Saint-Avold
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| Saint-Avold | ||
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| Region | Lothringen | |
| Département | Moselle | |
| Arrondissement | Forbach | |
| Kanton | Hauptort von 2 Kantonen | |
| Koordinaten | 49° 6′ N, 6° 42′ O49.1056.7080555555555Koordinaten: 49° 6′ N, 6° 42′ O | |
| Höhe | m | |
| Fläche | 35,48 km² | |
| Einwohner – Bevölkerungsdichte |
16 915 (2006) 477 Einw./km² |
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| Postleitzahl | 57500 | |
| INSEE-Code | 57606 | |
| Website | www.mairie-saint-avold.fr | |
Saint-Avold (deutsch Sankt Avold) ist eine französische Stadt im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie liegt im Arrondissement Forbach und ist selbst Verwaltungssitz der beiden Kantone Saint-Avold-1 und Saint-Avold-2. Die Einwohner von Saint-Avold sind die Naboriens oder Saint-Avoldiens.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
509 erbaute der irische Mönch Fridolin von Säckingen auf dem Gebiet des heutigen Saint-Avold ein kleines Gotteshaus, bevor er später das Kloster Säckingen gründete. Sigebald, Bischof von Metz, ließ um 720 eine Abtei errichten. Am 24. August 765 brachte Chrodegang, Minister von Karl Martell und Pippin dem Kurzen, Reliquien der Heiligen Nabor und Felix in die Abtei. Um das beliebte Wallfahrtszentrum entstand ein Ort mit dem Namen Saint Nabor, der später Saint-Avold heißen sollte.
Ab 1163 gehörte Saint-Avold zur Grafschaft Saarbrücken und entwickelte sich zu einem blühenden Handelszentrum. Um 1300 wurde eine gotische Kirche erbaut. 1313 wurde das erste Krankenhaus eröffnet. 1327 wurde die Stadt befestigt. 1534 übernahmen die Bürger die Stadtverwaltung.
Von 1581 bis 1766 gehörte die Stadt dem Herzog von Lothringen. Der Dreißigjährige Krieg setzte Saint-Avold stark zu: 1656 wurden nur noch 18 Einwohner gezählt, gegenüber 1.800 im 16. Jahrhundert. Mit den Verträgen von Rijswijk (1697) und Paris (1718), kehrte der Frieden zurück. Saint-Avold wurde wieder aufgebaut und eine erneute wirtschaftliche Blüte setzte ein.
1751 wurde Saint-Avold der Bailliage Boulay zugeschlagen. 1791, während der Französischen Revolution, wurde die Stadt in Rosselgène umbenannt. 1814 richtete General Blücher sein Quartier in Saint-Avold ein. Bis 1818 war Saint-Avold von bayerischen Truppen besetzt.
Im 19. Jahrhundert profitierte Saint-Avold von der einsetzenden Industrialisierung. Dennoch wanderte ein Großteil der Bevölkerung aufgrund von Epidemien und Hungersnöten nach Amerika aus, vor allem in den Jahren 1818, 1849 und 1866. 1851 wurde die Eisenbahnverbindung nach Metz eröffnet, 1852 nach Saarbrücken. Bei Carling wurden große Kohlevorkommen entdeckt, 1862 nahm das erste Bergwerk seinen Betrieb auf. Erneut begann eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs.
In der Zeit von 1870 bis 1918 war Saint-Avold deutsch und gehörte zum Kreis Forbach. Die Stadt wurde preußische Garnison (3. Lothringisches Feldartillerie-Regiment Nr. 69). 1910 hatte Saint-Avold 6.400 Einwohner, davon 2500 Soldaten.
Auch nach 1918 blieb Saint-Avold Garnisonsstadt. Ab 1928 wurde in unmittelbarer Nähe die Maginot-Linie errichtet. Im Zweiten Weltkrieg nahm am 27. November 1944 General Pattons 3. US-Armee St. Avold ein. In Saint-Avold befindet sich der größte US-Soldatenfriedhof in Europa mit den Gräbern von 10.489 US-Soldaten.
Nach 1945 erfolgte dank der Kohle ein rascher Wiederaufbau. Zwischen 1945 und 1966 wuchs die Bevölkerung von 7.000 auf 18.000. In Carling siedelte sich erfolgreich die petrochemische Industrie an. Die A 4 von Metz in Richtung Saarbrücken trug zum Aufschwung bei.
Die Partnerschaft mit dem heutigen Saarbrücker Stadtteil Dudweiler im Saarland war 1964 die erste deutsch-französische Städtepartnerschaft nach dem Krieg und spielte somit eine wichtige Rolle in der Annäherung der beiden Staaten.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Die Klosterkirche Saint-Nabor im frühklassizistischen Stil wurde zwischen 1754 und 1769 neu errichtet. Das Bauwerk aus Buntsandstein ersetzte eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert, die zwischen 1515 und 1520 erneuert wurde.
- Die Basilika Notre-Dame-de-Bon-Secours im neoromanischem Stil wurde 1950 fertig gestellt. Typisch für die Region ist das Lothringer Kreuz, das auf der Kuppel der Kirche thront.
- Die Kirche Temple protestant wurde 1889 errichtet, als nach dem Deutsch-Französischen Krieg viele preußische Protestanten in die Gegend strömten.
- Die Synagoge aus dem Jahre 1956 nach Plänen von Roger Zonca.
- Der 46 Hektar große amerikanische Soldatenfriedhof, errichtet zu Ehren von über 10.000 US-Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg bei der Rückeroberung der Rheinebene gefallen sind.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Adrienne Thomas (1897–1980), deutsche Schriftstellerin
- Erich Isselhorst (1906–1948), deutscher nationalsozialistischer Beamter
- Chadli Amri (* 1984), französisch-algerischer Fußballnationalspieler vom 1. FSV Mainz 05
[Bearbeiten] Weblinks
- Webseite von Saint-Avold (französisch)
- Société d’Histoire du Pays Naborien (französisch und deutsch)
Altviller | Diesen | Folschviller | Porcelette | Saint-Avold (teilweise) | Valmont
Carling | Hombourg-Haut | Lachambre | L’Hôpital | Macheren | Saint-Avold (teilweise)

