St. Ingbert

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt St. Ingbert
St. Ingbert
Deutschlandkarte, Position der Stadt St. Ingbert hervorgehoben
49.2788888888897.115229Koordinaten: 49° 17′ N, 7° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Saarpfalz-Kreis
Höhe: 229 m ü. NHN
Fläche: 49,95 km²
Einwohner: 36.394 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 729 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66386
Vorwahl: 06894
Kfz-Kennzeichen: IGB
Gemeindeschlüssel: 10 0 45 117
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 12
66386 St. Ingbert
Webpräsenz: www.sanktingbert.de
Oberbürgermeister: Hans Wagner (FAMILIE; angetreten und gewählt als unabhängiger Kandidat)
Lage der Stadt St. Ingbert im Saarpfalz-Kreis
Bexbach Homburg Kirkel St. Ingbert Blieskastel Mandelbachtal Gersheim Frankreich Frankreich Rheinland-Pfalz Landkreis Neunkirchen Regionalverband SaarbrückenKarte
Über dieses Bild

Die Mittelstadt St. Ingbert (im örtlichen Dialekt Dingmat) ist die fünftgrößte Stadt im Saarland.[2] Das Stadtgebiet umfasst die Stadtteile St. Ingbert-Mitte (mit Sengscheid und Schüren), Rohrbach (mit Geistkircherhof), Hassel, Oberwürzbach (mit Reichenbrunn und Rittersmühle) und Rentrisch.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Flächenverteilung nach Stadtteilen
Flächenverteilung nach Nutzung

Fläche[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet umfasst mit allen fünf Stadtteilen zusammen eine Fläche von zirka 50 Quadratkilometern. Auf die Stadtteile – aufgelistet nach der Bevölkerungsgröße – entfallen somit folgende Flächen:

Nach der Nutzung gesehen, verteilen sich die 50 km² Gesamtfläche der Mittelstadt folgendermaßen:

  • 22 % Gebäude- und Freiflächen
  • 8,2 % Verkehrsfläche
  • 14,2 % landwirtschaftliche Flächen
  • 52,3 % Waldfläche

Natürliche Grundlagen[Bearbeiten]

St. Ingbert liegt an den westlichen Ausläufern des Pfälzerwaldes. So ist der größte Teil des Stadtgebietes von naturnahem Buchenwald (etwas mehr als die Hälfte der Fläche, s. Schaubild) und sanften Hügeln geprägt . Die Kernstadt sowie die Stadtteile Rohrbach und Rentrisch werden vom Rohrbach durchflossen, der in die Saar entwässert. Die Bäche, die die Stadtteile Reichenbrunn, Oberwürzbach und Hassel durchfließen, entwässern in die Blies.

Geologisch liegt die Stadt im Bereich der Pfälzer Mulde,[3] die hier vom Buntsandstein gebildet wird. Die wenig fruchtbaren Böden werden hauptsächlich von Wald bestanden. Als natürliche Vegetation wäre auf den meisten Standorten ein relativ artenarmer, bodensaurer Buchenwald[4] zu erwarten, ein Waldbild, das durch die naturnahe Waldbewirtschaftung der letzten Jahrzehnte auch an vielen Standorten erreicht ist. Nur in den bachbegleitenden Feuchtzonen sollte ein Erlenbruchwald vorkommen, wie er im Bereich des Naturschutzgebietes Im Glashüttental zu sehen ist. Die Naturschutzgebiete im Bereich der Stadt St.Ingbert (Im Glashüttental/Rohrbachtal, Frohnsbachtal-Geißbachtal, Ritterstal) stellen solche Feuchtgebiete unter Schutz.[5] Südlich von St. Ingbert beginnt mit dem Bliesgau das Pfälzisch-Saarländische Muschelkalkgebiet, das durch seine lehm- und tonhaltigen Böden und durch eine überwiegend landwirtschaftliche Nutzung gekennzeichnet ist. Nordwestlich von St. Ingbert fängt mit dem Saarbrücker Sattel das Karbon (Westfalium)[6] an, das von der St. Ingberter Grube genutzt wurde.

Von der naturräumlichen Gliederung her liegt St. Ingbert (Kernstadt und Rohrbach) im Bereich der St. Ingberter Senke, die den westlichen Abschluss der St. Ingbert-Kaiserslauterer Senke bildet.[7] Die Ortschaften Hassel, Oberwürzbach, Reichenbrunn und Sengscheid gehören zum Sankt Ingbert-Kirkeler Waldgebiet. Dieses endet mit dem Höhenzug Kahlenberg - Betzentaler Berg (Rotenkopf) - Stiefel, der gegen die Senke hin steil abbricht.

Lage[Bearbeiten]

Blick über St. Ingbert

St. Ingbert liegt an der Achse SaarbrückenHomburg, die für das Saarland von zentraler Bedeutung ist, da sie die meiste Wirtschaftskraft des Landes bündelt. International gesehen liegt St. Ingbert an der Linie, die das Pariser Becken mit dem Rhein-Main-Gebiet um Frankfurt am Main verbindet. Bemessen nach dem Gradnetz der Erde liegt St. Ingbert (Messpunkt Engelbertskirche in der Stadtmitte) bei 7° 6' und 45" östlicher Länge sowie 49° 16' und 47" nördlicher Breite.

Nachbarkommunen[Bearbeiten]

Die Mittelstadt hat sieben Nachbarkommunen. Im Uhrzeigersinn sind das Spiesen-Elversberg und Neunkirchen (Saar) (Landkreis Neunkirchen), Kirkel, Blieskastel und Mandelbachtal (Saarpfalz-Kreis), Saarbrücken und Sulzbach/Saar (Regionalverband Saarbrücken).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten]

Vom ersten nachchristlichen Jahrhundert an sind römische Siedlungen auf dem Stadtgebiet belegt. Die zeitliche Einordnung der archäologischen Funde vom Eichertsfels ist unsicher. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes findet sich am 28. Juni 888 in einer Schenkungsurkunde König Arnulfs, damals noch als Lendelfingen. Um 580 weilte der Heilige Ingobertus auf dem Gebiet des heutigen St. Ingbert.

Der Ortsname[Bearbeiten]

Der Name der Stadt geht auf den Heiligen Ingobertus zurück. Ingobertus oder Ingbert soll auf dem heutigen Stadtgebiet als Einsiedler gewirkt haben. Nach Vermutungen könnte es der Bereich um den Heiligenbrunnen am Alten Friedhof gewesen sein. Bislang sind allerdings keinerlei Hinterlassenschaften wie zum Beispiel Reliquien oder ein Grab gefunden worden; auch historisch klar belegte Beweise für seine Tätigkeit in der Stadt existieren nicht. Bevor Ingobertus sich auf dem Gebiet des heutigen St. Ingbert niederließ, siedelte er in Trier zu Zeiten des Bischofs Magnerich in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts. Er kannte Wendelin („St. Wendel“), Disibod, Banto (fränkischer Feldherr) und Wulflaich (Säulenheiliger aus dem 6. Jahrhundert) persönlich.

Nach dem Wegzug Ingoberts benannte man vermutlich eine Kapelle nach dem Heiligen, der erst Jahrhunderte später dem ganzen Ort seinen Namen geliehen hat.

888 wurde St. Ingbert erstmals als Lendelfingen urkundlich erwähnt – 300 Jahre, bevor überhaupt erst der Name St. Ingbert auftauchte. Zuerst bezeichnete Lendelfingen („Lantolvinga“) ein Königsgut und einen bei einer Landnahme gegründeten Ort der Alemannen. Unter Lendelfingen verstand man einen mitten im Tal liegenden Ortsteil des Ortes. Erst später übertrug er sich auf den ganzen Ort. Zwar kam 300 Jahre später der Name St. Ingbert auf, Lendelfingen wurde jedoch gleichbedeutend mit dem neuen Namen noch sieben Jahrhunderte weiter verwendet. Erst mit dem Dreißigjährigen Krieg gerät Lendelfingen in Vergessenheit – zusammen mit den Ursprüngen des Namens „St. Ingbert“. 1174 wurde zum ersten Mal der heutige Ortsname durch „St. Ingebrehtum“ wiedergegeben. 6 Jahre später wurde St. Ingbert als „St. Engilbertum“ urkundlich erwähnt.

Politische Zugehörigkeit und Besitzverhältnisse[Bearbeiten]

Im Jahre 960 fällt St. Ingbert zusammen mit dem Bliesgau an das Bistum Metz.

Am 15. Juli 1339 kommt St. Ingbert mit Blieskastel zum Erzstift Trier. Kirchlich bleiben beide jedoch beim Bistum Metz.

1475 wird der St. Ingberter Bann (Herrschaftsgebiet) zum ersten Mal bestimmt.

Im Jahr 1487 kommt Johann von der Leyen durch Heirat in den Besitz von einigen Rechten bezüglich St. Ingbert.

Während der Pest-Zeit im 16. Jahrhundert gehörte der Ort zu Kurtrier. In den folgenden Jahrzehnten bis 1634 gehörte er als Pfandbesitz zu Nassau-Saarbrücken.

1634 wurde St. Ingbert zusammen mit Blieskastel wieder aus nassau-saarbrückischer Herrschaft durch Kurtrier eingelöst.

1793 kam es zum Ende der Herrschaft der Grafen von der Leyen. Die Gräfin Marianne floh aus Blieskastel. Die Gemeinde erhielt daraufhin die Rechte, die vorher den Grafen gehörten. Am 22. September 1797 wird die Freie Republik St. Ingbert ausgerufen, die einen Bestand von acht Tagen haben sollte. Schließlich wurde St. Ingbert 1798 dem Saardepartement zugeteilt.

Zwischen 1814 und 1816 kam St. Ingbert zusammen mit Blieskastel unter bayerisch-österreichische Verwaltung. Ab 1816 wurde St. Ingbert dem Königreich Bayern zugeschlagen.

Durch den Versailler Vertrag 1919 wurden St. Ingbert sowie Homburg von der Pfalz an das neu geschaffene Saargebiet abgetreten. Dieses stand unter der Verwaltung des Völkerbundes, war jedoch wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen.

Bei der Volksabstimmung vom 13. Januar 1935 über das Saarstatut stand die Beibehaltung des Status Quo (Völkerbundsmandat), die Eingliederung des Saarlandes nach Frankreich oder Deutschland zur Wahl. 91,4 Prozent der St. Ingberter waren für eine Rückgliederung ins Deutsche Reich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Saarland politisch teilautonom. Erst nach einer erneuten Volksabstimmung 1955 erfolgte 1957 die Eingliederung in die Bundesrepublik Deutschland.

Wirtschaftliche Entwicklung[Bearbeiten]

1662 wurden die Kohlegruben wieder in Betrieb genommen, die während des Dreißigjährigen Krieges zerfallen waren. Außerdem wurde in den folgenden Jahrzehnten Eisenerze aus St. Ingbert verhüttet und Holz aus dem St. Ingberter Wald vermarktet.

Im 18. Jahrhundert begann in St. Ingbert langsam die industrielle Entwicklung. So kam es im Jahr 1700 zu ersten Überlegungen bezüglich des Baus eines Alaunwerkes und einer Vitriolfabrik. Außerdem wurde in den nächsten Jahren Eisenerze und der Wald über die Grenzen des Ortes vermarktet, bis zum Niederrhein und nach Holland. Es entstand 1725 eine Mühle. 1732 wurde ein Pachtvertrag zwischen dem Consortium Lehnen-Gottbill-Loth und Graf Caspar von der Leyen bezüglich der Errichtung eines Eisenwerkes abgeschlossen. Im Frühsommer 1733 war es schließlich so weit und eine Hütte mit Schmelze und Hammerwerk konnte ihren Betrieb aufnehmen.

In den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts wurde die Kohleförderung nach und nach erschlossen. Außerdem gab es in diesem Zeitraum die erste amtliche Untersuchung über den Bergbau in St. Ingbert. Man rang mit der Idee, die vielen Privatgruben zu verstaatlichen. Dies sollte 1777 Realität werden, als Gräfin Marianne von der Leyen dem Unternehmer Johann Wolfgang Falck den St. Ingberter Bergbau übergab und alle St. Ingberter Gruben entschädigungslos eingezogen wurden. Die Kohle wurde mit Schiffen bis nach Koblenz und Mainz transportiert.

Im gleichen Jahr wurde durch die Eröffnung einer Rußhütte auch Koks hergestellt. Zwei Jahre später wurde der Versuch unternommen, die „Praschenfeuerung“ wieder einzuführen, die schon 1773 versucht worden war. Im gleichen Jahr zeichnete sich auch der Ruin des Eisenwerkes ab, das jedoch von der gräflichen Rentkammer (Finanzverwaltung) selber übernommen wurde.

1784 wurde in St. Ingbert die Mariannentaler Glashütte durch Marianne von der Leyen gegründet. Diese Glashütte erhielt das Recht, eigene Kohlegruben zu betreiben. 1786 wurde per Vertrag die Gründung einer neuen Alaunhütte beschlossen.

Am 12. März 1788 erließ Gräfin Marianne von der Leyen einen Erlass, wonach auch die Verwendung der Steinkohle in den Wohnhäusern möglich wurde. Hintergrund der Entscheidung war die Abnahme des St. Ingberter Holzes. Im gleichen Jahr noch übernimmt der Protestant Philipp H. Krämer Teile des Hüttenwerks sowie die Gesamtleitung der Schmelze. Zu dieser Zeit gab es 18 Schmelzarbeiter und 13 Erzgräber und Kohlebrenner.

1804 kaufte die Witwe von Philipp Heinrich Krämer, Sofie Krämer, das Eisenwerk.

In den 1950er Jahren kam der Steinkohleabbau in St. Ingbert langsam zum Erliegen. Die Grube wurde geschlossen. In den 1970er Jahren wurde auch die Glashütte stillgelegt. Das machte in St. Ingbert einen starken Strukturwandel hin zum Dienstleistungssektor erforderlich.

Kriegsereignisse und andere Katastrophen[Bearbeiten]

In der Mitte des 16. Jahrhunderts (1553) wütete auch in St. Ingbert die Pest. In den Jahren von 1573 und 74 wurde die Gegend nochmals von der Pest heimgesucht. 1637 wurde St. Ingbert – bis vermutlich auf die Kirche – durch einen Brand vollständig zerstört.

Während des Ersten Weltkrieges wurde St. Ingbert 1915 mehrmals von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Einige Einwohner kamen dabei ums Leben. Das 1932 errichtete Denkmal nennt die Namen von 547 Sankt Ingbertern, die im Ersten Weltkrieg starben.

1940 fand der erste britische Luftangriff auf St. Ingbert statt. Schon 1941 gab es den 100. Fliegeralarm. Ein Jahr später wurden die Glocken der Kirchen zu Kriegszwecken abgenommen. Am 11. Mai, 29. Juni, 16. Juli und 18. September des Jahres 1944 erfolgten Bombenangriffe auf die Stadt, bei denen 21 Menschen ihr Leben verloren und 35 Wohnungen zerstört wurden. Zwischen dem 8. und dem 17. Dezember 1944 lag die Stadt unter amerikanischem Artilleriefeuer.

Wie 1944, so gab es auch 1945, am 1. Januar, 14. Januar, 13. Februar und dem 15. Februar weitere Bombenangriffe auf die Stadt. Ebenso kam es am 5. März bis zum 7. März zu Artilleriebeschuss, dann wieder im Wechsel zu weiteren Bombenangriffen.

Am 20. März 1945 marschierten Truppen der 3. US-Armee von Ensheim her ein, fünf Tage später wurden die Amerikaner von den Franzosen abgelöst, die gleichzeitig auch die Verwaltung über St. Ingbert übernahmen. Im Zweiten Weltkrieg fielen 1.052 Einwohner von St. Ingbert.

Am 17. Juli 2007 brannten Turm und Schiff der Kirche St. Josef in St. Ingbert vollständig aus. Der Wiederaufbau zog sich hin bis ins Jahr 2011.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Ab dem Jahr 1329 wurden die ersten Einwohner namentlich genannt. Zwei Jahre später erschien das erste richtige Einwohnerverzeichnis, das 25 Haushalte umfasste.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts (1698) zählte St. Ingbert 21 Haushalte mit 88 Einwohnern, gegen Ende des 19. Jahrhunderts zählte die Stadt etwa 10.000 Einwohner.

Bis zum Jahr 1923 wuchs die Bevölkerung aufgrund der boomenden Kohleförderung, Eisenverarbeitung und Glasindustrie stark an. In 1939 stieg die Einwohnerzahl durch Rückwanderer auf 28.000. Infolge der Kriegsereignisse des Zweiten Weltkrieges lebten zeitweise bis zu 40.000 Menschen in der Stadt.

Seit wenigen Jahren verzeichnet St. Ingbert eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung, die Einwohnerzahl sank von 41.000 auf rund 37.000. Der Status einer Mittelstadt ist dadurch noch nicht gefährdet, nachdem der Landtag des Saarlandes die diesbezügliche Grenze schon vor Jahren von 40.000 auf 30.000 Einwohner herabgesetzt hatte.

Kulturelle und sonstige Ereignisse[Bearbeiten]

St. Ingbert in vorbayerischer Zeit[Bearbeiten]

Hauptartikel: St. Ingberter Waldstreit

Während der Zeit um 1561, gab es immer wieder Streitigkeiten über das Geleitsrecht und um den St. Ingberter Wald – oftmals zwischen den Kurfürsten von Trier, den Herzögen von Pfalz-Zweibrücken und Nassau-Saarbrücken.

Um das Jahr 1564 wurden die Grenzen des Bannes St. Ingbert detailliert festgelegt. Mit einer Karte beschrieb Tilemann Stella die Grenzen – gerade im Hinblick auf die Nachbardörfer Hassel und Rohrbach.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kam es gehäuft zu Weidestreitigkeiten zwischen St. Ingbert und Rohrbach.

In den 30er, 40er und 50er Jahren des 18. Jahrhunderts gab es Waldprozesse in St. Ingbert zwischen dem gräflichen Fiskus und der Gemeinde St. Ingbert. In der ersten Instanz verlor die Gemeinde die vermeintlichen Nutzungsrechte. Auch in der zweiten Instanz wurde dieses Urteil bestätigt. Um am Reichskammergericht Wetzlar durchzukommen, ließ die Gemeinde Urkunden fälschen. Im Juli 1775 griffen die Kurfürsten von Trier in den Prozess ein und schlugen sich auf die Seite der Gemeinde. Nach einem Gutachten eines kurtrierischen Oberförsters endete der Waldprozess mit einem Vergleich. Die Folge war ein Interventionsschritt Kurtriers im Prozess zugunsten der Landesherrschaft.

1739 wurde eine kaiserliche Poststation in St. Ingbert errichtet.

1755 wurde die katholische St. Engelbertskirche vollendet. Damit bekam der mittlerweile 400 Einwohner starke Ort eine eigene Kirche. Vorher fanden die Messen nur in einer Kapelle statt. Ursprünglich sollte die Kirche Ingobertuskirche heißen. Weil aber damals schon die Existenz Ingobertus' nicht als gesichert angesehen werden konnte, einigte man sich auf den Kompromiss Engelbert.

Mit der industriellen Entwicklung kam es 1773 schließlich zur Einstellung der ersten fremden Bergleute. 1785 wanderten die ersten protestantischen Bergleute ins rein katholische St. Ingbert ein. Dem wurde mit dem Bau der Martin-Luther-Kirche 1858/59 Rechnung getragen.

Am 18. September 1789 gab es Aufstände einiger Gemeinden im Herrschaftsgebiet der Grafen von der Leyen. Am 9. Oktober wurden die Schmelz, die Kohlegruben und der Wald durch Bürger besetzt. Die Folge war die Neuwahl revolutionärer Gemeindevorsteher. Vom 6. Dezember 1789 bis zum Januar des Folgejahres wurde die Reichsexekution über den Ort verhängt. Infolgedessen wurde St. Ingbert durch kurpfälzische und kurmainzische Truppen besetzt.

1792 wurde nach heftigen Tumulten ein Freiheitsbaum vor das Portal der Engelsbertskirche gesetzt. 1793 kam es zum Ende der Herrschaft der Grafen von der Leyen. Die Gräfin Marianne floh aus Blieskastel. Die Gemeinde erhielt daraufhin die Rechte, die vorher den Grafen gehörten. Zwischen 1793 und 1795 waren die Kohlegruben abwechselnd in französischer und deutscher Hand.

Jugendherberge (l. mit Turm) und der neue Bahnhof St. Ingbert (1898)

1801 wurde St. Ingbert wegen des Konkordates zwischen Papst Pius VII. und Napoleon vom Bistum Metz getrennt und dem Bistum Trier zugeschlagen, wo es bis 1821 blieb. Zwischen 1806 und 1813 durchquerte Napoleon mit seinen Truppen den Ort sieben Mal.

St. Ingbert in bayerischer Zeit (1816–1919)[Bearbeiten]

Zwischen 1814 und 1816 kam St. Ingbert zusammen mit Blieskastel unter bayerisch-österreichische Verwaltung. Ab 1816 wurde St. Ingbert dem Königreich Bayern zugeschlagen. Ebenso ging das Bergwerk in bayerischen Staatsbesitz über.

1821 wurde die Pfarrei St. Ingbert infolge der bayerischen Herrschaft dem Bistum Speyer zugeschlagen, dem es bis heute angehört.

Kapelle am Alten Friedhof 1851 vor dem Umbau

Im Jahre 1829 bekam die Gemeinde St. Ingbert die Stadtrechte verliehen, was jedoch keine größeren Neuerungen mit sich brachte, da der Ort schon vorher Marktrechte hatte. Von 1816 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts stand St. Ingbert unter der Verwaltung des Königreiches Bayern. Zeugnisse davon sind alte Grenzsteine, das Wappen von St. Ingbert (mit bayerischem Blau-Silber), sowie die Zugehörigkeit zum Bistum Speyer, das wiederum zum Erzbistum Bamberg in Bayern gehört.

1838 wurde in St. Ingbert die erste Straßenbeleuchtung eingeführt, damals noch mithilfe von Petroleum. 1849 wurde der Ort Rohrbach von St. Ingbert abgetrennt und wurde eine eigene Bürgermeisterei. Später, 1852, wurde auch Oberwürzbach abgetrennt und der Bürgermeisterei Ommersheim angegliedert.

Wegen des Bergbaus und der damit verbundenen Einwanderung vieler Protestanten in das katholische St. Ingbert war der Bau einer protestantischen Kirche notwendig geworden.

1864 wurde die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert gegründet, ein Jahr später die erste Ortszeitung, 1888 gründet Friedrich Dasbach die zentrumsnahe Westpfälzische Zeitung.

Mit der Errichtung eines Gaswerkes wurde die Gasbeleuchtung 1866 eingeführt.

Blick über St. Ingbert um 1888

Am 1. Juni 1867 wurde die Stadt ans Eisenbahnnetz über die Strecke Hassel – Schwarzenacker – bis nach Homburg und weiter nach Ludwigshafen angeschlossen. Drei Jahre später wurde dann die Bahnlinie in Richtung Saarbrücken fertiggestellt. Der Zugverkehr von Homburg nach Saarbrücken lief weiter über Neunkirchen (Saar).

Nachdem die Kirche St. Engelbert zu klein geworden war, legte man 1890 den Grundstein für die Kirche St. Josef, die drei Jahre später eingeweiht werden sollte. 1899 erhielt die Josefskirche ihr erstes Geläut mit vier Glocken, die 1942 kriegsbedingt abgeliefert werden mussten und eingeschmolzen wurden.

Prozession in St. Ingbert, Albert Weisgerber, 1907

Am 1. Januar 1904 wurde die neue Verbindungsbahn von St. Ingbert über Rohrbach nach Hassel fertig gestellt. Die direkte Verbindung zwischen St. Ingbert und Hassel legte man still, weil der Hasseler Tunnel einsturzgefährdet war. Zum gleichen Termin ging die direkte Strecke von Rohrbach über Kirkel und Limbach nach Homburg in Betrieb.

St. Ingbert nach dem Ersten Weltkrieg[Bearbeiten]

1922 wurde in Teilen St. Ingberts die erste elektrische Straßenbeleuchtung eingeführt, die Gaslaternen blieben in anderen Stadtgebieten bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts in Betrieb.

1936 wurde Sengscheid von Ensheim abgetrennt und St. Ingbert zugeschlagen.

In St. Ingbert kam es am 9. November 1938 (die Reichskristallnacht), zu keinerlei Ausschreitungen gegen Juden. Auch die Synagoge, die sich seit Oktober 1936 im Besitz der Stadt St. Ingbert befand, blieb unversehrt.[8] In der NS-Zeit wurden der Friedhof der jüdischen Gemeinde geschändet, die Grabsteine abgeräumt und in einem benachbarten Steinbruch gelagert. Nach 1945 wurden sie wieder aufgestellt.[9]

St. Ingbert seit dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

1953 stiftete die Stadt St. Ingbert Ersatz für die im Krieg verloren gegangenen Glocken; von diesen insgesamt 21 Glocken erhielt die Josefskirche fünf (St. Theodor, St. Carolus, St. Maria, St. Josef, Schutzengel). Diese fielen dem Brand im Juli 2007[10] zum Opfer und konnten im Jahr 2011 ersetzt werden. Zusätzlich zu den fünfen kamen noch durch Spender zwei weitere (St. Florian, St. Ingobertus) hinzu.

Am 1. Januar 1974 wurde der Landkreis Sankt Ingbert mit dem Landkreis Homburg zum Saar-Pfalz-Kreis zusammengelegt. Homburg wurde zur Kreisstadt dieses neuen Landkreises bestimmt. Als Ausgleich wurde der Stadt am 1. April 1974 der Status einer Mittelstadt zuerkannt,[11] der St. Ingbert mehr Rechte als einer gewöhnlichen Stadt zugestand. Obwohl St. Ingbert im Saarpfalz-Kreis (geänderte Schreibweise des Kreisnamens seit dem 10. Juli 1989) gelegen ist, wird die Gemeindeaufsicht nicht durch den Kreis, sondern direkt durch das saarländische Ministerium des Innern durchgeführt. Diese Sonderstellung wird auch dadurch deutlich, dass St. Ingbert einen eigenen Kfz-Zulassungsbezirk hat, dem das Unterscheidungszeichen IGB zugewiesen wurde.

Ehemaliges Wappen des Kreises St. Ingbert

Am 1. Dezember 2000 wurde die Schreibweise Sankt Ingbert offiziell in St. Ingbert geändert.[12]

Seit dem 1. Januar 2008 ist St. Ingbert Sitz des neugeschaffenen und saarlandweit zuständigen Landesverwaltungsamtes (unter anderem Zentrale Ausländerbehörde, Zentrale Bußgeldstelle, Gemeindeaufsicht). Im Januar 2009 nahm an der ehemaligen Mühlwaldschule das neue Landesinstitut für präventives Handeln (LPH) seine Arbeit auf.

Verschwundene Industrie- und Wirtschaftszweige[Bearbeiten]

Verschiedene Industrie- und Wirtschaftszweige, die das Leben in St. Ingbert geprägt haben, sind im 20. Jahrhundert vollständig verschwunden.

Glashütten[Bearbeiten]

Von dem ehemaligen Schwerpunkt der gesamten südwestdeutschen Glasindustrie[13] sind außer einigen Namen noch einige charakteristische Straßenzüge übriggeblieben. Auf dem Gelände der ehemaligen Vereinigten Vopelius'schen und Wentzel'schen Glashütten in der Nähe der Autobahn befindet sich heute ein Baumarkt, dessen Bauhülle in der Form an die alte Glashütte erinnert.

Siedlungshäuser der Glashütte in St. Ingbert, genannt „Kolonie“

Brauereien[Bearbeiten]

An die ehemalige Brauerei Becker erinnert heute noch der „Beckerturm“, der zusammen mit der Kirche St. Josef das Stadtbild oberhalb der Kaiserstraße bestimmt.

Kohlengrube[Bearbeiten]

An die ehemals größte bayerische Kohlengrube im Nordteil der Stadt erinnert heute noch der als Besucherbergwerk zugängliche Rischbachstollen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurden im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform die bis dahin eigenständigen Gemeinden Hassel, Oberwürzbach, Rentrisch und Rohrbach der Stadt St. Ingbert zugeordnet.[14][15]

Ausgliederungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurden Gebietsteile mit damals mehr als 800 Einwohnern in die Nachbarstadt Sulzbach/Saar umgegliedert.[15] Sie gehören seitdem zum Sulzbacher Stadtteil Schnappach.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Situation[Bearbeiten]

Geschäftsstelle der SAP AG am St. Ingberter Bahnhof

Nachdem die traditionelle Industrie in den Bereichen Glas, Kohle und Stahl fast nicht mehr existiert, sind es heute vor allem Unternehmen im Hightech- und Dienstleistungsbereich, die Arbeitsplätze schaffen. Wichtige Unternehmen sind Festo (2300 Mitarbeiter), Willy Voit GmbH & Co. KG (1000 Mitarbeiter), Baugruppe Peter Gross (850 Mitarbeiter), SAP (450 Mitarbeiter), Wolfgang Preinfalk GmbH (200 Mitarbeiter), Laboratorien Dr. Latza & Partner und Drahtwerke St.Ingbert. Außerdem ist die Stadt Standort für wissenschaftliche Einrichtungen wie das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT).

Freie Gewerbeflächen stehen in St. Ingbert in erheblichem Umfang zur Verfügung.

Gewerbegebiete[Bearbeiten]

In St. Ingbert gibt es 12 Gewerbegebiete:

Drahtwerk Nord Areal
  • St. Ingbert West – Dudweilerstraße / Schlackenberg
  • St. Ingbert West – Am Grubenstollen
  • St. Ingbert West – Güterbahnhof
  • St. Ingbert Mitte – Innovationspark am Beckerturm
  • St. Ingbert Mitte – Im Schiffelland/Pottaschwald
  • St. Ingbert Mitte – Oststraße
  • St. Ingbert Mitte – Drahtwerk Nord Areal DNA
  • St. Ingbert Mitte – Glashüttengelände
  • St. Ingbert Rohrbach – Mühlstraße
  • St. Ingbert Rohrbach – Geistkirch
  • St. Ingbert Rohrbach – Süd/Industriegelände
  • St. Ingbert Hassel
  • St. Ingbert Oberwürzbach

Außerdem wurde 1994 im Kastanienweg der Gewerbe- und Technologiepark gebaut, in dem inzwischen 13 Existenzgründer unter günstigen Rahmenbedingungen Büroräume gemietet haben und über 50 Arbeitsplätze entstanden sind.

St. Ingbert-Mitte[Bearbeiten]

Die ersten Gewerbegebiete waren und sind entlang der Saarbrücker Straße („Alte Schmelz“, Drahtwerk) und das Grubengebiet, das heute Kleinbetriebe beherbergt. Das erste moderne Gewerbegebiet der Stadt wurde zu Beginn der 1950er Jahre im „Pottaschwald“ auf einer Fläche von 20 Hektar geschaffen. Kurz darauf entstand das in der Nähe gelegene Gewerbegebiet „Schiffelland“, das vorher landwirtschaftlich genutzt wurde und nur mit Mühe von der Stadt erworben werden konnte. Das 23 Hektar umfassende Gewerbegebiet Drahtwerk Nord Areal „DNA“ (ehemals Saarstahl Drahtwerk) wird seit 2004 neu erschlossen.

Rohrbach[Bearbeiten]

Das größte Gewerbegebiet liegt zwischen St. Ingbert und Rohrbach auf einer Fläche von 390.000 Quadratmeter. Das ehemalige Gelände der Kléber Colombes, Reifen und Technische Gummiwaren AG, das verkehrsgünstig angebunden ist, soll laut Entwicklungsplan eine Fläche für klein- und mittelständische Unternehmen werden. Zwischen 2001 und 2004 wurden in Rohrbach-Süd, Poensgen-und-Pfahler-Str. und Im Reihersbruch von der Städtischen Gewerbegeländeentwicklungsgesellschaft ungefähr 50.000 Quadratmeter Gewerbegelände erschlossen und verkauft. Inzwischen sind dort etliche lokal arbeitende Handwerksunternehmen (z.B. Stalter CNC-Fertigung GmbH, Wagner & Günther Gartenbau, Hubert Niederländer Anlagenbau GmbH usw.) wie auch national und international arbeitende Unternehmen (z.B. iMAR Navigation GmbH, 50+ Arbeitsplätze) wie auch Dienstleister (z.B. unimed GmbH, 50+ Arbeitsplätze) angesiedelt und viele neue Arbeitsplätze entstanden. Weitere Gewerbegebiete sind „Rohrbach-Mühlstraße“ und „Rohrbach-Geistkirch“ mit dem Pneumatikhersteller Festo als größtes Unternehmen.

Hassel[Bearbeiten]

Auch in Hassel gibt es seit dem Jahre 1960 ein kleines Gewerbegebiet. Es wurde zwischen der Autobahn und der Saarstraße errichtet und erhielt den Namen „Gewerbegebiet im Stangenwald“.

Oberwürzbach[Bearbeiten]

Das „Gewerbegebiet Oberwürzbach“ entstand am Kesselwald auf privatem Grundbesitz und ist ein sehr kleines Gewerbegebiet mit wenigen Unternehmen.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Flugverkehr[Bearbeiten]

Nur etwa 10 bzw. 20 Autominuten entfernt befinden sich die internationalen Flughäfen Saarbrücken-Ensheim und Zweibrücken.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet liegen vier Bahnhöfe oder Haltepunkte. An der Kursbuchstrecke 670 Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim (von West nach Ost): Rentrisch, St. Ingbert, Rohrbach/Saar und an der Kursbuchstrecke 674 (Saarbrücken – Pirmasens): Hassel/Saar. Auf allen Bahnhöfen halten Regionalbahnen. Der St. Ingberter Bahnhof selbst, einst Schnellzughalt, wird von Regionalbahnen und Regional-Express-Zügen frequentiert. Er wurde 1867 als Endpunkt der in ihrer damaligen Form heute nicht mehr existierenden Würzbachbahn in Betrieb genommen.

Seit 1. Januar 2007 gilt die verbundweit eindeutige dreistellige Nummerierung.

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) versorgt die Regionalbus Saar-Westpfalz (RSW). Seit September 2003 werden von dieser in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung eigene Stadtbuslinien unter dem Begriff „Ingo“ mit Midibussen betrieben. Dieses Stadtbuskonzept brachte eine erhebliche Verbesserung des ÖPNV in der Stadt. „Ingo“ beruht auf drei ringförmigen Linien. Kernpunkt des Stadtbusses ist am Rendezvous-Platz, einer neugebauten Haltestellenanlage auf dem Gelände des vorherigen Busbahnhofes, wo sich die Linien alle 30 Minuten treffen und untereinander Anschlüsse bieten.

Individualverkehr[Bearbeiten]

St. Ingbert liegt direkt an der Bundesautobahn 6 zwischen Paris und Mannheim mit den Anschlussstellen Rohrbach (ehemals St. Ingbert-Ost), St. Ingbert-Mitte und St. Ingbert-West (von Ost nach West). Des Weiteren führt die Bundesstraße 40 durch das Stadtgebiet.

Behörden und Institutionen[Bearbeiten]

Neben der Verwaltung der Stadt selbst befinden sich noch folgende weitere Behörden in der Stadt:

Bildung und Wissenschaft[Bearbeiten]

Grund- und weiterführende Schulen[Bearbeiten]

St. Ingbert ist einer der wichtigsten Schulstandorte im Saarpfalz-Kreis mit einem großen Einzugsgebiet. Neben vier Grundschulen[16] und einer Montessori-Gundschule[17] hält die Mittelstadt ein großes weiterführendes Schulangebot bereit. So gibt es zwei allgemeinbildende Gymnasien, zwei Erweiterte Realschulen,[18] eine private katholische Realschule (Albertus-Magnus-Realschule) sowie ein Berufsbildungszentrum[19] mit einem beruflichen Gymnasium, hauswirtschaftlich-sozialpflegerischen Schulen, kaufmännischen Schulen und technisch-gewerblichen Schulen.

Zu den Gymnasien zählen das private katholische Albertus-Magnus-Gymnasium und das Leibniz-Gymnasium (St. Ingbert) (gesplittet in zwei Gebäudekomplexe).

Daneben gibt es eine Musikschule, die das Unterrichtsangebot der allgemeinbildenden Schulen unterstützt.

Fortbildung[Bearbeiten]

In der Erwachsenenbildung bietet die Städtische Volkshochschule Kurse in den unterschiedlichsten Themenbereichen an. Im Weiteren existiert noch eine Volkshochschule des Saarpfalz-Kreises, die in St. Ingbert berufliche Weiterbildungen anbietet. Außerdem gibt es noch die Akademie der Saarwirtschaft e. V., ein Bildungszentrum der Bundesagentur für Arbeit, die Katholische Erwachsenenbildung Saarpfalz e. V. sowie die Stadtbücherei.

Forschung[Bearbeiten]

St. Ingbert ist Sitz des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik (IBMT).

Hotspot-Verbund St. Ingbert[Bearbeiten]

Im Rahmen der Initiative „Saarland Unwired“ des saarländischen Wirtschaftsministeriums und der Deutschen Telekom AG ist in St. Ingbert ein Hotspot-Verbund eingerichtet worden. Seit Juli 2005 wird in großen Teilen der Fußgängerzone drahtloser Internetzugang über WLAN angeboten.

Politik[Bearbeiten]

Oberbürgermeister und Stadtrat[Bearbeiten]

Rathaus am Markt (im Hintergrund) vor dem Umbau 2005–2009, rechts die Stadthalle, dahinter der markante Turm der Freiwilligen Feuerwehr

Der Oberbürgermeister ist seit Juli 2012 Hans Wagner, der als unabhängiger Kandidat antrat, aber der Familienpartei angehört. Sein Vorgänger Georg Jung unterlag nach acht Jahren Amtszeit in einer Stichwahl am 6. November 2011 seinem Gegenkandidaten Hans Wagner mit 48,52 Prozent der Stimmen.

Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
36,7 %
26,8 %
12,5 %
6,6 %
5,6 %
5,2 %
3,5 %
3,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,4 %p
+4,6 %p
-0,8 %p
-0,9 %p
-3,7 %p
+5,2 %p
+3,5 %p
-4,2 %p

Der Stadtrat hat 45 Sitze. Nach den Kommunalwahlen im Saarland 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  Wahl 2014[20] Wahl 2009 Wahl 2004
Partei Anteil Sitze Anteil Sitze Anteil Sitze
CDU 36,7 % 17 35,3 % 17 45,1 % 21
SPD 26,8 % 13 22,2 % 10 27,1 % 13
Grüne 6,6 % 3 7,5 % 3 7,6 % 3
FDP 3,2 % 1 7,4 % 3 4,9 % 0
Die Linke 5,6 % 2 9,3 % 4
Familie 12,5 % 6 13,3 % 6 9,5 % 5
Wir für St. Ingbert 5,2 % 2 - -
UCD 3,5 % 12) - -
FW St. Ingbert 5,1 % 2 –/31)
Wahlbeteiligung 51,9 % 54,8 % 49,5 %

1) Bei den Wahlen vom 13. Juni 2004 kandidierte die Gemeinschaft Aufbruch St. Ingbert (GAS) und erreichte 3 Sitze. Die Städträte traten im Februar 2006 den Freien Wählern (FW) bei.[21] 2)Unabhängige Christ-Demokraten, eine Abspaltung der CDU seit 2012

St. Ingbert-Mitte[Bearbeiten]

Der Ortsrat St. Ingbert-Mitte hat 15 Sitze. Davon haben die CDU 6, die SPD 4, die Familienpartei 2, die Grünen, die Freien Wähler und die FDP jeweils 1 Sitz. Ortsvorsteher ist Ulli Meyer (CDU).

Wappen[Bearbeiten]

Das Stadtwappen der Mittelstadt St. Ingbert

Das Wappen der Mittelstadt St. Ingbert wurde durch den Innenminister des Saarlandes am 12. Mai 1976 verliehen. Da nach der kommunalen Neugliederung die Stadt St. Ingbert aufgelöst worden war und zusammen mit weiteren vier Gemeinden zur Mittelstadt St. Ingbert fusioniert wurde, war auch das Recht auf das bisher verwendete alte Wappen erloschen. Man verlieh der Mittelstadt jedoch das ältere Wappen wieder – mit ein paar kleinen heraldischen Änderungen. So fehlt die Mauerkrone.

Das bis 1947 gültige Wappen wurde auf Beschluss des Stadtrats am 7. Juli 1886 erstmals geführt. Vorausgegangen war die Genehmigung von König Ludwig II. von Bayern. Das Bayerische Staatsministerium des Innern formulierte die Beschreibung des Wappens so:

„Drei schräg geteilte Felder. Im mittleren Teil die Bayerischen Rauten (silber und blau) mit schreitendem Löwen in Gold. Im schwarzen Feld, links oben, ein silbernes Kammrad mit zwei gekreuzten silbernen Hämmern. Im roten Feld, rechts unten, wachsend ein schwarz gekleideter Bergmann, den Schachthut mit Nackenleder und silbernen Schlägel.“

Im Jahre 1947 wurde das Wappen von der französischen Militärbehörde außer Kraft gesetzt und gegen ein neues ersetzt. Da das alte Wappen formal nie abgeschafft worden war, führte St. Ingbert nach 1947 zwei Wappen. Das neue Wappen bildet seit 1974 das Wappen für den Stadtteil St. Ingbert-Mitte.

Die offizielle Beschreibung des Wappens lautet:

„Schild in Schwarz und Rot, durch ein durchgehendes goldenes Kreuz geviertelt. Im rechten oberen Feld zwei schräggekreuzte silberne Schlägel. Im linken oberen roten Felde drei goldene Lilien. Im rechten unteren roten Felde auf grünem Dreiberg eine silberne Kapelle. Im linken unteren schwarzen Felde ein silbernes Zahnrad.“

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bis zum Jahr 1956 waren die Bürgermeister meist alle ehrenamtlich tätig. Seitdem sind die Bürgermeister hauptamtlich tätig.

Hans Wagner bei seiner Amtseinführung 2012

Bürgermeister der Stadt St. Ingbert seit 1945:

  • Norbert Schier (1930–1945)
  • Gelzleicher (1946)
  • Karl Forster, CVP (1946–1948)
  • Georg Bleif, CVP (1948–1956)
  • Anton Saur, CVP (1956–1960)
  • Bernhard Kokott, CDU (1961–1971)
  • Werner Hellenthal, CDU (1971–1973)

Oberbürgermeister der Mittelstadt St. Ingbert

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

St. Ingbert unterhält eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Saint-Herblain (seit 1981), dem sächsischen Radebeul (seit 1988), die noch zu DDR-Zeiten entstanden war, sowie zu Rhodt unter Rietburg seit dem 17. Oktober 1959 eine offizielle „Weinpatenschaft“. Gemeinsam mit der französischen Partnerstadt Saint Herblain existiert ein Kooperationsabkommen mit der senegalesischen Landgemeinde N'Diaganiao.

Früher gab es außerdem eine Partnerschaft mit Diedesfeld und dem lothringischen Saarburg, wegen der Kriegsereignisse wurden sie jedoch nicht mehr aufrechterhalten. Außerdem hatte Rohrbach eine Partnerschaft mit der Gemeinde Kahl am Main von 1964 bis 1970, bis es kein Interesse mehr daran gab.

Kultur, Gesellschaft und Sport[Bearbeiten]

Jugendzentrum[Bearbeiten]

Das Jugendzentrum in der Pfarrgasse

Das St. Ingberter Jugendzentrum, kurz Juz, gehört zu den ältesten in Deutschland, die selbstverwaltet sind. Die Anfänge des Trägervereins „Jugendzentrum St. Ingbert in Selbstverwaltung e. V.“ reichen bis in die frühen 1970er Jahre. Seit 1980 befindet sich das Juz im Pfarrgaßschulhaus.

Vereine[Bearbeiten]

In St. Ingbert existieren um die 365 Vereine und vereinsähnliche Organisationen. Das Angebot reicht von Karnevalsvereinen über Kirchenchöre bis hin zu Seniorenvereinen.

In St. Ingbert existieren derzeit etwa 68 Sportvereine, die sich zahlreichen verschiedenen Sportarten widmen. Mit Unterstützung der Vereine gelingt es Sportveranstaltungen zu organisieren und ein Sportangebot für die Bürger zu schaffen. Im November 2005 gründeten 24 St. Ingberter Sportvereine den Sportbund St. Ingbert als Dachorganisation.

Museen[Bearbeiten]

Museum St. Ingbert[Bearbeiten]

Ehemaliges Museum St. Ingbert, heute Landesverwaltungsamt Saarland
Hauptartikel: Museum St. Ingbert

Auf 485 Quadratmetern gab das Museum St. Ingbert einen Überblick über Leben und Werk des St. Ingberter Impressionisten Albert Weisgerber. Weisgerber hinterließ ein umfangreiches Werk, das nach seinem frühen Tod zunächst in Vergessenheit geriet. Mit über 70 Gemälden und vielen weiteren Werken Weisgerbers besitzt die Albert Weisgerber Stiftung einen Großteil seiner Werke, die zwischen dem deutschen Impressionismus und dem beginnenden Expressionismus einzuordnen sind. Das Museum verfügte über eine zusätzliche Fläche von etwa 450 Quadratmetern, die für hochkarätige Wechselausstellungen vorgesehen war, sowie weitere Räumlichkeiten. Zunächst in städtischer Hand wurde das Museum St. Ingbert in die 1991 neu gegründete Albert Weisgerber Stiftung überführt, deren ideelle und finanzielle Träger die Stadt St. Ingbert und der Saarpfalz-Kreis waren. Das Museum wurde auf Vorschlag der Verwaltungsspitze mit Beschluss des Stadtrates im Juli 2007 aufgelöst, das Gebäude („Ehemaliges Landratsamt“) fiel an den Eigner, den Saarpfalz-Kreis zurück, der sich aus der Stiftung zurückzog. Verwaltung und Stadtrat von St. Ingbert beabsichtigen, ein neues Museum im Gebäude der ehemaligen „Baumwollspinnerei“, die sich in Privatbesitz befindet, zu errichten. Das neue Museum sollte nach Aussage der Verwaltungsspitze 2009 in Betrieb genommen werden. Nachdem zwischenzeitlich der Eröffnungstermin auf Herbst 2010 verlegt worden war, wurde er im November 2009 von der Stadtverwaltung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Heimatmuseum St. Ingbert[Bearbeiten]

Das Heimatmuseum beschäftigte sich mit der industriellen Vergangenheit in der Stadt. Von 1991 bis 2006 lief eine Dauerausstellung mit dem Titel „Kohle – Eisen – Stahl“. Es befand sich im Museum St. Ingbert. Beide Museen waren im Gebäude des ehemaligen Landratsamtes des Kreises St. Ingbert am Markt untergebracht, das in den fünfziger Jahren im damals typischen Nachkriegsbaustil der Wirtschaftswunderjahre errichtet wurde.
Das Heimatmuseum wurde im Jahr 2006 auf Anordnung der Verwaltungsspitze aufgelöst.

Besucherbergwerk Rischbachstollen[Bearbeiten]

Der Rischbachstollen ist Teil der ehemaligen Steinkohlengrube St. Ingbert, die 1959 ihre Tore schloss. Der heute zugängliche Teil (etwa 700 Meter Hauptstollen plus mehrere Nebenstollen) wird seit etwa 1990 von engagierten ehemaligen Bergleuten wieder mit Leben erfüllt. Während der Besichtigung des Stollens erhält der Besucher Einblicke in die Arbeit und das Leben der Bergleute von vor über 100 Jahren, als noch Handarbeit vorherrschte und Grubenpferde die Kohlenwagen zogen. Die Besucher dürfen selbst Maschinen bedienen und mit „Schlägel und Eisen“ arbeiten. Nach der Befahrung geht es erneut ins ehemalige Zechenhaus, wo Waschkaue, Lampenstube, Kaffeeküche und ein kleines Museum zum Verweilen einladen.

Der Rischbachstollen will Geschichte zum Anfassen vermitteln. Seit April 2009 ist eine funktionsfähige, renovierte Grubenlokomotive im Einsatz. Sie fährt mit Besuchern in den Hauptstollen ein und lässt sie die Arbeitswelt der Bergleute nacherleben.[22]

Saarländisches Fastnachtsmuseum[Bearbeiten]

Das Fastnachtsmuseum wurde am 26. August 1995 eröffnet. Es umfasst alte Mützen, Uniformen, Kostüme und Orden, sowie weitere Gegenstände aus der saarländischen Fastnacht. Nach einem Umzug hat es sich am Innovationspark am Becker-Turm niedergelassen.

Nach einem Besuch von Präsidiumsmitgliedern des Kölner Karnevalvereines Kölscher Narrengilde im August 2006 in St. Ingbert, regten diese in Köln die Gründung eines ebensolchen Museums an. Das Kölner Karnevalsmuseum hat also Sankt Ingberter Wurzeln.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

St. Ingberter Pfanne[Bearbeiten]

Seit mittlerweile über 25 Jahren findet in St. Ingbert die Woche der Kleinkunst statt. Im Rahmen dieses Wettbewerbs wird die „St. Ingberter Pfanne“ als Preis verliehen. Das Festival ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, es zählt zu den drei wichtigsten im deutschsprachigen Raum. Prominenteste Preisträger der St.Ingberter Pfanne sind Rüdiger Hoffmann und Eckart von Hirschhausen.

Internationales Jazz-Festival[Bearbeiten]

Die Veranstaltung wurde 1987 von dem 2006 verstorbenen Musiker Jörg Jacob zunächst in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums ins Leben gerufen. Durch Aufbau von Kontakten zur internationalen Jazzszene machte er das Festival schnell „fit“ zum Umzug in die Stadthalle. Mit der Unterstützung des seinerzeitigen Kulturamtsleiters Elmar Peiffer, der kulturellen Szene St.Ingberts und wechselnden kreativen künstlerischen Leitern gelang es, das Festival rasch zu seiner jetzigen Größe aufzubauen.
Anfang bis Mitte März eines jeden Jahres findet von Donnerstag bis Samstag ein Festival mit internationaler Besetzung statt. Eingebunden ist die renommierte Veranstaltung in eine enge Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk als Medienpartner. Im Jahre 2008 wurde im Rahmen des Festivals zum ersten Mal der mit 3000 Euro dotierte Jazz-Förderpreis der Stadt St. Ingbert verliehen.

Ingobertusmesse[Bearbeiten]

Anfang Oktober eines jeden Jahres (Immer der dritte Oktober in Verbindung zum unmittelbar vorgelagerten oder sich anschließenden Wochenende) findet in St. Ingbert eine der größten regionalen Verbrauchermessen im Südwesten Deutschlands statt. In den beiden Hallen, in einem Großzelt auf dem Marktplatz sowie auf dem angrenzenden Freigelände präsentieren St. Ingberter und Unternehmen aus dem näheren Umfeld ihre Angebote, die die gesamte Produktpalette des täglichen Bedarfs -Waren und Dienstleistungen- umfassen. Die Messe wird vom örtlichen „Verein für Handel und Gewerbe“ in Kooperation mit der Stadtverwaltung ausgerichtet. An drei Messetagen verzeichnet sie etwa 70.000 Besucher. Seit 2008 wird der neu gestaltete Kuppelsaal des Rathauses mit einbezogen. Trotzdem gibt es regelmäßig Wartelisten für die Aussteller. Begleitet wird die Messe von kulturellen und wirtschaftspolitischen Rahmenveranstaltungen.

Edle Steine[Bearbeiten]

Am ersten Novemberwochenende eines jeden Jahres findet in der Stadthalle unter dem Namen „EDLE STEINE“ eine Mineralien-, Fossilien-, Edelstein- und Schmuckbörse statt. Über 70 teils internationale Händler sind bei der Börse, die sich seit Jahren zur größten ihrer Art im Südwesten Deutschlands entwickelt hat, vertreten. Regelmäßig besuchen über 10.000 Interessenten an den beiden Wochenendtagen die Veranstaltung.

Saar-Lor-Lux-Tourismusbörse[Bearbeiten]

Im März eines jeden Jahres findet an einem Wochenende in der Stadthalle eine touristische Veranstaltung mit überregionalem Charakter statt, die „Saar-Lor-Lux-Tourismusbörse“. Veranstalter ist der Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit der Stadt St. Ingbert. Zahlreiche touristische Destinationen, aber auch Einzelanbieter aus allen Regionen Deutschlands sowie aus der Großregion (Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonien) sind mit ihren Angeboten auf der Börse vertreten. An dem Wochenende werden regelmäßig über 10.000 Besucher gezählt.

Theater[Bearbeiten]

In der Stadthalle finden in unregelmäßigen Zeitabständen Theateraufführungen statt, pro Saison zwischen fünf und zehn. Zudem werden Kindertheaterstücke in der Stadthalle aufgeführt. Veranstalter ist das Kulturamt St. Ingbert. Zu den Theatergruppen, die jährlich in der Stadthalle auftreten, gehören unter anderem die „Musenbolde“, eine Jugendtheatergruppe der St. Ingberter Pfarreien Herz-Mariae und St. Hildegard.

Religionen und Kirchen[Bearbeiten]

Die evangelischen Christen St.Ingberts (außer Rentrisch) gehören zur Evangelischen Kirche der Pfalz (protestantische Landeskirche). Das 1974 eingemeindete Rentrisch gehörte im Gegensatz zum Rest der Stadt zu Preußen und damit zur Evangelischen Kirche im Rheinland (der ehemaligen Rheinprovinz). Umgekehrt verhält es sich mit dem Saarbrücker Stadtteil Ensheim. Er ist der einzige, der zur Pfälzischen Landeskirche gehört, während das übrige Stadtgebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland angegliedert ist, weil Ensheim bis 1973 zum Kreis St. Ingbert gehörte.

Die katholischen Christen gehören zum Bistum Speyer, mit Ausnahme der Katholiken im Stadtteil Rentrisch, die zum Bistum Trier gehören.

Der jüdische Friedhof am Nordausgang des alten Friedhofs weist auf eine frühere jüdische Gemeinde in St. Ingbert hin.

Die islamischen St.Ingberter haben eine eigene Moschee.

Kirche St. Engelbert[Bearbeiten]

Hauptartikel: St. Engelbert (St. Ingbert)
St. Engelbert Westfassade

Die katholische Kirche St. Engelbert (auch „Alt Kerch“, Hochdeutsch: „Alte Kirche“ genannt) stammt aus dem Jahre 1755 und wurde durch Freiherr Ferdinand von der Leyen und seiner Frau errichtet. Am selben Platz stand früher schon eine im Jahre 1696 errichtete Kirche. Bis ins 19. Jahrhundert umgab sie ein Friedhof. Sie steht mit ihrem Südgiebel in der Straßenflucht zu der hier zur Fußgängerzone umgestalteten Kaiserstraße. Berühmt ist vor allem das Eingangsportal, das zwei alte Wappen der Erbauer darstellt.

Martin-Luther-Kirche und Christus-Kirche[Bearbeiten]

Die 1859 erbaute Martin-Luther-Kirche war mehr als ein Jahrhundert lang die einzige protestantische Kirche in der Stadt. Sie liegt etwas erhöht von der Josefsthaler Straße hinter dem Pfarrhaus. Die in Ost-West-Richtung verlaufende Kaiserstraße (B 40) markiert die Grenze. Hinzu kam 1971 in der Wolfshohlstraße die Christuskirche. Am 3. Oktober 2004 wurde zur Vollendung des Kirchenbaues ein Glockenturm eingeweiht, dessen architektonische Gestaltung aus Stahl und Glas an die Tradition der Schmelz und der Glashütte anknüpft. Die fünf Glocken waren schon auf dem 26. und 27. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg 1995 und 1997 in Leipzig zu hören.

Kirche St. Josef[Bearbeiten]

Hauptartikel: St. Josef (St. Ingbert)
Neue Glocken für St. Josef (2011)

Die katholische Kirche St. Josef bildet eine große Anlage in neugotischen Formen und liegt am Hang über der Kaiserstraße. Sie bildet zusammen mit dem Beckerturm eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Zu ihr gehört das weiter südlich gelegene Pfarrhaus.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 28. September 1890 wurde für die Kirche St. Josef der Grundstein gelegt. Sie wurde nach Plänen des Architekten Ludwig Becker, Mainz, in rotem Sandstein errichtet. Allein der Bauplatz kostete 42.000 Mark, weil zuvor eine Reihe von Wohnhäusern aufgekauft und abgerissen werden musste. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 250.000 Goldmark. Nachdem das erste Kirchenschiffgebälk schief geraten und das zweite abgebrannt war, konnte es schließlich am 13. Mai 1893 von Bischof Joseph Georg von Ehrler geweiht werden. Die Glocken kamen erst im Jahre 1899 hinzu. Die Einrichtung stammt überwiegend noch aus der Erbauungszeit.[23]

Bedeutung[Bearbeiten]

St. Josef ist nach dem Kaiserdom zu Speyer die größte Kirche im Bistum Speyer.[24] Bei einem Großfeuer am 17. Juli 2007 wurde das Gebäude so schwer beschädigt, dass das Dachgebälk vollkommen verbrannte und der Kirchturm einstürzte. Alle Glocken sprangen durch die große Hitze. Schweißen ist unmöglich und zu teuer, da der Riss der großen Glocke (a°) etwa ein Meter lang ist. Die Brandursache war ein bei Bauarbeiten überlastetes Kabel. Nach einer großen Anteilnahme und Spendenbereitschaft der Bevölkerung wurde der Sakralbau wieder aufgebaut, nachdem aus statischen Gründen zunächst unklar war, ob dies überhaupt realisierbar wäre. Während die renovierte Orgel schon am 1. November geweiht wurde, konnte die Kirche am 20. November 2011 nach mehrjähriger Renovierung in einem feierlichen Pontifikalamt wieder in den Dienst genommen werden.

Kirche St. Hildegard[Bearbeiten]

Hauptartikel: St. Hildegard (St. Ingbert)

Die katholische Kirche St. Hildegard wurde 1928/29 nach Plänen des Architekten Albert Boßlet erbaut. Erforderlich wurde der Bau der Kirche, da der Platz in den bereits bestehenden Kirchen St. Engelbert und St. Josef aufgrund des starken Bevölkerungswachstums und dem damit einhergehenden Anstieg der Zahl der Katholiken in St. Ingbert nicht mehr ausreichte. Der Kirchenbau in moderner, schlichter, expressionistischer Formensprache und auffälligem Backstein-Sichtmauerwerk gilt als der am besten gelungene Kirchenbau von Boßlet.[25]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Alte Schmelz[Bearbeiten]

Alte Schmelz: Ehemalige „Mechanische Werkstatt“ (heute Event-Halle)

Die Alte Schmelz ist ein 1733 gegründetes Eisenwerk. Der Komplex der Alten Schmelz umfasst das Eisenwerk selber, sowie die Arbeitersiedlungen. Sie ist ein einzigartiges Zeugnis der Sozial- und Industriegeschichte. Heute lassen sich noch alle entwicklungsgeschichtlichen Vorgänge nachvollziehen. Sie beherbergt zudem das älteste noch erhaltene Industriedenkmal des Saarlandes, die 1750 entstandene Möllerhalle.

Der gesamte Komplex mit vielen historischen Gebäuden steht heute unter Denkmalschutz.

Alte Baumwollspinnerei[Bearbeiten]

Alte Baumwollspinnerei (Südansicht)
Alte Baumwollspinnerei (Nordansicht)

Die Alte Baumwollspinnerei wurde 1885 von Max Schuler aus Wetzikon (Schweiz) als erstes Textilunternehmen in St. Ingbert gegründet. Die Fabrikation der Baumwollspinnerei bestand in der Herstellung roher, einfacher und feiner Baumwollgarne und Zwirne, die später in Futterstoffwebereien, Strumpfwebereien, Nähfaden- und Spitzenfabriken, sowie Trikotagebetrieben weiterverarbeitet wurden. Die einzelnen Arbeitsgänge erfolgten ausschließlich maschinell. Im Schnitt produzierten 230 Mitarbeiter monatlich 35.000 kg Garn. Die Produktionsgebäude wurden im Laufe der Jahre mehrfach erweitert bzw. um- und rückgebaut. Im Oktober 1964 wurde die Produktion wegen der schlechten Ertragslage, ausgelöst durch die zollfreie Einfuhr billiger Garne aus dem Ausland, eingestellt. In der Zeit von 1964 bis 1997 wurde die ehemalige Baumwollspinnerei von der Bundeswehr als Sanitätsdepot genutzt. Untergebracht waren drei Reservelazarettgruppen mit jeweils einer Kapazität eines 1000-Betten Krankenhauses, sowie fünf Krankentransportkompanien (Schiene).

Im Sommer 1997 wurde im Rahmen der Reduzierung der Truppenteile der Bundeswehrstandort in St. Ingbert aufgelöst. Investor wurde Werner Deller, er ist gleichzeitig auch Geschäftsführer der Alten Baumwollspinnerei Grundstücksverwaltung GmbH & Co KG.

Historisch stellt die Baumwollspinnerei ein Dokument des sachlichen Funktionalismus in der Industriearchitektur der Jahrhundertwende dar. Der Gebäudekomplex wurde 1992 unter Denkmalschutz gestellt. Die zukünftige Nutzung soll die Ausstrahlung der Gebäudestruktur erhalten. In einem Stockwerk sollen Museumsflächen für das Museum St. Ingbert sowie Räume für kulturelle und künstlerische Aktivitäten entstehen.

Auf dem großen Stiefel[Bearbeiten]

Der Stiefel[Bearbeiten]

St. Ingberter „Stiefel“

Der Stiefel auf dem 398 m hohen „Großen Stiefel“ im Stadtteil Rentrisch ist ein Buntsandsteinfelsen, der durch die unterschiedlich starke Verwitterung verschiedener Sandsteinpakete entstanden ist. Wahrscheinlich stand er in einem kultischen Zusammenhang mit dem Spellenstein in Rentrisch. Die Form des Naturdenkmals ähnelt einem Schuh oder Stiefel, der auf einem Sockel steht. „Stiefel“ wurde zur Bezeichnung für den gesamten Bergrücken zwischen Rentrisch und Sengscheid, auf dem der Fels sich befindet.

Werbefigur „Ingo“: Entwicklungsstufen aus dem „Stiefel“

Der „Stiefel“ diente als Vorlage zur Schaffung einer Figur namens „Ingo“, die als Sympathieträger für St. Ingbert erfolgreich Werbung betreibt. Der Saarbrücker Grafiker Karl Basters (1948–2008) entwarf die Figur mit den Umrissen des Stiefels und einem Löwenkopf, der an die 104-jährige Zeit St. Ingberts unter bayerischer Herrschaft erinnern sollte. Neben dem Standard-Ingo schuf Basters im Laufe von Jahren über 50 Varianten des „Ingo“, so etwa den „Wander-Ingo“ oder den „Polizei-Ingo“. In erster Linie wurde „Ingo“ als Aufkleber herausgegeben, es existierten aber auch etliche plastische Varianten aus unterschiedlichen Materialien.

Der Teufelstisch[Bearbeiten]

Teufelstisch auf dem Großen Stiefel

Der Teufelstisch befindet sich unweit des Stiefelfelsens. Im Gegensatz zu diesem ist er jedoch nicht durch natürliche Erosion entstanden, sondern in Bearbeitung durch Menschenhand. Der drei Meter hohe und fünfeckige Stein diente der Sage nach dem Riesen Kreuzmann als Tisch, wenn er die gefangenen Menschen verspeiste. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war der Menhir kultischen Zwecken gewidmet, ob es dabei allerdings zu Menschenopfern kam, darf bezweifelt werden. Für eine Opfer- und Kultstätte gleich welcher Verwendung war dieser Ort jedenfalls wie geschaffen. Steil erhebt sich der 364 Meter hohe Bergvorsprung aus den Tiefen der Wälder.

Das Stiefler Schloss[Bearbeiten]

Stiefler Schloss ist die landläufige Bezeichnung für die Überreste einer mittelalterlichen Turmhügelburg auf dem Stiefel zwischen Rentrisch und Sengscheid. Vermutlich handelte es sich nicht um einen Adelssitz, sondern um eine Anlage zur Grenzsicherung (Grenzgemarkung=scheid).

Nach historischen und archäologischen Erkenntnissen (Ausgrabungen von 1897, 1898 und 1900) wurde die Burg sehr wahrscheinlich bereits um 450 n. Chr. erbaut und ab dem 10. Jahrhundert vermutlich zur Grenzsicherung genutzt. Bedeutungslos geworden (da Zweibrücken und Saarbrücken zusammenkamen), zerfiel sie wohl im 12. Jahrhundert (?). Die Ausgrabungen ergaben, dass die Burg aus einem rechteckigen Steinbau mit den Maßen 8,4 m zu 11,4 m bestand. Über die Höhe lässt sich keine genaue Aussage machen. Die Mauern bestanden aus massigen Quadern und hatten eine Breite von 1,8 m. Mit der Erbauung im sehr frühen Mittelalter ist das Stiefeler Schloss eine der ältesten Burgstellen in Deutschland.

„Hänsel und Gretel“[Bearbeiten]

Götterbilder im Buntsandstein

Im Sengscheider Wald findet man am Ende eines kleinen Tals ein gallo-römisches Relief, das in einen Felsblock eingehauen ist. Es stammt vermutlich aus dem 2. bis 3. Jh. und stellt eine weibliche und eine männliche Person dar. Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit handelt es sich um die keltischen Gottheiten Sucellus und Nantosuelta, die vielerorts unter freiem Himmel verehrt wurden. Im Volksmund wird das Relief „Hänsel und Gretel“ genannt, seltener auch „Die Engelchen“ oder „Herr Rapp und seine Frau“.

Der Platz gehört zwar zum Gebiet der Landeshauptstadt Saarbrücken, ist aber leicht von Sengscheid aus zu erreichen. „Hänsel und Gretel“ befinden sich genau in der gedachten Verlängerung der Linie Spellenstein – Stiefelfelsen.

Der Spellenstein[Bearbeiten]

Der Spellenstein ist ein jungsteinzeitlicher Menhir im Stadtteil Rentrisch. Er steht im Vorgarten des Hauses „Am Spellenstein 12“. Der Stein befindet sich seit jeher an seinem Aufstellungsort, lediglich die Bebauung hat ihn umschlossen. Eine Sage erklärt seinen Standort und sein Aussehen als „des Riesen Wetzstein“ damit, dass der, auf dem Stiefel hausende, Riese Kreuzmann seinen Wetzstein den vor ihm fliehenden Menschen hinterher warf, sein Ziel verfehlte und der Stein dann unten im Tal stecken blieb. (Kein Wunder, denn die Leute wollten ihm an den Kragen.)

Beckerturm[Bearbeiten]

Beckerturm in St. Ingbert

Der Beckerturm, das ehemalige Sudhaus der Becker Brauerei, wurde in den Jahren von 1925 bis 1931 nach Plänen von Regierungsbaumeister Hans Herkommer (Stuttgart) errichtet. Herkommer war als Architekt und Baumeister zahlreicher katholischer Kirchen in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts bekannt. Der Betonturm wurde neben dem „Stiefel“ zum Wahrzeichen der Mittelstadt St. Ingbert im heutigen Saarpfalz-Kreis. Der 42 Meter hohe Bau, der auf neun Geschossen die Maschinen, Apparate und Behälter des Produktionsprozesses nebst einem „Braustübel" im obersten Stockwerk beherbergt, steht unter Denkmalschutz.

Auf dem Gelände befindet sich heute ein Innovations- und Technologiepark. Die Sudkessel im Beckerturm sind erhalten geblieben.

Im Stadtsignet der Stadt St. Ingbert ist der stilisierte Beckerturm neben der Engelberts- und der Josefskirche als drittes Element enthalten. Seit 2009 ist mit der Anerkennung zum Biosphärenreservat Bliesgau ein halbes Bogensegment zusätzlich hinzugekommen.

Wallburg[Bearbeiten]

Die Wallburg befindet sich auf dem Mittleren Kopf zwischen Rothenkopf und Hochscheid. Sie ist eine noch einigermaßen erhaltene keltische Fliehburg. Der gesamte Berg ist von einem künstlichen Steinwall umgeben, wobei noch Spuren eines Grabens erkennbar sind.

Alter Friedhof und Kapelle[Bearbeiten]

Der Alte Friedhof wurde im Jahre 1820 angelegt und besitzt eine Reihe bemerkenswerter Grabdenkmäler von wichtigen St. Ingberter Bürgern, die bis 1820 zurückreichen. Sehenswert ist ebenfalls die 1740 errichtete Kapelle, die im Jahre 1857 erweitert wurde. Hinter dem Alten Friedhof liegt noch der 1886 angelegte Jüdische Friedhof, der etwa 30 Grabdenkmäler umfasst.

ICE „St. Ingbert“ in seiner Heimatstadt am Tag der Taufe

Sonstiges[Bearbeiten]

Durch die politische Besonderheit Mittelstadt hat St. Ingbert, obwohl im Saarpfalz-Kreis gelegen und durch dessen Landrat in Homburg vertreten, nicht das Kfz-Kennzeichen „HOM“, sondern „IGB“. Es zählt zu den selteneren aktuell vergebenen Kennzeichen Deutschlands.

Seit dem 10. Mai 2008 fährt ein ICE-Triebzug mit dem Namen „St. Ingbert“ durch die Bundesrepublik und das benachbarte Ausland. An diesem Tage wurde er feierlich in seiner Patenstadt getauft. Am 9. Juli 2008 war dieser Zug neben dem ICE Wolfsburg am Zugunfall in Köln beteiligt.[26]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt (alphabetisch)[Bearbeiten]

Anton Betz
Winfried Brandenburg
DCVDNS
Albrecht Herold
Jupp Derwall
Peter Hartz
Fred Oberhauser
Christian Rach
Bernd Schneider
Walther Weis
Albert Weisgerber
Karl August Woll

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Friedrich von Rudolph (* 4. Mai 1860 in Speyer; † unbekannt), Bergmeister
  • Heinrich Kraemer (* 3. August 1829 in St. Ingbert; † 15. Februar 1912 in St. Ingbert), Hüttenwerksbesitzer
  • Cyprian Fröhlich (* 20. März 1853 in Eggolsheim; † 6. Februar 1931 in München), Kapuzinermönch
  • Otto Brauner, Pfarrer
  • Karl Becker (* 3. September 1853; † 1938), Brauereibesitzer
  • Peter Eckhard (* 19. Dezember 1886 in Quirnheim; † 29. Dezember 1971 auf Maria Rosenberg), Dekan, Geistlicher Rat und Päpstlicher Hausprälat
  • Wolfgang Krämer (* 16. Juli 1885 in St. Ingbert (Schnappach); † 31. Oktober 1972 in Gauting bei München), Historiker
  • Adolf Rickert, Rechtsanwalt
  • Sr. Maria Spiridion (* 23. Oktober 1871 als Maria Keller in Pfronten; † 15. Oktober 1965), Krankenschwester
  • Karl Uhl (* 30. November 1886; † 15. Dezember 1966), Heimatdichter
  • Georg Bleif, Bürgermeister
  • Franz Josef Kohl-Weigand (* 26. Dezember 1900 in Ludwigshafen; † 15. März 1972 in St. Ingbert), Kunstsammler
  • Gustav Lauer (* 15. Mai 1889; † 29. Mai 1964), Pfarrer
  • Peter Josef Oberhauser (* 13. August 1899 in Rohrbach; † unbekannt), Pfarrer
  • Elisabeth Koelle-Karmann (* 1. Mai 1890 in St. Ingbert; † 1. Juni 1974 in Altomünster), Malerin und Gattin des Bildhauers Fritz Koelle
  • Fritz Koelle (* 10. März 1895 in Augsburg; † 4. August 1953 in Probstzella)

Literatur[Bearbeiten]

  • Winfried Brandenburg und andere: 175 Jahre Stadt St. Ingbert – die letzten 25 Jahre, Westpfälzische Verlagsdruckerei, St. Ingbert 2004, ISBN 3-9807001-4-3
  • Markus Gestier: Der Beginn des politischen Lebens in St. Ingbert nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In: „Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend“. 36 (1988)
  • Werner Hellenthal (Hrsg.): 150 Jahre Stadt St. Ingbert (1829–1979). Eine Festschrift aus Anlass des 150. Geburtstages der Stadtwerdung St. Ingberts. Stadtverwaltung St. Ingbert, St. Ingbert 1979
  • Herbert Kneib: 75 Jahre FC Viktoria e. V. 09 St. Ingbert. Festschrift zum 75-jährigen Vereinsjubiläum. St. Ingbert 1984
  • Wolfgang Krämer: Geschichte der Stadt St. Ingbert. Von den Anfängen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Eine Heimatkunde aufgrund archivalischer Quellen. 2. Auflage (vollständig umgearbeitet und wesentlich ergänzt). Selbstverlag der Stadt St. Ingbert, St. Ingbert 1955, 2 Bände
  • Gudrun Stark, Hans-Werner Krick: St. Ingbert – Alte Bilder erzählen Sutton-Verlag, Erfurt 1998, ISBN 3-89702-071-8
  • Erwin Stein (Hrsg.): Das Buch der Stadt St. Ingbert, Deutscher Kommunal-Verlag, Berlin-Friedenau 1933
  • Thomas Strauch: Steinerne Zeitzeugen einer 4.000-jährigen Kulturgeschichte. Im Jahrbuch zum Bergmannskalender 2006, Seite 147 bis 153. Herausgegeben von der Deutschen Steinkohle AG.
  • Petra Weber: Spuren der Vergangenheit: zwei historische Lehrpfade auf der Gemarkung von St. Ingbert Westpfälzische Verlags-Druckerei, St. Ingbert 1986
  • Dieter Wirth, Günther Ricke: Gruß aus St. Ingbert. Ein Rundgang durch und um das alte Dengmert anhand alter Ansichtskarten, anläßlich der 1100-Jahrfeier der ersten urkundlichen Erwähnung von St. Ingbert Demetz, St. Ingbert 1988

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: St. Ingbert – Quellen und Volltexte
 Commons: St. Ingbert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur zu St. Ingbert in der Saarländischen Bibliographie

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saarland.de – Fläche und Bevölkerung – Stand: 31.12.2012 (Basis Zensus 2011) (PDF; 0,02 MB) (Hilfe dazu)
  2. Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31. Dezember 2011 auf Grundlage des Zensus 2011, Statistisches Bundesamt (XLS-Datei; 2,0 MB)
  3. Peter Rothe: Die Geologie Deutschlands. 48 Landschaften im Portrait, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, S. 137ff
  4. Fritz Runge: Die Pflanzengesellschaften Mitteleuropas, Aschendorff Verlag, Münster 1994, S. 273f
  5. http://www.saarland-lexikon.de/index.php5/Saarl%C3%A4ndische_Naturschutzgebiete
  6. Rothe Abb. 104
  7. Karte der naturräumlichen Gliederung des Saarlandes pdf-Datei abgerufen am 16. Oktober 2011
  8. http://www.wssi.de/load.php?name=News_FB&file=artikel&sid=80
  9. http://www.alemannia-judaica.de/saarland_juedische_friedhoefe.htm
  10. Brand der Kirche St. Josef in St. Ingbert
  11. Geschichtsdaten St. Ingbert (PDF; 59 kB)
  12. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2000
  13. Wolfgang Krämer: Geschichte der Stadt St.Ingbert. Selbstverlag der Stadt St.Ingbert, 1955, Bd II, S. 237.
  14. Neugliederungsgesetz – NGG vom 19. Dezember 1973, § 14, veröffentlicht im Amtsblatt des Saarlandes 1973, Nr. 48, S. 855 (PDF Seite 26; 499 kB)
  15. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 808.
  16. Grundschulen im Saarpfalz-Kreis, Stand 2011, abgerufen am 14. August 2011
  17. Neue Räume, neue Lehrer und sogar eine neue Schule, Artikel im Pfälzischen Merkur vom 16. August 2012
  18. Saarland-Server, abgerufen am 14. August 2011
  19. BBZ, abgerufen am 14. August 2011
  20. Wahlergebnis 2014
  21. Geschichte. Freie Wähler St. Ingbert, abgerufen am 22. April 2014.
  22. Besucherbergwerk Rischbachstollen
  23. ingoBerta – St. Ingberter Blätter, Ausgabe 35, 8. Jahrgang, Herbst 2007, Seite 6
  24. Gemeint ist: Die größte rein katholische Kirche; die Abteikirche Otterberg (Simultankirche) ist größer.
  25. Geschichte der Pfarrei St. Hildegard Informationen auf dem Webangebot der Pfarrei St. Hildegard, abgerufen am 10. Juni 2012
  26. Bericht auf RP Online am 10. Juli 2008
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