurde durch ein Dreieck aus Werksteinquadern ersetzt und zudem mit Bildern und Skulpturen reich verziert. Über dem Portal wurde eine Maßwerkgalerie mit riesigen 9,62 Meter hohen und 6,7 Meter breiten Maßwerkfenstern angelegt. An den Seiten waren Figuren von Paulus und Petrus angebracht. Oberhalb der Maßwerkgalerie zeigten drei Spitzbogennischen lebensgroße Figuren vom Einzug Christi. Die Figurenbilder Christi waren in der mittleren Nische 2,4 × 2,3 Meter groß, in der linken Nische 1,98 × 1,54 Meter und in der rechten 1,84 × 1,37 Meter. Sie wurden durch Heinrich Brabender gefertigt und überstanden als einzige Figuren in Münster den Zerstörungen der Täufer, wahrscheinlich weil sie wegen der hohen Anbringung nicht einfach zugänglich waren. Zwei Konsolsteine des Bildhauers Heinrich Brabender vom Westwerk, von denen wahrscheinlich eines das Selbstbildnis Brabenders zeigt, befinden sich im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.
Im Zuge einer Renovierung des Westportals im Jahre 1850 wurden die Maßwerkgalerien und Fialen oberhalb des Giebels erneuert. Bereits im Jahre 1901 war eine erneute Renovierung derselben fällig. Die zunächst eingesetzte Verglasung durch Butzenscheiben wurde 1904 durch ein von Kaiser Wilhelm II. geschenktes und von Carl de Bouché hergestelltes Glasgemälde ersetzt. Dieses zeigte das Treffen von Karl dem Großen, Papst Leo III. sowie Liudger im Jahre 799 in Paderborn.
Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war das Westportal mit einem durch eine Steinbalustrade und hohen Eisengittern vom Domplatz abgetrennten Vorhof versehen. Er entstand frühestens 1710, spätestens 1748. Den Zugang zierten auf der einen Seite eine von Johann Christoph Manskirch geschaffene, 1,66 Meter hohe und 1,74 Meter breite Darstellung der Religion in Form einer auf Wolken thronenden Frau mit Kreuz und Gesetzestafeln. Während ein kleiner Engel auf die Gesetze verweist, ist zudem ein in die Tiefe stürzender Knabe mit einer Schlange in der Hand dargestellt gewesen. Die Darstellung auf der anderen Seite ist nicht überliefert und auch aus alten Lichtbildern nicht zweifelsfrei zu erkennen. Max Geisberg schätzt sie als eine Darstellung der Kirche, Guilleaume hingegen als eine Darstellung des Alten und Neuen Testaments. Der Vorhof wurde 1873 wieder entfernt, wobei die Eisengitter an die Grafen von Landsberg verkauft worden sein sollen.
[Bearbeiten] Neugestaltung nach dem Zweiten Weltkrieg
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom, einschließlich des Portals, schwer beschädigt. Während der Dom in weiten Teilen originalgetreu wiederhergestellt wurde, wurden die Reste des Westportals beseitigt und durch eine schlichte Wand ersetzt. Vor dem Wiederaufbau des Doms kam es, unter Denkmalpflegern und auch innerhalb der Bevölkerung Münsters, zu hitzigen Diskussionen darüber, wie das Portal letztendlich wiederaufgebaut werden sollte. Die Pläne des damaligen Bischofs Michael Keller für das ursprüngliche romanische Westportal führten zu einem Ansturm von Protestleserbriefen an die Westfälischen Nachrichten.[8] Aber auch sie änderten nichts mehr an der Entscheidung des Bischofs.
Nach einem Entwurf von Professor Fritz Thoma (Trier) wurden in die Westwand zwölf kreisförmig angeordnete Rundfenster eingebaut, die weitere vier quadratisch angeordnete Rundfenster umschließen. Diese Gestaltung soll sich an das ursprüngliche romanische Westwerk anlehnen, zeigt aber deutliche Spuren der Baukunst der 1950er-Jahre. Unter der Bevölkerung kursieren spöttische Bezeichnungen für die 16 Rundfenster. So ist etwa von „Keller-Fenstern“ (in Anlehnung an den damaligen Bauherren Bischof Keller), von „Seelenbrause“[8] oder „Wählscheibe Gottes“[8]die Rede.
[Bearbeiten] Türme
Die beiden romanischen Westtürme erscheinen auf den ersten Blick nahezu identisch. Die Dachkonstruktionen der Turmhelme sind pyramidenförmig gestaltet und – seit dem Jahr 1725 – mit Kupfer verkleidet. Anscheinend handelt es sich bei dieser Form jedoch nicht um die ursprüngliche. Vor der Zeit der Täufer in den Jahren 1534/35 sollen die damals mit Blei gedeckten Turmspitzen deutlich höher und eine Zierde der Stadt gewesen sein. Ähnlich wie den Turm der Überwasserkirche sollen die Täufer die Turmspitzen heruntergestürzt haben.
[Bearbeiten] Äußere Unterschiede
| Nordturm | Südturm | |
| Breite (Nord-Süd) | 12,05 m | 11,5 m |
| Tiefe (West-Ost) | 13,6 m | 12,95 m |
| Höhe |
57,7 m | 55,5 m |
Trotz identischer äußerer Gestaltung unterscheiden sie sich jedoch deutlich in ihren Abmessungen. Im Vergleich zum Nordturm (A) ist der Südturm (C) etwas schmaler und weniger hoch.
Demgegenüber sind die Mauern der unteren drei Geschosse des Nordturmes schmaler als die des Südturmes. Deutlich wird dies daran, dass die Kapelle im Erdgeschoss des Südturmes deutlich kleiner ist als die Kapelle im Erdgeschoss des Nordturmes. Dieser große Unterschied in den unteren Stockwerken lässt sich u. a. damit erklären, dass die jeweiligen Kapellen im Erdgeschoss in einer Flucht mit den Seitenschiffen des Doms liegen sollten. Da diese in ihren Grundmauern noch vom zweiten, ottonischen Dom stammen und bereits dort eine unterschiedliche Breite aufwiesen, mussten entsprechende Anpassungen bei den Türmen vorgenommen werden. Um diese offensichtliche Asymmetrie auszugleichen, nähern sie sich nach oben von den Abmessungen her an.
Im Übrigen nähern sich die beiden Türme von ihren Maßen her an. Bis zum teilweisen Einsturz und dem Wiederaufbau des Nordturmes nach dem Zweiten Weltkrieg betrug der Unterschied im Dachansatz nur noch 25 Zentimeter.
[Bearbeiten] Innere Gestaltung
Im Inneren der Türme befinden sich jeweils zwei übereinander angelegte Kapellen. Die beiden bereits erwähnten Kapellen im Erdgeschoss der Türme, die Katharinenkapelle (Südturm) und die Petruskapelle (Nordturm) sind vom Westquerschiff aus begehbar.
Die jeweils darüber liegenden Kapellen waren nie mit Altären ausgestattet. Sie sind jeweils über tonnengewölbte Steintreppen erreichbar, die vom westlichen Querschiff aus in westlicher Richtung hinaufführen und dem Winkel beim Erreichen der Außenmauern der Türme folgen. Aufgrund der Stärke der Mauer des Nordturmes verläuft die Treppe bei diesem komplett im Inneren der Mauer. Beim Südturm wird sie als Schräge sichtbar. Diese Art der Treppenführung gilt als ein bedeutendes, maßgebendes Beispiel für viele westfälische Kirchenbauten.
Von den oberen Kapellen aus führt jeweils eine Tür zu den Laufgängen hinter den Säulengalerien des Alten Chores. Über diese Gänge sind die beiden Türme miteinander verbunden. Folgt man den zuvor genannten Treppen bis zum Ende, gelangt man jeweils in einen Raum oberhalb der Turmkapellen. An deren westlichen Außenmauern sind enge Fensterschlitze eingelassen, die jeweils 54 Zentimeter breit sind. Ab diesem Raum führen Holztreppen und Holzleitern in die oberen vier Stockwerke der beiden Türme. Sie lassen sich von Außen gut durch die Fenster in den Turmspitzen sowie den darunter liegenden Spitzbogennischen erkennen und liegen 18,37 Meter oberhalb des Sockels. Erzeugt werden die Nischen durch Lisenen aus Werkstein. Sie sind jedoch nicht auf jeder Turmseite identisch. Nach Westen hin befinden sich oben vier, unten fünf Lisenen. Am Nordturm nach Norden hin sowie am Südturm nach Süden hin sind auf beiden Ebenen nur vier Lisenen angebracht, die jedoch in einer Flucht liegen. In den beiden obersten Geschossen befinden sich neben den jeweils zwei Fenstern in Spitzbogenform in der Mitte an den Außenseiten weitere Spitzbogennischen. Im Nordturm sind diese Nischen mit jeweils drei Spitzbögen versehen, im Südturm nur mit zweien.
[Bearbeiten] Nordturm
Die untere Kapelle des Nordturmes ist dem heiligen Petrus geweiht, und liegt 75 Zentimeter unterhalb des Flurs des Westquerschiffs und restlichen Doms. Sie beherbergte höchstwahrscheinlich seit dem 14. Jahrhundert zusätzlich die Schatzkammer. Dazu war der Zugang vom Westquerschiff her durch eine Wand mit zwei Türen abgeschlossen, von denen die südliche durch einen schmalen Gang zur Kapelle selbst führte und die nördliche den Zugang zur Schatzkammer gewährte, die wohl im Mauerwerk untergebracht war.
Ab dem 15. Jahrhundert wird der Nordturm zusätzlich als Armarium erwähnt, das heißt als Aufbewahrungsort der heiligen Schriften. Diese Funktion behielt er schätzungsweise bis ins Jahr 1859 bei, nachdem das Domkapitel am 1. März 1859 die Entfernung der Trennwand zwischen Querschiff und Kapelle anordnete. Während seiner Zeit als Schatzkammer beherbergte er nicht nur den münsterschen Domschatz, sondern auch vom 21. November 1793 bis zum 27. März 1794 auch den Kölner Domschatz, der vor den Franzosen nach Münster in Sicherheit gebracht wurde.
Nach einem Beschluss vom 21. Dezember 1870 wurde das Taufbecken in die Petrus-Kapelle verlegt. Dazu wurde sie zusätzlich mit den Landsbergschen Eisengittern verschlossen, die zuvor den Zugang zum Alten Chor und der darin befindlichen Orgeltribüne abschlossen.
Eine Besonderheit des Turmes befindet sich auf Höhe der oberen Kapelle. In einer kleinen Kammer wurde ein 0,8 Meter hoher und 1,4 Meter breiter Grabstein eingemauert, der eine betende Frau zeigt. Er wurde anscheinend bereits einige Jahrzehnte vor dem Bau des Westwerks um 1190 gefertigt, da es keine Bedenken gab, den Stein als Baumaterial für den Dom zu verwenden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Nord-Turm schwer beschädigt, wobei die oberen zwei Geschosse teilweise eingestürzt sind. Während des Wiederaufbaus wurden die entsprechenden Stockwerke sowie das Dach wiederhergestellt. Gleichzeitig wurde auch das Innere des Turms renoviert, wobei die Petrus-Kapelle wieder zur Schatzkammer umgebaut wurde. Nach der Fertigstellung der neuen Domschatzkammer nördlich des Kreuzganges im Jahre 1981 zog der Domschatz nach dorthin um.
In der „oberen“ Kapelle befindet sich nun das Auxiliarwerk der Hauptorgel.
[Bearbeiten] Südturm
In der unteren Kapelle des Südturmes, der Katharinenkapelle, befand sich vermutlich seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts das „Heilige Grab“. Am 31. Januar 1685 wurde beschlossen, dieses in ein beständiges Grab umzuwandeln. Dazu war es notwendig, den Altar zu entfernen und den Gottesdienst zum Primaltar zu verlegen. Nach dem Tod des damaligen Dechanten Johann Rotger, der maßgeblichen Anteil am Umbau der Kapelle hatte, wurden seine beiden Grabsteine in die Kapelle versetzt.
Ab dem Jahr 1935 diente der Raum als Gedächtniskapelle für die „Gefallenen des Krieges und der Arbeit“, und wurde mit einem neuen Altar und einem neuen Altarkreuz ausgestattet. Als weitere Ausstattung diente ein umgebautes schmiedeeisernes Gehänge aus dem 17. Jahrhundert als Totenlicht sowie ein spätgotischer Zahltisch und zwei Steinengel.
Nachdem der Südturm im Zweiten Weltkrieg völlig ausgebrannt war, wurden die Schäden an den Außenwänden beseitigt sowie beide Kapellen instandgesetzt. Daraufhin diente die Katharinenkapelle lange Zeit als Taufkapelle, bis am 7. November 2003 der Altar mit dem Triptychon „Pietá und Auferstehung“ einen neuen Aufsatz bekam.
[Bearbeiten] Paradies
Beim Paradies handelt es sich um einen zweigeschossigen Vorbau am südlichen Ende des Westquerschiffs. Aufgrund von Mauerresten im Querschiff selbst ist es wahrscheinlich, dass bereits der zweite, ottonische Dom über eine Vorhalle verfügte.
Der (heutige) Vorbau entstand zunächst dreigeschossig mit dem Bau des dritten Doms ab dem Jahre 1225 und misst 5,83 Meter in Nord-Süd-Richtung sowie 14,92 Meter in Ost-West-Richtung.
Das Paradies war ursprünglich nach Süden hin offen, da es als Ort für Send- und Hofgerichte genutzt wurde, die nach dem auch in Münster geltendem Sachsenspiegel unter freiem Himmel stattzufinden hatten. Nachdem Gerichtsverhandlungen mit der Erweiterung des Rathauses um 1395 dort stattfanden, dürfte die Südwand spätestens ab diesem Zeitpunkt geschlossen worden sein.
Im Inneren des Paradieses ziert ein 69 Zentimeter hoher, abgeschrägter Sockel alle vier Wände. Darüber, in einer Höhe von 2,04 Meter, umrandet ein 21 Zentimeter hoher und mit Ranken als Hauptschmuck verzierter Fries den Raum und dient als Basis für die darüber angebrachten Figuren. Zusätzlich schmücken Menschen- und Tierfiguren den Fries. Die ältesten davon sind wohl die verschlungenen Drachenfiguren am nördlichen Ende der Ostwand. Am östlichen Teil der Nordwand sind drei Menschenfiguren zu sehen, während der Eckpfeiler zehn gleichmäßig verteilte Palmetten zeigt. Unterhalb des Fensters in der Ostwand zieren Andeutung der Arbeitstätigkeiten in den jeweiligen Monaten den Fries. Auf dem westlichen Teil der Nordwand ist König David mit seinen Musikanten abgebildet, der Pfeiler der nordwestlichen Ecke zeigt die Darstellungen einer Hasenjagd sowie einer Weinernte. Unterhalb des Fensters auf der Westseite zeigte der Fries bis zur Renovierung des Doms 1880 Hexameter mit Bezug auf die darüber angebrachte Figur der heiligen Maria Magdalena. Sie wurden jedoch ersetzt durch kleine Figuren der Bauleute und Steinmetze. Dieses Vorgehen war jedoch wohl nicht unüblich, sondern der Schmuck des Frieses wurde über längere Zeit aus den zunächst eingesetzten, unbearbeiteten Steinblöcken herausgearbeitet.
Oberhalb des Frieses zieren überlebensgroße Steinfiguren der zwölf Apostel, von Heiligen sowie Stiftern den Raum. Auch hierbei handelt es sich nicht mehr um die originale Anordnung. So wurden beispielsweise zwei Figuren vom östlichen Fenster direkt auf die rechte Seite des Portals in der Nordwand versetzt und eine Nische in der Ostwand mit einer Figur von Johannes dem Täufer gefüllt, die ursprünglich aus Metelen stammt. Die Mitte zwischen den beiden Türen des Nordportals schmückt die Figur des Heilands Jesus Christus. Obwohl die ursprüngliche Zusammenstellung des Figurenbildes aufgrund der Verwüstungen und Zerstörungen der Täufer nicht zweifelsfrei geklärt ist, so wird dennoch angenommen, dass sie das Ergebnis einer einheitlichen Planung waren. Auch kann aufgrund der Entstehungszeit der Figuren während des 13. Jahrhunderts nicht jede Figur eindeutig identifiziert werden, da die Bedeutung von Figuren durch Attribute erst während der Zeit der Spätgotik kenntlich gemacht wurde.
Die Anbringung der Figuren in den Wandnischen legt zudem die Vermutung nahe, dass ursprünglich eine andere Gestaltung der Wände geplant war. Hintergrund dieser Vermutung ist die Tatsache, dass die Figuren deutlich die Kapitelle der tragenden Säulen der Halle überragen und die Trennsäulen zwischen den einzelnen Figuren außergewöhnlich unsymmetrisch mit 51 Zentimeter unten und 90 Zentimeter oben geteilt sind. So wurde offensichtlich noch während der Bauzeit der Ausgestaltungsplan geändert und sorgt so mit der Größe der Figuren für einen überwältigenden Eindruck innerhalb der Halle.
[Bearbeiten] Langhaus, Querhaus und Chor
An das Westwerk mit dem westlichen Querschiff schließen sich nach Osten das Langhaus, das östliche Querschiff mit Altarinsel unter der Vierung, und der Chor an.[9]
[Bearbeiten] Langhaus
Das Langhaus ist dreischiffig. Die beiden Seitenschiffe sind durch gedrungene Scheidbögen, ähnlich wie bei einer Hallenkirche, mit dem Mittelschiff verbunden.
[Bearbeiten] Sakramentskapelle
Vom nördlichen Seitenschiff aus erreicht man die Sakramentskapelle mit der beachtenswerten Bronzetür aus dem Ende des 17. Jahrhundert.
Die Sakramentskapelle wurde Ende des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts hinter dem Stephanschor als ein Annex errichtet. Sie diente zunächst als Sakristei, ab 1930 beherbergte sie die erste Domschatzkammer, und wurde erst 1956 zur Sakramentskapelle umgewidmet.
Von der ursprünglichen (Sakristei-)Ausstattung ist (in) der Sakramentskapelle nur noch die Bronzetür erhalten. Es handelt sich dabei um eine gegossene Tür mit den Maßen 2,10 m Höhe und 1,12 m Breite. Geschaffen wurde sie von Johann Mauritz Gröninger.[10]
[Bearbeiten] Altarinsel und Chorbereich
Der Chorbereich war ursprünglich durch einen Lettner und seitliche Chorschranken, einer kleinen Architektur innerhalb des Doms, vom übrigen Raum abgetrennt.
Diese Trennung ist heute aufgehoben: Unter der Vierung befindet sich die Altarinsel, die ein Stück weit westlich in das Langhaus hineinragt. Sie wurde 1956, zusammen mit dem Chor und dem Chorhaupt, wo sich der Bischofssitz befindet, von dem Künstler Emil Stephan (um)gestaltet. Der barocke Hochaltar wurde aus dem Chorhaupt entfernt. Der heutige Hochaltar ist aus Sandstein gefertigt. Er enthält Vitrinen, in denen Apostelstatuen des 14. Jahrhunderts aus dem Reliquienschrein des ehemaligen barocken Hochaltars ausgestellt sind.
Die gesamte, an den Chorraum angrenzende Altarinsel ist durch eine hölzerne Chorschranke zum Langhaus, und den beiden Armen des nördlichen Querhauses abgegrenzt.
[Bearbeiten] Seitenkapellen im Chorumgang
An den Chorumgang schließen sich kranzförmig vier Seitenkapellen an.
[Bearbeiten] Galensche Seitenkapellen
Drei von ihnen wurden im Auftrag von Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen ab dem Jahre 1663 erbaut. Grund für den Bau war ein Gelübde beim Sieg über die Stadt Münster im Jahr 1661. Sie werden auch als die Galenschen Seitenkapellen bezeichnet. Ausgestattet wurden die Kapellen maßgeblich durch den Hofbildhauer des Fürsten, Johann Mauritz Gröninger
- Die südliche Seitenkapelle ist die Maximuskapelle. Dort befindet sich ein wertvoller Elfenbein-Kruzifix, sowie das Grab des Weihbischofs Maximilian Gereon Graf von Galen.
- Die südöstliche Seitenkapelle ist die Ludgerus-Kapelle. In ihr befinden sich u. a. die Grabstätte von Clemens August Graf von Galen sowie die Reliquienstatue des heiligen Liudger.
- Die östliche Seitenkapelle ist die Josephs-Kapelle. In ihr befindet sich u. a. das Grab des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen.[11]
[Bearbeiten] Kreuzkapelle
die nördliche Seitenkapelle ist die Kreuzkapelle.
[Bearbeiten] Kreuzgang, Anbauten und Domherrenfriedhof
Nördlich des Doms liegt der Kreuzgang, der jeweils durch die Türen der nördlichen Querhausarme erreicht werden kann. Der Kreuzgang entstand in den Jahren 1390–1395. Vom Kreuzgang aus erreicht man die Sakristei, die Marienkapelle, die angebaute Domkammer und den Gartensaal.[12]
[Bearbeiten] Kapitelsaal
Von der Sakristei aus gelangt man in den Kapitelsaal (zum Chor hin gelegen). In diesem Saal tagt das Domkapitel, u. a., wenn ein neuer Bischof gewählt wird. Im Kapitelsaal befindet sich ein dunkler Holztisch, an dem zwölf hochlehnige Stühle für die Mitglieder des Domkapitels stehen. An den Wänden befinden sich Holz-Vertäfelungen, ähnlich denen im Friedenssaal des historischen Rathauses. Sie zeigen Wappen ehemaliger Domkapitulare, die bis Anfang des 19. Jahrhunderts aus dem Adel stammten.[13]
[Bearbeiten] Bischöflicher Gartensaal
Vom nördlichen Kreuzgang aus gelangt man in den bischöflichen Gartensaal, der auch als "Kachelzimmer" oder "das blaue Zimmer" bezeichnet wird. Der Gartensaal mit seinen weiß-blauen Kacheln an den Wänden war bis zur Zerstörung des Doms im Jahre 1943 Teil des bischöflichen Palais. Die Kacheln zeigen u. a. die vier Elemente, die vier Jahreszeiten, Sonne und Mond (Tag und Nacht), den Apostel Paulus sowie eine szenische Darstellung der "Stillung des Seesturms durch Jesus (Mt 8, 24-27). Von den historischen Kacheln aus dem 16. Jahrhundert ist etwa ein Drittel erhalten. Die übrigen Kacheln wurden in künstlerischer Feinarbeit restauriert.[14]
[Bearbeiten] Domherren-Friedhof
Im Inneren des umschlossenen Kreuzganges befindet sich der Friedhof der Domherren. Der Friedhof wird auch heute noch für Begräbnisse genutzt. Zuletzt wurde hier im Jahre 2009 Weihbischof Josef Voß beigesetzt.
[Bearbeiten] Maße und Zahlen
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[Bearbeiten] Ausstattung
Im Dom befinden sich, trotz der erheblichen Zerstörung des Doms im Zweiten Weltkrieg, noch zahlreiche Seiten- bzw. Nebenaltäre, Epitaphien und Heiligenstatuen. Sie stammen überwiegend aus der Gotik der Renaissance und dem Barock. Im Dom, und auch außerhalb des Doms, befinden sich zudem zahlreiche Ausstattungsgegenstände bzw. Kunstwerke aus der Nachkriegszeit, insbesondere aus den 1990er-Jahren.
[Bearbeiten] Überblick
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[Bearbeiten] Westwerk
[Bearbeiten] Barocker Hochaltar
An der Westwand des Alten Chores befindet sich ein barocker Hochaltarschrein mit gemalten und geschnitzten Flügeln, der in der Zeit von 1619–1622 von Adrian van den Boegart und Gerhard Gröninger geschaffen wurde.
Er befand sich ursprünglich im Chorhaupt (Ostchor). Im Zuge der Umgestaltung des Altarraumes und Hochchores nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hochaltar in das Westwerk umgesetzt. Die Reliquiare, die ursprünglich im Hochaltar untergebracht waren, sind heute in der Domkammer ausgestellt. Die Apostelstatuen aus dem 14. Jahrhundert, die ebenfalls in dem barocken Hochaltar ausgestellt waren, sind heute in beleuchteten Nischen des Zelebrationsaltars im Zentrum der Altarinsel ausgestellt.
[Bearbeiten] Gedenktafel für Joseph Kardinal Höffner
Im Zuge der 1200-Jahr-Feiern der Stadt Münster wurde im Jahr 1993 am nordwestlichen Vierungspfeiler des Westwerkes des Doms eine Gedenktafel für den ehemaligen Bischof von Münster (1962–1968), Kardinal Joseph Höffner eingeweiht. Das Relief wurde von dem Bildhauer Karl Burgeff (Köln) geschaffen.[15]
Es handelt sich dabei um ein Bronze-Relief (Schulterbüste) von ca. 1,46 m Höhe und ca. 60 cm Breite, die den Kardinal in bischöflichem Ornat darstellt. Die Tafel trägt ein Zitat des scheidenden Bischofs: "Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: wir sind unnütze Knechte! Wir haben nur unsere Schuldigkeit getan. Keiner von uns wird zu sagen wagen, dass er alles getan hat. Deshalb bitte ich um Vergebung für alles, was ich als Bischof versäumt habe".
[Bearbeiten] Triptychon in der Turmkapelle des Südturmes
In der Kapelle des Südturmes befindet sich ein großformatiges Triptychon "Pietà und Auferstehung", das von dem Künstler Thomas Lange geschaffen wurde. Es zeigt den vom Kreuz abgenommenen Christus im Vordergrund, und im Hintergrund die umrisshafte Gestalt Mariens, auf deren Schoß der tote Christus ruht. Im oberen Teil wird die Gestalt Gottvaters angedeutet. Gestiftet wurde das Triptychon durch eine Privatperson.[16]
[Bearbeiten] Langhaus
[Bearbeiten] Christophorus-Statue
Gleich im Eingangsbereich des Doms, vom Paradies aus, befindet sich die monumentale Christophorus-Statue, am nordöstlichen Vierungspfeiler in der Westvierung des Doms. Statuen des Heiligen waren seit dem Mittelalter im Eingangsbereich angebracht: Ein kurzer Blick auf die Statue sollte vor einem jähen Tod bewahren. Die Skulptur entstand im Jahre 1627. Sie wurde von Johann von Bocholt geschaffen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Skulptur nur geringfügig beschädigt. Im Zuge der Wiederherstellungsarbeiten ging die ursprüngliche Farbfassung der Statue verloren. In der linken Hand trägt die Statue einen entlaubten Baumstamm mit Geäst. Auf der rechten Seite trägt die Statue das lächelnde Jesuskind, mit zum Segen erhobener rechten Hand. Auf der Inschrifttafel am Sockel der Statue wird auf Johann Heidenreich von Vörden zu Darfeld hingewiesen, der als Propst und Domherr die Statue in Auftrag gab.[17]
[Bearbeiten] Von-Velensches Epitaph
Im südlichen Seitenschiff befindet sich das Epitaph des Domseniors Anton Heinrich Hermann von Velen, das dieser noch zu seinen Lebzeiten bei dem Holzbildhauer Johann Heinrich König in Auftrag gegeben hatte und 1738 angebracht wurde.
[Bearbeiten] Ansichten
[Bearbeiten] Ostquerhaus
[Bearbeiten] Van Bürenscher Epitaphaltar
Im Südarm des Ostquerhauses befindet sich ein farbig gefasstes Steinrelief, das die "Anbetung der Heiligen Drei Könige" darstellt: Im Mittelpunkt befindet sich die Mutter Gottes, auf ihrem Schoß das neugeborene Christuskind, das ein Geschenk des knienden Königs Melchior entgegennimmt. Seitlich Mariens befindet sich eine kniende Darstellung des Domherren Melchior van Büren, der das Werk stiftete. Hinter ihm steht König Caspar, mi einem goldenen Pokal als Gabe für das Jesuskind. König Balthasar ist als Afrikaner dargestellt. Er steht hinter dem knienden König Melchior. In die Figurendarstellung integriert sind zudem Josef und der Apostel Bartholomäus, sowie zwei wappentragenden Putten. Das Monument wurde vor 1534 geschaffen.[18]
[Bearbeiten] Grabmal von Friedrich Christian von Plettenberg
Im Nordarm des Ostquerhauses (Stephanus-Chor) befindet sich das Grabmonument für den Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg. Es wurde erst nach dessen Tod am 5. Mai 1706 in den Jahren 1707–1708 errichtet und von dem Bildhauer Johann Mauritz Gröninger gestaltet.
Das Grabmonument besteht aus einer rückwärtigen Portikusarchitektur, flankiert durch Figuren der Namenspatrone von Plettenbergs in bischöflichem Ornat mit Mitra und Hirtenstab. Es handelt sich dabei um die Bischofsgestalt des hl. Friedrich auf der linken Seite, und der Gestalt des Bischofs Christian. Im Zentrum des Monuments befindet sich ein Sarkophagsockel, auf dem sich die Gestalt des Fürstbischofs befindet. Über der Portikusarchitektur ist das von Putten begleitete Fürstenwappen angebracht. An der Vorderseite des Sarkophages und der Rückwand sind Titel und Würdigung Plettenbergs eingemeißelt.
Der Fürstbischof auf dem Sarkophag ist in halb sitzender, halb liegender Position dargestellt, mit leicht emporgerichtetem Haupt. Zu seinen Füßen steht ein Engel, der ein geöffnetes Buch hält. Ursprünglich waren auf den Seiten des Buches die Worte "Diligite iustitiam, qui iudicatis terram…" ("Liebet die Gerechtigkeit, die Ihr auf Erden richtet", Weish 1, 1) eingemeißelt. Hinter dem Kardinal steht ein zweiter himmlischer Assistent, der die Insignien des Fürstbischofs hält.
Im oberen Bereich der rückwärtigen Marmorwand befindet sich eine große Uhr. Sie wird von einem Spruchband mit den Worten "Consilio et Constantia" und seitlichen Tuchdraperien umrahmt. Die Uhr selbst wurde von dem Uhrmacher Joachim Münnig geschaffen, und von dem Maler Wolff Henrich Schmorck bemahlt.
Das Monument besteht aus schwarzem und weißem Marmor. Es stand zunächst im Hochchor, rückwändig zur Astronomischen Uhr, mit deren Uhrwerk die Uhr des Grabmonuments verbunden werden sollte. Heute befindet sich das Monument an der Westwand des nördlichen Ostquerhausarmes.[19]
[Bearbeiten] Hochchor
[Bearbeiten] Triumphkreuz
Das Altarkreuz stammt aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert und wurde ursprünglich als Wandkreuz angefertigt. Das Kreuz ist 3,55 Meter hoch und 2,62 Meter breit und besteht aus Eichenholz.
Als 1973 entschlossen wurde, das Kreuz als Altarkreuz im Hochchor des Doms aufzuhängen, befand sich das Kreuz, das vorher im Kreuzgang ausgestellt war, in schlechtem Zustand. So waren Teile der Balken ganz verloren, die Christusfigur war durch Rissbildung beschädigt, weshalb das Kreuz 1973 und 1974 in Osnabrück restauriert und ergänzt wurde. Ob die Enden des Kreuzes dabei, wie heute, in achtförmiger Rosettenform originalgetreu wiederhergestellt wurden, ist unklar, da Analogien aus der Zeit auch figürlichen Schmuck zeigen.
Die Figur selbst ist 2,22 Meter groß und 1,98 Meter breit und trägt eine Tunika. Die Hände sind an das Kreuz genagelt, die Füße auf dem Suppedaneum jedoch nicht. Eine Krone, die die Figur ursprünglich getragen haben muss, war verloren und wurde nicht wiederhergestellt. Vermutlich waren Figur und Kreuz bemalt, heute ist es schlicht braun.
[Bearbeiten] Chorumgang
[Bearbeiten] Statue des Hl. Antonius von Padua
Im Chorumgang des Doms befindet sich eine Statue des Heiligen Antonius von Padua, bekleidet mit der franziskanischen Mönchskutte, der das Christuskind auf einem Tuch in seinen Armen hält. Der Heilige blickt das Kind lächelnd an, während das Kind nach seinem Gesicht tastet.
Die Skulptur wurde von dem Hofbildhauer Johann Mauritz Gröninger (Münster) geschaffen. Sie befand sich ursprünglich wohl in einem Kloster in Münster, und gelangte erst durch eine (private) Schenkung im Jahre 1907 in den Besitz des Doms. Datiert wird die Statue auf die Zeit um das Jahr 1675.[20]
[Bearbeiten] Kreuzweg
in den Nischen der Chorschrankenwänden im Chorumgang befinden sich 15 Kreuzwegstationen, die 1995-96 von dem Künstler Bert Gerresheim (Düsseldorf) geschaffen wurden. Es handelt sich dabei um vollplastische Bronzengruppen. Das Besondere ist, dass in das jeweilige Kreuzwegs-Geschehen Menschen unserer Zeit und Persönlichkeiten der Bistumsgeschichte einbezogen und dargestellt wurden, u. a. Karl Leisner, Schwester Maria Euthymia, Niels Stensen, Anna Katharina Emmerick, Clemens August von Galen, Papst Johannes Paul II. und Mutter Teresa.[21]
[Bearbeiten] Chorkapellen
[Bearbeiten] Elfenbeinkruzifix
In der Maximuskapelle des Doms befindet sich ein Elfenbein-Kruzifix, eine Dauerleihgabe eines privaten Leihgebers. Die Skulptur wird dem flämischen Künstler Francois Duquesnoy (1597–1643) zugeschrieben.[22]
[Bearbeiten] Grabmal von Christoph Bernhard von Galen
Das Grabmal des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen befindet sich in der St.-Josephs-Kapelle, der östlichsten der Galenschen Kapellen am Chorumgang. Das Monument wurde von dem Hofbildhauer Johann Mauritz Gröninger geschaffen. Begonnen wurde der Bau bereits zu Lebzeiten des Fürstbischofs, vollendet erst 1679, ein Jahr nach dessen Tod. Das Grabmal besteht aus einem massiven Sockelpodium, auf dem die marmorne Gestalt des Fürstbischofs auf einem Brokatkissen kniet, in Anbetung eines Kruzifixes, das ihm von einem Engel entgegengehalten wird. Der Fürstbischof ist mit einem Chorhemd und einem schweren Chormantel bekleidet dargestellt, zwischen seinen zusammengelegten Händen ruht der Bischofsstab, seine Mitra steht vor ihm.[23]
[Bearbeiten] Grabstätte von Clemens August Graf von Galen
Die Grabstätte von Clemens August Graf von Galen befindet sich in der der süd-östlichen Galenschen Seitenkapelle im Chorumgang, der Ludgerus-Kapelle. Es handelt sich dabei um eine Grabplatte, die von dem Südtiroler Bildhauer Siegfried Moroder geschaffen wurde. Sie trägt die Aufschrift „Hic exspectat resurrectionem mortuorum Clemens Augustinus de Galen S.R.E. presbyter cardinalis episcopus Monasteriensis“ (deutsch: „Hier erwartet die Auferstehung der Toten Clemens August von Galen, der heiligen römischen Kirche Kardinalpriester, Bischof von Münster“).[24]
Von der Grabstätte aus verläuft in Richtung des Chores eine im Boden eingelassene Bronzeplatte. An ihrem Ende, an der Rückwand des Chores, steht eine Säule, auf der sich ein Nachguss des 1950 von dem Bildhauer Edwin Scharff geschaffenen bronzenen Bildniskopfes des Kardinals befindet.[25] Der Nachguss wurde 1976, anlässlich des 30. Todestages des Kardinals, hergestellt. Der Bildkopf stand zunächst auf einer steinernen Konsole in der Grabkapelle. Anlässlich des Besuchs von Papst Johannes Paul II. im Jahre 1987 wurde die Grabkapelle umgestaltet und der Bildniskopf außerhalb der Kapelle, mit Blick auf den Altar der Grabkapelle, aufgestellt.
[Bearbeiten] Reliquienstatue des heiligen Liudger
In der Ludgeruskapelle wird seit 1987 eine silberne Reliquienstatue des heiligen Liudger gezeigt. Es handelt sich dabei um eine aus Kupferblech getriebene, versilberte und teilvergoldete Statue, die 1880 von dem Goldschmiedemeister Rasmus Bruun (Münster) gefertigt wurde. Die Statue ist ca. einen Meter hoch, und zeigt den Heiligen in liturgischem Ornat, als asketischen Vater-Typus mit langem, zweigeteilgten Bart.
Das Messsgewand ist mit goldenen, edelstein- und perlenbesetzten Borten verziert, die die Form eines Gabelkreuzes bilden. In dessen Kreuzungspunkt befindet sich eine ovale Vertiefung, in der sich eine Fingerreliquie des Heiligen befindet, verschlossen mit einem großen Bergkristall. Diese Reliquie befand sich zunächst in der Basilika in Essen-Werden, und gelangte 1860 in den Reliquien-Schatz des Doms.
Die Standfläche der Figur bildet ein kleiner, achteckig beschnittener Hügel. Ursprünglich stand die Statue wohl auf einem vergoldeten, emaillierten Sockel von etwa 50 cm. Höhe, der jedoch nicht mehr erhalten ist.[26]
[Bearbeiten] Meistermann-Fenster (Chorkapellen)
In den Jahren 1985–1990 wurden die Kreuzkapelle und die drei Galenschen Kapellen sowie angrenzende Fenster mit moderne Fensterzyklen ausgestattet, die nach Entwürfen des Glaskünstlers Georg Meistermann geschaffen wurden. Thema der Fenstergestaltungen ist der "Lobpreis der Schöpfung durch die drei Jünglinge im Feuerofen", sowie die Szene des "Daniel in der Löwengrube" im nördlichen Fenster des Chorumgangs.[27]
[Bearbeiten] Kreuzgang
[Bearbeiten] "Der Bettler" (Kreuzgang)
Im Kreuzgang des Doms befindet sich eine bronzene Plastik „Der Bettler“. Die Skulptur wurde 1930 von dem Künstler Ernst Barlach gestaltet. Sie entstand im Zusammenhang mit der Planung eines Figurenzyklus für die Fassade der Katharinenkirche in Lübeck, die unter dem Motto „Gemeinschaft der Heiligen“ angelegt wurde; dabei sollte es sich aber nicht um traditionelle Heiligen-Gestalten handeln, sondern um eine Darstellung menschlicher Grundzüge.
Die Plastik im Dom ist einer von insgesamt 8 Nachgüssen, die um 1979/1980 angefertigt wurden. Die ca. 2,17 Meter hohe Figur befand sich zunächst in der St.-Laurentius-Kirche in Herne, und gelangte als Stiftung an den Dom.[28]
[Bearbeiten] Kreuzigungsgruppe (am Horsteberg)
Nördlich des Doms, auf dem Horsteberg, an der Rückwand der Domkammer, befindet sich seit 2004 eine neue bronzene Kreuzigungsgruppe, die von dem Künstler Bert Gerresheim (Düsseldorf) geschaffen wurde. An gleicher Stelle befand sich bis dato eine Kreuzigungsgruppe aus Sandstein aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, die durch Witterungseinflüsse, und zuletzt auch durch Vandalismus stark beschädigt worden war.
Anders als bei üblichen Darstellungen des Golgotha-Geschehens finden sich unter dem Kreuz nicht Darstellungen der Gottesmutter Maria und des Johannes, sondern Gestalten der älteren und jüngeren Geschichte. Dargestellt sind insbesondere die selige Anna Katharina Emmerick, die selige Schwester Maria Euthymia, und ihnen gegenüber Kardinal von Galen, der in seinen Händen die Predigtaufzeichnungen „Wachrufe in einer politisch gefährlichen Welt“ hält. Am Fuß des Kreuzes befindet sich ein Stein mit dem Ordenssiegel des Karmels, als ein Verweis auf die heilige Edith Stein. Zudem sieht man eine sitzende Figur, die den Wiedertäuferkönig Jan van Leiden darstellt, so wie zahlreiche zerbrochene Zeichen und Embleme (u. a. das Hakenkreuz, den Judenstern, das Hammer- und Sichel-Emblem des Weltkommunismus), die auf dunkle Zeiten der Menschheitsgeschichte hinweisen sollen.[29]
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Schwester Maria Euthymia
[Bearbeiten] Ansichten
[Bearbeiten] Astronomische Uhr
In einem Joch zwischen Hochchor und (südlichem) Chorumgang befindet sich eine astronomische Uhr mit Glockenspiel.
Die Uhr aus den Jahren 1540 bis 1542 ist eine der bedeutendsten Monumentaluhren des deutschsprachigen Raums. Sie zählt zur sog. „Familie der hansischen Uhren“, von denen u. a. noch die Uhren in Danzig, Rostock, Stralsund und Stendal relativ original erhalten sind (die Uhren von Lübeck und Wismar wurden 1942 bzw. 1945 zerstört), und weist mit den Uhren dieser Uhrenfamilie eine Reihe von gemeinsamen Charakteristika auf.[30]
Die Uhr ist zudem eine der wenigen noch existierenden links-drehenden (d. h. entgegen dem Uhrzeigersinn) öffentlichen Großuhren.[31]
Das Glockenspiel im Inneren der Uhr (10 Glocken, Tonumfang des1–f2) kann von der Domorgel aus bedient werden.
[Bearbeiten] Geschichte
| Höhe der Uhr | 7,8 m |
| Breite des Mittelteils | 4,1 m |
| Durchmesser des Zifferblattes | 3,0 m |
| Durchmesser der Kalenderscheibe | 1,5 m |
| Höhe der Planetentafeln | 2,3 m |
| Gewicht des Retes | 110 kg |
| Glocken des Glockenspiels | 10 |
Die erste astronomische Uhr im Dom aus dem Jahre 1408 wurde 1534 beim Bildersturm während der Zeit der Täuferherrschaft zerschlagen. Die zweite, bis heute erhaltene Uhr aus der Zeit von 1540 bis 1542 wurde durch den Buchdrucker und Mathematiker Dietrich Tzwyvel errichtet. Der Gang der Uhr wurde von Tzwyvel und dem Franziskaner und Domprediger Johann von Aachen berechnet. Geschmiedet hat das Werk der Schlosser Nikolaus Windemaker, bemalt wurde es von Ludger tom Ring d. Ä.[32]
Mit der Kalenderreform 1582 wurde der Kalender „vorgestellt“ (auf den 4. Oktober folgte der 15. Oktober) und eine neue Regelung der Schaltjahre eingeführt. Die Berechnung der Osterdaten und Wochentage aus dem Kalendarium ist seitdem erschwert.[32]
Die Weltkarte wurde – spiegelverkehrt, da für astronomische Zwecke – kurz nach 1660 auf den Hintergrund des Zifferblattes aufgemalt und das hölzerne Rete (durchbrochene Bronzescheibe innerhalb des Stundenkreises mit 15 Fixsternen)[33] durch ein neues in barocken Formen ersetzt. 1696 wurde das Uhrwerk erneuert und ein Viertelstundenschlag mit den Figuren Chronos (Gott der Zeit) und Tod hinzugefügt. [32]
1818 führte der Einbau eines Scheren-Stiftganges mit einem vier Meter langen Pendel zu erheblicher Lärmbelästigung im Dom und im ganzen 19. Jahrhundert zu ständigen Klagen über den schlechten Zustand der Uhr.[32]
1927 schlug die Uhr das letzte Mal und sollte entfernt werden, wurde dann aber 1929–1932 gründlich erneuert und erhielt ein neues Werk. Die Berechnungen dazu lieferten Ernst Schulz und Erich Hüttenhain vom astronomischen Seminar in Münster, gebaut wurde das Werk von Turmuhrmeister Heinrich Eggeringhaus von der Turmuhrenfabrik Korfhage in Buer.[32]
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Werk ausgelagert, während das Gehäuse im Dom verblieb, jedoch nicht beschädigt wurde. Am 21. Dezember 1951 wurde die astronomische Uhr – nach Beseitigung der Kriegsschäden am Dom – wieder in Betrieb genommen.[32]
[Bearbeiten] Schauseite
Die Schauseite der Uhr weist, wie im Mittelalter üblich, eine Dreiteilung auf:
[Bearbeiten] Oberer Teil
Im Oberen Bereich befindet sich eine Bildtafel im Renaissance-Stil.
- Der mittlere Teil ist als Giebel-Stockwerk angelegt. Er zeigt den Stall von Bethlehem, mit einer plastisch-figürlichen Darstellung des Jesuskindes auf dem Schoß der Gottesmutter Maria.
- Im Giebel selbst sind der junge David mit Schwert und abgeschlagenem Haupt des Riesen Goliath in den Händen.
- Unterhalb der David-Darstellung weist die Inschrift "Ludgeri Ringii Mo(naster)iensis opus" auf den Schöpfer Ludger tom Ring aus Münster hin.
Vor der Darstellung von Maria mit dem Jesuskind befindet sich ein Figuren-Umgang. Einmal täglich, mittags um 12 Uhr, wird ein Figurenspiel in Bewegung gesetzt. Es zeigt die Anbetung der Heiligen Drei Könige.
- Von hinter dem Giebel erscheint zunächst ein goldener Stern an einer Metallstange und bewegt sich bis vor die Darstellung der Madonna.
- Anschließend öffnet sich die rechte Tür. Die metallenen heilige Drei Könige verlassen ihre Unterkunft, defilieren um die Jesusfigur im Schoße der Maria, verneigen sich vor ihr, und bewegen sich durch die linke Tür wieder zurück in ihre Unterkunft. Flankiert werden die Könige durch zwei Holzdiener.
- Während des Figurenumgangs erklingt aus dem Inneren der Uhr das Glockenspiel mit den Melodien der Lieder "In dulci jubilo" und "Lobe den Herren".
Der obere Bereich wird links und rechts jeweils durch eine plastisch-figürliche (Zweier)Personengruppe flankiert.
- Auf der linken Seite befindet sich (außen) ein hölzernes Tutemännchen, daneben eine Frau. Zu jeder vollen Stunde "trompetet" der Tutemann die jeweilige Stunde in sein Horn; im Inneren der Uhr erklingt dann eine Holzpfeife. Die Frau zu seiner Seite löst dabei einen Glockenschlag (Stundenschlag) aus.
- Die Personengruppe auf der rechten Seite wurde erst im Jahre 1696 hinzugefügt. Sie zeigt (zur Innenseite hin) eine Darstellung des Todes, und daneben (nach außen hin) der Zeitgott Chronos. Jeweils viertelstündlich löst der Tod einen Glockenschlag, während der Zeitgott Chronos dazu eine Sanduhr umdreht.
[Bearbeiten] Astrolabium
Im mittleren Bereich der Uhr befindet sich ein ein Astrolabium mit der "eigentlichen" Uhr, das auch Mondphasen und Planetenstellungen anzeigt.
- Die oberhalb der Uhrscheibe befindliche lateinische Inschrift ("In hoc horologio mobili poteris haec aliaque multa dignoscere:...") weist auf die wichtigsten Funktionen der Uhr hin. Die Übersetzung lautet:
Auf dieser beweglichen Uhr kann man dies sowie vieles andere ablesen: Die Zeit der gleichen und ungleichen Stunden; den mittleren Gang der Planeten; das aufsteigende oder absteigende Tierkreiszeichen, überdies die Aufgänge und Untergänge einiger Fixsterne. Ferner auf beiden Seiten des Werkes die Herrschaft der Planeten in den astronomischen Stunden. Oben den Opfergang der drei Könige, unten das Kalendarium mit den beweglichen Festen. - In den Zwickeln der gewaltigen Uhrscheibe befinden sich Darstellungen der vier Evangelisten – anstelle der bei vielen anderen astronomischen Uhren üblichen Darstellungen der vier „Weltweisen“.
- Flankiert wird die Uhrscheibe links und rechts durch zwei Planetentafeln.
[Bearbeiten] Kalendarium
Im unteren Bereich befindet sich ein Kalendarium, das durch ein spätgotisches Gitter geschützt ist. Es handelt sich dabei um einen ewigen Kalender, der für die Jahre 1540 bis 2071 eingerichtet ist. Durch diesen Zeitraum wird eine 532 Jahre umfassende, sog. Dionysische Ära dargestellt, nach deren Ablauf alle Angaben über den 19-jährigen Mond- und 28-jährigen Sonnen-zyklus wieder an demselben Monats- und Wochentag eintreffen, wie im ersten Jahr der 532-jährigen Periode (1540).[34]
Die Kalenderscheibe ist wiederum dreigeteilt.
- Im inneren Kreis (innere Anzeigezone) befinden sich zwölf lateinische Kalenderverse, jeweils neben einem entsprechenden Monatsbild.
- Die Angaben im anschließende Ring (mittlere Anzeigezone) betreffen die Tage eines Jahres. Die Anzeigezone ist damit in 365 Felder aufgeteilt. Nachts dreht sich die Kalenderscheibe um einen Tag weiter, und wird in Schaltjahren jeweils einen Tag angehalten.
In diesem Ring werden die Monatsdaten nach heutiger Zählweise und die Tagesbuchstaben genannt, werden die Tage nach römischer Art (Kalenden, Nonen, Iden) aufgezählt, die Monatsnamen, die unbeweglichen Feste und die Osterbuchstaben. - Der äußere Ring (äußere Anzeigezone) enthält Angaben zur o.g. 532 Jahre umfassenden, sog. Dionysischen Ära. Dargestellt ist die jeweilige Jahreszahl des Zeitraumes von 1540 bis 2071; außerdem befinden sich dort Angaben zum jeweiligen Ostertermin, sowie weitere Angaben (goldene Zahl, Sonntagsbuchstaben in zwei Kreisen, das sog. Intervallum in zwei Kreisen, und die sog. Idiktionen.)
[Bearbeiten] Domschatz
Der Domschatz des St.-Paulus-Doms wird in der 1981 in modernen Stil nördlich des Kreuzgangs angebauten Domkammer aufbewahrt. Ein Teil der liturgischen Gegenstände befindet sich noch in liturgischer Nutzung.[35]
Die Ausstellung erstreckt sich über drei Ebenen, in der untersten werden vor allem historische Paramente gezeigt, während die oberste anhand ausgesuchter Beispiele einen Rundgang durch die am Dom zu findenden kunstgeschichtlichen Epochen ermöglicht.[36]
Die mittlere Ebene enthält die bedeutendsten Stücke des Domschatzes, u.a. ehemalige Ausstattungselemente des Doms, etwa
- einen Bilderzyklus Hermann tom Rings,
- Reste des Lettners Brabenders
- eine Reihe monumentaler Reliefs Gröningers.
[Bearbeiten] "Redende" Reliquiare
Auf der mittleren Ebene werden insbesondere die sog. "redenden" Reliquiare ausgestellt, die durch ihre Gestaltung zum Ausdruck bringen, welche Reliquie sie umschließen.
- Das Pauluskopfreliquiar, das um das Jahr 1040 entstand, ist eines der ältesten erhaltenen Bildnisreliquiare und das früheste, ganz in Gold ausgeführte Kopfreliquiar des gesamten Abendlandes. Es enthält einen Teil der Schädelkalotte des Apostels Paulus von Tarsus.
- Außerdem befindet sich im Domschatz ein weiteres Kopfreliquiar des Hl. Paulus aus Silber. Es entstand in Münster um das Jahr 1380. Das Antlitz ist in der seit der Spätantike üblichen Kopfform des Heiligen mit hoher, kahler Stirn, strähnigen Haaren und zweigeteilten Bart gearbeitet. Im Sockel der Büste, der mit Edelsteinen verziert ist, befindet sich eine Agraffe mit Christusmonogramm.
- Das Armreliquiar der Hl. Felizitas stammt aus der Zeit um das Jahr 1260 und wurde in Münster geschaffen. Es umschließt einen Unterarmknochen der Hl. Felizitas. Der silberne Arm ist mit reichhaltig verzierten und mit Edelsteinen besetzten Reifen geschmückt.
- Die Büste des Propheten Philo von Alexandrien entstand um das Jahr 1390. Sie ist eine der bedeutenden 14 Reliquienbüsten aus dem barocken Hochaltar des Domes und zählt zu den größten Kostbarkeiten in europäischen Sammlungen. Das Antlitz des Propheten ist markant durchgebildet. Auf Brusthöhe befindet sich eine große Kristallscheibe, hinter der sich Reliquien der Hl. Walburgis und des Hl. Vincenz befinden. Dies lässt sich auf dem Pergamentstreifen ablesen, die der Prophet in seinen Händen hält.
[Bearbeiten] Weitere Ausstatungsgegenstände
Weitere beachtenswerte Ausstattungsgegenstände sind
- ein goldenes Reliquienkreuz (um 1090, Münster), ein Altarkreuz auf einem iranischen Bergkristallfuß in Form einer Schachfigur; es ist als Gemmenkreuz mit verschiedenfarbigen Steinen reich verziert;
- der Kokosnußpokal aus der Zeit um 1230;
- das Hunde-Aquamanile aus dem 13. Jahrhundert, ein goldenes Gießgefäß in der Form eines Hundes, das zur Handwaschung des Priesters in der Liturgie diente; der Hund, als treuer Genosse des Menschen, symbolisiert die Wachsamkeit des Glaubens;
- das sog. Weibermachtreliquiar aus Elfenbein (Münster, um 1370/80), auf dem u.a. dargestellt ist, wie Phyllis, die Geliebte des jungen Alexander des Großen, den Philosphen Aristoteles dazu bringt, ihr als Reittier zu dienen;
- eine Hostienmonstranz aus dem 15. Jahrhundert,
- der Aufsatz des ehemaligen Johannesaltars, geschaffen von Kilian Wegeworth (Münster, 1537); der Altar zeigt auf einer Bühnenarchitektur Christus mit der Weltkugel, flankiert von Johannes dem Täufer und Johannes Evangelist.
- der sog. Horstmarer Pauluspokal, der 1651 von dem Goldschmied Johan Meiners (Coesfeld) geschaffen wurde; es handelt sich dabei um einen großen Doppelpokal, der von einer Paulusfigur (dem Bistumspatron) bekrönt ist; auf den Seitenflächen des Pokals ist eine Karte mit allen Orten des ehemaligen Fürstbistums Münster eingraviert. Der Pokal lässt sich in der Mitte öffnen, und diente wohl zur Hand- und Fußwaschung in der Oster-Liturgie.
[Bearbeiten] Orgeln und Dommusik
Der Dom verfügt über drei Orgeln.
- Die Hauptorgel steht im Ostquerhaus (Johannischor). Das Pfeifenwerk stammt weitgehend aus der Orgel, die 1956 von Hans Klais erbaut und in einer Orgelnische über dem Kapitelsaal (T), seitlich des Stephanschores (nördliches Querschiff) aufgestellt wurde. 1987 wurde das Instrument abgebaut und mit geringfügig geänderter Disposition in einem neuen Gehäuse vor dem Südfenster des östlichen Querschiffs aufgestellt. Die Disposition wurde zuletzt im Jahre 2002 geringfügig geändert.
- In der oberen Kapelle des Nordturmes befindet sich seit dem Jahre 2002 ein Auxiliarwerk. Es hat 14 (Manual- und Pedal)Register und dient dazu, den hinteren Bereich (Westwerk) des Doms zu beschallen. Das Auxiliarwerk hat keine Spielanlage, sondern wird vom Spieltisch der Hauptorgel angesteuert. Das Werk ist ähnlich einem Hauptwerk disponiert, und enthält auch ein Hochdruckregister "Tuba episcopalis" in 8'-Lage, mit Extensionen (16'- und 4'-Lage).
- Im Westchor befindet sich das sog. Lettner-Positiv. Es handelt sich dabei um ein kleines Orgelpositiv aus dem 17. Jahrhundert, das ursprünglich auf dem Lettner stand. Es wurde im Jahr 2009 umfassend restauriert bzw. erneuert. Das Instrument dient heute der Begleitung der gesungenen Vesper.
Domorganist ist seit 2003 Thomas Schmitz.
Am St.-Paulus-Dom sind mehrere Chöre aktiv: Der Domchor St. Paulus, die Mädchenkantorei und die Capella Ludgeriana, der Knabenchor am Dom zu Münster. Teile der Chöre bilden zusätzlich noch den Kammerchor der Dommusik und eine Gregorianikschola. Die Leitung des Domchores (Erwachsenenchor) und der Capella Ludgeriana liegt seit Januar 2005 bei Domkapellmeister Andreas Bollendorf. Domkantorin Verena Lebschi leitet die Mädchenkantorei.
[Bearbeiten] Glocken
Bis 1945 befand sich im Südturm des Doms eines der bedeutendsten Geläute Westfalens.
- Sechs (große) Glocken, mit den Schlagtönen g0, a0, c1, d1, f1 und g1, bildeten das Hauptgeläut. Es handelten sich dabei z.T. um sehr alte und wertvolle Glocken: zwei stammten aus dem Jahr der Domweihe (1264), die anderen aus den Jahren 1675, 1856, 1890 und 1911.
- Drei kleine Glocken aus den Jahren 1538 und 1683 bildeten die Klangkrone. Sie hatten die Schlagtöne h1, d2 und fis2 und wurden als "Englische" Jagd bezeichnet, weil sie „in rascher Folge als jagende Melodie gebeiert“ wurden.[37]
1917 wurde die Marienglocke von 1890 (Schlagton d1) zu Kriegszwecken beschlagnahmt. Im März 1945 – kurz vor Kriegsende – brannte der Turm aus, wobei alle Glocken zerstört wurden, einschließlich der beiden Uhrglocken, von denen eine aus dem 14. Jahrhundert stammte.
[Bearbeiten] Geläut im Südturm
Im Südturm befinden sich heute 10 Läuteglocken.[38] Eine davon, die Ludgerusglocke, wurde 1526 von Wolter Westerhues, einem Schüler von Gerhard van Wou, gegossen. Die Glocke hing ursprünglich in der Pfarrkirche St. Ludgerus zu Schermbeck, und wurde 1954 an den Dom verkauft.[37]
Die anderen neun Glocken wurden 1956 von der Glockengießerei Feldmann & Marschel in Münster als deren größtes Geläut gegossen.[39][40]
Geplant war, die neuen Glocken mit den Schlagtönen der alten Glocken zu gießen und um eine zehnte (tontiefste) Glocke zu ergänzen. Sieben Glocken kamen allerdings verstimmt aus dem Guss. Trotz dieses Umstandes wurden die Glocken am 29. September 1956 geweiht und aufgehängt. Erst 1979 wurden die betroffenen Glocken tiefer gestimmt, nachdem sich der zuständige Glockensachverständige dafür eingesetzt hatte. Diese Tonkorrektur richtete sich nach den drei größten Glocken, die als einzige tonlich stimmig waren. Das Landesdenkmalamt bewilligte eine weitere Nachstimmung der historischen Ludgerusglocke; sie war bereits von Feldmann & Marschel korrigiert worden.[37][41]
Im Zuge der Domsanierung 2011/2012 wurde der bisherige stählerne Glockenstuhl entfernt und wird nun durch einen neuen aus Eichenholz ersetzt[42], wobei auch Platz für eine Erweiterung des Geläutes geschaffen wird.[43]
-
Nr. Name Gussjahr Gießer, Gussort Ø
(mm)Gewicht
(kg)Nominal
(HT-1/16)
[vor Tonkorrektur][41]Läuteanlass
(solistisch)1 Kardinal 1956 Feldmann & Marschel, Münster 2267 7604 fis0 −7 Wandlung (Hochfeste 1. Ord./Primiz), Tod Papst/Bischof 2 Bernardus 1983 4490 gis0 −7 Wandlung (Hochfeste 2. Ord.), Tod Weihbischof 3 Paulus 1675 2940 h0 −6 Wandlung (Sonntage/übr. Anlässe), Tod Domkapitular 4 Petrus 1469 2036 cis1 −7 [+2] Tod Gemeindeangehöriger 5 Ludgerus 1526 Wolter Westerhues 1141 1000 e1 −5 [+4] Werktagsmesse Advent/Fastenzeit, Fastenpredigt 6 Andreas 1956 Feldmann & Marschel, Münster 1074 790 fis1 −5 [+1] Angelusläuten um 7/12/18 Uhr, Vesper Advent/Fastenzeit 7 Maria 959 535 gis1 −4 [−1] Vesper der Klarissen Advent/Fastenzeit 8 Michael 835 363 h1 −3 [±0] Glocken 8–10 gemeinsam als Englische Jagd:
Segen Ewiges Gebet/Vierzigstündiges Gebet,
Sakramentaler Segen9 Gabriel 712 213 cis2 −3 [±0] 10 Raphael 578 120 e2 −2 [−1]
[Bearbeiten] Läuteordnung und Läutemotive
Es liegt eine differenzierte Läuteordnung vor, nach der zu bestimmten Anlässen (z.B. Hochfesten) bzw. Gottesdiensten (z.B. Pontifikalämtern) mit einer bestimmten Anzahl von Glocken bzw. einer bestimmten Klangmelodie (vor)geläutet wird. Ganz allgemein gibt es zu jedem Hochamt ein Vorläuten mit mindestens zwei Glocken, die auch beim Zusammenläuten vorhanden sind. In den Bußzeiten (Advent und Österliche Bußzeit) werden die Geläute reduziert, und in den festlicheren Zeiten erweitert oder vertieft.
-
Anlass Anzahl 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Reihenfolge Pontifikalämter an Hochfesten 1. Ordnung Vorläuten, 30 Minuten vor Beginn[44] 5 fis0 gis0 h0 cis1 e1 aufsteigend Vollgeläut, 15 Minuten vor Beginn[45] 10 fis0 gis0 h0 cis1 e1 fis1 gis1 h1 cis2 e2 absteigend Pontifikalämter an Hochfesten 2. Ordnung Vorläuten, 30 Minuten vor Beginn[46] 5 gis0 h0 cis1 e1 fis1 aufsteigend Teilgeläut, 15 Minuten vor Beginn[47] 8 gis0 h0 cis1 e1 fis1 gis1 h1 cis2 absteigend Einläuten von Sonn- und Feiertagen (Vorabend)
Mit einzelnen Glocken ist es möglich, bestimmte Läutemotive erklingen zu lassen.
-
Läutemotiv Anzahl Reihenfolge 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Salve Regina 4 aufsteigend e1 gis1 h1 cis2 Westminster 4 absteigend h0 e1 fis1 gis1
[Bearbeiten] Dachreiter
Im Dachreiter auf der Vierung befinden sich zwei Glocken aus der Barockzeit, die nach dem Krieg erworben wurden. Sie dienen dem Stunden- und Viertelstundenschlag.[48] Das Uhrwerk wird von der Astronomischen Uhr gesteuert.[37]
-
Nr. Name Gussjahr Gießer, Gussort Ø
(mm)Gewicht
(kg)Nominal
(HT-1/16)Funktion IStundenglocke 1766 Christian August Becker, Hildesheim 600 150 g2 −1 Uhrschlag, volle Stunden IIViertelstundenglocke 1772 unbekannt 470 60 a2 ±0 Uhrschlag, Viertelstunden
[Bearbeiten] Gottesdienste und Veranstaltungen
An Sonn- und Feiertagen ist um 10:00 Uhr Kapitelsamt; an Hochfesten ist Pontifikalamt. Es singt, außer in den Ferien, die Dommusik. Weitere Messfeiern an Sonntagen sind um 7:00, 8:30, 11:30 und 18:30 Uhr. An Sonntagen und Feiertagen ist um 15:00 Uhr gesungene deutsche Vesper.
An den Werktagen wird um 7:00, 8:30 und 12:15 Uhr die heilige Messe am Hauptaltar gefeiert. Um 17:15 Uhr ist deutsche Vesper im Westchor. Es singen die Klarissenschwestern am Dom gemeinsam mit allen Anwesenden. Samstags ist um 15:00 Uhr lateinische Vesper in der Sakramentskapelle.
Neben den Gottesdiensten wird der Dom regelmäßig für Orgelkonzerte genutzt. So findet jeden dritten Mittwoch im Monat ein sogenannter orgel.punkt statt, bei dem wechselnde Organisten etwa 45 Minuten lang spielen. In der Osterzeit werden außerdem samstagabends Orgelkonzerte gegeben.
Auf dem Domplatz findet mittwochs und samstags Münsters größter Wochenmarkt statt.
[Bearbeiten] Literatur
- Bernd Haunfelder, Edda Baußmann, Axel Schollmeier: „Ein wunderherrliches Werk“. Die Feierlichkeiten zum Wiederaufbau des Domes in Münster 1956. Aschendorff, Münster 2006 (ISBN 978-3-402-00428-9)
- Domkapitel der Kathedralkirche zu Münster: Den Dom zu Münster virtuell erleben, 1200 Jahre Glaubensgeschichte in Bauwerken, in Kunstschätzen, in Gottesdiensten – DVD mit 8-seitigem Beiheft, Dialogverlag Münster 2005 (ISBN 3-937961-07-0)
- Alexandra Pesch: Der Dom zu Münster. Das Domkloster. Archäologie und historische Forschung zu Liudgers honestum monasterium in pago Sudergoe. Die Ausgrabungen 1936–1981 am Horsteberg in Münster (Denkmalpflege und Forschung in Westfalen Bd. 26, 4), Mainz 2005 (ISBN 3-8053-3515-6)
- Simone Epking, Christoph Hellbrügge, Uwe Lobbedey, Juliane Moser, Kristin Püttmann-Engel, Ulrike Rülander, Ulrich Schäfer und Peter Schmitt: Der Dom zu Münster 793–1945–1993. Die Ausstattung (Denkmalpflege und Forschung in Westfalen Bd. 26, 2), Mainz 2004 (ISBN 3-8053-3416-8)
- Martin Goebel: Das Domgeläut zu Münster in Westfalen, CD mit Beiheft, Münster (2. Auflage) 2000
- Uwe Lobbedey: Der Dom zu Münster 793–1945–1993. Der Bau (Denkmalpflege und Forschung in Westfalen Bd. 26, 1), Bonn 1993 (ISBN 3-7749-2571-2)
- Max Geisberg: Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 41: Die Stadt Münster Teil 5: Der Dom. Münster 1977 (ISBN 3-402-05094-3)
- Géza Jászai / Rudolf Wakonigg: Der Dom zu Münster und seine Kunstschätze, Dialogverlag Münster (ISBN 3-933144-28-0)
- Domkapitel der Kathedralkirche zu Münster: Weg der Hoffnung, Kreuzweg im St.-Paulus-Dom Münster, Dialogverlag Münster (ISBN 3-933144-05-1)
[Bearbeiten] Weblinks
- Internetpräsenz des St.-Paulus-Doms
- Virtueller Rundgang durch den St.-Paulus-Dom, Besuch der Dombibliothek
- Kirchenmusik im St.-Paulus-Dom
- Astronomische Uhr / St.-Paulus-Dom Münster Fernsehfilm des WDR in der Reihe west.art Meisterwerke (Erstausstrahlung Dienstag, 19. Oktober 2010, 23.10 – 23.15 Uhr)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Geschichtlicher Abriss auf der Website des Doms.
- ↑ Nachweis??
- ↑ Bau-Chronik auf der Website des Doms.
- ↑ vgl. die Bischofschroniken
- ↑ Ralf van Bühren: Kunst und Kirche im 20. Jahrhundert. Die Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils, Paderborn: Verlag Ferdinand Schöningh 2008 (ISBN 978-3-506-76388-4), S. 176, 208, 914 (Abb. 48).
- ↑ Werner Thissen: Einsichten in Unsichtbares. Die Fenster Georg Meistermanns im Dom zu Münster, Freiburg im Breisgau 1992 (2. Auflage: Dialogverlag Münster 1998) (ISBN 3-933144-12-4).
- ↑ Vgl. die Informationen zur Domsanierung und zur Innenrenovierung auf der Website des Bistums
- ↑ a b c Der Spiegel Nr.51/1955: Die Wählscheibe, 14. Dezember 1955, S. 46–48.
- ↑ Informationen zum Langhaus und Chorraum auf der Website des Doms.
- ↑ Nähere Informationen zur Bronzetür der Sakramentskapelle auf der Website des Doms.
- ↑ Informationen zu den Seitenkapellen auf der Website des Doms.
- ↑ Informationen zum Kreuzgang und Domherrenfriedhof auf der Website des Doms.
- ↑ Informationen zum Kapitelsaal auf der Website des Doms.
- ↑ Informationen zum Gartensaal auf der Website des Doms.
- ↑ Ausführliche Beschreibung der Gedenktafel für Joseph Kardinal Höffner auf der Website des Doms.
- ↑ Nähere Informationen zum Triptychon auf der Website des Doms.
- ↑ Nähere Informationen zur Christophorus-Statue auf der Website des Doms.
- ↑ Umfassende Informationen zum ehemaligen Bürenschen Epitaphaltar auf der Website des Doms.
- ↑ Nähere Informationen zum Grabmal auf der Website des Doms.
- ↑ Nähere Informationen zur Statue des Hl. Antonius auf der Website des Doms.
- ↑ Nähere Informationen zum Kreuzweg auf der Website des Doms.
- ↑ Nähere Beschreibung des Kruzifix auf der Website des Doms.
- ↑ Ausführliche Beschreibung des Grabmals auf der Website des Doms.
- ↑ Peter Löffler: Clemens August Kardinal von Galen – Ausstellung in der Bürgerhalle des Rathauses zu Münster 21.3.76 – 19.4.76. Ausstellungskatalog, Münster 1976, S. 75.
- ↑ Nähere Informationen zum Bildniskopf auf der Website des Doms.
- ↑ Ausführliche Beschreibung der Reliquienstatue auf der Website des Doms.
- ↑ Informationen zu den Meistermann-Fenstern auf der Website des Doms.
- ↑ Nähere Informationen zur Skulptur "Der Bettler" auf der Website des Doms.
- ↑ Weitere Informationen zur Kreuzigungsgruppe am Horsteberg auf der Website des Doms.
- ↑ Informationen zur Astronomischen Uhr auf der Website der Uni Münster.
- ↑ Astrolabium, Uhr und Uhrzeigersinn: Anmerkung 5
- ↑ a b c d e f Otto-Ehrenfried Selle: Die Astronomische Uhr im Dom zu Münster. Informationsblatt aus dem Dom (2008).
- ↑ www.horo.ch – Astrolabium.
- ↑ Nähere Informationen über die Astronomische Uhr
- ↑ Ausführliche Informationen zu einzelnen Exponaten auf der Website der Domkammer
- ↑ Ausführliche Informationen über den Domschatz auf der Website der Domkammer.
- ↑ a b c d Martin Goebel: Das Domgeläut zu Münster in Westfalen – zum 40. Geburtstag der Domglocken am 21. 9. 1996. CD mit Beiheft, 2. Aufl., 2000, S. 1–4.
- ↑ Informationen zur den Domglocken auf der Website des Doms.
- ↑ Kurt Kramer: Die Glocke und ihr Geläute. Geschichte, Technologie und Klangbild vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Deutscher Kunstverlag, 3. Aufl., München 1990, S. 51.
- ↑ paulusdom.de Domglocken.
- ↑ a b Claus Peter und Jan Hendrik Stens: Das Münstersche Domgeläute in Geschichte und Gegenwart, in: Jahrbuch für Glockenkunde. Bd. 9/10, MRV, Brühl 1998, S. 62–63.
- ↑ Informationen zum neuen Glockenstuhl.
- ↑ Bilder der drei großen Glocken.
- ↑ Vorläuten zum Hochfest Peter und Paul (29. Juni 2009, 18:00).
- ↑ Plenum zum Hochfest Peter und Paul (29. Juni 2009, 18:15).
- ↑ Vorläuten zu Maria Empfängnis (8. Dezember 2009, 18:00).
- ↑ Hauptläuten zu Maria Empfängnis (8. Dezember 2009, 18:15).
- ↑ Angelus (2. Juni 2010, 18:00).
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Heutige Konfessionszugehörigkeit: Kkatholisch Pprotestantisch K/PSimultankirche °ohne Gemeinde † nicht erhalten
51.9630555555567.6255555555556Koordinaten: 51° 57′ 47″ N, 7° 37′ 32″ O
- Gotisches Kirchengebäude in Nordrhein-Westfalen
- Romanisches Kirchengebäude in Nordrhein-Westfalen
- Kirchengebäude in Münster (Westfalen)
- Baudenkmal in Münster (Westfalen)
- Katholische Bischofskirche (Deutschland)
- Rekonstruiertes Bauwerk in Münster (Westfalen)
- Kirchengebäude im Bistum Münster
- Pauluskirche
- Disposition einer Orgel

