St. Jude Medical

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St. Jude Medical
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1976
Sitz Saint Paul, Minnesota
Mitarbeiter 14.000
Umsatz 4,6 Mrd. US-Dollar
Branche Medizintechnik
Website www.sjm.de

St. Jude Medical ist ein Unternehmen, das medizinische Geräte für Krankheiten des Herzens und des Nervensystems herstellt. Weltweit sind mehr als 14.000 Angestellte für St. Jude Medical tätig. Das Unternehmen ist dabei in mehr als 130 Ländern vertreten und verfügt insgesamt über 20 verschiedene Entwicklungs- und Produktionsstätten. Der Jahresumsatz beträgt etwa 4,6 Milliarden US-Dollar. In Deutschland wird St. Jude Medical derzeit von über 250 Mitarbeitern vertreten. Die Zentrale befindet sich in Eschborn.

Das Unternehmen ist in vier Divisionen gegliedert:

  • Cardiac Rhythm Management
  • Cardiovascular
  • Atrial Fibrillation
  • Neuromodulation

Geschichte[Bearbeiten]

St. Jude Medical wurde im Jahr 1976 in Saint Paul, Minnesota (USA) gegründet. Sie entwickelte, fertigte und vertrieb zunächst mechanische Herzklappen.

Das Unternehmen liefert heute Produkte für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen, Herzklappenerkrankungen, koronaren Herzkrankheiten, Herzinsuffizienz, weiteren Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, chronischen Schmerzen, Parkinson und neurologischen Beschwerden.

Produkte[Bearbeiten]

St. Jude Medical vertreibt ein weitreichendes Produktsortiment. Neben Herzschrittmachern und implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren (ICDs) wird ein Komplettsystem zum Management von Gefäßzugängen von Schleusen bis zu arteriellen Verschlusssystemen angeboten. Mit dem Sortiment für den Herzklappenersatz sowie die Herzklappenrekonstruktion wird der Herzchirurgie verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Systeme Epicor und EnSite dienen der Diagnose und Behandlung komplexer Rhythmusstörungen. Durch die Produkte für die Neurologie besteht die Möglichkeit, Patienten, die beispielsweise unter chronischen Schmerzen oder Parkinson leiden, zu behandeln.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im August 2012 wurde bekannt, dass sich bei den Riata und Riata ST Elektroden die Elektrodenummantelungen teilweise auflösen und dann im Körper des Patienten blanke Drähte freiliegen. Eine "Dringende Sicherheitswarnung" des Herstellers an die implantierenden Ärzte wurde sofort herausgegeben.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.bfarm.de/SharedDocs/1_Downloads/DE/Medizinprodukte/riskinfo/kundeninfo/01/2012/5563-11_Download_de.pdf?__blob=publicationFile