St. George’s

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert die Stadt auf Grenada, zu anderen Bedeutungen siehe Saint Georges.
St. George’s
St. George’s (Grenada)
Red pog.svg
Koordinaten 12° 3′ N, 61° 45′ W12.044444444444-61.741666666667Koordinaten: 12° 3′ N, 61° 45′ W
Basisdaten
Staat Grenada

Parish

Saint George
Einwohner 7000 (2005)
Metropolregion 37.000 (2014)
Die Hauptstadt St. George’s, Foto von 1983
Die Hauptstadt St. George’s, Foto von 1983

St. George’s ist die Hauptstadt des Inselstaates Grenada in der Karibik und hat eine Einwohnerzahl von etwa 7000 (Stand: 2005).[1] In der Agglomeration von St. George’s leben etwa 37.000 Menschen.[2]

Die Stadt ist Sitz des Bistums Saint George’s in Grenada.

Ortslage[Bearbeiten]

St. George’s liegt an den Hängen rund um eine natürliche hufeisenförmige Hafenbucht und hat ein koloniales Stadtbild, das durch die französischen und britischen Kolonisten geprägt wurde. Auf den Hügeln, die die Stadt landseitig umgeben, gibt es zwei Forts, Fort George und Fort Frederick.

Sieben Kilometer entfernt liegt der Flughafen Point Salines.

Geschichte[Bearbeiten]

St. George’s wurde im Jahr 1650 als Fort Royal durch die Franzosen gegründet. In den Kolonialkriegen am Ende des 17. und im 18. Jahrhundert wurde die Siedlung 1675 von holländischen Piraten geplündert und wechselte zwischen Frankreich und England (bzw. ab 1707 Großbritannien) mehrfach den Besitzer. Erst 1783 wurde St. George’s – wie Grenada insgesamt – infolge des Friedens von Paris endgültig britisch. Zweimal binnen weniger Jahre, 1771 und 1775, brannte die aus Holzhäusern bestehende Kleinstadt fast vollkommen nieder. Angesichts dieser Brandkatastrophen wurden die Bürger angehalten, die Häuser zumindest entlang der Hauptstraßen mit Steinen oder Ziegeln wiederaufzubauen; die Hütten der Sklaven wurden weiterhin aus Holz errichtet.[3]

Naturkatastrophen[Bearbeiten]

Als Anfang September 2004 der Hurrikan Ivan über Grenada hinweg zog, wurden 95 % der Häuser von St. George’s und die Kathedrale (Cathedral of the Immaculate Conception) zerstört oder beschädigt. Auch in den Folgejahren wurde die Stadt immer wieder von tropischen Wirbelstürmen in Mitleidenschaft gezogen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fischer Weltalmanach 2013, Artikel Grenada.
  2. Auswärtiges Amt: Grenada
  3. Beverley Steele: Grenada. A History of its People. Macmillan Caribbean, Oxford 2003. ISBN 0-201-52396-5. S. 72.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. George's, Grenada – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien