St. Anger

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Dieser Artikel behandelt das Album der Band Metallica. Für das gleichnamige Lied auf dem Album, siehe St. Anger (Lied).
St. Anger
Studioalbum von Metallica
Veröffentlichung 5. Juni 2003
Label Elektra Records
Format CD, LP
Genre Heavy Metal, Nu Metal
Anzahl der Titel 11
Laufzeit 75 Min., 8 Sek.

Besetzung

Produktion Bob Rock & Metallica
Studio Headquarters Studio San Rafael (Kalifornien)
Chronologie
S&M
(1999)
St. Anger Death Magnetic
(2008)

St. Anger ist Metallicas achtes reguläres Studioalbum. Es hätte am 10. Juni 2003 erscheinen sollen, wurde jedoch wegen einiger Dateien, die bereits im Internet kursierten, schon am 5. Juni herausgegeben.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

St. Anger wurde von Bob Rock produziert und im Headquarters Studio San Rafael (Kalifornien) aufgenommen.

Das Album entstand in einem Gefühl der inneren Zerrissenheit innerhalb des Bandgefüges. Bassist Jason Newsted war gerade ausgestiegen, um sich Echobrain zu widmen. Er geriet im Vorfeld mit James Hetfield aneinander, dem das Engagement in Newsteds Zweitband nicht gefiel. Um die Band zu retten, wurde mit Phil Towle ein Psychotherapeut engagiert. Gleichzeitig begab sich Hetfield in Therapie, um seinen Alkoholmissbrauch in den Griff zu bekommen. Die Studioarbeiten konnten erst im Frühjahr 2002 beginnen. Von den Therapiesitzungen handelt der Film Some Kind of Monster.

Da die Band zur Zeit der Aufnahmen keinen festen Bassisten hatte, wurde der Viersaiter aushilfsweise von Produzent Bob Rock bedient. Als Nachfolger des früheren Bassisten Jason Newsted wählte man Anfang 2003 Robert Trujillo, der zwar im CD-Booklet schon als Bandmitglied aufgeführt wird, aber nicht auf St. Anger zu hören ist, sondern nur auf der dem Digipak beigefügten Zusatz-DVD mit Liveaufnahmen verschiedener Studiosessions, die zusammengefügt die Songs des kompletten Albums wiedergeben.

Zum ersten Mal in Metallicas Karriere trugen auch Kirk Hammett und Lars Ulrich Textteile zum Album bei. Auch Bob Rock nahm Einfluss auf die Songs.

Musikstil[Bearbeiten]

Das Album ist eine deutliche Abkehr von den Vorgängeralben Load und ReLoad. Das Album ist härter und simpler als die beiden Alben, jedoch schlägt die Band nicht die alte melodische Thrash-Metal-Richtung ein, die sie in den achtziger Jahren spielte. Der Sound ist roh und weniger aufwändig produziert. Auffällig ist des Weiteren, dass keine Gitarrensoli zu hören sind. Die Lieder sind zwar lang, es finden sich jedoch viele Breaks und Tempowechsel auf dem Album. Viele Kritiker bemängelten den Schlagzeugsound, zurückzuführen auf die Snare Drum, deren Schnarrsaiten nicht gespannt sind.[1]

„Es war die Absicht, roh zu klingen. Für mich hört es sich sehr kraftvoll an. Wir wollten es einfach so ehrlich und pur wie möglich halten, denn so ist einfach der Sound, wie wir klingen, ohne all die großen Produktionstechniken.“

Kirk Hammett im Interview auf laut.de[2]

„Wir wollten es so klingen lassen, als wenn eine Band zum ersten Mal in der Garage zusammenkommt. Nur, dass die Band Metallica heißt.“

Bob Rock im Interview auf der Some-Kind-of-Monster-DVD

Erfolge[Bearbeiten]

Das Album stieg in den Billboard 200 (USA), den Top Canadian Albums und den Top Internet Albums auf Platz 1.[3] In den UK-Charts erreichte das Album Platz 4[4], in den deutschen Charts Platz 1.[5]

Titelliste[Bearbeiten]

Alle Songs von: Hammett, Hetfield, Rock, Ulrich

  1. Frantic – 5:50
  2. St. Anger – 7:21
  3. Some Kind of Monster – 8:25
  4. Dirty Window – 5:24
  5. Invisible Kid – 8:30
  6. My World – 5:45
  7. Shoot Me Again – 7:10
  8. Sweet Amber – 5:27
  9. The Unnamed Feeling – 7:09
  10. Purify – 5:13
  11. All Within My Hands – 8:48

Editionen[Bearbeiten]

St. Anger wurde in mehreren Editionen in Deutschland veröffentlicht:

  • Jewelcase Version
  • Jewelcase Limited Version (inklusive der DVD)
  • Digipack Limited Version (inklusive der DVD, hat 2 verschiedene Aufkleber)
  • Vinyl-2-12"-Platten.

Singleauskopplungen[Bearbeiten]

St. Anger[Bearbeiten]

St. Anger erschien am 27. Mai 2003 noch vor Veröffentlichung des Albums. Es existieren mehrere Versionen der Single mit unterschiedlicher Trackliste. Auch eine Vinyl-Version wurde gepresst. Die B-Seiten sind als Tribut an Joey Ramone zu verstehen, der während Metallica St. Anger aufnahmen, verstarb. Die Single erreichte in Deutschland Platz #15 der Single-Charts und war die erfolgreichste des Albums.[5] In England erreichte sie die Top 10 auf Platz #9.[4] Das Video zur Single wurde im San Quentin State Prison unter der Regie der Malloy-Brüder gedreht. Es zeigt die Band live vor den Häftlingen des Gefängnisses. Zum ersten Mal ist auch Robert Trujillo zu sehen.

CD Single 1

  1. St. Anger
  2. Commando (Ramones-Coverversion)
  3. Today Your Love, Tomorrow the World (Ramones-Coverversion)
  4. St. Anger (Radio Edit)

CD Single 2

  1. St. Anger
  2. Now I Wanna Sniff Some Glue (Ramones-Coverversion)
  3. Cretin Hop (Ramones-Coverversion)
  4. St. Anger - Music Video

12" Vinyl

  1. St. Anger
  2. We’re a Happy Family (Ramones-Coverversion)

Frantic[Bearbeiten]

Die zweite Single erschien am 15. September 2003. Die Single erschien in verschiedenen Ländern mit länderspezifischen Livetracks. In Deutschland erschienen zwei limitierte Versionen, die als Bonus zwei bzw. einen Livetrack vom Rock-am-Ring-Festival 2003 enthielten.

Limited edition #1

  1. Frantic (Hetfield/Ulrich/Hammett/Rock)
  2. Harvester of Sorrow (Live) (Hetfield/Ulrich)
  3. Welcome Home (Sanitarium) (Live) (Hetfield/Ulrich/Hammett)

Limited edition #2

  1. Frantic (Hetfield/Ulrich/Hammett/Rock)
  2. No Remorse (Live) (Hetfield/Ulrich)

The Unnamed Feeling[Bearbeiten]

The Unnamed Feeling erschien am 12. Januar 2004. In Deutschland ist eine 2-CD-Limited-Edition erhältlich.

CD Single 1

  1. The Unnamed Feeling
  2. The Four Horsemen (Live at le Bataclan, Paris, 2003)
  3. Damage, Inc. (Live at le Bataclan, Paris, 2003)
  4. The Unnamed Feeling (Video)

CD Single 2

  1. The Unnamed Feeling
  2. Hit the Lights (Live at le Trabendo, Paris, 2003)
  3. Ride the Lightning (Live at le Bataclan, Paris, 2003)
  4. Motorbreath (Live at le Boule Noire, Paris, 2003)

Some Kind of Monster[Bearbeiten]

Some Kind of Monster erschien im Juni 2004 als Begleit-Single zum gleichnamigen Dokumentarfilm. Sie erschien in Deutschland als EP. Die Livelieder sind identisch mit denen der amerikanischen The Unnamed Feeling-EP.

  1. Some Kind of Monster – 8:28
  2. The Four Horsemen (live) – 5:22
  3. Damage, Inc. (live) – 5:00
  4. Leper Messiah (live) – 5:57
  5. Motorbreath (live) – 3:21
  6. Ride the Lightning (live) – 6:42
  7. Hit the Lights (live) – 4:14
  8. Some Kind of Monster (edit) – 4:17

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/m/metallica/st_anger/index.htm laut.de
  2. http://laut.de/vorlaut/interviews/2003/08/19/05382/index.htm
  3. http://www.allmusic.com/album/st-anger-mw0000022895/awards
  4. a b http://www.everyhit.com/
  5. a b http://www.charts-surfer.de/musiksuche.php

Weblinks[Bearbeiten]