St.-Salvator-Kathedrale

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Kathedrale St. Salvator
Blick in den Chor
Blick auf die Orgel

Die St.-Salvator-Kathedrale in der belgischen Stadt Brügge ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Brügge seit dessen Wiederbegründung 1834. Zuvor war sie Pfarr- und Kollegiatstiftskirche. Ihre jahrhundertelange Baugeschichte seit 1275 spiegelt sich wider in Formen der Scheldegotik, der Hochgotik (Brabanter Gotik), aber auch der Neugotik sowie im Turm der Romanik und Neuromanik (Bekrönung 1844–1846).

Als Kathedrale löste St. Salvator („Heilandskirche“) die während der Französischen Revolution abgebrochene Sint-Donaaskathedraal des ersten Bistums Brügge (1559–1801) ab. Von ihr erhielt sie die Reliquien und das Nebenpatrozinium des heiligen Donatian von Reims.

Die Salvatorkathedrale ist eine dreischiffige Basilika mit einem schmalen Querhaus in der Mitte zwischen den vier Langhaus- und den vier Chor-Jochen. Die Apsis umgeben ein Chorumgang und ein Kranz von fünf Kapellen.

Die Innenausstattung wurde im 17. Jahrhundert im Barockstil erneuert – der Hochaltar 1638–1642 –, nachdem die alte Einrichtung im Achtzigjährigen Krieg während eines calvinischen Zwischenspiels (1580–1584) vollständig zerstört worden war. Der Lettner von 1679–1682 wurde 1935 an die Westmauer versetzt.

Die Kathedrale wird nach einer Außenrenovierung derzeit innen renoviert. Der hintere Teil ist für die Arbeiten abgeteilt, der vordere steht für Gottesdienste und Veranstaltungen zur Verfügung.

Orgel[Bearbeiten]

Während einer Renovierung wurden die beiden Orgeln (Jacob van Eynde, 1717–1719) von der Firma Klais zu einem Werk zusammengeführt und um zwei Pedaltürme erweitert. Das Instrument hat 60 Register auf vier Manualen und Pedal.[1]

I Positiv/Unterwerk C–g3
Hohlflöte 8′
Prestant 4′
Flöte 4′
Oktav 2′
Terz 13/5
Quinte 11/3
Stemmeke 1′
Cimbel II
Vulwerk III
Kromhoorn 8′
Gedeckt 8′
Gemshoorn 4′
Nazard 22/3
Woudfluit 2′
Mixtuur III
Schalmei 8′
II Hauptwerk C–g3
Gedeckt 16′
Prestant 8′
Roerfluit 8′
Gamba 8′
Oktaaf 4′
Fluit 4′
Nazard 22/3
Oktaaf 2′
Nachthoorn 2′
Sesquialter II
Vulwerk IV
Scherp III
Cornet V 8′
Pommer 16′
Trompet 8′
Klaroen 4′
III Schwellwerk C–g3
Roergedekt 8′
Grote Fluit 8′
Gamba 8′
Zweving 8′
Kwintadeen 8′
Principaal 4′
Dwarsfluit 4′
Oktaaf 2′
Echocornet III-V
Cimbel II
Dulciaan 16′
Trompet 8′
Hobo 8′
Pedal C–f1
Principaal 16′
Gedekt 16′
Zachtbas 16′
Kwint 102/3
Oktaaf 8′
Fluit 8′
Oktaaf 4′
Gedekt 4′
Cimbel II
Ruispijp III-IV
Bazuin 16′
Trompet 8′
Schalmei 4′
  • Koppeln: I/II, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P; II/II I/II, III/II, III/III als Suboktavkoppeln.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen zur Orgel

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St.-Salvator-Kathedrale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.205553.22164Koordinaten: 51° 12′ 20″ N, 3° 13′ 18″ O