St. Georg (Küsnacht)

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St. Georg in Küsnacht von Norden
Innenraum
Innenraum mit Blick auf die Orgel

Die katholische Kirche St. Georg in Küsnacht ist eine neuromanische Pfarrkirche im Kanton Zürich.

Geschichte und Patrozinum[Bearbeiten]

Bereits das 1188 erwähnte erste Kirchengebäude in Küsnacht, die heutige Reformierte Kirche Küsnacht, war vor der Reformation dem heiligen Georg geweiht. Zwischen dem als Drachentöter bekannten Heiligen und einer Volkssage über einen Lindwurm im Küsnachter Tobel besteht wohl ein Zusammenhang.

1899 bis 1903 wurde nach Plänen von Erwin Brunner und Max Meckel die heutige Kirche auf einem Grundstück Brunners im Zentrum von Küsnacht errichtet.

Äusseres[Bearbeiten]

Der wuchtig wirkende Kirchenbau erinnert mit seiner neuromanischen Formensprache an die rheinische Romanik. Die Fassaden der Basilika sind mit Rundbogenfenstern und Blendbogenfries versehen. Dominiert wird der Eindruck durch den Glockenturm mit Biforenfenstern und Zeltdach und durch den anschliessenden Vierungsturm. Zum Säulenportal an der Hauptfassade führt eine Freitreppe, darunter liegt der Zugang zur Krypta.

Innenraum[Bearbeiten]

Das Hauptschiff wird durch auf Säulen mit Würfelkapitellen ruhende Arkaden von den Seitenschiffen abgetrennt. Die Vierung wird durch den hohen Vierungsturm beleuchtet. Der halbrunde Chor wird durch eine doppelte neuromanische Säulenreihe abgeschlossen. Im unteren Bereich befinden sich halbrunde Lisenen, im oberen Bereich Rundbogenfenster. Die prägenden Malereien an den Arkaden, Fensterrahmen, Kassettendecken und am Vierungs- und Chorbogen wurden erst im Rahmen der Restauration 1986 geschaffen, verstärken aber den romanisierenden Eindruck. In der Kirche stehen Heiligenstatuen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.

Die Orgel der Firma Graf aus Sursee stammt von 1977. Das Instrument hat 35 Register auf drei Manualen und Pedal. [1]

I Rückpositiv C–g3
1. Gedackt 8’
2. Principal 4’
3. Koppelflöte 4’
4. Octave 2’
5. Quinte 11/3
6. Cimbel 2/3
7. Krummhorn 8’
Tremulant
II Hauptwerk C-g3
8. Bourdon 16’
9. Principal 8’
10. Rohrflöte 8’
11. Octave 4’
12. Spitzflöte 4’
13. Quinte 22/3
14. Superoctave 2’
15. Mixtur 11/3
16. Trompete 8’
III Schwellwerk C–g3
17. Geigenprincipal 8’
18. Holzgedackt 8’
19. Gamba 8’
20. Praestant 4’
21. Rohrflöte 4’
22. Nasat 22/3
23. Terz 13/5
24. Blockflöte 2’
25. Voix céleste 8’
26. Oboe 8’
27. Schalmey 4’
Tremulant
Pedal C–f1
28. Principal 16’
29. Subbass 16’
30. Octave 8’
31. Spielpfeife 8’
32. Octave 4’
33. Rauschpfeife IV 22/3
34. Posaune 16’
35. Zinke 8’

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Ziegler: Kirchen und Kapellen rund um den Zürichsee. Th. Gut Verlag, Stäfa 2000.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zur [ Orgel]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katholische Kirche Küsnacht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.316968.58105Koordinaten: 47° 19′ 1″ N, 8° 34′ 52″ O; CH1903: 686373 / 241305